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Caitiff - 14.07.2007 - 21:52

Mittelalter - Europa - Eifel

*einen Schergen in eine kleine Taverne am Rande der Mittelalterlichen Eifel schicke*

*die Dämonenbeschwörergilde darüber informiere und dafür Sorge das einer ihrer Novizen sich mit dem Schergen trifft um einen Ring mit geheimen Eigenschaften für die Gilde zu übernehmen*

(Anmerkungen: Der Scherge ist ein Schatten, wie alle Schatten ist er "quasi" (weitere Infos zu dem "Nicht-quasi" bleiben vorerst verborgen) Unsterblich; Außerdem hat sich hinter der Taverne eine Schar von 12 Szlachta versammelt, kleine aus Tiergedärmen beschworene Dienergeschöpfe auf zwei Beinen; Zusätzlich sei angemerkt, die Dämonenbeschwörergilde sind meine Anhänger unter den Sterblichen)

Ab diesem Zeitpunkt bleibt der Schatten in der Taverne um als Vermittler zu diversen Abenteurern, Göttern, Gilden und Kulten zu dienen

Persephone - 25.07.2007 - 21:09

Die oberen Etagen der Taverne:

Ilvar wird geboren. Seinen Eltern, beide magisch begabt, gehört die Taverne, die als Angelpunkt für allerlei düstere Machenschaften und Treffpunkt der unterschiedlichsten Kreaturen bekannt ist.

Das Ghul - 29.07.2007 - 19:18

Strömender Regen fällt, als Vladimir erschöpft die Taverne erreicht. Deutlich nimmt er die Präsenz des Schattens wahr, und beschließt, sich während seiner Untersuchung im Toten Goblin einzuquartieren. "Gebt mir ein Zimmer, das meiner würdig ist", verlangt er und wirft dem Wirt achtlos eine Handvoll Goldmünzen auf die Theke. Heute nacht, so hat er sich vorgenommen, wird er sich von der langen Reise erholen und das hiesige Starkbier testen. Doch währenddessen plant er bereits seine Kontaktaufnahme mit dem Schatten. Er unterschätzt seinen Auftrag keineswegs und gedenkt, ihn zur vollsten Zufriedenheit des Barons auszuführen. Sieht Vladimir darin doch eine höchst willkommene Gelegenheit, endlich aus dem Schatten seines Bruders Dimitri herauszutreten...

Persephone - 29.07.2007 - 21:50

Von Drachenfels klaubt das Gold sorgsam, aber eilig von der Theke. Als verarmtes Adelsgeschlecht können er und die seinen es sehr gut gebrauchen.
Zwar fällt es ihm noch schwer, die geziemende Unterwürfigkeit an den Tag zu legen, weil auch er einst in der Position war, mit Gold um sich zu werfen - aber mit viel Mühe gelingt es ihm recht gut.
"Aber sicher, werter Herr! Ich werde euch sofort das beste richten lassen! Wünscht ihr bereits euren Mantel abzulegen, oder etwas anderes... was immer er ist, äußert es nur, und ich werde alles tun, es euch so genehm wie möglich zu machen."
Damit gibt er einem kleinen, unscheinbaren Mädchen einen raschen Wink, sie nickt und verschwindet schleunigst nach oben, um eine der Kammern für den freigiebigen Gast bereit zu machen.
Das Ghul - 31.07.2007 - 23:12

Ein mittelgroßes Gelage später hat Vladimir sämtliche Ängste, die er im Stillen noch vor der Kontaktaufnahme mit dem Schatten hatte, abgelegt. Er zahlt seine Getränke und gibt ein großzügiges Trinkgeld. "Ich hoffe ihr habt nicht übertrieben, was das Zimmer angeht", wendet er sich von Drachenfels zu, "denn ich werde mich nun dorthin zurückziehen, und ich wünsche nicht gestört zu werden!" Er entleert einen weiteren Beutel voller Gold auf der Theke und zeigt dann auf das unscheinbare Mädchen: "Das Flittchen wird mich begleiten!"

