Was ist ein Nierenstein?
Ein Nierenstein besteht aus harmlosen Stoffen, die normal im Körper als Abfallprodukte anfallen und über den Urin ausgeschieden werden. Am häufigsten sind dies Kalzium-Oxalat, Kalzium-Phospat oder Harnsäure, aber auch Magnesium-Ammonium-Phosphat und Zystin. Allerdings bildet normalerweise ein Gesunder genügend Hemmstoffe, um die Verklumpung der Salze zu verhindern. Nicht aber bei „Steinträgern“: Bei ihnen liegt meistens eine angeborene Stoffwechselstörung vor, sodass ihnen die Hemmstoffe fehlen und die Salze verklumpen. Der Vorgang findet in den Nieren statt, weil hier der Harn gebildet wird.
Die verklumpten und nun schwereren Mineralsalzbröckchen können nun nicht mehr so leicht mit dem Urin nach draußen transportiert werden. Sie setzen sich ab, vorzugsweise im Nierenbecken, wo sich der gebildet Harn sammelt, um dann durch Harnleiter in die Blase zu fließen. Wo sich schon ein verhärteter Mineralsalzklumpen abgesetzt hat, da lagern sich schnell weitere Salze an, sodass der Klumpen immer größer wird. Irgendwann drückt er sich in die Wände des Nierenbeckens ein.
Dies verursacht Druckschmerzen im Lendenbereich und stört außerdem die Nierenfunktion. Möglicherweise wird der Stein in den Harnleiter (Ureter) weitertransportiert. Der versucht den Stein durch krampfartige Bewegungen loszuwerden, – und das tut weh!
(Autor: Dr.med. Günter Gerhardt)