"Mein Start war heute in Ordnung, aber viel half das auch nicht", so Mark Webber. "Als ich in die erste Kurve fuhr, musste ich dem Renault von Jacques Villeneuve ausweichen. Dadurch verlor ich vier oder fünf Plätze, das war frustrierend. Ich wollte mich wieder nach vorne kämpfen, das klappte auch ganz gut. Am Ende der vierten Runde lag ich auf Rang neun. Dann holte ich mir neue Reifen, dabei verlor ich etwas Zeit, da ich mich hinter Christian an der Box anstellen musste. Dann fuhr ich weiter und wollte in Runde 24 Christian überholen."
Doch da passierte das Malheur: "Leider stießen wir zusammen, es schien, als ob er mich nicht gesehen hat, damit war mein Rennen zu Ende. Es ist ein trauriges Ende von einem Rennen, das lohnender hätte werden sollen. Ich hatte zwei tolle Jahre mit Jaguar, und ich hatte das Glück, dabei mit äußerst talentierten Leuten zu arbeiten. Ich habe viel gelernt und viel mit ihnen geteilt. Schweren Herzens verlasse ich nicht nur das Team, sondern auch das Team geht. Ich muss vielen Leuten danken, auch dem ganzen Team danke ich für das Vertrauen und ihre Unterstützung. Es sind alle ganz tolle Jungs!"
Für Klien kam die Attacke seines Teamkollegen in der Tat überraschend. "Ich hatte einen guten Rennbeginn, das Fahren hat Spaß gemacht", erklärte er. "Ich war auf Intermediates unterwegs, fand eine gute Linie durch die ersten Kurven und konnte einige Fahrer überholen. Mein erster Boxenstopp war vielleicht etwas spät, ich habe dabei einige Plätze verloren. Ich folgte dann beiden Toyotas, hatte aber keine Chance, sie zu überholen. Mark schloss auf mich auf, ich sah ihn im Spiegel, aber ich dachte nicht, dass er schon nah genug dran wäre, um zu überholen - dann kollidierten wir."
"Im Rest des Rennens war mein Auto nicht mehr so gut ausbalanciert, wie es hätte sein sollen", fuhr der Vorarlberger fort. "Kaputt war nichts, aber das Auto war schwer zu fahren. Es gab auch viele blaue Flaggen. Auch wenn ich mein Bestes gegeben habe und mein letztes Rennen für Jaguar beenden konnte, so bin ich über das Ergebnis enttäuscht, da Mark und ich kollidierten, als wir auf guten Positionen lagen. Ich hatte eine fantastische Saison und habe jeden Moment genossen. Es machte großen Spaß, mit ihnen zu arbeiten, und sie haben mir sehr geholfen. Ich möchte allen im Team danken."
"An diesem Wochenende waren wir zuverlässig und auch produktiv, das Qualifying von Mark und Christian hebt das hervor", so Mark Gillan, Chef der Leistungskontrolle. "Marks Start war gut, auch wenn sein Rennen früh durch einen nicht erfolgreichen Überholversuch an seinem Teamkollegen beendet war. Marks Auto war so beschädigt, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Auch Christian hatte einen guten Start, nach Runde vier lag er schon auf Platz sieben. Er fuhr ein starkes und entschlossenes Rennen unter schwierigen Bedingungen und brachte das Auto auf Rang 14 ins Ziel."
"Die Mechaniker und Ingenieure haben die Autos mit der gleichen Sorgfalt vorbereitet wie in Melbourne", lobte Gillan. "Der R5 entwickelte sich im Laufe des Jahres zu einem zuverlässigen, gut ausbalancierten und konkurrenzfähigen Auto, mit dem wir gegen die Besten antreten konnten. Ich bin auf unseren Grad der Verbesserung in den vergangenen Jahren extrem stolz. Dies war durch eine Kombination aus Entschlossenheit, Professionalismus und technischer Fähigkeit möglich."
"Das konnte nur mit der Unterstützung der Leute in unseren Schwesterfirmen passieren - Cosworth und Pi Research, und unseren Partnern und Sponsoren", fuhr er fort. "Ich bin stolz auf das, was wir in einer relativ kurzen Zeit erreicht haben, und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, dem Team und den Fahrern Mark, Christian und Björn für ihre stetige Unterstützung und ihren unermüdlichen Humor zu danken. Sie haben Jaguar zu dem aufregenden Team gemacht, das es heute ist."
"Der bemerkenswerte Geist des Jaguar-Teams wurde an diesem Wochenende in den vielen Komplimenten deutlich, die wir von anderen Teams, den Medien und den Sponsoren bekamen. Sie lobten die Motivation und guten Humor, den das Team in den vergangenen Rennen zeigte", so Jaguar-Boss Tony Purnell zum Abschied. "Ich bin von der Haltung des Teams beeindruckt, welches die Ferraris im Qualifying in Malaysia sprengte, in Hockenheim mit den BMW-Williams kä...