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neo - 07.12.2003 - 11:45

Seit SuSE Linux 4.4 wird das Routing nicht mehr über Variablen in der Datei /etc/rc.config sondern über ein eigenes Skript in /sbin/init.d und eine Konfigurationsdatei in /etc gehandhabt:
· Konfigurationsdatei: /etc/route.conf
· Start-/Stop-Skript: /sbin/init.d/route
Das Routing mit Hilfe der /etc/route.conf wird über /sbin/init.d/route nach dem Initialisieren der Netzwerkhardware durch /sbin/init.d/network (ifconfig) gestartet bzw. vor dem Shutdown desselben gestoppt.
In der Datei /etc/route.conf können alle benötigten statischen Routen eingetragen werden, und zwar für alle Fälle wie: Route zu einem Rechner, Route zu einem Rechner via Gateway, Route zu einem Netzwerk.
Ein Starten des routed ist dazu nicht nötig.
Vorgehensweise und Benutzung
Wenn Sie spezielle Routen brauchen, hier kurz die Regeln in /etc/route.conf:
· Kommentare beginnen immer mit # am Anfang einer Zeile, Leerzeilen werden ignoriert. Einträge habe mindestens zwei und maximal vier Spaleten.
· In der ersten Spalte steht das Ziel einer Route. Dabei kann die Ip-Adresse eines Rechners oder Netzes oder bei Vorhandensein eines erreichbaren Nameservers auch der volle Name (also mit Domain) des Rechners oder Netzes stehen.
Das Stichwort default ist dem Eintrag des Default-Gateways vorbehalten. Bitte verwenden Sie nicht 0.0.0.0 dafür.
· Die zweite Spalte enthält entweder einen Platzhalter (0.0.0.0) oder die Ip-Adresse bzw. den vollen Namen eines Rechners. Dieser Rechner kann das Default-Gateway sein oder ein Gateway, hinter dem ein Rechner oder Netzwerk erreichbar ist.
· Die dritte Spalte enthält für Netzwerke oder Rechner hinter einem Gateway die Netzmaske. Für Rechner hinter einem Gateway lautet die Maske 255.255.255.255.
· Die letzte Spalte ist nur für die am lokalen Rechner angeschlossenen Netze (loopback, ethernet, isdn0, ppp, dummy, ...) wichtig. Hier muß der Name des Devices eingetragen werden.
Bei neuen Einträgen, wechselt man am besten auf der Textconsole mit dem Kommando
init 1
in den Runlevel ohne Netzwerk, um nach Aufruf
init 2
oder
init 3
wieder in den alten Runlevel zu kommen.
Beispiele
# Destination Dummy/Gateway Netmask Device
#
# Net devices
#
127.0.0.0 0.0.0.0 255.255.255.0 lo
204.127.235.0 0.0.0.0 255.255.255.0 eth0
#
# Gateway
#
default 204.127.235.41
#
# Host behind Gateway
#
207.68.156.51 207.68.145.45 255.255.255.255
#
# Net behind a Gateway
#
192.168.0.0 207.68.156.51 255.255.0.0
Beispiel für ISDN/syncPPP mit dynamischer Adressvergabe:
#
# syncPPP mit dyn. IP-Nummer mit dem Gateway 193.102.150.13
# zuerst wird eine Hostroute auf das Gateway, dann die Default-
# route durch das Getway gesetzt
#
193.102.150.13 0.0.0.0 255.255.255.255 ippp0
default 193.102.150.13
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