Die PS-Einbuße kann man leicht berechnen, wie der Techniker erklärt: "Auf dem Niveau des Meeres liegt der atmosphärische Druck bei rund 1.000 Millibar, am A1-Ring nur bei 930 Millibar. Der Verlust an PS liegt aus diesem Grund bei rund 7 Prozent." Bei den heute über 850 PS starken Motoren sind dies rund 60 PS! Ein Teil der verlorenen PS wird jedoch durch die Tatsache wieder gutgemacht, dass der Luftwiderstand durch die geringere Luftdichte niedriger ist, die Top-Speeds also ansteigen, jedoch nicht im gleichen Verhältnis zu den verlorenen PS.
Für die Motorenbauer bedeutet die geringere Luftdichte, dass man entsprechende Maßnahmen treffen muss: "Das elektronische Motormanagement zieht die Daten in Betracht, die es erhält, so dass alle notwendigen Korrekturen gemacht werden können, um sicher zu stellen, dass der Motor eine gute Leistung abliefert. Die Motorleistung ist reduziert und auf dem A1-Ring wird der Motor sehr stark gefragt, denn das Layout der Strecke macht sie zu einer von zwei in dieser Beziehung schwierigsten Rennen."
Die Motoren werden auf dem A1-Ring gleich auf verschiedene Arten herausgefordert, wie Chevrier erklärt: "Die Strecke hat zwei Geraden, auf denen die Autos im 6. Gang bei maximaler Drehzahl fahren. Und dann gibt es auch noch langsame Kurven, die eine gute Beschleunigen erfordern. Dies ist ein Kurs, auf der die Motoren zu 60 Prozent auf Volllast laufen, auch wenn man sagen muss, dass man hier keine hohen Motorentemperaturen hat, die zu der mangelnden Leistung erschwerend hinzukommen können." Durch den niedrigeren Sauerstoffgehalt der Luft läuft die Verbrennung "kühler" ab.
Beim privaten PKW ist übrigens dasselbe Phänomen in Sachen Leistung zu beobachten: "Ein Serienmotor ist mit einem Druckmesser ausgestattet der je nach Höhe Korrekturen vornimmt. Außerdem gibt es ein Sammelrohr, das den Druck in Zusammenhang mit der benötigten Leistung misst. Diese Messungen ermöglichen das automatische Korrigieren der eingespritzten Benzinmenge, um das Mischverhältnis Luft/Benzin zu optimieren. Man erhält so die korrekte Menge an Benzin im Zusammenhang mit der Luftmenge, die in die Verbrennungskammer gelangt."
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Die genauen PS zahlen werden atürlich gehütet wie Staatsgeheimisse.
Es würde aber auch nichts bringen wenn wir die PS zahlen wüssten.
Luftdruck und höhe ist entscheidend.