xa-board.com - Forenarchiv: Archivbeitrag des Forums Das ultimative Kat`Sis Forum
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KatSis - 29.02.2004 - 21:20

Der 16. Geburtstag

Alexander schaute aus dem Fenster, die ganze zeit hatte er gehofft dass es an seinem Geburtstag zu schneien beginnen würde. Aber das tat es nicht. Statt dessen regnete es ununterbrochen schon den ganzen tag. Mit den Augen verfolgte der Junge schon seit Stunden die Regentropfen. Platsch! Platsch! Wie lange mochte er schon hier am Fenster stehen?
Von unten drang Gelächter hoch. In seinen Ohren hallte die Stimme von Alina wieder. Sie war glücklich. Auf Alexanders Gesicht erschien ein Lächeln. Er stellte sich gerade vor wie Alina mit ihren Freunden lachte und tanzte.
„Alex?“, huch plötzlich konnte er so nah die Stimme seiner Schwester hören als wenn sie hinter... . Alexander drehte sich vom Fenster um und sah zur Tür, da stand sie. Er hatte sich doch nicht ihre Stimme eingebildet. Vorsichtig trat diese nun näher und lächelte ihren Bruder an. „Hey, warum kommst du nicht mit runter? Es ist unser Geburtstag und Weihnachten ist auch“.
Alexander ließ sich auf sein Bett fallen und schaute wieder zum Fenster. „Es regnet“.
Verwirt schaute Alina ihren Bruder an. Dann setzte sie sich neben ihn auf sein Bett. „Hey, Xan was ist los du bist doch nicht krank oder?“.
Alexander musste lachen, Alina hatte es wieder geschafft. Sie musste nur diesen albernen Namen aussprechen und dann war er glücklich. Seine Mutter hatte ihn früher so genannt, als er noch klein war und wenn er traurig war, dann hatte die Mutter immer gesagt: „Hey Xan, wein doch nicht du bist doch schon ein großer Junge. Und dann hatte er sich auch so gefühlt.
„Na komm schon“, stupste ihn Alina an. „Alle warten“.
„Geh ohne mich. Ich bin nicht in Stimmung“, er konnte ihr doch nicht sagen was wirklich mit ihm los war, wie würde sie ihn dann sehen. Sie würde ihn hassen, als pervers darstellen.
„Hey, wie sieht das aus, ein Zwilling allein, das geht doch nicht“, Alina gab nicht auf.
Alexander legte sich quer in sein Bett und setzte seine Kopfhörer auf, er wollte nichts mehr hören. Das Mädchen schüttelte den Kopf, so ein Spielverderber, drückte ihrem Bruder einen Kuss auf die Wange und verschwand dann aus seinem Zimmer.

„Er kommt nicht“, wandte sich Alina an ihre Familie und ihre Freunde.
„Schade“, meinte eine von den Mädchen. „Was machen wir jetzt?“.
„Was haltet ihr von Kuchen?“, gerade war Anna, Alinas und Alexanders Mutter in das Wohnzimmer gekommen. Damit waren alle einverstanden und versammelten sich um den großen Tisch. Natürlich waren nie viele beim Geburtstag die meisten feierten mit ihren Familien Weihnachten und so konnten sie nicht zu Alinas oder Alexanders Geburtstag kommen.
Dieses Jahr konnten nur zwei Mädchen zu ihrem Geburtstag kommen. Melanie die beste Freundin von Alina und ein Mädchen namens Sandra, auch sie war gut mit den Geschwistern befreundet. Zur Zeit unterhielten die zwei Freunde sich gerade über die Geschenke die sie zu Weihnachten bekommen hatten. Alina saß still neben Melanie. Ihr erster Geburtstag ohne Alexander. Er war heute noch gar nicht runter gekommen seid dem morgen schon saß er in seinem Zimmer und ließ keinen, mit Ausnahme von ihr, zu sich. Aber selbst wenn sie kurz zu ihm kam saß er nur auf seinem Bett und hatte seine dämlichen Kopfhörer auf.
‚Was ist denn nur mit ihm los?’, Alina wusste es nicht, so ging es schon einige Wochen. Waren sie vorher noch unzertrennlich gewesen mied er jetzt jegliche Zeit mit ihr. Dabei hatten sie sich nicht mal gestritten.
„...lina“, das Mädchen schaute hoch. Melanie hatte sie nun schon mehrmals gerufen aber keine Antwort bekommen. „Mensch träumst du oder was? Ich red mit dir!“.
„´Schuldigung, ich hab nur eben überlegt was mit Alexander los sein könnte“, Alina versuchte ein unschuldiges lächeln doch es wollte nicht so recht klappen.
„Ach lass ihn vielleicht hat er ´ne Phase oder so was“, grinste ihre Freundin sie an.
Die drei Mädchen unterhielten sich noch eine weile dann beschlossen sie, dass sie ein bisschen spazieren gehen wollten, also zogen sie sich an und verließen das Haus.
Zunächst gingen sie nur die Straße endlang, natürlich war diese recht leer die meisten Leuten waren zu Hause bei ihrer Familie. Kurzendschloßen liefen sie auf das naheliegende Feld, dort besaßen Alina und ihr Bruder ein Baumhaus. Die Mädchen kletterten drauf und Sandra zog eine Flasche Sekt aus ihrer Tasche, die ging nun reihum und jeder nippte an ihr.
So verstrich die Zeit und die zwei Freundinnen verabschiedeten sich von Alina da sie noch nach Hause mussten, schließlich sei Weihnachten ein Familienfest und ihre Familie würde warten, also machten sich die drei auf den Heimweg. An der Kreuzung, dann, mussten sie sich trennen und jeder ging seinen Weg. Alina war froh das sie wieder alleine war, klar sie feierte gerne aber es war doch schön wenn man dann wieder Zeit für sich hatte.
Zu hause angekommen machte diese sich gleich auf den Weg in ihr Zimmer, sie hatte noch ein paar Sachen zu erledigen.[B...

KatSis - 29.02.2004 - 21:22

Alina war gerade dabei ihr Zimmer zu ordnen, als es an der Tür klopfte.
„Lin“, drang eine Stimme herein. „Komm schon rein Alexander“, antwortete diese und ihr Bruder zog vorsichtig die Tür auf. „Darf ich?“ „Seid wann fragst du?“, er sollte bloß nicht glauben das sie gut auf ihm zusprechen war.
„Seih nicht böse, Lin“, wollte Alexander seine Schwester versöhnen die jedoch achtete nicht auf ihn. „Mir ging’s nicht so gut weißt du“, erklärte dieser weiter.
„Du tust gerade so als wenn es nur heute gewesen wäre. Du verkriechst dich doch schon seid Wochen in dein Zimmer, also bitte verschon mich mit deinen Ausreden. Sandra und Mel sind auch deine Freunde“, fauchte das Mädchen Alexander an. Sie war jetzt ziemlich gereizt was wohl auch davon kam das ihr der Alkohol nicht so gut bekommen war und sie so wie so ziemlich müde war.
Alexander schüttelte den Kopf, jetzt machte ihn schon seine Schwester eine Szene: „Stopp mal, ich hab nicht gesagt ich würde feiern wollen. Ach du hast eh keine Ahnung“, er wollte das Zimmer verlassen.
„Alex, warum hab ich keine Ahnung? Hatten wir nicht mal gesagt wir würden uns alles erzählen? Was ist mit dir los in letzter zeit“, Alina war den Tränen nah.
„Du würdest es nicht verstehen“, gleichzeitig wie Alexander seiner Schwester antwortete bemühte er sich sie nicht anzusehen.
„Dann erklär mir es doch!“, gab diese trotzig zurück.
Alexander fuhr mit seiner linken Hand durch sein schwarzes Haar, eine schreckliche Angewohnheit wie Alina fand. Er fuhr immer mit der Hand durch seine Haare wenn er in Verlegenheit geraten war. „Geht nicht Alina, tut mir leid ich kann’s dir nicht erklären. Sei mir nicht böse ich kann nicht anders“, er wandte sich zur Tür um, blieb aber noch mal stehen und drehte sich wieder zurück „dein Geschenk“, sagte er dann, legte das Päckchen auf den Tisch und verließ das Zimmer.

