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Ryan Campbell - 07.08.2007 - 12:53

Name: Ryan Randolph Campbell

Alter: 36 Jahre (scheinbar Ende 20) , zum Werwolf geworden *juhu* vor 13 Jahren (1600)

Rasse: freiwillig erworbener Werwolf

Clan/Rudel: rex-mundi- Rudel

Aussehen
- Augenfarbe: blassblau
- Haare: schwarz, das in der Sonne einen leicht braunen Schimmer besitzt
- Größe/Statur: 1,87m, nicht einfach breitschultrig, seine Brust ist ebenfalls vergleichsweise breit, was durch seine Körpergröße aber weniger auffällt

Ryan war mit seinen 1, 87m selbst für einen Menschen sehr groß gewachsen. In einer Zeit, in der es noch keine maschinell genormte Kleidung gab, musste er dennoch nicht die leidliche Erfahrung machen, zu kurze Sachen tragen zu müssen. Ryan legt weniger Wert auf sein Äußeres der Eitelkeit wegen. Er sorgt sich um seine Erscheinung und seinen Eindruck, den er so als Rechtsgelehrter machen sollte.
Er besitzt sehr spitze und scharfe Gesichtszüge, die ihn im ersten Eindruck unsympathisch wirken lassen, da es kaum möglich ist, wirklich annehmen zu können, was hinter seinen wachen, schmalen Augen vorgeht. Sein schwarzes, glattes Haar trägt er kurz geschnitten. Er trägt, wie zu jener Zeit üblich, keine Perücken, legt Wert auf rasierte Züge, sobald er sich in der Öffentlichkeit zeigt.
Dass er sehr weiche Augen und ein ungewöhnlich kindisches Lachen besitzt, fällt unter dem ständigen Ernst, der zynisch oder skeptisch auch mal humorvoll sein kann, zum Glück selten auf.
Seine schmalen, ausgeprägt geschwungenen Lippen bleiben dafür oft sehr gerade oder lediglich zu einem Lächeln geschwungen, dass von Ryans Ego zeugt. Seine Augen versteckt er unter seinen kantig scharfen Augenbrauen.

