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wulfi - 09.03.2004 - 10:00

da das Forum gewechselt hat, würde ich hier gerne noch einmal mein Posting wiederholen:

" Verhalten ist durch seine Konsequenzen bestimmt. "

Ich mache zur Zeit große Fortschritte in der Erziehung meines Sohnes durch positive Konditionierung.

Dabei lege ich größeren Wert auf: Verhalten, welches ich von ihm erwarte, mit Lob und besondere Aufmerksamkeit zu fördern !

Unerwünschtes Verhalten steht bei mir nicht an erster Stelle, dadurch, das wir nur reagieren, wenn er etwas falsch gemacht hat. Sondern wir reagieren stark, wenn er etwas richtig gemacht hat und lassen ihm das deutlich spüren.

Wobei mein Sohn natürlich keine Narrenfreiheit hat, und alles machen darf, was er will. Nein, ...

Ich habe ihm ganz genau in kurzen einfachen Sätzen erklärt, was ich von ihm erwarte.
Dazu habe ich ihm erklärt, welche Konsequenzen es haben wird, wenn er etwas macht, was ich nicht will...

Jetzt liegt die "Verantwortung", wie sein Tag aussehen wird, ganz allein bei meinem Sohn: Hält er sich an die Regeln, folgen positive Konzequenzen und der Tag gestaltet sich harmonisch und angenehm...

...oder er hält sich nicht an die Regeln, dann hat er die Konsequenzen zu tragen, und der Tag endet je nach Regelbruch im Stubenarrest, also unangenehm für ihn...

Somit wird er zu seines Glückes Schmied und glauben Sie mir, ... , das Streben nach Harmonie ist ein Urbedürfnis eines jeden Kindes und so wurde aus einem aggressiven "Regelbrecher aus Prinzip", ein liebenswerter kleiner Junge....

Achim - 09.03.2004 - 11:50

Trotz der Beliebtheit von Konsequenzen habe ich mich nie wohlgefühlt mit dieser Vorgehensweise. Es kollidiert mit meinen Überzeugungen über den natürlichen Wunsch von Kindern, das Richtige zu tun.

In der Tat scheinen sie mehr schädlich als hilfreich. Die Technik funktioniert wie folgt: Dem Kind wird gesagt, dass es "wählen" kann, wie es sich verhalten will, und dass "Konsequenzen" aus seiner Wahl resultieren werden. Der Elternteil oder Betreuer beschreibt dann die Konsequenzen der "falschen" Wahl - in sein Zimmer geschickt zu werden, eine unliebsame Aufgabe oder Arbeit verrichten zu müssen, alleine sitzen zu müssen, den Entzug eines Spielzeuges oder Privileges, usw.

Konsequenzen können auch eingesetzt werden, wenn das Kind schon dabei ist, etwas zu tun, was der Elternteil nicht mag. Dann wird ihm gesagt, dass es beim Fortsetzen dieser Verhaltensweise eine negative Konsequenz in Kauf nehmen muss, oder es hat die Wahl aufzuhören und es zu vermeiden.
Oberflächlich betrachtet wirkt dieses Vorgehen wie eine natürliche Weise der Kinder, zu lernen. Das Kleinkind läßt ein Spielzeug fallen und konsequenterweise fällt es zu Boden. Es lernt die Auswirkungen der Schwerkraft kennen. Oder ein Vorschüler läuft im Winter ohne Jacke raus, merkt wie seine Arme und Hände kalt werden, und lernt somit, daß Schnee auf dem Boden kalte Temperaturen bedeutet.
Aber die Ähnlichkeiten sind mehr Illusion als Wirklichkeit.

Mehr dazu demnächst auf meiner Homepage in der Rubrik Erziehungsfragen.

Gruß
Achim http://www.achjahs-welt.de

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