Früh morgens stand ich auf und zog meine Reitklamotten an. Sim hatte heut Dienst, so ein Mist! Aber was solls! Lone leckte mir quer durchs Gesicht, als ich meine Sporen anzog. Freches Ding! Ich nahm sie an die Leine, schnappte mir meine Brotdose und ging in die Garage. Ich packte die Brotdose in die Satteltasche meines Fahrrads und band Lones Leine an der Lenkerstange fest. „Komm Dicke!“, ich fuhr los und die Hündin lief links vom Rad mit. Im Stall durfte Lone von der Leine. Erstmal bandagierte ich Bailey und Bjalla ein und brachte sie auf die Weide. Dann mistete ich die Boxen aus. Der Paddock war über Nacht zu gewesen und deshalb noch sauber. Ich machte die Türen zum Paddock auf und klinkte sie hinten ein. Dann nahm ich einen Hufkratzer und machte einen Besuch beim Offenstall. Zunächst kratzte ich bei Astor und Lana die Hufe aus und befühlte sie auf Verletzungen etc. Es war nichts auffälliges zu sehen und so gab ich ihnen ein Stück Möhre und ging weiter zu Romia! Lana folgte mir in einigen Metern abstand und schaute beleidigt zu wie ich die kleine Ponystute über die Stirn streichelte. Maureen, Romias Halbschwester und beste Freundin, drängte sich dazwischen. Forsch forderte sie auch ein paar Streicheleinheiten. Ich kraulte sie kurz und wand mich wieder Romi zu. Ich versuchte ihre Beine zu befühlen, wenn es ihr unangenehm wurde hörte ich auf. Dann bekam sie noch eine Möhre und ich ging. Als ich mich ein paar Meter entfernt hatte kamm Lana auf Romi zugeschossen. Sie war in der Lage, denn sie war vier Jahre alt und in der Hierarchie ein ganzes Stück über dem Stutfohlen. Romi und Mo quiekten kurz auf und suchten das weite. Ich schnappte mir derweil Astors Halfter, das ich mitgenommen hatte und nahm ihn mit. Astor trottete hinter mir her und pflückte hier und da ein paar Blätter von den Büschen am Wegesrand. Als ich auf den Hof kam band ich Astor am Waschplatz an. Er hatte etwas matschige Füße und ich spritzte ihn ab. Freudig kam Lone an und lief immer durch den Wasserstrahl... hin und her. Naja, das war nicht mein Pech, ihr würde ja kalt werden, nicht mir! Als ich Astor putzte rollte Suse mit ihrem Fahrrad auf den Hof. „Du bist ja da!?!“, sagte sie und guckte erstaunt. „Ja, ich habe fünf Pferde, ist dir das aufgefallen? Die müssen versorgt werden!“!, ich lachte! „Wo ist dein Auto, ich hab es nicht gesehen!“, erklärte Suse. „ich hab einen auf umweltfreundlich gemacht und bin mit dem Rad gefahren!“, antwortete ich und übergab Suse die Bürste! „Putz weiter, ich hol den Sattel!“ Ich lief zu Astors Spind und holte den schwarzen Springsattel. Ich zog die frisch gewaschene Satteldecke drunter und schnappte mir die Trense, dann marschierte ich zurück zum Waschplatz. Suse verlas gerade den Schweif und ich beobachtete sie eine Weile, bevor ich Astor behutsam den Sattel auf den Rücken legte. Er zappelte ein bisschen. Heut war nicht sein Tag. Aber trotzdem wollte ich heute Springen. Ich gurtete an und schob Astor dann die Trense ins Maul. Sorgfältig schloss ich Kehl- und Nasenriemen. Dann führte ich Astor in die Springhalle. Ich gurtete nach und machte die Bügel runter. Suse war als letzte gesprungen, deshalb musste ich die Bügel etwas länger machen. Dann gurtete ich noch nach und stieg auf. Während ich im Schritt warm ritt ließ ich