Nach Pleiten, Pech und Pannen: Ralf Schumacher zweifelt keine Sekunde daran, dass er auch im nächsten Jahr Formel 1 fahren wird
Motorsport-Total.com/sid) - Bislang lief für Ralf Schumacher so ziemlich alles schief, doch seine Formel-1-Zukunft sieht er nicht in Gefahr: "Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich auch kommendes Jahr Formel 1 fahren werde", sagt der Toyota-Pilot. Aber auch im Freien Training vor dem Großen Preis von Monaco am Sonntag konnte er seine schlechte Bilanz mit einem Punkt aus vier Rennen bei zwei Ausfällen im etatstärksten Team (400 Millionen Euro) nicht aufbessern.
"Schumi II" landete mit knapp drei Sekunden Rückstand auf den Schnellsten, Weltmeister Fernando Alonso im McLaren-Mercedes, auf dem 20. Platz. Kurz vor Ende der zweiten Trainingssession am Donnerstag lag er in einer fliegenden Runde zwar gut in der Zeit, dann aber setzte er den Toyota in die Leitplanke.
Schumachers Standing im Team unverändert gut
Doch Pleiten, Pech und Pannen scheinen den 31-Jährigen nicht zu beunruhigen. Er wirkt zwar genervt, dass er den Prügelknaben spielen muss - die Antworten fallen entsprechend noch kürzer aus als sonst -, doch beim Umgang mit seinem Team hat sich offenbar nichts geändert. Am Abend nach dem Training flachste er in lockerer Atmosphäre auf einer Sponsorenparty auf der Toyota-Jacht mit seinen Chefs Tsutomu Tomita und Tadashi Yamashina. Teamkollege Jarno Trulli, der ihn im Training mit seinem hervorragenden vierten Platz einmal mehr in den Schatten gestellt hatte, stand derweil ein bisschen verloren in der Gegend herum.
Wegen der bisherigen Ergebnisse gebe es zwar "eine gewisse Unzufriedenheit", räumt Schumacher ein, "aber die Stimmung im Team leidet darunter nicht." Dass er sich seiner Zukunft so sicher ist, hat auch zu wilden Spekulationen geführt, er könne sich womöglich bereits mit Toyota auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt haben.
Andere vermuten, seine Ablösung sei beschlossene Sache und er werde künftig für das Red-Bull-Team von Dietrich Mateschitz fahren, zu dem der Wahlsalzburger und dessen Manager eine gute Beziehung hat. Beim Zweitteam Toro Rosso von Teilhaber Mateschitz ist zudem Schumachers Förderer Franz Tost Teamchef.
Experten üben Kritik an Schumacher
Ansonsten wird "Schumi II" im Fahrerlager weiter mit Hohn und Spott überhäuft. Als "Mimose" und "Schönwetterfahrer" hatte ihn 'Premiere'-Experte Hans-Joachim Stuck zuletzt bezeichnet, und sein Kollege Marc Surer meinte, es werde schwer für Ralf, ein Cockpit zu finden, "weil er bei Toyota keinen herausragenden Job macht". 'RTL'-Experte Christian Danner forderte, Schumacher müsse seinen Fahrstil ändern.
Der Angesprochene mag die gut gemeinten Ratschläge nicht mehr hören: "In meinen elf Jahren in der Formel 1 habe ich zehn davon damit verbracht, zu erklären, warum es nicht läuft", sagt er. "Mal lag es am Auto, mal war es ganz einfach Pech. Und sicher habe ich auch Fehler gemacht." Jetzt schaue er nur noch nach vorne: "Es geht ja darum, Punkte zu sammeln und das Auto weiterzubringen. Die Ziele aufzugeben, ist viel zu früh."
Zu früh sei es auch zu sagen, "wo und wie ich im kommenden Jahr Formel 1 fahre. Das werden wir zu gegebener Zeit bekannt geben", sagte Schumacher - mit einem Pokerface.
Ralf Schumacher wird nur als 20. in den Grand Prix von Monaco starten und hat zudem wieder ein Toyota-Stallduell gegen Jarno Trulli verloren
Frage: "Ralf, vorletzte Startreihe in Monaco - wie enttäuscht bist du jetzt?"