Persephone - 05.08.2007 - 23:11

Der Wirt nickt freundlich, während seine Augen bereits golden leuchten, und sagt dann:" Das ist Marianna, meine älteste Tochter. Ich kann euch versichern, dass sie kein Flittchen ist, sondern noch Jungfrau - aber das wird euer Vergnügen sicher nicht schmälern. Ich wünsche euch eine gute Nacht, und wenn sie euch gefällt... können wir vielleicht ja morgen darüber sprechen, ob ihr sie mitzunehmen wünscht? Aber wie gesagt - jetzt wünsche ich euch nur eine angenehme Nacht, und morgen erwartet euch ein deftiges Frühstück!"
Damit gibt er Marianna, die im Hintergrund mit schreckgeweiteten Augen einen Bierkrug poliert, einen Wink. Sie lässt von ihrer Arbeit ab und wendet sich mit verhangenem Blick an Vladimir, nachdem ein kurzes Blitzen aus ihren schönen Augen den Vater traf.
"Was befehlt ihr, mein Herr?"
Das Ghul - 06.08.2007 - 12:53

"Schön, dass wir uns so gut verstehen", erwidert Vladimir und überreicht von Drachenfels einen dritten Goldbeutel. Dann wendet er sich Marianna zu, gibt ihr eine schallende Ohrfeige und sagt: "Ich befehle, dass ihr euer profanes Bauernmaul haltet", woraufhin er sie an ihren Haaren die Treppe hochzerrt. In seinem Zimmer angelangt stößt er sie aufs Bett, holt ein paar reißfeste Stricke aus seinem Gepäck und fesselt sie an Armen und Beinen. "Wißt ihr, ich werde euch jetzt töten müssen", sagt er und weidet sich an dem Ausdruck in Mariannas Augen. "Aber ich verspreche euch, vorher werdet ihr nochmal extreme Schmerzen erleiden."
Vladimir löscht das Licht...

Als er damit fertig ist, Mariannas wehrlosen Körper in jeder nur vorstellbaren abartigen Position zu penetrieren, entzündet er eine Kerze und betrachtet das wimmernde Häufchen Elend auf seinem Bett ein letztes Mal. Kurz überlegt er, ob sie es überhaupt noch wahrnimmt, wie er erneut in sein Gepäck greift und sein Schwert herauszieht... "Schatten!" ruft er laut. "Seht das Opfer, das ich euch darbringe - im Namen des schwarzen Barons der Karpaten verlange ich, mit eurem Fürsten zu sprechen!" Ohne zu zögern stößt er zu und schneidet Marianna von oben bis unten auf. "Erscheint!"

Caitiff - 06.08.2007 - 13:24

*der Schatten kichert in der untersten Etage leise über die Vorstellung das jemand denkt ihn einfach so herbefehlen/rufen zu können*

*aus Neugier erscheint er aber dennoch in jenem Zimmer und lässt Mitleidig einen Lebensfunken auf das arme Häuflein Elend auf dem Bett überschlagen, damit sie mit ihrer Pein fortan leben kann*

*sich an Vladimir richtet und spricht:* "Was wollt Ihr, niederes Wesen?" "Sprecht zu mir, der Meister wird hören" "Spreche ich zu Euch, so wird der Meister dies vernehmen" "Spreche ich nicht in seinem Sinne, so wird der Meister seine Stimme erheben"

Persephone - 06.08.2007 - 13:43

Im Nachbarzimmer wacht Elaine von Drachenfels auf, weil lautes Geschrei sie weckt. Noch ist sie erschöpft von der Geburt ihres jüngsten Sohnes Ilvar, dennoch erhebt sie sich leise und schleicht an die Tür, um in den Gang zu spähen. Von unten ist kein Laut mehr zu hören, die Gäste sind alle gegangen oder liegen vor der Tür und schlafen ihren Rausch aus. Aber im Nachbarzimmer wird das Geschrei erst immer lauter, mündet dann jedoch mehr und mehr in ersticktes wimmern.
Ein kalter Schaer läuft ihr über den Rücken, als sie ihre Tochter erkennt... 'Jetzt bist du zu weit gegangen' denkt sie für sich über ihren Mann. Wut kommt in ihr hoch. Langsam nähert sie sich der Tür, um zu lauschen.
Caitiff - 06.08.2007 - 13:55

*der Schatten voll wohlwollen das interessierte Menschenkind vor der Tür wahrnimmt und die Akustik so verändert das sie alles hören und wahrnehmen kann und sie durch "seine Augen" (sie sieht es eigentlich nur durch eine Art Schwerelosen und Unsichtbaren sowie "Nichtexistenten" Geist im Raum) sehen lässt* *wie jeder Schatten gerne mit den Sterblichen spielt und ihnen begrenzte Macht gibt ohne Erklärung wo sie herkam und wieder hin ist*
Persephone - 06.08.2007 - 14:01