KatSis - 29.02.2004 - 21:31

Ausfälle haben Anfälle zufolge

Alexander lag in seinem Bett, die Schule fiel heute für ihn aus. Er hustete und sofort war seine Mutter zur stelle: „Wie geht es dir, mein Schatz?“, fragte sie ihn besorgt. „Es geht“, antwortete er ihr, wie sollte es ihm auch gehen mit einer Lungenendzündung.?
Anna, seine Mutter, strich über Alexanders Kopf und stellte ihm seine Medizin hin. Dann warf sie noch einen besorgten Blick auf ihren Sohn und verließ das Zimmer. Seufzend machte sie sich wieder an die Arbeit. Wie immer hatte sie die Hausarbeit in der Küche begonnen und war nun schon mit dem gröbsten fertig. Ihre Gedanken waren jedoch bei ihrem Sohn. Sie hatte als Mutter doch mitbekommen wie sich ihr Junge verändert hatte. Er hatte sich immer mehr abgekapselt und keinen mehr an sich herangelassen. Nicht ein mal Alina. Seine Noten waren immer schlechter geworden und auch sonst hatte er sich ziemlich verändert. Da war es doch nur klar ,wenn der Körper nicht mehr mit machte. ‚Wenn er doch nur mit jemanden reden würde, aber Alexander schließ sich nur immer in sein Zimmer ein und kam dann nicht mehr heraus.
Alina saß in der Schule und versuchte dem Deutschunterricht zu folgen, was sich als ziemlich schwer herausstellte. Nicht nur das es tot langweilig war, dass sie fast einschlief, sondern auch noch der Typ neben ihr sie andauernd dumm von der Seite anredete. Zum dritten mal hatte er sie nun schon gefragt wo sie denn ihren Bruder gelassen hätte, weil er sie angeblich noch nie ohne Alexander gesehen hätte ,und zum dritten male hatte sie ihm geantwortet das er krank sei und im Bett läge. Aber ihm interessierte gar nicht die Antwort sondern wollte sie nur nerven.
„Stefan, lass mich doch mal in Ruhe“, schrie sie ihn an. Es reichte ihr „Halt doch einfach mal deine Klappe“. Alina nahm ihre Sachen und verließ das Klassenzimmer.
Jetzt wo sie aus dem Raum war musste sie sich eingestehen , dass sie mal wieder überreagiert hatte. Eigentlich hatte sie nur einen Grund benötigt den Unterricht zu verlassen.
Alina ließ sich auf eine Bank , auf dem Schulhof, fallen und kramte in ihrer Tasche nach einer Zigarette. Eigentlich war es nicht erlaubt auf dem Schulhof zu rauchen aber in der Stunde würden eh , außer dem Hausmeister, keine Erwachsenen herum laufen.
Danach ging´s ihr besser und sie suchte in ihrer Tasche nach ihrer Haarbürste und begann ihre Haare zu kämen. Das war eine Angewohnheit von ihr, wenn sie wütend war. Als ob sie die Wut raus kämen wollte.
Es klingelte und die Türen sprangen auf. Heraus kam eine Scharr von Schülern , die sich auf dem Schulhof verteilten.
„Hey Alina, süße, was machst du für Sachen? Melanie eilte auf ihre Freundin zu.
„Der Lehmann hat ´nen Anfall bekommen, haust einfach ab“, meinte diese mit ernster Miene. Konnte diese aber nicht lange halten und begann zu kichern.
„Coole Aktion“, meinte auch Sandra.
Die Clique sammelte sich und begab sich zu ihren Stammplatz.
„Och, nö“, kam es plötzlich von Alina: „der Idiot kommt her“, und deutete damit auf Stefan. So lange sie denken konnte lief er schon hinter ihr her, obwohl sie ihm schon oft gesagt hatte, dass sie ihn nicht leiden könne. Nicht das er schlecht aussah: Er hatte schönes dickes braunes Haar, das ihm bis zu den Ohren ging, jedoch oft hochstylte. Er besaß zwei große braune Augen, die meistens stark leuchteten, vor allem weil er immer lachte. Alina hatte ihn noch nie ernst gesehen. Sein Mund war ein bisschen zu groß und in ihm waren die weisesten Zähne die Alina je gesehen hatte. Sein Körper war durchtrainiert und mit langen Beinen abgesetzt.
Kein Wunder das er so sportlich aussah, da Sport das größte für ihn war.
Eigentlich würde jedes Mädchen bei ihm schwach werden und auch Alina war nicht abgeneigt, aber irgendwas hielt sie immer von ihm fern. Meistens hieß dies ‚Irgendwas’ Alexander. Aber der war heute nicht da.
Melanie stellte sich schützend vor Alina, als Stefan die Clique erreichte. Erst schaute er ein wenig verwirt sammelte sich aber wieder schnell.
„Lass mich vorbei Melanie“, wandte der sich an die Freundin.
„No way“, antwortete diese und viel ihm um den Hals „was willst du mit Alina? Die denkt eh nur an ihren Bruder“, stellte sie fest und fügte hinzu: „Nimm mich, ich gebe dir keinen Korb“.
Stefan grinste sie an, näherte sich mit seinem Mund ihren Hals, flüsterte dann: „dass dumme ist nur du interessiert mich nicht“, und schob sie kühl zur Seite.
„Hey Alina, kommst du mit?“, das Mädchen schaute den Jungen genervt an. Konnte er sie nicht in Ruhe lassen? Aber zu ihrer eigenen Verwunderung ließ sie sich von ihrer Clique und dann hinter eine Mauer ziehen.
„Alina?“.
„Hm...“.
„Warum gibst du mir keine Chance?“,
„Weil du nicht mein Typ bist“, das Mädchen hatte wirklich keine Lust sich weiter um dieses Thema zu kümmern, das Thema war abgeharkt.
„Ich bin jedermanns Typ“, gab Stefan jedoch trotzig zurück.

