Ein Mangel an Kalium kann eine Reihe von Störungen im Körper bewirken, die relativ unspezifisch sind. Dazu gehören beispielsweise Müdigkeit und schwankende Stimmungen. Es können aber auch Verstopfung, Schwindelgefühle, Muskelschwächen, Herzstörungen und Kreislaufprobleme entstehen. Ein Kaliummangel verringert das im Körper gespeicherte Glykogen (Traubenzucker). Dadurch sinkt der Blutzucker, und es können sich die typischen Symptome einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) bilden. Viele Menschen greifen bei Verstopfungen zu Abführmitteln, einige tun es zu oft oder gar regelmäßig. Durch die zu häufige Einnahme von Abführmitteln (Laxantien) sinken die Kaliumwerte. Daraus entsteht ein ungesunder Kreislauf. Die Trägheit des Darmes wird durch die Einnahme weiterer Abführmittel verstärkt, und Kalium sinkt immer weiter ab. Dieser schädliche Kreislauf muss dann mit Hilfe einer therapeutischen Betreuung beendet werden.
Bei Wasseransammlungen im Körper (Ödeme) empfiehlt sich eine kaliumreiche Ernährung. Sie wird meist durch die Gabe von Kaliumpräparaten ergänzt. Die Zufuhr an Natrium wird zusätzlich deutlich eingeschränkt. Eine zu geringe Kaliumversorgung belastet den Kreislauf und kann zum Bluthochdruck beitragen. Wird die Kaliumbilanz verbessert, sinkt das Risiko für zu hohen Blutdruck.
Bei Alterspatienten geraten die Elektrolyte Natrium und Kalium oft aus ihrem Gleichgewicht. Dazu können beispielsweise fehlendes Durstgefühl, eingeschränkte Nierenfunktionen und einige Medikamente (z.B. Diuretika) beitragen. Manche alte Menschen sind regelrecht "ausgetrocknet". Ein unausgeglichener Kaliumhaushalt kann sowohl an einer gestörten Verteilung im Körper als auch an einer zu hohen oder zu niedrigen Kaliumzufuhr liegen. Zu viel und zu wenig Kalium können gleichermaßen zu Herzrhythmusstörungen führen. Grundsätzlich kann eine übermäßige Kaliumzufuhr die Gesundheit beeinträchtigen. Es können Schwächen, Übelkeit, Angstzustände, Blutdruckabfall, Verwirrtheit und Gefühlslosigkeiten in Händen und Füßen entstehen.