Elaine ist erstaunt - soetwas hat sie noch nie erlebt, obwohl sie sich ein wenig mit Zauberei auskennt. Wachsam, gespannt aber ohne Furcht steht sie da und wartet, was passiert - wobei ihr Herz blutet, als sie ihr halb totes Kind erkennt... dem sie, und das fühlt sie genau, nicht wird helfen können.
Das Ghul - 09.08.2007 - 21:22

Von all dem bemerkt Vladimir nur, dass der Schatten vor ihm steht. Eine Weile wundert er sich, ob er jenes Wesen nicht schon vage im Erdgeschoß gesehen hat, drängt diesen Gedanken dann aber beiseite und holt eine Schriftrolle hervor, die er rasch von einigen Blutspritzern befreit. "Mir obliegt die Pflicht, euch diese Zeilen vorzutragen", hebt er an. Dann beginnt er vorzulesen:

"Seid gegrüßt, Schattenfürst, und wisset, dass eure Präsenz nicht unbemerkt geblieben ist. Obgleich ich euch vermutlich ebenso wenig unbemerkt blieb, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin Baron Szandor Dragosani, und derjenige, der euch nun diese Zeilen vorträgt, ist Vladimir - mein Heerführer. Eines, Schattenfürst, sollt ihr erfahren: Binnen der nächsten Tage wird eine große Armee ihren Marsch durch Europa beginnen, und schon bald wird sich der gesamte Kontinent unter der Herrschaft meiner Dynastie befinden. Soweit die Tatsachen, doch mein Anliegen an euch ist ein anderes: Dies hier ist mein Bündnisvorschlag an euch. Bereits jetzt ist meine Armee stark genug, um mit jedem Gegner fertig zu werden - doch würden wir unsere Streitkräfte vereinen, wären wir absolut unbesiegbar! Da ihr und eure Untergebenen bekannt dafür sind, dass sie gerne mit Menschen spielen, dürftet ihr auch an weltlicher Macht nicht uninteressiert sein? Schließt euch unserem Feldzug an, und ihr sollt mehr als genug davon erhalten! Doch auch wenn es andere Ziele sind, die euch antreiben, solltet ihr meine Worte überdenken. Denn wisset, ich herrsche über Sphären, die selbst euch unzugänglich sind - und wäre bereit, diese Grenzen zu öffnen, wenn ihr euch uns anschließt... Dies ist mein Angebot. Bitte lasst meinen Heerführer auf jedem Weg, der euch angemessen erscheint, eure Antwort wissen.
Ehre,
S.D."

Vladimir rollt die Schriftrolle wieder zusammen und starrt den Schatten mit erwartungsvollem, nicht besonders intelligentem Gesichtsausdruck an. Da er sich unsicher ist, ob die Kreatur sie haben will, legt er sie aufs Bett. Er glaubt noch immer, dass der Schatten seiner Kontrolle untersteht, und murmelt, dass dieser nun entlassen sei und dass er, Vladimir, in Kürze die Antwort seines Fürsten erwarte...

Caitiff - 09.08.2007 - 21:30

Tut mir Leid, doch Eure Wahrnehmung muss Euch täuschen, es gibt keine verschlossenen Sphären und selbst wenn, meinen Meister interessieren solche nicht und er findet es wesentlich interessanter seine Spielchen unter den Menschen zu spielen und deren Heeren durch div. Artefakte ein wenig Macht durchzuspielen damit Euer Sieg nur ein chaotischer und Unvollständiger Sieg wird...
Mein Herr mag chaotische Kleinstaaten lieber als große Imperien, doch unsere eigenen Heerscharen werden auch weiterhin keinen direkten Einfluss auf diese Welt nehmen...
So wünscht Euch mein Meister viel Spaß und Erfolg beim Schlachten und neue Grenzen eröffnen und versichert Euch das er wohlwollend dieses Schauspiel beobachten wird! *verneig*