Suse den Parcours nach meinen Wünschen umgestalten. Jetzt gab ich ihr den Auftrag Bjalla von der Koppel zu holen und mit Springsattel fertig zu machen. Sie würde viel Spaß haben, ich hatte gesehen wie Bjalla sich vorhin ausgiebig gewälzt hatte!! Jetzt legte ich die Decke auf der Bande ab und zog den Sattelgurt erneut zwei Loch enger! Mit ein bisschen Schenkeldruck trieb ich Astor zum Trab. Auf großen gebogenen Linien machte ich ihn locker. Zwischendurch wechselte ich immer wieder die Hand und begann Astor auch auf engeren Wendungen zu reiten. Als ich gerade angaloppiert war hört ich einen Schrei von der Bande: „Reeeeeeeeeeeeeekaaaaaaaaaaaaaaa!“ „Ja?“, ich parierte durch. „Na endlich hörst du mich! Ich bin fertig mit Bjalla, was soll ich machen?“ „Rein kommen, Schritt Trab, Galopp warm reiten und dann springe ich sie! Und dann kannst du Bailey fertig machen! Den machst du dann ein bisschen locker und reitest ihn dressurmäßig in der andren halle, wenn ich fertig bin komm ich dann gucken!“ Ich galoppierte an und ließ Suse stehen! Locker galoppierte ich einige Runden am langen Zügel, dabei ritt ich Bahnfiguren und Übergänge zum Trab und fliegende Galoppwechsel. Als ich zum Schritt parierte kam Suse rein und stieg auf Bjallas Rücken. Ich klopfte Astors Hals. Er schwitzte schon leicht. Ich trabte an und nahm ein kleines Trabkreuz danach galoppierte ich linke Hand auf einen kleinen Steilsprung. Rechte Hand ging es weiter über ein Kreuz aus dem Galopp. Dann parierte ich zum Schritt und klopfte Astor erneut. Jetzt ging es an die höheren Sprünge!!! Ich galoppierte an und ritt in eine Kombination. Als ich auf den ersten Steilsprung zu kam zog Astor an, es ging noch, aber eigentlich wollte ich es nicht, als es auf den zweiten Sprung, einen Oxer, zu ging hob er sich raus und ging mit durchgedrücktem Rücken einfach auf den Sprung zu. Ich versuchte ihn am Sprung zu behindern, so dass er merkte, dass er nur gut Springen konnte, wenn er mit mir kooperierte!! Die oberste Stange purzelte, ebenso am zweiten Oxer. Ich galoppierte gleich linke Hand weiter und ging die Kombination noch einmal. Diesmal hob er sich schon vorm ersten Sprung raus! Sauer pikte ich die Sporen in seine Rippen und er hob ein bisschen den Arsch. Ich ließ ihn solange durch die Reihe gehen immer wieder hintereinander bis er merkte, was Sache war und gut am Schenkel und am Züghel blieb. Dann visierte ich nach der Reihe einen Oxer an, an dem er sich wieder raushob. Ich parierte zum Trab und hielt ein bisschen mit dem Zügel gegen und zwickte unten mit dem Schenkel. Dann stellte ich links und rechts durch und konzentrierte mich so stark, dass ich beinah mit Suse zusammengeknallt wäre. Aber sie wich glücklicherweise aus! Als Astor besser im Rücken durchschwang und sich fallen ließ galoppierte ich wieder an und versuchte ihn im Galopp besser von der Hand zu bekommen! Als es auch da gut klappte ging ich die Kombi und den Oxer noch mal und weil es so gut geklappt hatte machte ich danach gleich mit einer Triplebarre und einem L-Steilsprung weiter. Weil das alles ohne Raus-heben geklappt hatte, machte ich für heute Schluss. Ich angelte die Decke von der Bande und legte sie auf Astors Rücken, dann steig ich ab und übergab ihn an Suse. „Geh noch für ne viertel Stunde ins Gelände!