Irgendetwas stimmt hier nicht, jetzt habe ich vor 4 wochen an a l l e kindergärten, volksschulen, hauptschulen folder, infoblätter etc. geschickt und nur eine volksschullehrerin hat mich angerufen und die hat meine nummer von der frauenberatungsstelle babsi in freistadt???!!! und am freitag bin ich zum 2. mal alleine da gesessen und habe gewartet, dass jemand zum selbsthilfetreffen kommt, gibt es keine adhs-kinder in meinem bezirk, oder wurde die information nicht weitergegeben oder was ist los? ich kenn mich nicht mehr aus. bin sehr enttäuscht - oder ist es am land anders, genieren sich die eltern, zu einer selbsthilfegruppe zu gehen, sich einzugestehen, dass das eigene kind probleme hat, ja aber genau das ist der erste schritt - ich muss als eltern/teil akzeptieren, dass mein kind anders ist und dann muss ich mich darüber informieren und muss was tun, für das kind, für mich - aber ich glaube, da liegt genau das problem - das akzeptieren des anderssein meines kindes. ich bin so sauer. wann begreifen das die eltern - lehrer - kindergärtnerinnen. warum können die nicht den eltern sagen - ihr kind hat dieses oder jenes problem, t u n sie was und nicht, wie wir eh alle wissen was die sogenannten pädagogen (einige ausgenommen) immer zu sagen pflegen: ihr kind ist auffällig, so aggressiv, nicht tragbar für die klasse, nicht erzogen, zu faul für alles, so schlampig und ihrem kind ist ja eh alles so wurscht, schaunst doch endlich, dass was machen mit d i e s e m kind, denn wenn sie das als eltern nicht wissen, was zu tun ist, wir lehrer sind nicht zuständig für erziehung und und und... ich bin so voll angefressen. ich kenne selber 5 kinder, die probleme haben und mind 20 wos d'leit so dazöhn!, die alle amoi a gscheite detschn brauchatn (oder so ähnlich formuliert). ich kann 13-jährige erfahrungen und zum teil lösungen weitergeben und keiner will etwas wissen und hören davon - ist das nicht traurig. ja wenn eh alles so gut läuft an all den schulen und in den familien, warum machen wird denn hier dann alles? ha? auf der baby-expo habe ich einige sehr gute gespräche geführt, und immer gings ums : ja warum ist das so und wie sag ichs den lehrern usw. - der bedarf an information ist da - aber warum kommt dann keiner, wenn eine gesprächsgruppe angeboten wird? ich hätte vor glück geheult, damals, als es mir mit meinem kind sehr sehr sehr beschissen ging, so vor 6-7 Jahren, wenn es jemanden gegeben hätte, der mich verstanden hätte - so habe ich mich alleine (bin ja immernoch die einzige an der schule, die sich wirklich mit dem Thema auseinandersetzt) durchgekämpft, aber alles wäre um so viel einfacher gewesen. aber was red ich, ihr wisst das ja genauso.
i c h b i n sooooo stink sauer!
es ist das problem am land so. es haben uns mehrere ärzte gesagt, dass dieses problem mit den kindern es nur in der stadt gibt, nicht am land, denn da werden die kinder nicht eingesperrt wie in der stadt. auch der chef der apothekerkammer ist dieser meinung.
auch dass wir eltern es uns in der stadt leicht machen, unsere kinder mit der tablette ruhigzustellen. es gäbe fast keine ritalinverschreibungen am land!!
sagt der. und die alle.
ich glaube trotzdem nicht, dass das ein "problem" der stadtfamilien sind. als ob wir unsere kinder daheim einsperren und den ganzen tag vor dem fernseher und dem pc sitzen lassen.
aber sich anscheinend einzugestehen, dass mein kind anders als andere ist, ist anscheinend so schwer. hilft aber keinem. weden dem kind noch der familie und der ungebung.
wenn alleine bei uns in der klasse die hälfte die anzeichen auf adhs hat, und nur ein kind diagostiziert ist, kann es doch nicht sein, dass es am land keine gibt in der schule.
aber mir hat eine mutter mal gesagt, das ganze ist nur hirnspinnerei, die buben waren früher wild und werden es immer bleiben.
und noch ein problem. in vielen familien dürfen die mamis nicht zu den treffen kommen, da es sonst gewaltige probleme mit den ehemännern gibt. denn gerade väter können sich nicht eingestehen, dass ihr sohn hilfe braucht. aber vielleicht denken mal die väter zurück wie ihre eigene kindheit war, dass die kinder das selbe haben was selbst in der kindheit nicht "passte".
man braucht sich nicht zu genieren hilfe anzunehmen. ich weiss dass hier viele mitlesen, die nie was dazuschreiben. aber es ist schon sehr eine grosse hilfe jemanden kennenzulernen, denen es zuhause und in der schule oder kiga genauso geht.
wünsche einen schönen sonntag.
lg
sorry ich bin neu hier wo genau ist deine selbshilfe gruppe ich such so etwas klaudia
von wo bist du denn? schau mal unter selbsthilfegruppen in der navigation.
kannst mich auch anrufen unter 0676 4744532.
lg
patricia
halle klaudia, meine selbsthilfegruppe ist in freistadt im frauenberatungszentrum babsi, solltest du aus einem anderen bezirk kommen, kannst du dich hier informieren.
ju
auch ich wohne am land, neuhofen an der krems, ich habe ein adhs-kind, david, 9 jahre, es stimmt am land wird viel mehr verschwiegen, diese krankheit nicht akzeptiert, sondern meiner scheiden (vor 5 jahren) zugeschrieben. befunde die ich bei seiner lehrerin abgegeben habe, werden brav abgelegt, aber sicher nie gelesen.
diese wut kann ich gut verstehen, man fühlt sich manchmal so machtlos, man stösst auf total taube ohren, und die meinung diese kinder mit ritalin nur ruhigzustellen gibt es am land zu 98 %, ich hab auch heute oft noch ein schlechtes gewissen, aber ich weiss mittlerweile, dass nicht meine erziehung fehlgeschlagen hat, die scheidung zwar schwierig war für meine kinder, aber sie sich in der zwischenzeit daran gewöhnt haben und damit umgehen können.
adhs gibt es genauso oft am land wie in der stadt!!!!! nur am land weiss der nachbar besser bescheid über die fehler der anderen. leider!
liebe grüße und kopf hoch, manuela