Ralf Schumacher: "Ich bin schon enttäuscht. Normalerweise ist Monaco eine Strecke, die mir sehr gut liegt. Im Regen heute Morgen waren wir auch sehr langsam, da konnten wir uns nicht gut vorbereiten. Hier hat man halt nur eine Chance, dementsprechend hat es nicht sollen sein. Aber das Rennen ist lang, schauen wir mal, was passiert."
Frage: "Was kann man da jetzt noch machen?"
Schumacher: "Ich bin schon mal vom letzten Platz gestartet und noch Sechster geworden. Theoretisch ist alles drin, aber nur mit viel Glück, wenn ein paar Leute ausfallen und es Probleme gibt."
Frage: "Wirst du jetzt in der Nacht einen Regentanz aufführen?"
Schumacher: "Wir waren heute Morgen Vorletzter und Letzter im Regen - das liegt uns auch nicht zur Zeit."
Frage: "Deinem Teamkollegen ergeht es etwas besser. Warum?"
Schumacher: "Wir sind beide einfach zu langsam, Jarno ist natürlich etwas schneller. Hier war es einfach eine schlechte Runde - und gerade in Monaco zahlt man dann doppelt, denn hier zählt wirklich jedes Zehntel in jeder Kurve. Das bisschen Extra macht viel aus hier. Der Abstand ist heute sehr groß. Wir haben ein Gripproblem mit dem Auto, das müssen wir kurieren. Jarno kommt damit besser klar als ich, aber es läuft für uns beide nicht so gut hier."
Der Formel 1-Pilot sah sich in St. Veit ein Grundstück an. Bislang wohnt der Deutsche mit seiner Familie in Salzburg.
Hinter der Heimat von Ralf Schumacher steht derzeit ein großes Fragezeichen. Zum einen wird sein Platz in der Formel 1 - vor allem seit Monaco (20. Startplatz, 16. im Rennen) - hinterfragt, zum anderen ist ein Ortswechsel von "Schumi II" innerhalb von Österreich das ganz große Geheimnis der Formel 1. Ralf Schumacher soll sich nämlich noch vor dem GP in Monte Carlo in Kärnten um gewisse Möglichkeiten umgeschaut haben.
Grundstück. Konkret geht es um ein Grundstück im Großraum St. Veit. Noch scheint die Möglichkeit ziemlich wage, es sickerte nur durch, dass sich der Deutsche für ein paar Quadratmeter in der Gegend rund um Frauenstein interessiert. Seit einigen Jahren wohnt Ralf Schumacher mit Ehefrau Cora und Sohn David in einer prächtigen Villla in Hallwang bei Salzburg.
Frust. Sein Toyota-Vertrag läuft ausgerechnet in diesem bisher so frustrierenden Jahr aus. Für eine Vertragsverlängerung wird der Wahl-Österreicher wohl eine kräftige Gehaltskürzung hinnehmen müssen. Toyota-Motorsport-Chef John Howett meinte nur, dass man den Markt beobachte.
rsn) Ralf Schumachers Tage bei Toyota scheinen gezählt. Nach der Talfahrt in dieser Saison schließt das in Köln ansässige Formel-1-Team nach Informationen der Bild Zeitung eine vorzeitige Trennung von seinem teuersten Angestellten nicht länger aus. Die Suche nach einem möglichen Nachfolger habe schon begonnen.
"Wir beobachten den Markt", sagte Team-Präsident John Howett. Angeblich fährt "Schumi II" die nächsten beiden WM-Rennen in Montreal (10. Juni) und Indianapolis (17. Juni) zur Bewährung. "Ralf ist in eine Abwärtsspirale geraten. Seine Leistung ist bodenlos. Er muss so schnell wie möglich den Knopf finden, denn es wird langsam gefährlich", wird der dreimalige Weltmeister Niki Lauda zitiert.
Ralf Schumachers mit 17 Millionen Euro dotierter Vertrag läuft zum Saisonende aus. Doch sollte er nicht zumindest auf dem Niveau seines Teamkollegen Jarno Trulli fahren, erwägt Toyota Gerüchten zufolge eine vorzeitige Beurlaubung des 31-Jährigen. Das allerdings schließt der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Danner aus. "Wer die Mentalität der Japaner kennt, der weiß, dass er nicht gefeuert wird. Zu Ralf gibt es für Toyota keine Alternative", sagte der RTL-Experte. Er sei sicher, "dass Ralf den Kopf wieder aus der Schlinge ziehen wird".