KatSis - 29.02.2004 - 21:31

Alina lächelte wie konnte nur jemand so von sich eingenommen sein? Ohne weiteres drehte sie sich um und wollte zu ihren Freunden zurück, als sie einen Ruck von hinten spürte und zurückgedreht wurde. Im selben Moment pressten sich zwei Lippen auf ihre und küssten diese zärtlich. Als Antwort bekam Stefan eine Ohrfeige von Alina die sich dann wütend wieder zu ihrer Clique gesellte und sie weiter zog.
Jennifer, eine Freundin, kicherte und streckte Stefan die Zunge heraus.
Als die Freunde ihren Platz erreichten ließ sich Alina sofort auf die Treppenstufen fallen und stützte ihren Kopf auf ihre Arme.
Jennifer verzog sich mit ihrem Freund in eine Ecke und vergnügten sich. Jan, der das beobachtet hatte, sah sie gelangweilt an: „Könnt ihr euch nicht mal beherrschen?“, dann ließ er sich neben Alina fallen und stupste sie an: „Was ist denn los Lin ,Schatz?“, Alina schaute ihn an, es gab nur zwei Menschen auf der Welt die sie so nennen durften und das waren ihr Bruder und Jan, aber sie antwortete ihm nicht. Plötzlich nickte Jan: Okay, Prinzessin ich endschuldige dich“.
Dankbar lächelte Sie ihn an, nahm ihre Sachen und verschwand. Es war schon seltsam wie gut sie sich mit Jan verstand. Sie brauchte nicht mal was sagen und trotzdem wusste er was sie meinte.
‚Na ja’, dachte sie, sie kannten sich ja auch schon lange.
Jan war schon zwei Jahre älter als sie, Volljährig, er war groß, schlank und hatte die schönsten Augen die sie sich vorstellen konnte, sie hatten keine bestimmte Farbe, je danach in welchem Licht man sie sah, hatten sie alle. Seine langen schwarzen Haare hatte er stets zu einen Pferdeschwanz gebunden und auch sonst viel er durch sein Auftreten sofort auf.
Alina und Alexander kannten ihn nun schon 16 Jahre lang. Sie hatten sich zum ersten mal im Kindergarten kannengelernt und waren seitdem unzertrennliche Freunde gewesen.
Das Mädchen setzte ihren Weg fort, sie wollte nach Hause, keine Lust weiter in der Schule zu bleiben. Doch plötzlich spürte sie dieses Stechen in ihrer linken Brust. Sie bekam keine Luft mehr, dann drehte sich alles um sie und sie sank zur Erde.
KatSis - 29.02.2004 - 21:36

Gebrochenes Herz
„Lin“, langsam öffnete das Mädchen die Augen. Zuerst nur ein blinzeln, dann öffnete sie sie ganz. Verschwommen sah sie eine Silhouette eines Menschen.
„Lin, wie geht es dir?“, langsam schärfte dich das Bild. Es war Alexander. Alina wollte ihm antworten, etwas sagen, bekam aber kein Wort hervor. Also nickte sie nur.
Der Junge schloss dankbar seine Augen, er hatte ganz schön angst gehabt. Zum ersten mal in seinem Leben hatte er richtig angst gehabt, seine Schwester, so leblos.

Ein Mann mit weißem Kittel kam in das Zimmer. Sie war also im Krankenhaus. Was war nur passiert? Er machte Alexander darauf aufmerksam, dass die Besuchszeit zuende war. Der Junge nickte, gab seiner Schwester einen Kuss auf die Wange und verließ das Zimmer. Alina blieb allein zurück, sie schloss ihre Augen und es dauerte nicht lange bis sie wieder einschlief.

Alexander ließ sich auf sein bett fallen und erst jetzt konnte er seine Gedanken ordnen. Nach dem Mann zuurteilen, der Alina gefunden hatte, war sie einfach mitten auf dem Weg umgekippt und hatte leblos auf dem Erdboden gelegen. Er hätte sie dann ins Krankenhaus gebracht. ‚Sie sei ganz blau gewesen’ hatte er dann auch noch hinzugefügt. Der Arzt hatte ihm gesagt, dass seine Schwester zusammen gebrochen sei, weil ihr Herz ausgesetzt hatte. Wenn der Fremde sie nicht gefunden hätte wär es wohl mit ihr zuende gewesen.
Alexander erinnerte sich, er war total geschockt und hatte gefragt ob es ein Herzinfarkt gewesen sei. Doch das verneinte der Arzt. Es würde such zwar seltsam anhören, aber, auch wenn sie den Ausgangspunkt wussten, wüssten sie nicht was es genau passiert war und woran es genau gelegen hatte.
Der Junge sprang auf und ging zu seinem Fenster, es regnete schon wieder. Seit seinem Geburtstag hatte es nun schon geregnet und der war immerhin schon zwei Wochen her.
Wann es wohl aufhören würde?
„Alexander bist du zuhause?“, Anna klopfte gegen die Tür und öffnete dann diese. „Hast du mich nicht gehört?“
Die junge Frau musterte ihren Sohn. Die Sache mit Alina ging ihm sogar näher als ihr. Langsam näherte sie sich ihm und legte ihm ihre sorgenvolle Hand auf die Schulter.
Der Junge zuckte zusammen.
„Die Ärzte wollen ihr Herz weiter untersuchen“, erzählte er seiner Mutter und fügte, nach einer kurzen Pause, hinzu: „In der Hoffnung, dass sie etwas finden“.
„Wann werden sie sie entlassen?“.
„Wahrscheinlich am Wochenende“.
Anna nickte und ließ dann ihren Sohn allein zurück.
**DOMP** Als er die Tür zugehen hört ließ er sich auf sein Bett fallen - und weinte.

Am nächsten Morgen klingelte das Telefon. Es war Jan, der sich nach Alexanders Befinden erkundigte.
„Hey Kranker!“
„Hi Jan“
„Was los? Du hörst dich ja echt nicht gesund an”
Alexander stutzte einen Moment, aber dann begann er Jan zu erzählen was mit Alina passiert war.
„Hm, das hört sich ja echt scheiße an“, meinte der darauf „dann gehst du wohl ins Krankenhaus und kommst nicht zur Schule, oder?“
„Ja“, antwortet Alexander seinem Freund und verabschiedete sich von ihm, es war schon spät und Jan musste zur Schule.
‚Gut’, dachte Alexander ‚dass er erst zur zweiten hat.’ Jan hätte wegen ihm noch die erste Stunde versäumt.
Er schleppte sich in die Küche, doch vom Essen bekam er nichts runter. Er wartete bis ihn seine Mutter los gehen ließ. Dann schnappte er sich seine Jacke und verließ das Haus.
Das Krankenhaus war nicht sehr weit weg von Alexander Haus, doch zu Fuß dauerte es trotzdem zu lange und so nahm er den Bus.

KatSis - 29.02.2004 - 21:36

Nun, am Hospital angekommen zögerte er. ‚Ob´s ihr wohl schon besser ging?’
Dann , aber ging er mit festen Schritten hinein. Er klopfte an der Tür, doch er bekam keine Antwort also öffnete er die Tür.
Da lag sie, seine Schwester, so schön wie immer, aber sie war blasser geworden. Sie schlief. Alexander näherte sich dem Krankenbett und setzte sich auf einen Stuhl, der neben dem Bett stand. Der Junge betrachtete das Zimmer. Alina hatte ein Einzelzimmer mit einem großen kalten Fenster. Auch sonst war alles kalt und steril. Die Wände, weiß. An einer hing ein Bild, auf dem, etwas abstrakt, eine Landschaft dargestellt war. Gegenüber dem Bild stand das Krankenbett, neben dem ein kleiner Nachtisch stand, auch weiß. Auf ihm stand ein Strauss von seiner Mutter und ihm, sein Vater wusste wahrscheinlich nicht mal das Alina krank war, und - eine Karte?
Verwundert nahm er die Karte und musterte sie. ‚Gute Besserung’, war darauf zu lesen und in der Karte..., Alexander öffnete sie, ‚Stefan!’ Wütend schmiss er sie wieder auf den Nachtisch, woher wusste dieser Idiot nur, dass Alina im Krankenhaus war?
Sein Blick fiel zurück auf seine Schwester. Wie sie das lag, wie eine Porzellanpuppe, so zerbrechlich und blass. So war sie schon immer gewesen, doch wie sie da lag sah sie noch schrecklicher aus.
Alexanders Augen waren steif auf sie gerichtet, seine linke Hand strich durch ihr Gesicht, langsam erhob er sich und dann - küsste er sie, auf den Mund.
Hitze stieg in ihm auf, plötzlich packte ihn die Panik und lief aus dem Zimmer.
KatSis - 29.02.2004 - 21:39

Geständnis

Alina wachte auf, wie lange hatte sie geschlafen? Unsicher blickte sie auf die Uhr, die auf dem Nachtisch stand.
Es klopfte an der Tür, ein Arzt kam herein, der sich als Dr. Heinz vorstellte. Dann erklärte er Alina, dass er ein Spezialist auf Herzkrankheiten sei und sie untersuchen wollte um heraus zu finden ob die Ohnmacht wirklich am Herzen lag. Alina nickte nur kurz also fuhr der Arzt fort.
„Wir treffen uns dann heute um eins im Untersuchungsraum“.
Er schenkte ihr noch ein Lächeln und verließ dann das Zimmer.
Alina schlug die Decke weg und wollte aus dem Bett steigen. Als sie aufstand um zum Waschbecken zu gehen zitterten ihre Knie und sie hatte Mühe sich auf den Beinen zu halten. Angekommen stützte sie sich auf das Waschbecken und sah in den Spiegel. Sie sah schrecklich aus, ganz bleich, wie eine Leiche. Plötzlich wurde ihr schwarz vor Augen und sie beschloss sich lieber wieder hinzulegen.