*der Schatten löst sich auf und materialisiert sich wieder im Erdgeschoss*

Persephone - 09.08.2007 - 21:47

Elaine löst sich aus ihrer Erstarrung. Sie hat eine vage Idee, was sie nun tun wird, Wahnwitz oder nicht. Aus ihrem Ärmel fördert sie ihren kleinen Dolch hervor, der sie stets begleitet. Dann, die Erinnerung hervorrufend, wo Vladimir eben stand, reißt sie so geschwind als möglich die Tür auf und stürmt auf ihn zu, das kleine Messer erhoben, den Überraschungsmoment ausnutzend, und wirft sich mit einem Kriegsschrei auf ihn. Warmes Blut läuft über ihre Hand...
Das Ghul - 10.08.2007 - 21:58

Einen Moment war Vladimir viel zu beschäftigt mit dem Versuch zu begreifen, wohin der Schatten verschwunden ist - doch nun reagiert er und schüttelt Elaine ohne große Mühe ab. Allerdings bemerkt er, dass er blutet... als mehrfacher Kriegsveteran misst er dieser Fleischwunde zwar kaum eine Bedeutung bei, stellt aber fest, dass es eine überraschend tiefe und ziemlich schmerzhafte ist. Als er Elaine erblickt, hält er sie für eine Diebin, und Zorn keimt in ihm auf. "Gesindel..." knurrt er, und greift erneut nach seinem Schwert. "Ich wusste von Anfang an, dass diese Spelunke ein Hort für euresgleichen ist. Nun, Weib, jetzt werdet ihr sehen, wie man mit sowas umgeht!" Er hält das Schwert in der ausgestreckten Hand, um Elaine auf Distanz zu halten, und versucht sie gleichzeitig in eine Ecke des Raumes zu drängen...

Persephone - 11.08.2007 - 00:52

"Gesindel?! Das Gesindel, das seid ihr!" keucht Elaine. "Wie könnt ihr es wagen, meine Tochter so zuzurichten?! In einem Haus, in dem euch Gastfreundschaft zuteil wurde - dessen Kinder zu morden?! Ich kann mir denken, mein Mann wird sie euch verkauft haben, er verkauft so gut wie alles. Aber wie konntet ihr nur... " Ihre Augen füllen sich mit Tränen "Wisst ihr, auch wenn ihr mich jetzt tötet, es ist mir nicht wichtig. Ich habe hier nichts, was mich hält. Ich bin alt, habe wohl 20 Kinder geboren, 13 haben überlebt. Sie war meine Älteste, meine... " Ihre Stimme wird brüchig, dann wieder fest: "Ich verfluche euch! Die Geister weden es hören und ausführen, was ich nicht vermag, ich verfluche euch! Wen immer ihr tötet, er soll euch verfolgen, euch quälen, bei Nacht und Tag! Sie solln' euch umschwärmen mit Stimmen und Klauen, sich niemals entfernen und flüsternd euch raunen, was ihr habt getan... so lange, bis jeglicher Sinn euch gerinnt und sich eurem Munde der Wahnsinn entspinnt!" Während sie diese Worte spricht, weicht sie langsam zurück und fährt mit der Messerklinge über ihren Arm. "Euer Blut habe ich vergossen, euren Körper geöffnet, für alles, was ich euch sende... mein Opfer bringe ich hier, zu wecken ihre Gier... Damit es geschehe und für euch niemals und nimmermehr vergehe!"
Das Ghul - 12.08.2007 - 14:17

Plötzlich versteht Vladimir.
Unwillkürlich huscht ihm ein Schauer über den Rücken, als er Elaines Worte vernimmt, erinnern sie ihn doch an die widernatürlichen Zeremonien daheim, von denen er noch nie etwas wissen wollte... Doch er lässt sich nichts anmerken. "Ihr seid hier das Gesindel, denn ihr seid nur ein Weib, und noch nicht mal ein blaublütiges", sagt er. "Nur aus Achtung vor eurem Gatten werde ich darauf verzichten, euch für eure Anmaßung auf der Stelle niederzustrecken! Ich glaube zwar nicht, dass er etwas so liederliches wie euch vermissen würde, doch ich bin nunmal ein Mann von Ehre." Mit diesen Worten wendet er sich zur Tür und will gehen. Im Türrahmen wendet er sich jedoch noch einmal um: "Ihr solltet eure Pflicht als Weib künftig ernster nehmen und seine Entscheidungen nicht in Frage stellen. Um euer Seelenheil willen, nehmt nun wenigstens eure Pflicht als Mutter ernst und geht euer Kind begraben, anstatt weiterhin meine Zeit zu verschwenden!"
Sagt's, spuckt aus und hat es plötzlich sehr eilig, das Gasthaus zu verlassen...

