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Caitiff - 20.09.2007 - 02:56

Wunderschön

welch Wunder wenn Liebe verstirbt
genauso wie der Leib verdirbt
und bloß der Augenblicke Ewigkeit
wenn hochgeschätzt - verbleibt

im Schicksalsrad verblasster Farben
wo animierte Bilder starben
senkt sich vom Rand ein kleiner Brand
und bringt Erlösung allem Inhalt

sei du so gut und nimm es leicht
und schätze das Entschwinden
es währe doch ein trostlos Leid
auf ewig zu beginnen...

doch sich zu halten ohne Worte
und durch die Worte sich verstehn
ist jene warme Seelenpforte
einträchtig AUSwege zu begehn

© by J.W.Waldeck

Caitiff - 17.12.2007 - 07:53

gehen lassen...?

Ist es Liebe?
Oder ein Verbrechen?
Jemanden gehen zu lassen?
Ist es verwerflich?
Oder verständlich?
Fahrlässig?
Oder liebevoll?

Ich kann es nicht tun!
Ich liebe dich!
Doch ich quäle dich...

Dein Leben in meiner Hand
Ich halte das nicht mehr aus!!!

Warum stellst du mich vor die Wahl
Ob ein Mensch weiterlebt
oder sterben darf?
Bin ich dann Erlöser?
Oder Mörder?

Ich liebe dich zu sehr
Als dass ich dich gehen lassen könnte
Und zu sehr um dich der Qual des Lebens auszusetzen

Ich sollte dir die Chance geben, dich zu befreien
Wie ich einen gefangenen Vogel den Käfig öffne
Ich sollte dir die Chance geben, deine Schwingen in den Himmel zu strecken
Selbstlos - ohne Egoismus
Sollte ich dich gehen lassen

Aber ich will kein Mörder sein!
Ich will mich nicht den Rest meines Lebens hassen!

Wenn ich dich gehen lasse,
dann nehme ich deine Hand
Und überschreite diese Schwelle mit dir zusammen
Ich nehme dich an die Hand
Und wir gehen gemeinsam in die Ungewissheit...

(c) by Wertlos

Caitiff - 17.02.2008 - 17:19

Das Märchen

Komm schon, Kleines,
Leg' noch schnell das Häubchen ab,
Ist's doch so warm hier, lodernd heiß!
Was zierst du dich, magst du das Rot,
Das farblich deckt das schwarze Haar?

Ach, Mädchen,
Schau doch nicht so zögernd,
Tu, was ich von dir verlang!
Du brauchst sie nicht, die rote Kappe,
Hab dich längst zur Frau gemacht!

Nun mach schon, Weib,
Und schließ' die glänzend Äuglein nicht,
Will doch mein Antlitz darin sehen!
Das große Maul, die scharfen Zähn',
Die ries'gen Pranken, die dich fassen!

Ich helf dir, Gör'.
Wenn du nicht bald dem folgst,
Was ich so oft schon sagte!
Mein warst du und mein sollst du sein,
Es reicht jetzt, gib mir deine Haube!

Du weigerst dich,
Mir zu gehorchen, Biest?
So spür den Zorn, den du allein beschworst!

--

Zerrissen, zerbissen,
Gebrochen, Durchstochen,
Die Märchengestalt im Blute badet.
Zu spät war der Jäger,
Zu gierig das Tier.
Das Kind ist tot,
Als Frau geschmälert.

Zerfetzt, benetzt
Mit dunklem Blut
Zeugt ein zerstörtes Häubchen,
Vom graus'gen Märchen -

Der Wolf und das Rot(e)käppchen.

(c) by Schwarze Mondblume 8.2.08

Caitiff - 17.02.2008 - 17:35

Kopfverloren

Ich laufe wie durch Nebelschwaden
in Traumgespinste eingehüllt.
Leise flüstern bunte Farben,
die mir die Ewigkeit wegnimmt.

Schwarz und weiß spinnen sich Gedanken,
durch ein Netz aus Trug und Schein.
Wollen sich am Weg des Lebens ranken,
dort der Freiheit ein Begleiter sein.

Deine Worte - nur ein Hauch,
bringen mich zurück zu dir.
Deinen Blick fange ich nun auf,
halte ihn fest umschlungen - ganz nah bei mir.

Müde seufzt du, lächelst Trauer,
in deinen Augen tauchen Fragen auf.
In mir tobt es, wie ein Regenschauer,
doch da ziehst du mich schon sanft zu dir.

(c) by Lacrima.Nigra/SchwarzerEngel

Caitiff - 09.04.2008 - 16:58

Einklang

Augenblick sein - heißt das:
für einen Augenblick sein?
Oder ein Blick
aus deinen Augen -
zu mir hinüber?

Für einen Augenblick
zusammen -
unbekannt! Weder fremd -
noch vertraut.

Heißt zusammen -
gemeinsam
deinen Worten lauschen?

Ich frage mich
- einen Augenblick -
ob du schon immer da warst, bis der
Augenblick vergangen ist.

(c) by Nivalis

Caitiff - 29.09.2008 - 16:21

Wesen wie Zauberspiegel

Wesen wie Zauberspiegel
unverstandene kühle Siegel
deren Antlitz magisch anzieht
in deren Augen sich dein Lieben
....liebt

und man gebannt verharrt
für Ewigkeiten
die Brust drückt wie ein Sarg
vor unerfüllten Leiden

sie selbst weilen fern von sich
und fühlen deine Tode nicht
und sehen nie was du allein
fandest in ihrem schönen Schein

trägst du nicht rechtzeitig
ihr Andenken heim
und löst dich von dem Sinnbild dein
zergehst du zwischen ihren Blicken

und verlierst deinen Willen

die Welt hört auf zu existieren...

© J:W:Waldeck

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