1. Definition Client/Server
2. Remote-Controller
3. Was unterscheidet Trojaner von Remote-Controllern
4. Sinn und Zweck von Trojanischen Pferden
5. Was kann ein Trojaner
6. Welche Gefahren gehen von Trojanern für den Surfer aus
Trojanische Pferde
Dr. Solomon, ein international anerkannter Virenspezialist (von dem auch der geichnamige Virenscaner stammt) hat ein Trojanisches Pferd einmal so beschrieben:
"Ein Trojaner ist ein Programm, das etwas mehr tut, als der Benutzer erwartet, und diese zusätzliche Funktion ist zerstörerisch. Dies führt zu einem Problem, was die Aufdeckung von Trojanern betrifft. Sagen wir, ich hätte ein Programm geschrieben, das zuverlä??Tssig entdecken könnte, ob ein anderes Programm die Festplatte formatiert hat. Kann es dann sagen, daß dieses Programm ein Trojaner ist? Wenn das andere Programm die Festplatte formatieren sollte (wie beispielsweise Format), dann ist es offensichtlich kein Trojaner. Wenn aber der Benutzer das Formatieren der Festplatte nicht erwartete, dann ist es ein Trojaner. Das Problem liegt darin zu vergleichen, was das Programm tut und was der Benutzer erwartet. Sie können die Erwartungen eines Benutzers nicht bestimmen."
Zur Verdeutlichung des Zusammenhangs hier noch einmal die historische Grundlage:
Im 12. Jahrhundert vor Christus erklärte Griechenland Troja den Krieg. Der Sage nach begann der Streit, als der Prinz von Troja die Königin von Sparta entführte, um sie zu seiner Frau zu machen. Die Griechen nahmen die Verfolgung auf und führten einen 10 Jahre dauernden Krieg gegen Troja. Sie konnten Troja aber nicht erobern, da es zu gut geschützt war.
In einem letzten Eroberungsversuch zog sich die griechische Armee zurück und hinterließ ein riesiges hölzernes Pferd. Dieses Pferd war hohl und in ihm versteckten sich die besten griechischen Soldaten. Die Trojaner sahen das Pferd und brachten es in der Annahme, daß es sich um ein Geschenk handele, in ihre Stadt. In der folgenden Nacht kletterten die griechischen Soldaten aus dem Pferd und überwältigten die Trojanische Armee im Schlaf.
Nach diesem kleinen Exkurs in die Geschichte kommen wir auf die Bedeutung der gleichnamigen Programme.
Tip: Unter den RFC (Request for Comments) 1244 finden Sie eine offiziell an-erkannte Defintion für den Begriff Trojanisches Pferd http://www.rfc-editor.org/rfc/rfc1244.txt
Damit Sie die Funktionsweise von Trojanischen Pferden - in Kurzform auch einfach Trojaner genannt - nachvollziehen können, verdeutlichen wir Ihnen vorab kurz die klassischen Unterscheidungsmerkmale von Client und Server.
1. Definition Client / Server
Grob aus dem englischen übersetzt bedeutet Client soviel wie Klient oder "Kunde" der die Dienstleistung die eines Servers (Servierer, Anbieter) in Anspruch nimmt. Es gibt unzählige Arten von Servern, die allesamt nur einen Zweck zu erfüllen haben; nämlich den Clients entweder Daten oder Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Um zu ver-deutlichen, was konkret damit gemeint ist nehmen wir als Beispiel einen Files-Server. Dieser dient dazu, Daten von verschiedenen Clients (auch im lokalen Netzwerk auch Workstations genannt) aufzubewahren, dafür zu sorgen, dass niemand anders darauf zugreifen kann ausser den legitimierten Personen und wenn es gewünscht wird, Daten auch einer grösseren Personengruppe zur Verfügung zu stellen.
Zusammenfassend stellen wir also fest: Ein Server hat immer etwas zu bieten und der Client praktisch immer derjenige, der sich an diesem Angebot bedient (wie immer das auch aussehen mag).
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2. Remotecontroller
Der Begriff Remotecontroller kommt aus dem englischen und bedeutet soviel wie Fernsteuerer oder Fernwarter. Einfach ausgedrückt ist es ein legitimes Programm das dazu dient, von einem Rechner auf einen anderen innerhalb eines Netzwerkes zugreifen zu können. Wobei dieses Netzwerk auch das Internet sein kann.
Nehmen wir als Beispiel einen der bekanntesten Vertreter dieser Programme PC-Anywhere.
http://enterprisesecurity.symantec.com/products/products.cfm?productID=2
Dieses Programm besteht aus einem oder mehreren Server(n) und einem Client. Nehmen wir einmal an, auf ihrem Rechner wurde von einem Kundendienst ein PC-Anywhere-Server installiert um Ihnen bei eventuellen Problemen zur Hand gehen zu können so ist der Service-Techniker, sobald Sie den Server gestartet haben und er legitimiert ist in der Lage von jedem Punkt des Netzwerkes in dem sich Ihr Rechner befindet (im Internet folglich von der ganzen Welt aus) auf ihren Rechner zuzugreifen und damit genauso zu arbeiten, wie sie selbst es tun. Es passiert aber nichts im Hintergrund sondern ist für im Normalfall für den Benutzer immer einzusehen, was auf seinem Rechner gerade passiert und ob sich zum Beispiel der Servicetechniker auf ihrem Rechner eingeloggt hat oder nicht. Ein ganz normales Programm also, das aus der täglichen Arbeit eines Systemadministr...