von Dr. Martina Hahn-Hübner
Menschen, die an gebrochenem Herzen sterben – das gibt es in Märchen und Sagen. Aber in der Wirklichkeit kann ein Herz nicht brechen. Oder etwa doch? Wissenschaftler des Internationalen Instituts für Gesellschaft und Gesundheit, London, haben herausgefunden, dass die Umstände einer Partnerschaft sich tatsächlich auf die Herzgesundheit auswirken können.Die Forscher hatten über 12 Jahre hinweg 9.000 Menschen befragt – diese gaben Auskunft über negative Erlebnisse in ihrer Partnerschaft. Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht wurden generell ausgeschlossen. Bei der Auswertung entdeckten die Forscher dann, das Menschen, die sich in ihrer Beziehung häufig streiten bzw. stark kritisiert werden, ein um 23 % höheres Risiko haben, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Angina Pectoris zu erkranken.Das stützt die These von Wissenschaftlern aus Pittsburgh, die herausfanden, dass unglückliche Frauen häufig an einer Kombination aus Übergewicht, hohem Blutdruck, hohen Blutzucker- und erhöhten Cholesterinwerten erkranken, dem so genannten Metabolischen Syndrom. Beide Studienergebnisse werden mit dem chronischen Stress begründet, den eine schlechte Partnerschaft verursacht