eva
Zwei Buben im Eis eingebrochen
Zwei Buben sind Samstagvormittag auf einem Donau-Altarm in Wien-Donaustadt im Eis eingebrochen. Sie schweben in Lebensgefahr. Ihre Identität war auch am Nachmittag noch ungeklärt.
Spielkameraden liefen davon
Anrainer beobachteten vier Kinder, die nahe dem so genannten Schillerwasser auf dem Eis spielten. Plötzlich brachen zwei von ihnen ein, die beiden anderen liefen den Angaben der Zeugen zufolge davon. Die Anrainer alarmierten Feuerwehr und Rettung.
Minutenlang im eiskalten Wasser
Die beiden Buben waren unter der Eisschicht verschwunden. Minutenlang blieben sie im kalten Wasser, bis Feuerwehrtaucher sie endlich bergen konnten. Die Kinder im Alter zwischen etwa acht und zehn Jahren mussten wiederbelebt werden.
Insgesamt waren bei der Aktion fünf Taucher gleichzeitig im Einsatz. Mit Schwimmwesten, an Leinen gesichert und einer Kombileiter gelang schließlich die Bergung.
Ärzte kämpfen um das Leben der Buben
Der Rettungshubschrauber brachte beide ins AKH, wo sie intensivmedizinisch behandelt werden. Die Ärzte kämpfen um das Leben der Kinder.Ihr Zustand wurde als "kritisch bis sehr kritisch" bezeichnet.
Die Identität der Buben war auch Stunden nach dem Unfall noch nicht geklärt. Bei den Kindern wurden keine Ausweise gefunden. Es hat bis zum Samstagnachmittag auch niemand gemeldet, dem die Kinder abgehen. Auch von den davongelaufenen Kindern fehlt jede Spur.
Feuerwehr warnt
Die Wiener Berufsfeuerwehr warnte auf Grund des derzeitigen Tauwetters dringend davor, die Eisflächen auf sämtlichen Gewässern im Wiener Stadtgebiet zu betreten.
eva
Bei den beiden Kindern handelt es sich um den neunjährigen Christopher und den siebenjährigen Andreas. Nähere Angaben wurden vorerst nicht gemacht.
Zu Hause nichts gesagt
Einer jener beiden Buben, die nach dem Unfall davon gelaufen sind, ist ein Bruder der beiden Verunglückten. Bei dem vierten Kind handelt es sich um einen Freund der Geschwister.
Die beiden davon gelaufenen Kinder sollen angeblich daheim nichts von dem Unfall gesagt haben. Die Buben sollen öfters längere Zeit außer Haus verbracht haben.
das ist der blanke horror.was ist das für ein bruder,der kann doch nicht wollen sein sein bruder ertrinkt.wie abgebrüht muss man sein ,nichts zu sagen.schock kann es doch nicht gewesen sein.lässt mit einer seelenruhe dir eltern zur polizei gehen und sagt nix.
ich hab ganselhaut.
~z~ ~z~ ~z~
eva
aber wien ist sicher anders. auch die eltern. auch die kinder. auch duie umstände.
mir läufts kalt über den rücken, wenn ich im kopf die situation so durchspiele....
eva
Buben geht es besser, trotzdem Lebensgefahr
Die zwei Buben, die am Samstag in einem Donau-Altarm in Wien-Donaustadt im Eis eingebrochen sind, geht es den Umständen entsprechend besser. Lebensgefahr besteht aber weiterhin.
Banges Warten geht weiter
"Positiver als befürchtet" - das ist der vorsichtige Kommentar des behandelnden Arztes im Wiener AKH, Arnold Pollak, über den Zustand des siebenjährigen Andreas und des neunjährigen Christopher.
Sie würden sich weiterhin im künstlichen Tiefschlaf befinden und intensivmedizinisch betreut.
"Die nächsten Tage seien die kritischen", so Pollak. Die Lungenentzündung habe man aber im Griff.
Schätzungsweise 20 Minuten unter Eis
Wie lange die Kinder im Alter von sieben und neun Jahren sich unter Wasser befunden hatten, bis sie von Feuerwehr-Tauchern geborgen wurden, wisse man nicht genau, das könne nur geschätzt werden, sagte Pollak. Die Mediziner gehen von 20 Minuten aus.
Keine Auskunft zu Folgeschäden
Zu möglichen Folgeschäden wollte Pollak nichts sagen. "Allein, dass die Kinder überlebt haben, ist eine tolle Sache. Und Chancen gibt es immer", erklärte Pollack.
Dramatische Szenen
Das Unglück ereignete sich Samstagvormittag. Die beiden Buben waren eingebrochen und unter der Eisschicht verschwunden. Minutenlang blieben sie im kalten Wasser, bis Feuerwehrtaucher sie endlich bergen konnten. Ein älteres Ehepaar hörte Hilfeschreie und alarmierte Feuerwehr und Rettung. Eines der Kinder konnte noch am Ufer, das andere erst im Rettungshubschrauber wiederbelebt werden.