Alexander war zu einer Art Bar gegangen. Er wollte weder nach Hause noch zur Schule, aber ins Krankenhaus konnte er auch nicht. Er saß auf einem Barhocker an der Bar und hatte vor sich ein Glas Cola stehen. Alkohol trank er aus Prinzip nicht, obwohl es ihm wohl dann nicht so dreckig gehen würde wie jetzt. Ständig kamen Leute in die Bar rein und gingen wieder, aber plötzlich viel sein Blick auf ein Mädchen, das gerade die Kneipe betrat.
Sie fiel ihm sofort auf. Sie war zwar nicht so schön wie Alina, jedoch hatte sie seltsame Ähnlichkeit mit seiner Schwester. Ihr scheuer Blick, ihr lächeln und ihre langen braunen Haare, die ihr locker über die Schulter hingen.
Vorsichtig verfolgte er ihre Schritte, sie setzte sich, einige Stühle von ihm entfernt, an die Bar. Kurzentschlossen nahm er sein Glass und setzte sich neben sie.
Das Mädchen schaute auf und lächelte ihn an.
„Darf ich dich einladen?“, fragte Alexander ungeschickt das Mädchen, doch dies lächelte dankbar.
„Sagst du mir deinen Namen?“, fragte er weiter nachdem er bestellt hatte.
„Laura“, meinte diese und nippte an ihrem Getränk.
„Du siehst nicht aus, als ob du öfter hier her kämmst“, stellte sie dann fest. Als erzählte er ihr den Grund warum er hier sei und das Mädchen hörte ihm höflich zu. Zwar verwunderte es sie, dass er nur über seine Schwester sprach, jedoch ignorierte sie es.
‚Wie spät es wohl sein mochte’, fragte sich Alexander und schielte vorsichtig auf seine Armbanduhr.
Langsam wurde auch das Mädchen, welches sich als Laura vorgestellt hatte, unruhig. Irgendwann an diesem Morgen verabschiedete es sich.
„Ich muss leider los, ich hatte nur zwei Stunden frei.“, dann fügte sie noch hinzu: „Es war schön. Ich mag dich und würde dich gern wiedersehen“.
Irritiert schaute Alexander sie an, er verstand nicht ganz, sollte das eine Verabredung sein? Noch nie hatte er sich mit einem Mädchen verabredet. Nicht, dass die Mädchen keine Interesse hatten, es war nur so, dass es für ihn nur Alina gab.
Alina - „Was ist?“, Laura hatte sich zum gehen bereit gemacht. Alexander blinzelte kurz, als sei er gerade aus einem Traum erwacht. Zu seiner Überraschung sagte er: „Gerne“, er zog seine Jacke an und umwickelte seinen Hals mit einem weißen Schal.
Alina - es war ihrer, doch sie hatte ihn ihm geliehen. Er war so erkältet und es hatte geschneit, sie hatte ihn von ihrem schönen schlanken Hals abgebunden und ihm gereicht.
Wieder riss das Mädchen ihn aus seinen Gedanken, weil sie ihm einen Zettel in die Hand drückte. Nach einen erneuten verwirten Blick erklärte sie ihm mit einem lächeln, dass es ihre Telefonnummer sei. Dann wandte sie sich ab und verließ die Bar.
Auch Alexander verließ sie, ein wenig daneben ging er nach Hause - Alina sollte morgen aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Später, am Mittag dachte Laura an Alexander. Er war wirklich süß und irgendwie schüchtern. Anscheinend machte es ihm wirklich zu schaffen, dass seine Zwillingsschwester im Krankenhaus war. Sie hatte auch gespürt, dass er sie ziemlich lieben musste. Noch nie hatte sie so eine enge Beziehung zwischen Geschwistern erlebt. Sie selbst hatte eine Schwester und einen Bruder, aber sie redete gerade mal mit ihnen wenn sie eine Meinungsverschiedenheit hatten. Ansonsten lebte jeder sein Leben.