Tourenwagen-König Klaus Ludwig sind Schumachers Leistungen ein absolutes Rätsel: "In Monaco war er ja nicht mal in der Lage, einen Spyker zu überholen. Das ist lächerlich." Allerdings wisse er auch nicht, was im Team los ist. Ludwig: "Es kann nicht sein, dass er plötzlich das Rennfahren verlernt hat."
Tiefpunkt war Schumachers 20. Platz in der Startaufstellung in Monaco. Vorwürfe, dass er da nicht nur der "langsamste Schumacher" (laut Pressestimmen), sondern auch der schlechteste Deutsche war, nimmt er nur noch mit Galgenhumor zur Kenntnis. "Das ist so weit hinten doch völlig egal", meinte der Wahl-Salzburger flapsig.
Im Rennen ging´s weiter nach vorn, doch auf Platz 16 endete die Aufholjagd des Auslaufmodells. Ralf Schumacher ist derzeit nicht nur erfolglos, sondern auch völlig ratlos. "Wenn man sich im Auto nicht wohlfühlt, ist das ein großes Problem", wird er in der Fachzeitung Motorsport aktuell zitiert. Abgesehen von den eigenen Problemen müsse das ganze Team aber "einen gewaltigen Schritt" vorwärts machen.
Seit dem Formel-1-Debüt im Jahr 2002 wartet Toyota vergeblich auf einen Grand-Prix-Sieg - und das, obwohl die Japaner mit knapp 400 Millionen Euro von allen 11 Rennställen über den mit Abstand größten Etat verfügen. Doch auch in dieser Saison scheint Toyota nicht die Kurve zu kriegen. Nach den ersten fünf Rennen belegt der Automobilgigant in der Konstrukteurs-WM mit nur fünf Punkten den sechsten Platz. Besonders bitter: Sogar das einstige Top-Team Williams, das mit Kundenmotoren von Toyota über die Runden kommen muss, hat zwei Zähler mehr.
Laut Danner sei die Kritik an Schumacher in den ersten Rennen berechtigt gewesen. Da sei der Toyota-Pilot viel zu langsam und in einem Tief gewesen. Aber Ralf habe aufgeholt und sei in Barcelona und Monte Carlo von den Rundenzeiten im Rennen genauso schnell wie Teamkollege Trulli gewesen, meint Danner: "Er ist besser, als es vielleicht aussehen mag. Ihm deshalb jetzt einen Strick daraus zu drehen, wäre nicht fair. Ich denke, er hat noch eine Zukunft bei Toyota."
Ralf Schumacher im Interview über das verpatzte Wochenende von Monaco und warum schon in Kanada alles anders werden soll
Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix von Monaco war für Ralf Schumacher ein klassisches Rennen zum Vergessen. Der Toyota-Pilot musste sich mit den Spyker matchen und landete am Ende abgeschlagen auf Rang 16. Daher freut er sich bereits auf einen Tapetenwechsel in Kanada.
Frage: "Ralf, ist Monaco noch immer ein spezielles Rennen für dich?"
Ralf Schumacher: "Ja, aber dieses Jahr war sehr schwierig und es war kein Rennen, an das ich mich mit Freude erinnern werde. Abseits der Strecke ist Monaco ein toller Fleck mit vielen interessanten Events."
Anderes Programm als anderswo
Frage: "Was macht es so besonders?"
Schumacher: "Es beginnt schon am Donnerstag, wodurch das Programm anders ist. Außerdem sind dort viele Sponsoren, was mehr Termine als sonst bedeutet. Aber es ist auch gut für die Jungs in den Boxen, denn die können nun Freitag gemütlicher arbeiten. Sie können dann Freitagnachmittag ein wenig ausspannen, Boote schauen gehen und durch die Stadt spazieren."
Frage: "Warst du auf guten Partys?"
Schumacher: "Ich war auf die Indian Empress eingeladen, eine 95-Meter-Jacht meines Freundes Dr. Vijay Mallya, dem Vorsitzenden und Geschäftsführer von Kingfisher Airlines, die ja ein Toyota-Sponsor sind."