Geschichte (Biographie):
Ryan Randolph Campbell wird am 7. Juli 1577 in Inverary als 6. Kind von Sir John Campbell of Calder und seiner zweiten Frau Maggie Oldfort Campbell geboren. Sein Vater war verwandt mit dem Duke of Argyll und einer seiner engsten Vertrauten. Als vorletztes von sechs Geschwistern fiel nicht auf, dass Ryan Campbell sich schon früh für die dunklen Künste begeistern konnte, die von der Kirche als höchst ketzerisch angesehen worden.
Da er, wie auch seine anderen Geschwister von Kindermädchen und Ammen erzogen wurde, hatte Ryan nie eine ausgeprägte Beziehung zu seinen Eltern, die er lediglich zu öffentlichen Anlässen oder im steifen Rahmen nachmittäglicher Teezeiten antraf. In Inverary Castle seine streng gemaßregelte Kindheit verbringend, wurde der Junge, wie es in der Familie üblich war, mit sechs Jahren nach Edinburgh (1583), auf eine Jungenschule geschickt.
Auf dem Internat wuchs er heran, lernte dabei viel über die Mythen, Legenden und Sagen, die von Vampiren und Werwölfen erzählten und die Kindern erzählt worden, um sie zu gottesfürchtigen Bürgern zu erziehen.
Mit 17 Jahren ging er nach Cambridge, um dort Rechtswissenschaften, Politik und Theologie zu studieren (1592). Die Begeisterung für die Geschichten, die man sich im einfachen Volk über alle teuflischen Wesen erzählte wuchs bei dem Studenten. Neben seinem Studium widmete Ryan sich intensiv den Nachforschungen. Er schrieb die Geschichten auf, die erzählt wurden, recherchierte die Aufzeichnungen nach, um die Zahlen und den Wahrheitsgehalt zu prüfen, den der Volksmund nicht wissen konnte. So vermochte er während der Zeit seiner Studien gut Mundart von möglichen Wahrheiten in Geschichten und Erzählungen zu trennen.
Seinen Abschluss in Cambridge 1597 in Recht, Politik und Theologie machend, zog es ihn für zwei Jahre nach London, in denen er seine Praxis im Hof und Rechtsdienst schulte. Gleich zu Beginn seines Aufenthalts in der Hauptstadt hatte er seine erste Begegnung mit einem Werwolf. Diesen Fabelwesen hatte er in all den Jahren am meisten Aufmerksamkeit zukommen lassen. Und als Spezialist für diese Gattung der Mythen, reichte Ryan durchaus der Wolf in Menschengestalt, den er nur für den Bruchteil einer Sekunde um eine Häuserecke hatte huschen sehen und der Glaube an die Existenz von Werwölfen war in ihm gefestigt.
Seit dem nutzte er den Aufenthalt in London vor allem auch, um sich zentral über die inquisitorischen Maßnahmen in ganz Großbritannien zu informieren. Zugang dazu hatte er, da er als Rechtsgehilfe der Kirche zugeteilt worden war. Er las Schriften von Strafprozessen, die auf der ganzen Insel geführt worden, sortierte den Humbug von Fällen, die seine Aufmerksamkeit erweckten und informierte sich über jene aus dem Volksmund.
So erzählte man sich in Glasgow von herumstreifenden Wölfen, die des Nachts in die Gemächer unschuldiger Jungfrauen eindrangen und ihnen Kinder in Wolfs- oder Teufelsgestalt schenkten. Er stolperte über den Namen Hawthorne, schenkte dem aber nicht sonderlich Beachtung, da der Vorfall, viele Jahre zurücklag.
Damals wurde ein gesamter Familienzweig der Hawthornes in Cardiff von einer Meute gelyncht und lebendig in ihrem Haus verbrannt. Ob die Teufelsbeschuldigungen wirklich waren, hatte Ryan nicht feststellen können.
Er widmete sich einem Fall, der ihm ins Auge sprang. 1587 wird in Paisley eine Ordensschwester, der Hexerei angeklagt und öffentlich verbrannt. In der Anklage fand sich nicht nur der Vorwurf der Gotteslästerung, vor allem jedoch jener, sie habe sich mit dem Teufel in Wolfsgestalt eingelassen und von ihm ein Wolfsbalg empfangen. Dieses sei nach der Verhaftung natürlich in die Hölle zurückgekehrt, so dass es bis auf unglaubwürdige Augenzeugenberichte kaum mehr einen Beweis gegen die ehemals gottesfürchtige Frau gab. Er legte den Bericht zwar beiseite, dennoch ging von der genauen Schilderung der Ereignisse und den Aussagen der Angeklagten unter der Folter etwas aus, das zwischen den Zeilen zu stehen schien.
Nämlich jene Tatsache, dass die Ordensschwester selbst niemals eingestand, ein Kind bei sich gehabt zu haben. Dass sie offensichtlich log, zeigten dagegen die Aussagen von Zeugen, die sie anklagten. jene nämlich wussten das Aussehen des Mädchens alle identisch zu beschreiben, überlas Ryan die Wolfsohren, die Spitzen Zähne oder manches Mal das Fell auf der Haut des ewig jung währenden Kindes.
Der Verbleib dieses dreißig Jahre zuvor von Rebecca Wymore im Kloster geborenen Kindes blieb ungewiss. Ryan war sich sicher, in dieser Geschichte einen nachweisbaren Fall von Lykanthropie gefunden zu haben. Vorzeitig beendete er sein Praktikum am Hofe der Königin und beschloss, endlich seinem Ziel näher zu kommen. Mit dem ersten, für ihn glaubhaften Fall vom Auftreten eines Werwolfes, lehnt er die von seinem Vater vermittelte Stelle als Rechtsbeistand des Earl of Kent ab und reiste nach Glasgow. Ohne weitere finanzielle Unterstützung seiner Familie, hielt der junge Anwalt sich mit gelegentlichen Vertretungen bei Gericht über Wasser, sowie hauptsächlich mit Nachlassverwaltungen und der ein oder anderen Urkundenfälschung zur Regelung der Erbschaftsverhältnisse.
