Ein Beispiel: Während die Gesamtbevölkerung nur zu 35% die Auswirkungen der EU auf Österreich als sehr bzw. ziemlich gut bewertet, sind es bei den ÖVP-Abgeordneten 95%, bei den SPÖ-Politikern 76% und bei den Grünen über 80%. Nur die freiheitlichen Mandatare scheinen bei diesem Thema dem Volk näher: Auch sie denken nur zu 35% positiv über die EU.
In anderen Bereichen ist die Einigkeit der FPÖ mit ihrem Wahlvolk nicht so zufriedenstellend: Während etwa die Hälfte ihrer Wähler einen Ausbau der sozialen Netze wünscht, scheint dieses Thema für die Abgeordneten der FPÖ mit nur 12% weniger wichtig zu sein.
Die Beibehaltung der Neutralität wurde von 53 Prozent der VP- Wähler, aber nur von zehn Prozent der VP-Mandatare als wichtig genannt.
Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung:
29% der SPÖ-Politiker halten diese Themen für besonders wichtig, bei den SPÖ-Wählern sind es aber 63%, die Wert darauf legen.
Bei den Grünen wollen 45% ihrer Wählerschaft eine starke Industrie, aber nur 13% ihrer Abgeordneten.
Die wichtigsten Themen:
Als wichtigste Themen wurden insgesamt folgende genannt: Neutralität, Höchstleistungen in Wissenschaft und Technik, eine starke Industrie und das Bewahren von Traditionen.
"Krone" nicht Sprachrohr der Politiker!
Bei der politischen Übereinstimmung der Abgeordneten aller Lager mit den Printmedien ergibt sich aus der Umfrage, dass die Übereinstimmung zwischen den Politikern und der Kronen Zeitung eklatant gering ist (ÖVP 3%, SPÖ 2%, FPÖ 9%, Grüne 0%). Das bedeutet, dass die "Krone" weit von einem abhängigen Partei-Medium entfernt ist! Zum Vergleich: Abgeordnete der SPÖ stimmen zu 62% mit dem "Standard" überein, Abgeordnete der Grünen sogar mit 79%, ÖVP: 5%, FPÖ: 2%.
Resumée der Studienautoren:
Keine Partei ist voll in der Lage, ihre Wählerschaft zufrieden zu stellen. Eine Warnung in Richtung der Parteien: Die eklatanten Auffassungsunterschiede zu den wichtigsten Themen erhöhen die Wechselbereitschaft der Wähler!
Worüber Österreich spricht
www.krone.at