Geschrieben von: gisi (cm117-60.liwest.at, 212.241.117.60) am Sonntag, 3. August 2003, um 16:52
Wahrnehmungsstörung
Wahrnehmungsstörung bedeutet eine totale oder eine teilweise Unfähigkeit, Empfindungen zu ordnen. Reize aus der Umwelt werden mangelhaft aufgenommen, verarbeitet, gespeichert oder einander mangelhaft zugeordnet. Die Schaltstelle des Wahrnehmungssystem ist das Gehirn. Dort werden Meldungen aus der Umwelt aufgenommen, aufeinander abgestimmt und zur Beantwortung weitergeleitet.
Entwicklungsverzögerung
Entwicklungsverzögerung bedeutet, daß der Beeinträchtigte in seiner Persönlichkeitsreife nicht dem tatsächlichen, kalendarischen Alter entspricht, sondern das dem Alter entsprechende Entwicklungsniveau noch nicht erreicht hat.
Von Entwicklungsrückstand sprechen wir dann, wenn der Beeinträchtigte in seiner Reifung auf einer früheren Entwicklungsstufe stehen geblieben ist.
Kindliche Psychose
Kindliche Psychose ist die Unfähigkeit, das Umfeld und die Bedingungen der Wirklichkeit, in der wir leben, altersentsprechend wahrzunehmen, sich darauf einzulassen und sich damit auseinanderzusetzen. Daraus folgt ein ständiges unkontrolliertes Verhalten und ein unberechenbares Benehmen.
Persönlichkeitsstrukturen, die autistische, psychotische Charakterzüge oder Wahrnehmungsbeeinträchtigungen oder Entwicklungsverzögerungen aufweisen, bedürfen einer nahezu ständigen Betreuung, das heißt rund-um-die-Uhr Pflege.
Geschrieben von: Grenner (239.130-201-80.adsl.skynet.be, 80.201.130.239) am Samstag, 15. November 2003, um 19:09
Hallo
Ich arbeite als Erzieherin im Kindergarten. In meiner Gruppe ist ein Kind, dass sehr starke Probleme hat überhaupt sprachliche Zusammenhänge zu erfassen geschweige denn diese Auszuführen. Auf die leichtesten Fragen antwortet er kaum und schaut mich nur fragend an. Selbst wenn die Mutter ihm 10 mal sagt wo sie seine Mütze hingetan hat, findet er sie später nicht. Er kann sehr gut Puzzle und Kindergartentrainerspiele. Zuerst wurde dies immer von der Familie als verträumt betittelt doch nun ist er sechs und ich mache mir ernsthafte Sorgen um seine weitere Entwicklung. Können Sie mir einen Ratschlag geben, wie ich das Problem möglichst schonend aber schon bestimmt mit den Eltern besprechen kann und denken sie dass es sich um eine Wahrnehmungsstörung halten könnte?
Für Ihre Antwort danke ich schon heute
Gruß Katrin Grenner
Geschrieben von: patricia (81.10.135.164, 81.10.135.164) am Samstag, 15. November 2003, um 19:22
hallo, freue mich sehr über ihren beitrag.
ich bitte sie die eltern an einen facharzt, kinderneurologen, weiterzuschicken, dieses gehört unbedingt abgeklärt.
gerade bevor das kind eingeschult wird, sollte ein entwicklungsstatus unebdingt gemacht werden.
helfen kann eine ergotherapie. hier aber dann bitte eine therapeutin suchen, die sich mit kindern auskennt. leider haben sich nicht alle therapeuten darauf spezialisiert.