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Nadine - 21.03.2005 - 22:02

Mein Wecker klingelte heute um sechs Uhr. Ich lag schon wach im Bett und drehte Däumchen. Doch endlich hatte er geklingelt und der Tag des Turniers konnte beginnen!! Ich sprang aus dem Bett, ging ins Bad und duschte erst einmal. Dann lief ich runter und versuchte etwas zu essen. Doch vor lauter Aufregung konnte ich keinen Bissen essen. Als es endlich halb sieben war packte ich meine Sachen zusammen und zog mir schon mal meine Turnierkleidung an. Dann fuhr ich zum Stall.
Dort holte ich zuerst Draumur aus dem Stall, mit ihm hatte ich mich an einem Töltrennen gemeldet! Ich band ihn an und putze ihn blitze blank. Er hatte sich zum Glück nicht besonders dreckig gemacht. Schnell kratzte ich noch die Hufen aus und verlas Mähne und Schweif. Auch das war nicht schwer denn erst gestern hatte Elena den Schweif und die Mähne von Draumur und Clinton gewaschen und geschnitten. Ich deckte Draumur eine Turnierdecke auf und schützte seine Beine mit Transportgamaschen. Dann führte ich ihn nach draußen. Ich stellte ihn noch kurz auf ein Stück abgezäunte Weide.
Danach musste ich ja noch Clinton holen. Ich holte ihn aus seiner Box und putze ihn schnell über. Bei ihm ging auch alles total schnell. Ich holte auch für ihn eine Turnierdecke und schützte auch seine Beine mit Transportgamaschen. Ihn führte ich nach draußen wo ich vorhin schon den Hänger geparkt hatte. Ohne mit der Wimper zu zucken trottete Clinton hinein. Er hat ja auch schon sehr viele Turniererfahrungen und kennt das ganze Geschehen um sich herum schon. Im Gegensatz zu Draumur, für ihn war es heute Premiere. Das erste richtig große Auswärtsturnier. Er zögerte beim Betreten des Hängers, doch als er mitbekommen hatte das Clinton schon drin stand zeigte er Mut und stapfte in den Hänger. Als beide gut verladen waren holte ich noch ein Bund Heu und tat es vorne in ihre beiden Heunetze.
Anschließend musste ich auch noch das Zubehör der beiden holen. Schnell packte ich das ganze Kram zusammen und stellte es in den Kofferraum. Ich verschloss die Kofferraumklappe und stieg vorne ins Auto ein.
Wir fuhren vom Hof und dann auf die Autobahn. Nach einer Stunde Fahrt hatten wir endlich den Hof wo das Turnier stattfinden sollte gefunden. Überall liefen Menschen mit ihren Pferden rum. Ich parkte das Auto an einer geeigneten Stelle. Ich stieg aus und schaute erstmal hinten nach ob noch alles in Ordnung war. Anscheinend war alles prima verlaufen. Keiner hatte irgendwelche Verletzungen. Ich lies die Vordere Klappe des Hängers auf damit sie ein bisschen raus gucken konnten und frische Luft bekamen. Ich machte mich in der Zeit auf zur Meldestelle. Man musste sich eine Stunde vor Prüfungsstart dort melden das man angekommen war. Dies tat ich. Nun hatte ich noch eine Stunde Zeit. Ich ging wieder zum Hänger. Man hatte mir gesagt das es extra kleine Wiesen gab wo man seine Pferde abstellen konnte damit sie nicht den ganzen Nachmittag im Hänger verweilen mussten. Ich führte erst Clinton raus und brachte ihn auf eine Weide. Er freute sich riesig nach dieser anstrengenden Fahrt wieder raus zu dürfen. Danach führte ich Draumur nach draußen. Ich band ihn am Hänger an und deckte ihm die Decke ab. Dann befreite ich ihn von den Transportgamaschen. Ich holte den Töltsattel aus dem Kofferraum und legte ihn auf Draumurs Rücken. Dann verschloss ich den Bauchgurt. Nun war die Trense an der Reihe. Vorsichtig schob ich ihm das Gebiss ins Maul und zog ihm die restliche Trense über den Kopf. Danach waren nur noch die Glocken an der Reihe. Ich stülpte sie ihm über die Vorderhufen.
Ich machte mich auf den Weg zum Abreiteplatz. Dort waren schon viele Isländer eingetroffen. Ich war der letzte Teilnehmer und konnte mir Zeit lassen. Ich hörte nur das die Prüfung beginnt und der erste Reiter den Abreiteplatz verlässt und auf die Töltbahn geht. Beim Töltrennen muss eine lange Bahn der Töltstrecke das sind ungefähr 100 m im Renntölt gelaufen werden. Die schnellste Zeit gewinnt!!!
