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Caitiff - 25.11.2006 - 22:00

Wie weit sind die Medien an den Modetrends schuldig... und dadurch auch generell an der modernen Jugendkultur?
dragontear - 25.11.2006 - 22:31

schuldig? ich denke die volle schuld trifft sie nicht aber zumindest eine teilschuld! sie puschen vieles auf und machen aus allem ein drama! zum beispiel mit den stars! alleine diese top- und flops! viele machen ja das nach was ihre vorbilder so machen! und das einfachste was man nachmachen kann sind die klamotten! auch die gesellschaft hat mit schuld daran, weil diejenigen die diese trends nicht machen von vielen dumm angemacht werden, gemobbt werden usw.
Elisabeth - 06.12.2006 - 19:22

Ja aber wären die Medien nicht, würden die Leute, die die Trends setzen, gar nicht bemerkt werden. Ein Trend entsteht doch erst dadurch, oder nicht? Die Bravo sagt: wenn du das trägst bist du hip, und leider fallen zuviele Jugendliche darauf rein.
raven - 06.12.2006 - 19:40

Ich würde den medien nicht so viel Gewicht beimessen, was so etwas betrifft.
Dann wäre ja auch verbot der Gewaltspiele eine Lösung, um Amokläufe zu verhindern. Ich sehe das Problem aber nicht in den Spielen!!!
Warum Jugendliche in den letzten jahren Amok laufen?
WEIL SIE IN DER HEUTIGEN ZEIT DIE MÖGLICHKEIT DAZU HABEN! Vor 15 Jahren hätte sich nie jemand träumen lassen, dass sich ein Minderjähriger über das Internet Waffen kaufen kann, oder?
Omega - 07.12.2006 - 12:44

Entschuldige aber das ist ein Widerspruch! Du sagst es liegt nicht an den Medien aber sagst das es vor 15 Jahren noch nicht möglich war über die Medien an Waffen herran zu kommen. Sogesehen sind also doch die Medien dran schuld. Auch wenn es andere sind als die denen die Schuld zugeschoben wird. Außerdem wenn die heutige Welt nicht so währe wie sie ist (Arbeitslosichkeit, Vereinsamung etc.) dann wurden auch nicht soviele Menschen überhaupt auf solche Ideen kommen. Aber es ist natürlich viel leichter ihrgendwelche Spiele zu verbieten anstatt eingene Fehler einzugestehen und zu versuchen die Geseltschaft ansich zu ändern.
ich wette selbst wenn Ego-shooter und Konsorten verboten werden wird die zahl der Amokleufe nicht sinken. Außerdem werden wir armen Spieler auch noch als Verbrecher bezeichnet werden. Tolle zukunft!
raven - 09.12.2006 - 11:31

@Omega: Ich sagte nicht, dass das Internet daran Schuld ist, dass so mancher Amok läuft, sondern dass das Internet ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Das ist ein kleiner Unterschied und somit kein Widerspruch.
dragontear - 10.12.2006 - 01:07

Da spielen verschiedene Faktoren eine grosse Rolle! Es liegt vielleicht auch zum Teil daran, dass viele Eltern heutzutage nicht mehr so viel zeit haben für ihre kinder weil sie ständig am arbeiten sind um "überleben" zu können! Außerdem sollten dann vielleicht auch mal die ganzen kaufhäuser darauf achten, an wen sie die spiele mit altersbeschränkung mit mind. 16/ 18 geben. auch die eltern kaufen ihren kindern von 12/ 13 jahren diese spiele!
Persephone - 27.12.2006 - 23:33

Also ich bin der Meinung, dass die Medien die Hauptschuld an der Massenverbreitung von Trends und Schönheitsidealen haben! Ich meine, wieviele Magersüchtige gab es vor, sagen wir, 100 Jahren? Nicht sehr viele!
Einfach deshalb, weil durch die Medien jeder sozusagen in der Lage ist, sich mit jedem auf dieser Welt in Beziehung zu setzen und zu vergleichen. Und wo mehr Konkurrenz ist, gibt es auch mehr Minderwertigkeitsgefühle.
Zudem sind wir heute weit weniger mit dem Überleben beschäftigt, als früher... wir haben also mehr Zeit als es uns gut tut, uns mit unserem Äußeren zu befassen, welches einer von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang hart arbeitenden Bauersfrau, die ihre Kinder mal eben so zwischendurch auf dem Feld zur Welt gebracht hat, noch herzlich egal war...
Also noch mal ganz deutlich an Dragontear: Zu keiner Zeit hatte man (auf die durchschnittliche Bevölkerung bezogern, versteht sich) mehr Zeit für seine Kinder als heute... nur widmet man sie denen häufig nicht mehr, weil man viel zu sehr mit der Ablenkung durch Medien beschäftigt ist.
Negativ - 27.01.2008 - 08:03