Sein Unterhalt reicht gerade für ein kleines, angemietetes Zimmerchen und die Reisen nach Renfrewshire. Ryan beginnt in Paisley zu recherchieren. Er befragt die Bewohner, gibt sich dabei als Geistlicher der Kirche und Inquisition aus, der erneut nach Paisley gekommen ist, um nach der Rückkehr des Wolfsmädchens zu forschen, dass womöglich unter ihnen sein könnte.
Ein Jahr forschte der junge Mann nach dem verbleib des Mädchens mit Namen Hanna Wymore, stößt jedoch letztendlich nur auf Sackgassen. Im Winter zum Jahre 1600 beinah in seinem kleinen Zimmer erfroren, stand Ryan Campbell mit 23 Jahren vor dem Ende seines noch jungen Lebens. Ohne die Hilfe seiner von ihm abgewandten Familie, bestand wenig Aussicht darauf, nach London oder in die Kreise zurückzukehren, die ihm ein ernsthaftes Weiterforschen eingebracht hätten.
Den einzig positiven Schluss, den Ryan Campbell hatte ziehen können, war jener, von der Inquisition noch nicht entdeckt und wegen Hexerei und Gotteslästerung angeklagt worden zu sein. Diese Schlussstrich unter sein Leben ziehen wollend, entdeckte er beim Zusammenpacken seiner Habseeligkeiten die Notizen über die Familie Hawthorne und erinnerte sich an die Berichte der Bewohner Paisleys, die von ihrem Earl als guten und gerechten, aber sehr zurückgezogen lebenden Mann schwärmten.
Der junge Mann ging die Notizen gebannt durch, verbrachte eine Nacht über dem Zettel mit allen damals gemachten Notizen. Da er kein Geld mehr für Kerzen besaß, tat er das im Dunklen. Aber er wusste ohnehin, was er auf das Papier geschrieben hatte.
Es ging mehr darum, abzuwägen, inwiefern es sich lohnte, dieser Spur nachzugehen.
Nachdem ihm in dieser Nacht das Loch in der Decke mehr als sonst aufgefallen war, durch das der nasskalte Frühjahrsregen drang, wusste Ryan Campbell, er hätte nichts mehr zu verlieren. Also opferte er sein letztes Geld für das Reinigen seiner Berufskleider und der Kutsche, die ihn nach Inverton brachte, dem Rynedale Castle nächstgelegenen Dorf.
Dort kam er, für das Angebot zu arbeiten, bei einem Schafbauern unter, der für das arbeitsreiche Frühjahr eine Hilfskraft gesucht hatte. Er erzählte ihm auf Ryans Nachfrage hin von dem Wolfsrudel, das sich hier in der Gegend herumtrieb.
Was es dabei zu bedeuten hatte, dass Rynedale Castle abgelegen von allem lag, erfuhr er bei dem vierstündigen Fußmarsch durch schottische Natur. Zugegeben, dauerte der Spaziergang solange, da Ryan darauf bedacht war, den sauberen Anzug nicht zu verschmutzen, bevor er nicht in Rynedale gewesen war.
Vor den Toren angekommen, stellte er sich als Ryan Randolph Campbell, Rechtsgelehrter, vor und bat um die Stelle als Beistand der Familie Hawthorne.
Vier Wochen lang schien niemand der Herrschaften von Ryans Angebot beeindruckt, auch wenn er sich sogar rühmen durfte, den Earl selbst zu Gesicht zu bekommen. Sich schon als ewige Hilfskraft eines Schäfers sehend, kommt die Annahme seines Angebots förmlich überraschend.
James Hawthorne benötigt seine Dienste in einem Grenzstreitfall mit dem Earl von Ayr. Ryan nimmt sich der Sache unter der Bedingung an, nach Rynedale Castle ziehen zu können. Ungern stimmte der Earl zu und verweist ihn darauf, es auf eigene Gefahr zu tun.
Damit beginnt die eigentliche Nachforschung über die Hawthornes. Aufgrund der Tatsache, dass er zu erahnen glaubt, wie er es anzustellen vermag, ein Werwolf zu werden, orientiert er sich an der einzigen Hawthornefrau, die in etwa seinem Alter entspräche und ihn nicht direkt meidet.
Ungeahnt wird ihm in mehrere Gesprächen mit der Erbin der Hawthornes klar, wen er womöglich vor sich sitzen hat. Sie trägt zumindest den gleichen Namen, wie jenes spurlos verschwunden Wolfskind. Hanna Hawthorne zieht ihn immer mehr in den Bann. Ohne, dass sie es bemerkt, beobachtet er sie ausgiebig. Er versucht Gespräche mit ihr immer wieder auf ihre Wurzeln zu lenken, um die letztendliche Bestätigung zu bekommen, sie sei jenes Mädchen.
Jedoch weiß die junge Frau sich geschickt und intelligent zu verbergen.
James Hawthorne dagegen schöpft keinen Verdacht und bietet Ryan nach dem zu seiner Zufriedenheit verlaufendem Streitfall an, die Familie Hawthorne dauerhaft zu vertreten. Ryan willigt ein.
Nach einen dreiviertel Jahr scheint Ryan dann am Ziel seiner lebenslangen Bemühungen. Von Hanna Hawthorne nach dem Grund für sein Auftauchen gefragt, konfrontiert er sie mit dem Wissen über ihre Geschichte und seine Entschlossenheit ein Werwolf zu werden. Es folgen Gespräche und Diskussionen über diesen Wunsch und Ryan lernt über das wahre Wesen der Werwölfe mehr, als in den zwanzig Jahren zuvor, denen er nun schon die Nachforschung darüber widmet. Wirklich offen dar legt er sich nur andeutungsweise in den Gesprächen mit der jungen Frau.