Der erste Reiter war auf der Bahn angekommen. Der Reiter war eine junge Frau mit einer kleinen, süßen, Schimmelstute. Sie war sehr schnell und brauchte dafür 28,67 Sekunden. Insgesamt sollten 15 Reiter an dieser Prüfung teilnehmen. Also hatte ich noch genügend Zeit. Ich ritt Draumur entsprechend warm. Mit kleinen Biegungen und ein bisschen Töltarbeit. Der 14. Reiter war in der Bahn. Er und sein schneller Rapphengst legten eine sagenhafte Zeit von 26,24 hin und übernahm somit die Führung. Nun lag alles an Draumi und mir. Ich wusste das er es packen könnte wenn er wollte. Doch er war auch erst sechs und es war heute sein erstes großes Turnier. Ich ritt ein und trieb Draumur an in den Tölt. Eine Runde drehte ich so. Dann sah ich die Lichtschranke. Schnell gab ich die Hilfen für den Renntölt. Laut fing ich an zu schnalzen. Anscheined wirkte es denn Draumui flitze supi schnell durch die Bahn.Nach der anderen Lichtschranke parierte ich ihn wieder durch zum Schritt. Ich drehte mich um und schutae gespannt auf die Anzeigetafel.-25,95 Sekunden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1
Ich hatte gewonnen und das beim ersten Turnier mit Draumur!!!!! Ich war total fasziniert und konnte es kaum glauben. Kurze Zeit später war auch schon die Siegerehrung. Die Teilnehmer wurden der Reihe nach aufgerufen und bekamen ihre Preise. Sie riefen mich auf und ich Töltete mit Draumi in Richtung Richterabteilung. Dort übergab mir einer einen Pokal und ein Scheck im Wert von 2.500€, der andere steckte Draumur eine Schleife an die Trense. Einer der Richter meinte noch so zu mir: “Du hast da ein recht talentiertes Pferd!“ Doch schon war es Zeit für die Ehrenrunde. Ich führte sie an und es ging in großen Achten durchs Viereck!! Alle Isis liefen brav hinter mir her. Als wir ausgelaufen waren lobte ich Draumur erstmal kräftig. Anschließend sattelte ich ihn ab und stellte ihn zu Clinton auf die kleine Abgezäunte Weide.
Es war Mittagspause und ich ging in die Reithalle um etwas zu essen. Ich bestellte mir etwas. Um 14.30 Uhr sollte meine nächste Prüfung mit Clinton beginnen. Es war eine L-Zeitspringprüfung. In der musste ein Parcours mit dem Niveau L in einer möglichst schnellen Zeit überwunden werden! Mit Clinton war es gar nicht so leicht. Denn mit seinen 1.84 m war er das größte Pferd unter den Teilnehmerpferden und hatte auch den größten Galoppsprung und kommt somit nicht so gut um die Kurven.
Nun war es 14.00 Uhr und ich machte mich langsam auf den Weg zur Weide. Ich holte Clinton herunter. Ich deckte ihn ab und entfernte die Transportgamaschen. Dann holte ich den Springsattel aus dem Kofferraum. Ich legte ihn vorsichtig auf seinen Rücken und verschloss den Bauchgurt. Dann schob ich ihm das Gebiss der Trense ins Maul und zog ihm auch den anderen Teil der Trense über den Kopf. Schnell hatte ich noch das Martingal befestigt und seine Beine mit Bandagen bandagiert und die Springglocken übergezogen!!! Dann besprühte ich ihn noch mit Mähnenglanzspray. Nun war alles fertig, ich führte ihn auf den Abreiteplatz. Es war noch niemand zu sehen. Diesmal war ich der 5. Reiter von Insgesamt 9. Ich ritt mit Clinton erst ein paar Biegungen und dann ein paar Dressurlektionen zum Lockern. Anschließend trabte ich ihn ein paar Runden so das sich die Muskeln schön lockern. Dies wiederholte ich auf beiden Händen. Als er dann soweit fertig war galoppierte ich ihn an und ging über ein paar Übungshindernisse die in der Mitte der Bahn standen. Er nahm sie ohne Probleme. Er hatte überhaupt keine Angst mehr zu Springen seit dem er von Minelli zum M-Springen ausgebildet worden war. Er nahm alles total leicht. Es war nun schon 14.25 Uhr und der Turnierveranstalter rief durch den Lautsprecher zur Besichtigung des Parcourses . Ich band Clinton an einer geeigneten Stelle an und lief zum Platz. Dort wartete ein Parcours von 8 Sprüngen auf mich. Alle auf L Niveau also von der Höhe her nicht schwierig. Doch er verlangte eine gute Rittigkeit und zugleich auch noch Schnelligkeit und das war beides nicht gerade Clintons Stärke. Dennoch war ich zuversichtlich. Die ersten beiden Sprünge waren zwei normale Oxer allerdings in sehr tückischen Farben die die Pferde leicht übersehen konnten. Das nächste war eine Kombination aus zwei Sprüngen jeweils im Abstand von einem Galoppsprung. Auch das erschien machbar. Doch der dritte Sprung war ein 2.00 m langer Wassergraben!!!! Zum Glück liebt Clinton Wasser und wird dort keine Mätzchen Machen. Dann warteten noch eine Mauer und ein paar tückisch gestellte Sprünge auf uns. Als ich fertig war mit der Besichtigung lief ich schnell wieder zu Clinton um ihn noch ein bisschen warm zu reiten und die Rittigkeit zu verbessern. Alles verlief super als um 14.38 Uhr aus dem Lautsprecher eine laute Stimme ertönte: „Nadine und Clinton bitte!!