Nunja, Trends gab es in jeder Zeitepoche. Die Medien haben damit nur in der Rolle des Verstärkers etwas zu tun.
Die meisten Menschen haben ein Bedürftnis nach Zusammengehörigkeit - einen regelrechten Herdentrieb. Und passend zu diesem Herdentrieb gint es einen Mechanismus im Hirn der Außenseiter schafft um die "Herde" zu stärken. Denn kaum etwas gibt ein solches Zusammenhaltsgefühl wie ein gemeinsames Feindbild. Natürlich versucht die "Herde" sich nach außenhin zu präsentieren was eben am Besten durch Äußerlichkeiten geht. Also ziehen sich alle gleich an - und die größte "Herde" hat natürlich den größten Zulauf da sie am mächtigsten scheint und dem geneigten Herdentier somit ein Gefühl der Sicherheit vermitteln kann.
In unserer "zivilisierten" Zeit haben wir nun Fernsehn, Radio, Zeitungen, Internet und so weiter. Die Herden wachsen also Länderübergreifend. Und natürlich richten sie sich nach Idolen Menschen, die schon groß sind und hinter denen das geneigete Herdentier seine Minderwertigkeitskomplexe verstecken oder seine Machtfantasien ausleben kann
Lediglich die Dimensionen haben sich durch die modernen Medien erweitert .

Vor ein paar Hundert Jahren wollten eben alle so aussehen wie das Königshaus. Oder woher denkt ihr kommen verschiedene Stilepochen? Das waren auch nichts anderes als Trends. barok, romantik, surrealismus...

Im alten Rom galt eine gewisse Molligkeit als erotisch und in Ägypten haben sich alle, die was auf sich gehalten haben ihre Haare mit Tauben..kot blond gefärbt. Dschungelvölker lassen sich am ganzen Körper tattoovieren - und alle die nicht mitmachen werden aus dem Stamm verstoßen.
Und ich bezweifle, dass die Häuptlinge über Internet verfügen...
Trends gibt es, seitdem Menschen miteinander in Kontakt treten... und das dürfte eine lange Zeitspanne umfassen.

Und Trends wird es geben, solange Menschen Herdentiere sind....

Das Ghul - 27.01.2008 - 17:31

Ein gewisser natürlicher Herdentrieb, schön und gut... Nur habe ich da diese naive Vortellung, dass es schon eine Herde sein sollte, die zumindest ein wenig zu einem passt... dass man sich also schon erstmal selbst etwas kennenlernen muss, bevor man irgendeiner Herde beitreten kann... Und dieser Schritt entfällt gerade in unserer "zivilsierten" Zeit praktisch vollkommen. Beachtung findet (in den Medien, aber nicht nur) nur noch der Mechanismus an sich, was es natürlich wiederum erleichtert, "künstliche" Herden zu schaffen, die zwar niemand wirklich braucht, geschweige denn von sich aus entwerfen würde, die aber - angeblich - eben die einzig vorhandenen bzw. bedeutsamen sind... Bis dann die nächste künstliche Herde kommt, die sie ersetzt...

Negativ - 27.01.2008 - 17:40

Nunja, ich sagte nicht, dass mir dieser Herdentrieb zusagt - Ich persönlich halte im Allgemeinen nicht viel von der Gesellschaft vieler Menschen.
Ich sprach im eigentlich nur von den Triebfedern des Mainstream - jedenfalls von denen die ich dort sehe. Niemals wollte ich den Anschein erwecken dies für richtig zu empfinden, du musst meine Unfähigkeit mich zu artikulieren verzeihen...

Dass dieser Herdentrieb beim Großteil der Masse hirnlos ausgeführt wird ohne nach Übereinstimmungen zu suchen sehe ich auch so, jedoch war meine Aussage, dass dies nie anders war - sich nur die Dimensionen geändert haben.

Ich stehe Gruppenbildung ansich skeptisch gegenüber - wenn jedoch ein geistig mündiges Wesen eine Gruppe gleichgesinnter zum Austausch findet ist dies für mich etwas anderes als der angesprochene Herdentrieb.

Leider sind genau diese künstlichen Herden dass, was viele suchen. Etwas, das das eigene Ego nicht zu sehr tangiert um selbiges nicht überdenken oder gar ausleben zu müssen.
Es war vonjeher für viele einfacher zu sein wie andere.

Persephone - 12.02.2008 - 19:50

Eben. Es ist einfacher, sich komplett anzupassen - und die Verantwortung für das eigene Handeln/Aussehen usw. abzugeben, als sich kennenzulernen und einen eigenen Weg zu suchen.
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