Er selbst sieht die von Hanna ausgehende Anziehung als Eigenschaft der Werwölfe, Menschen auf diese Weise zu beeinflussen. Als er ihr gegenüber den Wunsch äußert, sie solle ihn zu einem Werwolf machen, droht sie ihm, seine wahren Absichten und Beweggründe an ihren Cousin, den Earl zu verraten.
Ryan folgt ihrer Forderung, Rynedale noch vor dem Morgengrauen zu verlassen nicht. Zum einen weiß er nicht, wohin er gehen solle. Zum anderen glaubt er sich kurz vor dem Ziel seines Lebens, so dass er sich nicht zwingen lässt, diese Chance aufzugeben.
Er trifft sie beim morgendlichen Frühstück, ohne dabei anzudeuten, der Affront zwischen ihnen habe jemals statt gefunden. Überraschend, passt Hanna ihn auf dem Weg in sein Arbeitszimmer ab und fragt ihn nach dem Grund dafür, weshalb er noch immer da sei.
Ryan fühlt sich nicht genötigt, es ihr zu erklären, da er ihre Ankündigung für leere Drohungen hält. Denn bis zu dem Zeitpunkt hatte sich die Verwandte des Earls diesem Gegenüber nicht über Ryans Absichten geäußert.
Schließlich kommt es nach einem gemäßigten, verbalen Schlagabtausch zu einer heftigen Auseinandersetzung mit Worten, die an der Wand in ihrem Zimmer endet, in das ihr Streit und Ryans zielstrebige Unnachgiebigkeit sie geführt haben.
Mit einer Ohrfeige wirft sie ihn aus ihrem Zimmer. Er selbst ist sich im Unklaren darüber, ob das Gefühl, sie zu wollen wirklich einzig ihrer Werwolfnatur zuzuschreiben wäre, wie er es die Monate zuvor stetig angenommen hatte.
In der darauf folgenden Woche geht Ryan diesem Gedanken nach. Er beobachtet jede ihrer Bewegungen, wenn sie bei den jeweiligen Mahlzeiten aufeinander treffen. Immer deutlicher wird die Frage, worin die wirkliche Quelle der Anziehung zu der dunkelhaarigen Frau liegt, die ihn beschäftigt. Immer öfter ertappt er sich dabei, abzuwägen, ob eine ihrer Gesten ihn fasziniert, weil sie eine Werwölfin ist; eine Obsession, die er seit Jahren verfolgt oder einfach eine Frau, die er im Frühjahr 1600 kennen gelernt hat. Der Umgang mit der Unklarheit seiner eigenen Gefühle fällt ihm spürbar schwer.
Am Ende der Woche ist er soweit, selbst an seinem innigsten Wunsch zu zweifeln, ein Werwolf werden zu wollen. Er ist kurz davor, den Entschluss zu fassen, die Hawthornes hinter sich zu lassen, denn die Anwesenheit Hannas in seinem Umfeld wird für ihn unerträglich. Sich mit seinem Verstand nicht gegen die immer stärkere Anziehung wehren könnend, versucht er es, indem er noch mehr Abstand zwischen sie bringen möchte. Doch bevor ihm das gelingt, kommt sie auf ihn zu.
In der ersten Nacht, in der sie ein Bett teilen, schenkt sie ihm die Gabe der Werwölfe, nachdem sie jeden seiner aufkommenden Zweifel mit einem Kuss weggewischt hatte.
So entschlossen, erträgt Ryan die Metamorphose, die Schmerzen mit sich bringt, die Ryan zuvor nicht gekannt hatte, mit der Gewissheit, dass sie an seiner Seite ist. Sobald er wieder klar denken kann, schickt sie ihn weg und meidet ihn für zwei Monate. In dieser Zeit lernt Ryan den Umgang mit seinen neuen Fähigkeiten und Gefühlen, Robert und John unterstützen ihn dabei, soweit sie es können. Er wird in das Rudel aufgenommen, dessen Vertrauen er schon als Menschen gewonnen hatte. Über all dem scheint Ryan die Verbindung zu Hanna völlig zu vergessen. Sie scheint seiner menschlichen Vergangenheit anzugehören, die Ryan vollkommen hinter sich lässt.
Er schwört James Hawthorne Treue, die das vermeintlich fehlende Blut der Hawthornes in seinen Adern weg machen soll. Schließlich stellt sich aber heraus, dass die Vorfahrin der Hawthornes, Rachel Campbell ebenso eine Vorfahrin von Ryan Campbell gewesen war.
In seinem neuen Leben als Werwolf, konfrontiert ihn Hanna nach zwei Monaten, den sie ihn beobachtet hatte, mit dem Geständnis sie liebe ihn. Davon eingeholt, tritt Ryan seine geplante Kurzreise nach London frühzeitig an, ohne ihr darauf eine Antwort zu geben.
Als er schließlich zurückkehrt, unterbreitet er ihr einen Heiratsantrag, Ehevertrag und den für sie angefertigten Ring. Die beiden heiraten recht schnell im Frühjahr 1601.
Seine Liebe gesteht Ryan seiner Frau das erste Mal in ihrer gemeinsamen Hochzeitsnacht. Seitdem scheint er, ausgenommen wegen seiner Arbeit, nicht mehr von ihrer Seite zu weichen.
So zum Beispiel auf der Reise nach London, auf die er 1603 John Hawthorne begleitet, nachdem die Tante der Zwillinge und deren Familie an der Pest verstorben war. Ryan kehrt zusammen mit der Cousine der Hawthornes, Charlotte Brandworth zurück. Über die Rückreise der beiden spricht er nur ungern. Er empfand sie als sehr anstrengend. Dennoch verbindet die beiden Werwölfe etwas, dass schwer in Worte zu fassen wäre.
Die beiden Kinder von Ryan und Hanna, die jeweils kurz nach der Geburt verstarben (1605; 1609), belasten nicht die Ehe der beiden. Jedoch weiß Ryan, wie groß sein Wunsch nach eigenen Kindern ist und er bedauert den Tod der beiden Kinder still sehr.