KatSis - 29.02.2004 - 21:39

Alexander saß unruhig in seinem Zimmer, ihm ging es überhaupt nicht gut. Was wenn Alina morgen erlassen werden würde? Er hatte sie geküsst! Keiner zwischen Geschwistern - Alexander wusste was er für ihm bedeutete. Doch sie würde sich nicht daran erinnern und er müsste sich wieder verstellen.
Er erinnerte sich, früher war alles so leicht. Klar geliebt hatte er sie schon immer, doch war es damals nicht verboten und es hätte ihn niemand als ‚pervers’ bezeichnet
Pervers - Inzucht - andauernd kamen ihm solche Worte in den Kopf. Dabei würde es nie so weit kommen.
Ein Blick auf seinen Wecker sagte ihm, dass es ein Uhr Nachmittags war.
Es scheint als würde die Zeit nicht vergehen, dachte Alexander als seine Mutter ins Zimmer kam. Sie hätte sich Sorgen gemacht und wäre deswegen früher von der Arbeit gekommen. Doch er wollte nicht mit ihr zusammen sein.
„Ich hau ab“, sagte er zu ihr gewandt, schmiss sich seine Jacke über und verließ das Haus. Sein Weg führte ihn zur Schule und dort wartete er darauf, dass die Glocke läutete. Dann dauerte es nicht lange bis er Jan in der Menge erkannte. Als dieser Alexander sah kam er gleich auf ihn zu, auch bemerkte er, dass es seinem Freund nicht gut ging.
„Wo geh´n wir hin?“, fragte Jan Alexander und dieser meinte nur:
„zum Baum“.
Also machten die zwei Jungs sich zum Baumhaus auf. Alexander war als erster oben und ließ sich auf ein großes Kissen fallen. Ein bisschen melancholisch sah er sich um. Der Baum war sehr groß und dick, aber auch schon sehr alt und morsch. Lange würde er sie wohl nicht mehr tragen. Dann wäre seine Kindheit vollends beendet. All´ diese Dinge aus seiner - und Alinas - Kindheit würden weggeworfen werden oder irgendwo verstauben. Wieder kamen Erinnerungen hoch. Wie er mit seinem Vater dieses Baumhaus gebaut hatte. Er war so stolz gewesen. Alina hatte immer was zu essen gebracht und später ‚ihr Haus’ eingerichtet. Er erinnerte sich wie er mit Alina das erste mal hier übernachtet hatte und wie sie im Sommer so gerne hier gespielt hatten. Doch als ihr Vater ging, ging auch ein Teil ihrer Kindheit. Er wusste auch noch wie er Alina getröstet hatte, die ganze Nacht. Das war das erste Mal, dass er Alina hatte weinen gesehen und es hatte ihm so weh getan. Ja, sicher hatte er sie da schon so geliebt wie jetzt.
Jan saß die ganze Zeit neben ihm und ließ seinen Freund seinen Gedanken nachhängen. Er zog eine Zigarette vor und steckte sie an. Langsam zog er den Qualm ein und blies ihn dann wieder aus.
„Gibst mir einen Zug?“, bat Alexander Jan nachdem er aus seinen Gedanken aufgewacht war.
„Du rauchst doch gar nicht“,
„Scheiß egal“.
Jan reichte ihm die Zigarette und Alexander zog an der Zigarette, atmete den Qualm ein und lehnte sich ein bisschen zurück. Jetzt war ihm schwindelig.
„Hey, was ist los?“ Ist dir die Decke auf den Kopf gefallen?“, fragte Jan.
Alexander hatte seine Augen geschlossen und schwieg. Doch nach ein paar Minuten meinte der: „Ach, dass ist alles so scheiße“.
Irritiert wartete Jan auf eine Aufklärung. Doch Alexander schwieg wieder.
„Ach, komm schon! So schlimm ist die Welt auch mal wieder nicht“, meinte Jan nachdem er vergebens auf eine Antwort gewartet hatte.
„Jan....“, begann nun Alexander.
„Hm“.
„Ich hab mich verliebt“.
Jan sah jetzt noch irritierter aus.
„Hey, dass ist doch schön, bist immerhin sechzehn...“
Doch als er sah, dass sein Freund den Kopf schüttelte schwieg er.
„Nein, schön ist das letzte wie ich es bezeichnen würde“, meinte Alexander.
„Kenn ich sie?“.
Alexander nickte.
„Geht sie in unsere Klasse?“.
Wieder nicken.
„Aber es ist nicht Mel, oder?“.
„Wie kommst du grad auf sie?“.
„Nun sie ist die beste Freundin von Alina“.
Alexander schüttelte erneut den Kopf: „Nein, sie ist es nicht“.
„Ist sie überhaupt in unsere Clique?“, fragte Jan weiter nach und Alexander bejahte.
„Steffi?“
Schütteln
„Aber doch nicht etwa Jenni? Du weißt sie hat ´nen Freund“.
Wieder schütteln: „Nein, man nicht Jenni“.
„Dann bleibt ja nur noch. Scheiße du meinst doch nicht...“.
Er bricht ab. Alexander nickte:
„Ja!“
Geschockt sah Jan seinen Freund an: „Das ist doch nicht dein Ernst“.
Alexander zuckte mit den Schultern.
„Vielleicht kommt es dir nur so vor. Ich meine, es ist doch normal wenn man seine Geschwister liebt“, meinte Jan.
„Nein, glaub mir. Ich habe lange darüber nachgedacht und es ist nicht seit heute so. Wirklich, ich liebe Alina“.
Jan saß still da, dann meinte er: „Und was willst du jetzt machen?“.
Alexander wusste es nicht. Alina alles sagen - das konnte er nicht.
Aber er hatte es auch nicht mehr länger geheim halten können.
„Alina wird morgen entlassen!“, nahm er das Gespräch wieder auf.
„Geh ihr aus dem Weg“, rat Jan ihm.
Doch wie sollte das gehen?
„Ich muss los“, meinte Alexander nach einer Weile und verließ das Baumhaus.
KatSis - 29.02.2004 - 21:40

Diese Nacht bekam der Junge kein Auge zu. Stundenlang lag er wach in seinem Bett. Er hatte das Foto, welches über seinem Schreibtisch hing, abgenommen. Es zeigte Alina. Eine so große Sehnsucht nach ihr war über ihm gekommen, wie noch nie. Er erinnerte sich an den Kuss, auch wenn er nicht erwidert wurde, war er schön gewesen. Er dachte an ihre Berührungen. Wie sehr er sich wünschte von ihr geküsst zu werden.
KatSis - 29.02.2004 - 21:41

Heimkehr

Alina wachte früh am morgen auf, sie hatte Kopfschmerzen. Gestern hatten sie zig Untersuchungen mit ihr gemacht. Doch die Ärzte hatten nur seltsame Blicke ausgetauscht.
Heute durfte sie nach Hause. Doch freuen tat sie sich nicht. Alina dachte an ihre Mutter, sie hatte gehofft. Dass ihre Mutter sie besuchen würde, doch diese war nicht einmal vorbei gekommen.
Und Alex? Auch an ihn konnte sie sich fast nicht erinnern. Hatte er sie denn überhaupt nicht vermisst? Sie vermisste ihn so sehr und hasste es jedes Mal von ihm getrennt zu sein.
„Guten Morgen Alina“, der Chefarzt betrat das Krankenzimmer. Im Schlepptau zig Krankenschwestern und die zwei Ärzte die auf Herzkrankheiten spezialisiert waren - und doch nichts fanden.
Nun begann wieder alles, was jeden Tag bei Visite war. Der Arzt schaute sich die Akte an, stellte dumme Fragen und grinste dämlich vor sich her.
„Und du willst heute nach Hause, Alina?“, fragte er nun sie.
Unschlüssig nickte sie.
„Wirst du abgeholt?“.
„Wahrscheinlich“, antwortete sie.
Dann verabschiedete der Arzt sich und verließ das Krankenzimmer um die anderen Kranken zu besuchen.
Jetzt war sie wieder allein. Sie wollte nicht mehr alleine sein. Wo war Alex? Ihre Hand glitt zum Telephon, doch als sie es berührte zog sie die Hand schnell wieder fort. Nein! Sie müsse Vertrauen haben.

„Alina“, leise hauchte der Junge den Namen seiner Schwester. Sie stand jetzt mitten in seinem Zimmer. Sein Körper zitterte. Plötzlich konnte er nicht mehr an sich halten. Er sprang auf, lief auf sie zu und drückte sie zu Boden. Er küsste ihren Mund, ihre Augen, ihre Hände, alles von ihr. Langsam fuhren seine Finger unter ihren Pullover. Zärtlich streichelte er sie, doch dann bewegte sich Alina plötzlich. Ihre Hände erfassten seine, hielten sie zurück: „Nicht, Bruder!“.

