Hier erstmal ihre Mail:
Hallo Steffi,
jetzt endlich bin ich dazu gekommen, die Story zu lesen - sorry für die
lange Verzögerung!
Tja, also -
allzu Positives kann ich dir leider nicht sagen. Tut mir leid, wenn ich
jetzt ziemlich offen bin, aber sonst bringt es dir
ja nichts. Das ist alles natürlich nicht persönlich gemeint, sondern
nur eine subjektive Beurteilung!
Ich fasse mal zusammen:
- Deine Geschichte hat so gut wie keine Struktur und dementsprechend
auch keinen Spannungsbogen. Sie
plätschert auf weite Absätze einfach so dahin, auch in den Dialogen,
die nichts besonderes aussagen und die
Geschichte nicht transportieren.
- Worum geht es genau? Was ist an Nokama so besonderes, dass der Leser
seine Geschichte erfahren soll?
Außer, dass er sich wie ein zickiges Kind benimmt, bekommt man kaum
etwas von ihm mit. Wovon träumt er? Was
tut er? Hat er viele Freunde?
- Wieso ist Nokama noch "weiß", obwohl er seit einem halben Jahr zu den
"Jünglingen" zählt, und wieso wird
seine Haut über Nacht dann Blau, nur weil er sich mit seinem Vater
unterhalten hat? Warum zieht er in den Krieg?
- Den "Krieg" an sich verstehe ich auch nicht. Wer führt ihn eigentlich
gegen wen? Wer nimmt daran teil? Was gibt
es zu gewinnen, zu verlieren?
- Die Beziehung Terraner/Asturianer ist völlig undifferenziert
dargestellt. Die Terraner werden als "die Bösen"
bezeichnet, aber sie treten nie in Erscheinung. Wir erfahren nicht, wie
sie wirklich sind, warum sie die Asturianer so
behandeln, usw.
- Auch das Sozialgefüge der Asturianer wird nur am Rande gestreift, als
wärst du selbst noch unsicher, wie das
Volk eigentlich lebt. Wieso hat es sich so entwickelt, wie es
dargestellt wird?
.. und so weiter.
Vielleicht nimmst du dir die Sache nochmal vor unter den
Gesichtspunkten der "6 großen W":
Wer? (tut's)
Was? (hat er getan, wurde ihm angetan)
Wann? (Epoche, und Zeitrahmen der Story)
Wo? (Schauplatz)
Wie? (originell)
Warum? Das Motiv ist auch außerhalb des Krimibereichs ein Leitmotiv,
und vor allem in der Science Fiction!
Ohne diese Grundelemente kann eine Geschichte nicht funktionieren!
Ich hoffe, du bist jetzt nicht zu sehr enttäuscht! Das Handwerk zu
erlernen ist ein langwieriger, unermüdlicher und
vor allem harter Prozess. Dabei wünsche ich dir viel Erfolg und Freude
am Schreiben!
Viele Grüße,
Uschi
***
EIn harter Schlag mitten ins Gesicht... jedenfalls für mich. Das war die erste Story, mit der ich wirklich zufrieden war und dann sowas.
Kein einziges gutes Haar hat sie an ihr gelassen.
Ich denke Jaddi hat recht, Uschi kann man nie etwas recht machen egal wie sehr man sich dabei anstrengt. Ihr ging es genau so wie mir und mich kotz das irgendwie an.
Wie schon einmal oben erwähnt ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, das die Story phenomenal is oder so... doch irgendwas ... ich hatte eben gehoff, das ihr irgendwas daran gefallen würde ... doch jetzt... Hock ich hier und zweifle.
Auch wenn mir Ariane schon den Kopf deswegen gewaschen hat, indem sie mir ne Lektion erteilte, das man seine Träume nicht aufgeben sollte....
Ich weis einfach nicht, wie es weitergehen soll... ich... mir fehlen meine Fanfitcions, welche ich aufgegeben habe weil ich keine vernünftigen mehr zustande gebracht habe... da gleiche gilt jetzt auch für so manche Story von mir... ich schreibe und schreibe und es kommt doch sowieso nur Mist dabei heraus... was bringt das ganze dann noch???
Im Storyschreiber hat Jaddi über ich geschrieben:
Riwen: Auch eine FF Schreiberin - Hier Stargate. Sie scheint noch keinen festen Stil gefunden zu haben - der wechselt in jeder Story. Ich denke wie Dana wird sie auch in 2 - 3 Jahren einen unverkennbaren Stil haben - und hoffentlich mehr Dialoge in ihre Storys einbauen.
***
Nein einen festen stil habe ich nicht, ich konzentriere mich viel zu sehr darauf das anderen meine Sachen gefallen, mit dem Ergebnis, das es mir am Ende nicht so gut gefällt oder das etwas anderes dabei heraus komm als eigentlich geplant...
Ich habe ehrlich gesagt keinen Schimmer wie es nun weitergehen soll... bin erst mal am Boden zerstört