Charakter:
Ryan Campbell ist, als Werwolf, sowie als Mensch auf den ersten Blick scheinbar verschlossen. Es wirkt so, als habe er entweder gar kein Herz, es am falschen Fleck oder aber so Schlimmes in seinem Leben erlebt, dass man ihm seine Art nachsieht.
Ryan tritt sehr selbstbewusst und gepflegt auf. Er geht stets mit durchgedrückten Schultern und erhobenen Hauptes, selbst wenn er gerade eine Niederlage einstecken musste. Dementsprechend ernst ist er dafür in seiner Erscheinung. Als Berater and Anwalt der Hawthornes scheint er der ständig Erwachsene zu sein, der die vernünftigen Einwände hervorbringt, die vor allem niemand hören möchte, wenn er im Begriff ist, etwas Unvernünftiges zu tun. Ryan scheint damit beinah wie die Verbindung der geborenen Werwölfe zu der Welt der Menschen. Er bespricht im Ernst viele Entscheidungen mit James Hawthorne, der ihn immer wieder nach seiner Meinung fragt.
Ryan nimmt es jedoch nicht übel, wenn man seinen Ansichten und Meinungen nicht folgt.
Er vermag zwischen seiner Aufgabe als Anwalt und seinen persönlichen Beziehungen zu den Mitgliedern des Rudels zu trennen. So rät er John in seiner Aufgabe als Begleiter dringend und mit Nachdruck davon ab, 1603 die Armenviertel Londons aufzusuchen. Als Freund begleitet er ihn dennoch zur Sicherheit. Als Freund protestiert er daraufhin dagegen, dass John ihn zurückschickt. Dennoch folgt er schließlich seiner Aufgabe und kehrt ohne Einwände mit Charlotte nach Rynedale zurück.
Wenn er in der Öffentlichkeit sehr verschlossen und ernst wirkt, sowie hin und wieder unberechenbar, weil man ihm ansieht, dass er etwas plant, so ist er in der Gegenwart seiner Frau scheinbar ausgewechselt.
Es scheint an ihr zu liegen, wenn er in der abendlichen Gemeinschaft plötzlich loskichert oder die besten und kindischsten Einfälle hervorbringt, um sich die Zeit zu vertreiben. In ihrer Gegenwart legt er den Ernst, den die Arbeit mit sich bringt, zum Leidwesen des Rudels zum Teil vollständig ab.
Sollte er gefragt werden, worauf es wirklich ankommt, was wirklich zählt, so wird Ryan stetig, wie ein Flusslauf, antworten, dass es die Liebe seiner Frau ist.
Selbst dann, wenn die beiden in lautstarker Diskussion über eine Meinungsverschiedenheit auseinander gegangen sind. Diese Zuversicht behält er sich eben dauerhaft, was daran liegt, dass er kein Mensch ist, der an seinen selbst getroffenen Entscheidungen zweifelt. Er glaubt an alles, was Hanna und ihn verbindet und ist zumeist nach einem Streit schon mit dem Ausarbeiten eines Plans beschäftigt, wie er sich mit seiner Frau wieder zusammen streiten könnte.
Ryan ist diesbezüglich keinesfalls so hilflos wie andere Männer. Seine Gabe, Menschen gewissenlos ausnutzen und berechnen zu können, hilft ihm dabei.
Er ist quasi ein Egoist mit dem Herz auf dem rechten Fleck und einem Egoismus, der nicht nur auf seine Person beschränkt ist.
Eine Leidenschaft Ryans ist es übrigens, von seiner Frau gekrault zu werden. Die Geborgenheit, welche Hanna und ihn verbindet, wenn sie gemeinsam in ihrem Ehebett liegen, ist quasi sein innerster Kern. Sein Schatz, den er nicht nur zu bewahren versucht, sondern ihn auch unablässig bewahrt.