Alexander riss seine Augen auf. Sein Atem ging schnell, sein Herz raste. Verwirt sah er sich um. Als er erkannte, dass er sich in seinem Bett befand atmete er erleichtert auf.
„Fool!“, schrie er sich an was war aus ihm geworden? Ein Perversling. Er liebte seine Schwester. Er wollte mit ihr schlafen. Er brach in Gelächter aus. Aus seinem Lachen wurde ein Schreien. Leise flossen ihm Tränen über die Wangen. Er vergrub sein Gesicht in seine Hände. Hilflos war er seinen Gefühlen ausgeliefert.
Als er das zweite Mal an diesem Morgen erwachte, war es schon spät. Schnell wusch er sich und zog sich an. Dann lief er zum Telephon. Seine Mutter nahm er nur flüchtig war, ihre Worte prallten an ihm ab. Kein Wort drang zu ihm durch. Sein Herz klopfte lauter als alle anderen Geräusche in diesem Haus.
Hastig wählte er die Nummer, verwählte sich, wählte erneut. Dann ein tuten und dann - ihre Stimme.
„Ja?“, so zerbrechlich. Für einen Moment vergas Alexander sich selbst.
„Hallo?“.
„Alina?“.
Stille. Alina schloss ihre Augen und atmete tief ein.
„Wie geht es dir?“, Alexander bemühte sich um eine normale Stimme.
Man hörte ein Luftzug und dann - „Was stellst du für dämliche Fragen, hol mich endlich hier raus!“, keifte Alina ihren Bruder an.
Ein Lächeln bildete sich auf seinen Lippen: „Es geht dir also gut!“, neckte er sie und fügte dann hinzu: „Ich komm dich gleich holen, mach dich fertig“.
Er legte auf. Für ein paar Sekunden war es wie früher gewesen. Schnell hatte er sich fertig gemacht und das Haus verlassen. Seine Mutter hatte hinterhergerufen, dass sei doch zusammen mit Auto fahren könnten. Doch Alexander wollte alleine gehen.
Bis er das Krankenhaus erreichte war für ihn eine Ewigkeit vergangen. Zuerst ging er zum Schwesternzimmer, klärte das mit den Papieren, dann sprach er mit einem Arzt und nun stand er vor ihre Tür. Sein Herz klopfte wie wild, zitternd öffnete er die Tür und trat ein. Er traf ihn wie ein Schlag. Da saß Alina, angezogen, gewaschen, geschminkt und gekämmt und - wunderschön. Seine Knie gaben nach und er musste sich an der Türklinke festklammern. Er stand einfach nur da. Fragend sah Alina ihn an.
„Hallo“, sagte sie und grinste.
Nun lief er auf sie zu, knapp vor ihr hielt er inne, seine Hände fassten ihr Gesicht und er blickte in ihre schönen Augen. Alina grinste, dann fing sie an zu kichern und schmiegte sich an seine Hände. Zögernd küsste der Junge nun ihre Stirn.
Plötzlich ein Räuspern. Alexander wandte sich um, eine Krankenschwester stand in der Tür. Sie strahlte: „Ein süßes Pärchen, seid ihr zwei doch“.
Alexanders Augen weiteten sich, er wollte wiedersprechen, doch kein Wort kam über seine Lippen. Er schloss seinen Mund, blickte sich zu Alina um.
Das Mädchen hatte ihre Hände auf ihre Wangen gelegt. Unter ihnen konnte man einen roten Schimmer erkennen.
„Lass uns geh´n“, sagte Alexander mit einer ruhigen Stimme. Er fasste bei der Hand und mit der anderen ihre Tasche. Dann zog er sie aus dem Zimmer. Verwirt rief sie der Krankenschwester ein „Ciao!“ zu.

KatSis - 29.02.2004 - 21:43

Verbotene Liebe

„Wie schön es hier doch ist“, stellte Alina fest.
„Ach Alex ich hab dich so vermisst“, dachte sie weiter.
Das Mädchen hatte sich an ihren Bruder geschmiegt, ihre Arme umfassten seinen Körper.
Nach dem sie vom Krankenhaus zu Hause angekommen waren, hatte Alexander sein Moped geholt und gemeint er wolle mit Alina wegfahren. Also waren sie los gefahren. Eigentlich immer gerade aus. Doch jetzt hielt er plötzlich an.
Sie waren auf einen leeren Parkplatz kurz vor der Autobahn. Es war schon kurz nach Mittag und da es im Winter früher dunkel wird war schon der Mond aufgegangen.
Alina schaute zum Himmel: „Ich liebe den Mond“, sagte sie.
Jetzt schaute auch Alexander auf: „Mir gefallen die Sterne mehr, vor allem der!“, er zeigte auf einen großen Stern, der stark leuchtete. Alina wandte ihr Gesicht vom Himmel ab und beobachtete ihren Bruder. Seine Augen strahlten.
Plötzlich wollte sie ihn berühren, seine Haare, seinen Mund, seine Hände. Sie wandte sich von ihm ab.
„Xan!“, neckte sie ihn.
Der Junge zog seine Brauen hoch, dann lachte er.
„Komm mit!“, sagte er und zog sie hinter sich her. Nach einiger Zeit hielt er an, dann zeigte er auf einen Hügel. Zusammen kletterten sie hinauf. Alina riss ihre Augen auf.
„Wie schön!“, hörte Alexander sie sagen. Zufrieden setzte er sich auf die Erde.
„Kitschig, nicht wahr?“.
Verwirt schaute Alina ihn an: „Was redest du für´n Stuss?“.
Ihr Blick glitt über den Berg. Gerade aus sah man nun den dunklen Horizont und da unter weit und breit Wasser. Ein großer See erschreckte sich vor ihr. Sachte bewegte der Wind das Wasser und Sterne und Mond spiegelten sich wieder.
„Es ist so schön, woher wusstest du?“, wandte sie sich an ihren Bruder.
„Es war mein Lieblingsplatz in den letzten Tagen. Ich hab gewusst, dass er dir gefällt“.
Alina grinste, dann setzte sie sich neben ihren Bruder und zog ihre Beine an, mit ihren Armen umfasste sie sie und legte ihren Kopf auf ihre Knie. Der Wind wehte durch ihre braunen Haare. Sie zitterte leicht, nach so langen Krankenhausaufenthalt war sie es nicht gewohnt, dass es kalt war.
Alexander bemerkte es und machte Anstalten seine Jacke auszuziehen.
„Nicht!“, meinte Alina, „sonst frierst du auch noch“.
Alexander lächelte dann legte er seine Arme um sie.
„Ich hab dich so vermisst“, sagte er.
„Ach ja? Und wo warst du dann?“, gab Alina zurück.
Alexander zuckte mit den Schultern: „hatte zu tun!“.
„Ah ja, du musst mich sehr vermisst haben“, keifte sie.
„Alina! Warum ich dich hergebracht habe. Ich muss dir etwas sagen“.
Das Mädchen schaute ihn neugierig an. Alexander rutschte von ihr weg und began dann zu erklären: „Jan meint ich solle es nicht tun. Wahrscheinlich ist es auch ein riesen Fehler. Er meinte auch ich solle dir aus dem Weg gehen. Aber das kann ich nicht.“, Alexander musterte das verwirte Gesicht von Alina.
„Ich muss einfach. Lin, Alina, ich ... Scheiße, dass ist voll schwer. Also wahrscheinlich wirst du mich danach hassen, aber ich ... ich ... „, er brach ab.
War es wirklich so oder bildete er es sich ein? Aber für einen Moment sah es so aus als wenn er Angst in ihren grünen Augen sehen konnte. Dann fasste er sie an ihre Handgelenke und zog sie unsanft an sich ran.
Alina verzog das Gesicht, wehrte sich aber nicht.
Alexander spürte ihren Atem, ihr Herz klopfen. Dann verschwand alles um ihn herum, er küsste sie zärtlich auf den Mund. Plötzlich erwiederte das Mädchen den Kuss. Vor Schreck lies er von ihr.
Die Stille die nun zwischen ihnen lag wurde immer unerträglicher.
Doch plötzlich wurde sie von einem leisen schluchzen unterbrochen. Schockiert sah Alexander seine Schwester an, die ihren Kopf in ihren Händen vergraben hatte.
Unentschlossen stand er neben ihr. Alinas Handgelenke waren ganz rot.
„E... Es tut mir leid“, stammelte Alexander.
Alina sah ihn mit verweinten Gesicht an.
„Tu mir nie wieder weh, Alexander“.
Erschrocken zuckte er zusammen. Er konnte sich nicht daran erinnern, dass seine Schwester ihn je Alexander genannt hatte.
Zitternd suchte Alina nach einer Zigarette, die sie auch fand, und anzündete.
Alexanders Augen blitzten, er machte einen Schritt auf sie zu und entriss ihr die Zigarette.
„Bist du verrückt“, schrie er sie an, „dein Herz...“.
Er hielt inne, denn Alina sah aus als ob sie wieder weinen wollte. Das war zu viel noch nie hatte er sie so oft weinen gesehen. Er lief fort. Wie er es immer tat, wenn er mit etwas nicht klar kam lief er einfach fort.
Das Mädchen blieb allein zurück. Sie sah ihm nach wie er fort lief. Dann setzte sie sich auf die Erde, wieder suchte sie nach einer Zigarette, doch dann zog sie ihre Hand wieder weg. Alina vergrub ihr Gesicht in ihre Hände und dachte nach: ‚Warum hatte er sie weggestossen? Wollte er sie nur testen??`