“ Nun war es Zeit geworden und mein Herz schlug immer schneller und meine Hände wurden nässer und nässer. Doch ich lenkte ihn in Richtung Platz. Er hatte einen guten Schritt am Leibe und er wusste um was es gehen würde und wie schwierig es für uns werden würde!! Ich ritt ein und die Zuschauer klatschten. Clinton machte das überhaupt nichts aus, er trabte schön vor sich hin. Dann dröhnte eine junge Stimme über den Platz: „ Nadine der Start ist frei!!“ ertönte aus den Lautsprechern. Ich galoppierte Clinton an und nahm das erste Hindernis ins Visier. Er spitzte die Ohren und sprang genau passend ab. Die Zeit lief. Am nächsten Sprung wurde es etwas knapp am Sprung aber Clinton meisterte das alles super. Am Wassergraben kam er etwas unpassend hin doch er verkürzte einfach seine Galoppsprünge und kam passend zum Sprung. Bis dahin lief alles glatt. Doch bei der Mauer waren es Momente des Schreckens. Er kam gut zum Sprung doch überm Sprung war er total unruhig. Ich hatte die Stange schon unten liegen sehen. Doch durch ein Wunder war nichts passiert!!! Wir waren fehlerfrei durchgekommen und das in einer sehr guten Zeit!! Wir lagen nun mit 1:23 in Führung. Das Publikum freute sich. Draußen stand schon eine große Menschentraube und alle wollten Clinton streicheln. Ich ritt zum Hänger um dort abzusatteln. Alles packte ich wieder in den Hänger und befreite Clinton von den ganzen Sachen. Dann stellte ich ihn zu Draumi auf die Weide. Danach ging ich wieder in die Riethalle. Dort war gerade der 8. Reiter an der Reihe. Er hatte einen unglaublich schnellen und talentierten Fuchs unterm Sattel. Bis zum letzten Hindernis blieb alles liegen. Meine Augen flogen schnell zur Stoppuhr seine Zeit war 1:21. Er hatte mich von der Spitze verdrängt doch das war mir egal denn ich würde auf jeden Fall dritter werden und das war für mich Erfolg genug. Der letzte Reiter kam leider nicht ganz fehlerfrei durch den Parcours und ich wurde somit 2.!!!!!!!!!
Schnell lief ich zur Meldestelle um dort meine Preise abzuholen. Es war nun schon 15.30 Uhr. Ich packte alle Preise ins Auto. Dann holte ich meine beide Süßen von der Weide und stellte sie in den Hänger. Sofort begannen sie das Heu zu fressen. Ich verschloss die hintere Klappe und setzte mich nach vorn ins Auto.
Nach ca. einer Stunde trafen wir wieder auf dem Hof ein. Ich holte die beiden vom Hänger, machte ihnen die Transportgamaschen ab und stellte sie in ihre Boxen. Dort brachte ich ihnen ihr verdientes Futter. Sie fingen auch gleich an es zu verschlingen. Dann packte ich noch das Auto aus und brachte alle Sachen wieder an den dafür vorgesehenen Platz. Nun musste ich aber auch noch den Hänger ausfegen. Als das alles vollbracht war ging ich noch schnell zu Nicky´s Pferden Sam und Navarro. Sie ist im Moment im Urlaub und hat sie mir für ein paar Wochen übergeben. Ich gab den beiden ihr Futter. Ich schaute ob sie in Ordnung waren. Anscheihnend war alles okay. Also verabschiedete ich mich von ihnen. Morgen würde ich wieder kommen und mich mit ihnen beschäftigen.
Dann lief ich noch zu meinen Pferden ich wünschte Damira, Maureen und Pluto eine gute Nacht. Anschließend tat ich das bei Draumur und Clinton natürlich auch noch!!!
Ich setzte mich dann in mein Auto und fuhr nach Hause. Dort hängte ich erstmal meine beiden Schleifen zu den anderen. Stellte meine Pokale in die Vitrine und lief zu Reka um ihr meinen großen Erfolg zu erzählen. Anschließend ging ich noch duschen, etwas essen und dann setzte ich mich auf das Sofa und schaute O.C.California!!!!!;-)
Pina - 22.03.2005 - 12:42

hey! schöner bericht!!!
dafür gibts 630€ das turnier war ja erfolgreich für dich! ;)
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