Persephone - 12.08.2007 - 14:51

Elaine starrt Vladimir hinterher. Sie zittert am ganzen Leib, rotes Blut tropft unbeachtet auf den Boden. 'Seelenheil' denkt sie für sich - 'die Christen haben schon eine seltsame Moral...'
Dann wendet sie sich ihrem Kind zu. Es ist fürchterlich zugerichtet, so schlimm, dass es eigentlich schon nicht mehr leben dürfte - aber Marianna lebt! Stetiger, gequälter Atem hebt ihre Brust, pfeift durch den klaffenden Graben darin. Elaine tritt ans Bett, streicht ihrer Tochter übers Haar. Sie weiß, dass sie lebt, weil das Schattenwesen ihr Leben zurückgab - nun ist es an ihr, dies auch zu erhalten. Zügig eilt sie in ihr Gemach, holt Wasser, Nadel, Faden und einige Kräutersalben. Dann beginnt sie, die Todkranke zusammenzuflicken, so, wie sie selbst es einst von ihrer Mutter gelernt, und an bisher jedes ihrer Kinder weitergegeben hatte. Obgleich diese bisher einen gewissen - Mangel an Talent aufwiesen. Elaine seufzt, führt konzentriert die Nadel, tränkt die Naht mit ihren Tinkturen, und schickt derweil ein Gebet an die große Göttin und ihren Gemahl, sowie einen geflüsterten Dank das Zwieweltwesen, als das sie den Schatten einordnet.
Persephone - 14.08.2007 - 14:10

Als ihre Tochter versorgt ist - oder besser, als Elaine nichts mehr für sie tun kann - verlässt sie leise das Gastzimmer. Geht über den Flur, langsam und leise. Inzwischen ist die für dieses Zeitalter auch nicht mehr gerade junge Frau so müde, dass sie das Gefühl hat, im Schlaf zu wandeln. Vor dem Raum ihres Mannes hält sie inne. Hinter der Tür dringt lautes Schnarchen hervor. In wenigen Wochen, da ist sie sicher, wird er sie wieder zu sich holen, jede Nacht. Obgleich er sie anwidert...
Langsam öffnet sie die Tür und späht in die Stube. Sie erkennt fast nichts, nur spärliches Mondlicht fällt durchs Fenster, tanzt im Blättergewirr vor der winzigen Buntglasscheibe und breitet wirre Muster aus Helligkeit und Schwärze über das Bett und ihren Gatten. Elaine tritt ein. Den Dolch spürt sie deutlich und fest in ihrer Hand, als sie nun an den Mann herantritt, der sie einstmals sogar zärtlich umwarb... sie so gerne zur Frau wollte... als sie noch schön und ihre Haare von leuchtendem Rot gewesen. Damals hatte sie eingewilligt... sie, aus eigenem Willen heraus... 14 Jahre jung; ihre Eltern hatten sich für sie gefreut, ihr Kind, in einer Adelsfamilie.
Elaine verzog den Mund zu einem spöttischen Grinsen. Wenn sie das alles heute ungeschehen machen könnte...
Ohne den Schlafenden zu berühren, hält sie das Messer an seine Kehle, fragt sich, ob sie ihn wohl töten sollte... ganz einfach, ein schneller Schnitt...
Persephone - 15.09.2007 - 18:07

Lange steht sie so da - dann zieht sie sich ohne einen weiteran Laut zurück, geht in ihr Zimmer und verschließt die Tür. Viel zu tun an Pflegearbeit an ihrer Tochter.
Das Ghul - 29.09.2007 - 00:33

Als Vladimir die Taverne zum zweiten Mal besucht, hält er sich nicht lange mit Kleinigkeiten auf. Die Tür tritt er einfach ein, dann wendet er sich dem Wirt zu und verkündet: "Die Soldaten, die dort draußen auf dem Hügel stehen, sind meine. Dieses Gasthaus und alles, was sich darin befindet, gehört jetzt mir. Irgendwelche Fragen?"

