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CarstenJ - 08.11.2005 - 20:08

Dann laßt mal loslegen...
CarstenJ - 10.11.2005 - 21:45

Meine vorläufigen Grundlagen (Goffman):

-Darstellung= Gesamtverhalten des Einzelnen
Es gibt 1. Dasteller, die überzeugt von Ihrer Rolle sind
2. Darsteller, die nicht überzeugt von Ihrer Rolle sind

-Jeder Darsteller lebt in einem Konflikt zwischen Zynismus und Überzeugung. (Bsp.: Bundeswehr- Befehle ausführen aus Überzeugung oder nicht. Kann sich im Verlauf ändern)

-Jeder Darsteller hat eine Fassade. (Ausdrucksrepertoire des Einzelnen) Dazu gehört: 'Bühnenbild' und 'persönliche Fassade'
-->'Erscheinung' vs. 'Verhalten'
-Gibt es determinierte Fassaden?!

-Wichtig ist ein einheitlicher Ausdruck (Ansonsten ensteht keien kohärentes Bild)

-Entlarvung einer falschen Fassade, indem man die Lücke zwischen Realität und Anschein

- Viele Teile einer Rolle werden als allgemeines Wissen vorausgesetzt!!!
--> Wir müssen wissen, was andere von unserer Rolle erwarten

- "Wir spielen alle besser, als wir es zu tun glauben" (S.68)

-Inhalt der Darstellung = Charakter des Darstellers

-Darstellung benötigt "Ensemble" --> Gegenseitige "Abhängigkeit" vs. "Vertrautheit"
--> nur für dritte objektiv zu analysieren

- Selbstentfremdung durch die Annahme der ultimativen Realität in der Darstellerrolle --> man selbst ist sein einziger Zuschauer

So weit so gut...

Olli - 12.11.2005 - 19:16

So, hier also mein Teil...
Alles basierend auf Blumer's "Der methodologische Standort des symbolischen Interaktionismus"
Wichtig vorweg ist die Tatsache dass Blumer Schüler von MEAD war und dessen "Nachfolger". Er hat sowohl MEAD's Vorlesung weitergeführt als auch MEAD's Ausführungen in drei Prämissen zusammengefasst.
Blumer hat sich schon 1933 mit der Wirkung von Filmen auf das Verhalten der Massen beschäftigt, nachzulesen in "Movies and Conduct: A Payne Fund Study" (http://spartan.ac.brocku.ca/~lward/Blumer/1933/Blumer_1933_toc.html)

Blumer zusammenfassung von Mead's Ideen sind wie folgt:

1. Menschen handeln Dingen gegenüber auf Grund der Bedeutung, die diese Dinge für sie haben.

2. Diese Bedeutung ensteht aus der sozialen Interaktion, die man mit seinen Mitmenschen eingeht.

3. Die Bedeutung wird von der Person in Auseinandersetzung mit den Dingen selbst interpretiert, daraufhin entsprechend gehandhabt und geändert.
(Den Wikipedia-Eintrag hab ICH höchst persönlich verbessert!!!)

dazu: Jede Sache, Person, Ding whatever hat eine Bedeutung (Realismus)
ohne diese Annahme würde der SI nicht funktionieren.

Bedeutung ensteht aus der Art und weise wie eine Person einer anderen gegenüber im Bezug auf eine Sache handelt.

Im Klartext heißt das: Handlungen dienen der Definition eines Dinges für die Person.

Im Interaktionsprozess zeigt man sich selbst etwas, auf das man dann entsprechend reagiert.
- Was letztendlich Bedeutung für den Einzelnen erhält wir selbst gewählt und mit sich selbst ausgemacht (internalisierter Kommunikationsprozess).

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