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Blümchen - 28.08.2004 - 20:24

hm, ich weiß eigentlich nicht ob es hier her passt, aber es geht weitesgehend um "angst"

so, keine ahnung wie ich anfangen soll....also, übermorgen fängt bei mir wieder die schule an (ich krieg auch teilweise neue kurslehrer und bin wahrscheinlich auch wieder mit leuten konfrontiert, die ich früher kaum gesehen und deshalb wahrscheinlich auch nicht so wahrgenommen habe) der schulbeginn ansich führt bei mir aber wieder zu gewissen gedankengängen und auch zu "ängsten".

was passiert, wenn mich leute auf die paar narben an meinen unterarmen ansprechen?
wie soll ich mich verhalten?
was passiert, wenn jemand mitbekommt, dass es bei mir mit dem essen nicht "normal" läuft?
wie soll ich mich dann verhalten?
was passiert, wenn im unterriecht wieder wörter wie "selbstmord" "essstörung" "narben" etc fallen?
wie werde ich mich dann verhalten?

diese fragenkomplexe machen mir angst. ich weiß, wenn ich mich unauffällig und "normal" verhalte, dann werden die wenigsten situationen auftreten. trotzdem hab ich mir schon anwortmuster ausgedacht, die einerseits schnippisch und recht gelassen rüberkommen können, andererseits vielleicht (mit der falschen wortwahl) zu viel von mir preisgeben.

schließlich komme ich bei diesen gedankengängen immer wieder zu einem punkt bei dem ich mir eine antwort parat lege, die den anderen an die wand nageln wird. bei dieser antwort gebe ich alle meine psychischen macken preis und frage bzw fordere den anderen dazu auf jetzt nochmal zu fragen ob etwas mit mir nicht stimmt.

nach diesen überlegungen bin ich den tränen recht nahe.

ich habe angst vor dem was passieren könnte, wenn jemand mal ne bermerkung zu den narben oder zu irgend was anderem abgibt. aus der angst heraus entwickelt sich irgendwie "natürlich" das versteckspiel. immer normal sein bzw so tun als ob, immer unauffällig sein. aber ich merke auch, dass ich es nicht mehr aushalte. ich merke, wie sich etwas in mir anstaut und jetzt habe ich noch mehr angst, dass ich irgendwann mal "übersprudele" und alles, wirklich alles erzähle.
ich pack das einfach nicht mehr.

das mit dem übersprudeln ist mir schonmal bei dem schullseelsorger meiner schule passiert und heute bereue ich es ehrlich gesagt ihm alles (naja, in dem fall nich ganz alles) erzählt zu haben. ich bereue es auch meiner ehemals besten freundin vom ritzen erzählt zu haben und das alles macht mir irgendwie nur noch mehr angst vorm nächsten mal "übersprudeln"

den zweck dieses threads weiß ich nicht %) jedenfalls hab ich jetzt keine ahnung mehr, was ich damit eigentlich bezwecken wollte, aber wenn es euch irgendwie mal ähnlich ging bzw geht, dann fänd ich es toll, wenn ihr mir darüber schreiben würdet.

lg, blümchen

hab vergessen zu erwähnen: wenn die leute mir dann irgendwie hilfe anbieten wollen, denen ich mal etwas mehr über mich erzählt hab, dann schlag ich die hilfe eigentlich immer aus %) ich komm mir danach dann total "falsch" vor. so als würde ich es den leuten nur erzählen um mitleid zu bekommen oder um getröstet zu werden oder so. aber in wirklichkeit will ich ja kein mitleid *die gedanken mal wieder orden muss*

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elfe - 31.08.2004 - 20:38

die angst vor was neuen kenne ich auch nur zu gut!am besten ist es drüber zu reden.da merkt man das man gar nicht mal so allein dasteht.wetten es sind sicher die hälfte die auch in dieselbe klasse kommen wie du auch ängstlich.haben genau so panik wie du.ich selbst sehe das für mich immer als kleinen trost an,das es den anderen da auch nicht besser geht.ich finde auch wenn du die leute mal genauer kennen gelernt hast,wirst du sicher auch bald entscheiden können wem du etwas mehr von dir erzählst und wem nicht.musst ja nicht jedem erzählen was für gedanken ,gefühle und taten dich beschäfftigen.ich selbst hab in meiner neuen klasse auch erst nach nem halben bis dreivirtel jahr die leute gefunden,denen ich mich näher anvertrauen kann.ich zähle sie mitlerweile zu meinem engeren kreis.sie werden zwar nie alles wissen aber zumindest soviel das sie es noch nachvollziehen können.
du musst es auch als neue chance sehen neue liebe menschen kennen zu lernen.
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