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Verfügbare Informationen zu "Sympathikusblockade"
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rudiratlos - 18.03.2004 - 23:48

Bei Sympathikusblockaden werden Lokalanästhetika (Mittel zur örtlichen Betäubung) an empfindliche Nervengeflechte des vegetativen Nervensystems gespritzt. Diese führen zu einer reflektorischen Beeinflussung der schmerzunterhaltenden Zentren und Schmerzfasern und können damit im Verlauf der Behandlung zu einer Linderung der Schmerzen beitragen. Durch eine Sympathikusblockade kommt es im Versorgungsgebiet dieser ansonsten durch uns Menschen nicht beeinflussbaren Fasern zu einer aktiven Mehrdurchblutung der betroffenen Gewebe und Organe, dies zeigt sich durch eine Rötung und Erwärmung der Haut im betroffenen Areal oder durch milde Kreislaufstörungen durch Umverteilung des Blutes.

Insbesondere kommt es zu einer verbesserten Durchblutung der Muskeln, zu einer Entspannung der Muskelfasern und reflektorisch zu einer Verringerung der Schmerzen. Es handelt sich hierbei um eine ursächliche Behandlung, denn bei nahezu jeder chronischen Schmerzerkrankung kommt es zu einer Irritation am vegetativen Nervensystem. Oft ist sogar die Verstärkung der Sympathikusaktivität die Ursache eines langen Leidens, das man durch entsprechende Behandlungen zum Abklingen bringen kann.

Gerade Sympathikusblockaden erfordern ein hohes Maß therapeutischer Erfahrung, aber ebenso eine ausgezeichnete Mitarbeit des Patienten. So darf dieser nach einer Blockade 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen, da die Reaktionsbereitschaft oder eine notwendige Schreckreaktion ausbleiben könnten; auch Alkohol kann diesen negativen Effekt verstärken.

Sympathikusblockaden werden typischerweise an der Hals- ( Ggl.stellatum) oder Lendenwirbelsäule ( lumbaler sympathischer Grenzstrang) durchgeführt. Diese vegetativen Zentren beeinflussen jeweils den ihnen zugewandten Teil des Körpers; so beeinflusst z.B. das rechte Ggl. stellatum den rechten Arm, die rechte Kopfregion, die Schulter und die Brust, ebenso wie Herz und Lungenfunktion. Der regulierende Effekt dieser Behandlung fördert die Genesung des Körpers insbesondere im jeweiligen Quadranten.

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