KatSis - 29.02.2004 - 21:43

Da waren sie wieder, die Stiche im Herzen.
Alexander war plötzlich stehen geblieben, er hatte etwas seltsames gespürt. Eine Art Stich in der Magengegend. Irgendetwas musste passiert sein. Dann hatte er nur einen Gedanken.
-ALINA-
Er kehrte um und rannte nun in die entgegengesetzte Richtung - zurück zu seiner Schwester.
„Alina!“, Alexander lies sich neben seine Schwester fallen und hob ihren Kopf ein wenig an.
Nun war er es dem die Tränen in die Augen stiegen. Mit einer Hand wischte er sich über das Gesicht. Alina öffnete schwerfällig ihre Augen und lächelte.
„Keine Angst, es geht mir gut. Solange ich bei dir bleiben kann“.
Dann schloss sie wieder ihre Augen.
Es begann zu regnen. Alexander zog seine Jacke aus und wickelte sie um Alina, dann nahm er sie auf den Arm. In der Nähe war eine alte Scheune in der er sie jetzt trug. Der Regen wurde immer stärker und der Wind peitschte ihm ins Gesicht. Die graue Natur, gefroren und kalt. In der kahlen Gegend sah er die alte Scheune, ein bruchfälliges etwas, welches eignetlich nur im Weg stand. Seit Ewigkeiten wurde sie nicht mehr benutzt und Fenster und Dach waren kaputt. Jedoch war sie besser als nichts.
In der Scheune war es finsterer als draußen, wobei die Sonne untergegangen war. Irgendwelches Zeugs stand in der Dunkelheit. Der Wind wehte auch hier kalt, aber es war wenigstens nicht ganz so nass.
In einer Ecke fand der Junge eine Decke, auf die er Alina setzte. Dann suchte Papier und Holzspäne zusammen und häufte es. Mit dem Feuerzeug, das er in Alina Tasche gefunden hatte, zündete er den Haufen an. Nach einiger Zeit fing die Späne Feuer und er setzte seien Schwester näher an das Feuer um sie zu wärmen. Einige Zeit saßen sie still neben dem Feuer auf der Decke. Obwohl Alexander durchnässt war und frierte umwickelte er seine Jacke fester um Alina und nahm sie dann in seine Arme um sie noch mehr zu wärmen. Seinen Pullover hatte er ausgezogen, da er ganz nass war, und, um ihn zu trocknen, ans Feuer gelegt. Nun saß er im T-Shirt da.
„Sag bitte Manchie nicht, dass ich wieder einen Anfall hatte, ja?“, unterbrach Alina die Stille.
Unruhig nickte Alexander und drückte seine Schwester noch fester an sich, nicht in der Lage sie je los zulassen.
„Alex, dir muss doch kalt sein, oder?“, fragte das Mädchen. Doch der Junge schüttelte seinen Kopf. „Es geht“, meinte er.
Beide hatten keine Lust aufzustehen um nach Hause zu gehen. So rief Alexander kurzerhand seine Mutter vom Handy aus an und erzählte ihr sie würden bei Jan übernachten. Die Mutter heißte es in Ordnung.
Alina schlief friedlich in Alexanders Armen ein. Nach dem das Feuer abgebrannt war zog Alexander wieder seinen Pullover an und um wickelte sich und Alina mit der Decke.
Dann schlief auch er ein.
KatSis - 29.02.2004 - 21:47

Verräterische Liebe

Von Vogelgezwitscher erwachte Alina. Wie sie es liebte so geweckt zu werden. Durch die aufgehende Sonne und dem morgendlichen Gezwitscher der Vögel. Auch wenn das sehr selten im Winter vorkommt.
Sie gähnte, dann viel ihr Blick auf ihren Bruder. So friedlich wie er da lag. Sie stemmte sich hoch, dann küsste sie ihn zärtlich.
Alexander zwinkerte. Als er registrierte was passierte, stieg ihm die Wärme ins Gesicht und wahrscheinlich war er ganz rot im Gesicht geworden. Doch schnell fing er sich wieder, er schlang seine Arme um den schlanken Körper von Alina und zog sie an sich.
Alina schloss ihre Augen und genoss es.
Noch eine ‚halbe Ewigkeit’ lagen sie so zusammen bis sie sich anschickten nach Hause zu fahren.
Zuhause angekommen wurden sie schon von Anna erwartet: „Was denkt ihr bloß, um drei Uhr Mittags erst nach Hause zu kommen...“
Doch Alexander schob seine Schwester nur still in sein Zimmer und schloss die Tür hinter ihnen zu.
Ängstlich kauerte sich das Mädchen auf sein Bett zusammen. Alexander ging zum CD-Player und drückte auf play. Es ertönte Linking Park mit Breaking a Habbit. Der Junge grinste verlegen: „nicht ganz so das richtige, oder?“, er ließ es aber dann doch an und drehte den Ton nur leiser.
Dann ging er zu Alina, stellte sich vor sie. Mit eine Finger strich er über ihre Lippen. Dann zog er sie zu sich hoch. Das Mädchen, das etwa zwei Zentimeter kleiner war, schaute, nun noch ängstlicher, in Alexanders blaue Augen. Der Junge küsste sie sanft. Mit seiner rechten Hand fuhr er durch ihre Haare und küsste dann ihren Hals. Alina schloss ihre Augen. Zärtlich fuhr der Junge mit seiner Hand unter ihren Pullover und streichelte ihren Rücken. Dabei küssten sie sich innig.
Alina ließ sich auf Alexanders Bett fallen und der Junge legte sich, auf seine Arme stützend, über sie. Während dem küsste er sie immer wieder, ganz süchtig war er danach sie zu küssen und ihre Haut zu spüren. Sie roch so gut und ihre Haut war ganz weich.
Irgendwann legte er sich neben sie und schloss sie in seine Arme.
Das hämmern an die Zimmertür schreckte beide auf.
„Was macht ihr denn da drin? Wie lange soll ich noch klopfen? Alexander!“, Anna klopfte an die Tür. Doch es war schon kein klopfen mehr. Waren sei eingeschlafen?
Alexander erhob sich und ging zur Tür. Als er den Schlüssel umdrehte bekam er fast die Tür an den Kopf.
„Ist doch gut Mum! Wir haben ... geschlafen“.
„GESCHLAFEN?“, schrie sie ihn an, „zusammen?!“, verwirt schaute sie ihre Kinder abwechselnd an. Alina saß noch immer auf Alexanders Bett und knirschte mit den Zähnen.
„Mensch Mum werde erwachsen“, antwortete Alexander gelassen, „Natürlich nicht zusammen, ich hab da auf dem Kissen gelegen“, antwortete er und zeigte auf ein Kissen, das auf dem Fußboden lag.
„Na ja kommt essen, okay!“, meinte Anna.
Alexander ging seiner Mutter hinterher, drehte sich aber noch einmal zu Alina und zwinkerte ihr zu.
Alina folgte ihrem Bruder ins Esszimmer.
„Alex wir müssen vorsichtiger sein, wenn Manchie m...“, Alexander schnitt ihr das Wort ab indem er seinen Mund auf ihren drückte. Gerade als Anna von der Küche ins Esszimmer kam. Schnell ließ Alexander seine Schwester los und setzte sich auf seinen Platz.
Die Winterferien die so schön begannen endeten auch genauso.
Eines Nachts schlich Alexander sich in Alinas Zimmer und weckte sie. Dann zog er sie bei der Hand raus in den Garten. Auf der Wiese, die man vom Haus aus nicht sehen konnte, war eine Decke ausgebreitet. Kahle Sträucher standen im Garten und ein großer dicker Baum, der im Sommer Schatten auf den kleinen Garten warf. Jetzt jedoch stand er traurig und kahl herum. Die gefrorene Erde glitzerte im Schein der Sterne.
Alexander dirigierte das Mädchen auf die Decke. Dann setzte er sich selber hin.
Alina schmiegte sich vorsichtig an ihn. Zusammen beobachteten sie die Sterne. Sie sprachen kein Wort sondern genossen es einfach zusammen zu sein.
Alexander beobachtete seine Schwester. Plötzlich hellte sich ihr Gesicht auf. Sie grinste, schloss ihre Augen und bewegte ihre Lippen. Aber sie sagte nichts. Der Junge schaute wieder zum Himmel und sah die Sternschnuppe die gerade wieder verschwand. Jetzt lächelte auch er, er stemmte sich hoch und küsste Alina.
Überrascht öffnete sie ihre Augen und lachte.
„Siehst du“, sagte nun Alexander, „dein Wunsch ist schon in Erfüllung gegangen“.
Doch nun endete der letzte Ferientag.
Beide freuten sich schon auf den ersten Schultag, denn dann konnten sie ihre Freunde, die sie in den Ferien missachtet hatten, wiedersehen. Sie hatten zwar oft angerufen doch Alexander wie auch Alina hatten immer abgesagt. Jetzt wo sie endlich zusammen waren wollten sie auch die Zeit zusammen verbringen.