Persephone - 29.09.2007 - 13:29

Der Mund des Angesprochenen steht sperrangelweit offen. Solche Anreden ist er nun auch nicht gewöhnt... zudem kommt der Mann ihm sehr bekannt vor.
Das bringt er auch verbal zum Ausdruck: "Äh....äh... ich kenne euch doch, ihr wart schon einmal hier! Aber wieso... warum... ich meina ja.... nein, ich meine nein, Fragen nicht, aber... das ist doch nur ein einfaches Gasthaus?!"
Das Ghul - 01.10.2007 - 22:28

"Es geht nicht um das Gasthaus, sondern um die Menschen darin, Narr! Überlasst sie mir einfach, und ihr werdet mit eurem jämmerlichen Leben davonkommen. Hier ist ein Beutel voller Gold. Bis zum Morgengrauen erwarte ich ALLE Anwesenden in Fesseln auf dem Feldherrenhügel, um sich in den Dienst meiner Soldaten zu stellen. Dieses Angebot werde ich euch keine zweimal unterbreiten. Akzeptiert, oder tragt die Konsequenzen!"

Caitiff - 01.10.2007 - 23:23

Der Schatten bekommt Befehl in die Dienste Vladimirs überzutreten. Gute Feldherren/Kommandeure kann er sicher gebrauchen und ein Schatten unter seinem Kommando stellt sich Athyn lustig vor. :D
Persephone - 02.10.2007 - 12:55

Von Drachenfels schluckt. Nachdem Vladimir das Gasthaus verlassen hat, greift er langsam nach dem Beutel. Es ist ein sehr großer Beutel, genug, um sich davon ein Stadthaus zu kaufen... Ein kleines... und ein paar Huren... schöne...
Der Entschluss braucht nicht lange.
Es hat ihn zwar geschockt, was Vladimir mit seiner Tochter gemacht hat... aber auch das ist nun eher ein Grund, seine Prioritäten in Richtung eines Stadhauses zu velagern. Die Frau war sowieso ein Fehlgriff... und die Kinder... allesamt von ihr verzogene Baggage! Nichtmal einen Erben hat sie ihm geschenkt, und das kleinen, wenige Monate alte Baby Ilvar ist ihm noch viel zu fremd, um seinen Verlust zu bedauern. Nein, denkt er für sich - Kinder und eine Frau kann er immernoch haben. Sich für die jetzigen einer Armee in den Weg zu stellen - sicher nicht!
"Weib!" Brüllt er die Treppe hoch.
Seine Frau erscheint am oberen Absatz. "Was wünschst du?"
"Pack die Kinder ein. Ihr geht jetzt."
Elaine schweigt. Die laute Unterhaltung zuvor hat sie natürlich mitgehört - es ging kaum anders, lärmende Gäste waren nicht anwesend.
"Wie du befiehlst, Gatte."
Blass, aber nicht bereit, irgendwelche Angst zu zeigen, weicht sie in die Schatten zurück. Blickt hinter sich, auf ihre Töchter, die sich mit schreckgeweiteten Augen aneinanderdrücken. Marianna, mittlerweile wieder genesen, doch für den Rest ihres Lebens entstellt und verstört, trägt den kleinen Bruder Ilvar und zittert so sehr, dass er ihr beinahe aus den Armen fällt. Elaine nimmt ihr das Baby aus den eiskalten Händen, streichelt über ihr Haar.
"Fürchtet euch nicht. Sie werden uns Schmerzen zufügen... schreckliche Schmerzen... aber Schmerz gehört zum Leben jeder Frau, ob alt oder jung, denn wir bewahren das Leben. Kein Schmerz währt ewig, und wenn sie uns töten... dann wird die Große Göttin uns in ihre Arme schließen. Vergesst das nicht. Vergesst es nicht und zeigt weder Angst noch Schwäche - dann hat niemand wahre Macht über euch. Und jetzt... lasst uns unserem Schicksal mit erhobenem Kopf entgegengehen, mit mehr Ehre, als diese 'Krieger' sie je haben werden!"
Damit fasst sie ihr Kind sicherer, wendet sich der Treppe zu, steigt hinab und tritt unten aus der Tür hinaus, ohne noch ein einziges Mal zurückzublicken, geschweige denn ihren Mann noch eines Blickes zu würdigen.
Zögerlich, doch gehorsam folgen die Mädchen - was bleibt ihnen auch anderes übrig?
Das Ghul - 29.10.2007 - 00:44

Ein monströser Eisengolem setzt sich hernieder, lehnt sich gegen die Wand des verlassenen Gasthauses und seufzt mehrmals über sein sinnloses, einsames Dasein. Soeben hat er in der Nähe einen speziellen Altar gebaut, der Vampire herbeirufen soll, darum fühlt er sich nun erschöpft und müde. Probeweise schließt er die Augen.

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