- So, jetzt hör ich auf, bevor es zu privat wird. -

Fähigkeiten:
Ryan ist für damalige Verhältnisse sehr gebildet. Er hat ein Studium in Rechtswissenschaft, Politik und Theologie in Cambridge absolviert. Zudem ist er sehr intelligent und besitzt einen scharfen Verstand. Er ist ein Redner, der sich nicht durch eine besonders einlullende oder schwammige Rhetorik auszeichnet.
Auch sind seine Reden mitunter recht trocken. Was sie auszeichnet ist, dass sie faktisch und zuverlässig auf die wichtigsten, markantesten Fakten reduziert sind. Er versteht es sehr gut, die Struktur einer Sache zu durchschauen und den Kern daraus zu extrahieren.
Ryan ist ein ausgezeichneter Beobachter und Analytiker.
Er ist deshalb dem Fechten sehr zugetan. Schon als Junge in Edinburgh hat er damit begonnen, diesen Sport ernsthaft und verbissen auszuüben, den er in Cambridge perfektionierte. Er mag die Herausforderung dieser Art des Kampfes, die eine Mischung aus Dynamik und Statik ist.
Als Perfektionist ist er sehr darauf bedacht, die Bewegungen, Schritte und Haltungen zu beherrschen.
Von den Mitgliedern des Wolfsrudels ist er mit Abstand der beste Fechter, jedoch hat er diese Fähigkeit bis heute in keinem Straßenkampf auf Leben und Tod bewährt. Noch hat er auch in keinem Duell einen Gegner umgebracht.
Dennoch lebt er in dem Bewusstsein, wenn er ein Schwert bei sich trägt.
Er hat kein Problem, auch als Mensch, einen Angreifer zu töten.
Er hatte immerhin auch kein Problem, als Rechtsgehilfe der Inquisition dabei zuzusehen, wenn wissentlich Unschuldige verurteilt und hingerichtet wurden.
Den Ausspruch, der Mensch ist des Menschen Wolf, scheint er verinnerlicht zu haben.

Waffen:
Ryan besitzt eine kleine Sammlung verschiedener Degen, Florette und Schwerter, die aus den berühmtesten Schmieden Europas stammen. Er hat sie in der Zeit, seitdem er ein Werwolf ist gesammelt. Und mit ihnen kann er natürlich auch umgehen.
Andere Waffen dagegen beherrscht er nicht.

Besonderheiten:
Als nicht geborener Werwolf kann er sich nicht jederzeit verwandeln. Wenn er sich verwandelt, weiß er jedoch immer seine Frau an seiner Seite.
Als Werwolf hat Ryan nachtschwarzes Fell, anstatt den typisch blauen Augen bekommen seine Augen ein stechend kräftiges grün.

Avatar: Richard Armitage

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