KatSis - 29.02.2004 - 21:48

Als Alina morgens aus dem Schlaf geklingelt wurde war sie noch ganz schlaftrunken. Im Halbschlaf ging sie ins Badezimmer um zu duschen. Vielleicht lag es daran, dass sie so müde war oder, dass sie in Gedanken war, jedenfalls hörte sie nicht die Dusche als sie sich auszog und den Vorhang beiseite schob.
Erschrocken entfuhr ihr ein Schrei als sie ihren Bruder unter der Dusche erkannte. Erst schien auch er erschrocken, doch dann sammelte er sich wieder und zog sie unter die Dusche.
„Tz, tz, du bist ja ganz schön stürmisch“, neckte er sie, „solltest aber nicht so laut schreien, wenn Mum ... zu spät“.
Anna war schon zur Tür gerannt und klopfte erschrocken an die Tür: „Alina? Was ist denn? Ich dachte Alexander...“.
„Schon gut Manchie. Ich bin nur ... nur ausgerutscht“, versicherte ihr Alina.
Als sie die Schritte hörte die sich entfernten atmete sie erleichtert auf.
Langsam mit verschränkten Armen und Beinen drehte sie sich zu Alexander um.
„Du bist doch ein Idiot!“, schrie sie ihn an.
Alexander grinste. Nur mit Mühe konnte er seinen Blick von ihrem Körper losreißen.
„Wieso ich? Du hast mich doch nackend in der Dusche überrascht, oder?“
Alina errötete leicht. Dann fügte Alexander hinzu:
„Von mir aus kannst du bleiben du könntest mir zum Beispiel den Rücken waschen“, er grinste.
Das Mädchen griff zu einem Schwamm, der auf der Ablage lag, und warf ihn Alexander an den Kopf.
Alexander grinste weiter, dann zog er sie an ihrem Arm zu sich und küsste sie.
„Wenn du wüsstest wie sexy du bist, wenn du dich so aufregst“, meinte er und küsste sie.
Doch dann mussten sie sich beeilen zur Schule zu kommen.
Eilig schnappten sie ihre Sachen und liefen los.
Außer Puste erreichten sie die Klasse. Die Stunde hatte schon begonnen und der Lehrer sah nicht gerade erfreut aus.
„Sorry“, nuschelte Alina und ließ sich neben Melanie auf ihren Stuhl fallen.
„Jep. Wir haben verschlafen“, meinte Alexander und setzte sich auf seinen Platz am Ende der Klasse, wo er allein sitzen musste.
Jan drehte sich verwundert nach ihm um und war noch überraschter als er Alexander grinsen sah. Er nahm sich vor ihn gleich nach der Stunde wegen Alina zu fragen.
„Also gut“, meinte der Lehrer und nahm seinen Monolog wieder auf.
Während der Stunde erreichte Alina ein Brief:

Hey meine Schöne!
Wie schön, du bist also wieder gesund.
Hat meine Karte dir also geholfen.
Hab dich vermisst.
Kann ich dich in der großen Pause treffen?
Stefan!!!

Genervt musterte sie den Typen neben ihr, doch dann nickte sie.
Die Stunde schlich wie alle Schulstunden voran und als es endlich klingelte sprang Jan sofort auf.
„Moment mein Herr, den Unterricht beende immer noch ich“, meinte der Lehrer und Jan nickte.
„Schon klar. Ist die Stunde zu ende?“, gelangweilt sah er den Lehrer an , der sich am Kopf kratzte und dann meinte: „Geh schon!“.
Damit erhob auch der Lehrer sich und verließ das Klassenzimmer. Im gleichen Moment war Jan schon bei Alexander.
„Bist du jetzt ganz verrückt geworden? Oder war das alles nur verarsche?“, er deutete auf Alina, die sich mit Melanie unterhielt, und setzte sich auf den Tisch.
„Ach Alter, weißt du, dass hat sich alles geklärt“, sagte Alexander.
„Du spinnst doch. Ich sehe doch wie du sie angrinst und vor dir her träumst. Wie ein verliebter Ochse!“.
„Okay, okay“, begann Alexander, „ich hab es ihr gesagt, verstehst und sie hat die selben Gefühle für mich“.
Jan fasste sich an die Stirn, dann begann er an zu lachen. Verwirt sah ihn sein Freund an.
„Und damit denkst du, dass alles in Ordnung ist? Du bist ein Narr. Schon mal was von Inzucht gehört?“, fraget Jan.
Doch Alexander schüttelte seinen Kopf: „Es ist alles in Ordnung!“, damit verließ er seinen Platz und ging zu Alina.
„Hi Mel“, begrüßte er seine Freundin und gab ihr einen Kuss. Dann wandte er sich an Alina.
„Haben wir ja Glück gehabt. Der Idiot ist normaler weise nicht so locker. Hatte bestimmt ´nen guten Tag“.
Viel zu früh empfand der Junge das Klingelzeichen, das ihn zwang sich zurück auf seinen Platz zu setzen.
Als endlich die Klingel zur Pause läutete hielt es keiner länger als nötig im Klassenraum aus.
Stefan war als erster aus dem Klassenraum und wartete nun auf Alina.
„Ich habe höchstens noch ein halbes Jahr!“, wiederholte Stefan nun diesen Satz zum dritten mal.
„Wozu hast du nur noch ein halbes Jahr?“, fragte das braunhaarige Mädchen, das nun die Tür erreicht hatte.
Stefan schrak aus seinen Gedanken.
„Gehen wir in die Raucher?“, fragte Stefan.
„Ich rauche nicht mehr“, gab Alina kühl zurück.
„Oh! Okay dann gehen wir zur Mauer“, beschloss Stefan.
Die Mauer war ein altes, brüchiges Stück Mauer, die am Ende des Schulhofes stand und eigentlich gar keinen Sinn hatte außer dort zu stehen. Mittlerweile war sie zu einer Art Grenze vom Schulhof geworden. Doch daran hielt sich eh keiner.
„Was willst du?“, fragte Alina.

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