“ Ich schwang mich auf Bjalla, gurtete nochmal nach, stellte die Bügel ein und galoppierte an. Ich machte sie erstmal etwas flexibler, denn Suse war noch nicht ganz so erfahren, dass sie Bjalla super locker machen konnte. Aber dann fing ich an zu springen. Sie war etwas steif über dem Sprung und deshalb fing ich erstmal klein an... Trabkreuze und Trabstangen überritt ich und Bjalla wurde lockerer. Dann machte ich einige niedrige Steilsprünge. Es klappte besser und so machte ich die Kombination zwei Mal durch. Dann parierte ich wieder zum Schritt, klopfte sie und überlegte mir in meinem Kopf einen Parcours. Ich fing an. Aus dem Trab nahm ich ein kleines Kreuz und galoppierte linke Hand auf einen kleinen Oxer zu. Dann war ich rechte Hand. Ich galoppierte weiter auf einen etwas höheren Steilsprung. Bjalla zögerte kurz, ich hatte sie etwas unpassend geritten, aber sie sprang. Ich galoppierte weiter linke Hand in die Kombi. In der letzten Distanz reagierte sie wenig am Schenkel und ich hatte Probleme sie passend hinzubekommen, daher musste sie sich am Sprung sehr anstrengen, um drüber zu kommen, den sie war sehr weit gekommen und hatte den falschen Absprungpunkt. Aber sie schaffte es, obwohl eine Stange purzelte! Egal! Ich galoppierte links rum weiter und nahm zum Abschluss noch einen hohen Oxer. Diesen Parcours machte ich noch dreimal und Arbeitete an Genauigkeit und Flexibilität der Stute... und mir!! Dann ritt ich eine Schrittrunde ins Gelände trocken! Während ich durchs Gelände steifte hechelte Lone neben mir her. Bei der Gelegenheit übte ich einen Trick, den wir lange nicht mehr gemacht hatten! Am Pferd hochspringen- das kann nützlich sein, wenn man den Hund anleinen oder wie ich in dem Fall vom Pferd aus Stöckchen spielen will. Lone wusste noch was ich wollte und folgte brav dem Befehl, dafür gab es natürlich auch Leckerlie en masse!
Zurück auf dem Hof deckte ich Bjalla mit Abschwitzdecke+ Weidedecke ein und bandagierte sie, dann durfte sie zurück auf die Koppel! Nun ging ich in die kleine Dressurhalle. Suse war schon am reiten. „Fleißiger Traben!“, fing ich gleich an. Sie drückte den Schenkel dran! „Flei-ßi-ger!“, meckerte ich bis Bailey endlcih das Tempo hatte was ich wünschte so, „aber nicht so eilig, nur fließig.... gut.... und jetzt angaloppieren!“ Völlig übereilt galoppierte Bailey an! „Sei vorsichtig mit deinem Schenkel, nimm den äußeren nicht so sehr zurück!“ Sie nickt und drosselte das Tempo. „Galopp erhalten, Galopp erhalten!“, Bailey fiel aus! „Das kann ja ein Blinder mit Krückstock sehen, dass du so nicht weiter galoppieren kannst, der Schenkel muss schon dran bleiben, zwar nicht arg, aber immer ein bissl, sonst pariert er durch!“ Sie galoppierte wieder an und ich arbeitete mit ihr. Ich ließ sie immer wieder Handwechsel und enge Wendungen rieten. Traben, galoppieren, Schritt, anhalten, das ganze Programm! Als ich soweit ganz zufrieden war ließ ich sie noch ein bisschen schenkelweichen und dann trocken reiten!!! Derweil füllte ich futter in die Krippe und wartete bis sie fertig war. Dann bandagierten wir Bailey und deckten wir ein. Jetzt war Schluss für heute, denn wir gingen shoppen... Romias Sachen kaufen, als Halfter und Decken-Grundfarbe hatten wir orange auserkoren, wir dachte, dass würde gut zu Romi passen!