Frage: "Hast du dich mit den Reichen und Schönen amüsiert?"
Schumacher: "Nun ja, Bernie (Ecclestone; Anm. d. Red.) und Flavio (Briatore; Anm. d. Red.) waren an Bord, wie auch einige Seniorchefs von Toyota! Rapper Jay-Z und Ex-Motorrad-Weltmeister Mick Doohan waren auch dort. Mick ist ein großer Formel-1-Fan und es war nett, ihn wieder zu sehen. Außerdem habe ich am Wochenende auch den japanischen Filmstar und Sänger Takuya Kimura getroffen."
Frage: "Wo lagen deine Probleme auf der Strecke?"
Schumacher: "Schon am Donnerstag hatte ich keinen Grip. Um in Monaco gut zu fahren, muss man einen Rhythmus aufbauen, vor allem mit den sich ständig ändernden Bedingungen. Mit mehr Abrieb auf der Piste geht es immer besser, aber diesmal lief da was schief. Ohne Grip kann man in Monaco einfach nicht Gas geben, ganz einfach."
Frage: "Warum hattest du keinen Grip?"
Schumacher: "Der Wagen war sehr steif, rutsche und hüpfte viel. Jarno schien das Fenster mit Grip gefunden zu haben. Im Regen am Samstagmorgen waren wir beide langsam und brachten unsere Reifen nicht zum Arbeiten."
Frage: "War es eine Frage der Temperatur?"
Schumacher: "So sah es aus, ja."
Probleme mit der Reifentemperatur
Frage: "Was macht man dagegen? Kann man mehr Sturz verwenden?"
Schumacher: "Es gibt da einige Optionen, aber so einfach ist es nicht. Wir haben einfach gesehen, dass es Strecken gibt, auf denen wir gut sind, und solche wie Monaco, auf denen wir es nicht sind. Andere Teams, die sonst klar hinter uns liegen, schienen hier plötzlich stark. Wir müssen das wieder in den Griff bekommen. In Monaco ist man eben nur einmal im Jahr und dort ist es, wie nirgendwo. Man kann das kaum Testen."
Frage: "Es war also ein frustrierendes Rennen für dich?"
Schumacher: "Allerdings. Als ich nicht über Q1 hinauskam, war die Strategie schnell gewählt - bis zum Rand voll tanken und auf das Beste hoffen. Aber ich kam vom Start nicht gut weg und lag hinter einem ebenfalls schwer betankten Wagen. Ich musste bis zum ersten Boxenstop einem Spyker hinterherfahren, weil man in Monaco fast nicht überholen kann. Ich fuhr länger als jeder andere, bis Runde 49 von 78, was zeigt, wie schwer der Wagen war, aber mehr als Platz 16 eine Sekunde hinter Jarno war nicht drin."
Frage: "Wie geht man mit so einem Rennen um?"
Schumacher: "Monaco ist ein Einzelfall. So muss man das sehen. Das Team hat in den ersten drei Rennen Punkte gemacht und wir arbeiten alle hart, um erfolgreich zu sein. Montréal ist ein komplett anderer Kurs. Wir werden mit wenig Downforce fahren, was dem TF107 besser liegt. Hoffentlich! Montréal mag ich auch sehr gerne. Das Ambiente ist toll und ich werde alles tun, um ein gutes Resultat einzufahren."
Angeblich könnte Ralf Schumacher von Toyota noch während der laufenden Saison rausgeschmissen werden - Management dementiert Gerüchte
Motorsport-Total.com) - Nach dem katastrophalen Wochenende von Monaco tauchen in den Medien naturgemäß wieder wilde Spekulationen über die Zukunft von Ralf Schumacher auf. Neuestes Gerücht: Der Deutsche soll noch während der laufenden Saison abgelöst werden - und könnte schon beim Grand Prix von Frankreich am 1. Juli nicht mehr im Auto sitzen.
Angeblich soll es nach Monaco zwischen Schumacher und Teampräsident John Howett zu einer lautstarken Diskussion gekommen sein, was Schumacher-Manager Hans Mahr jedoch bestreitet: "Es gibt nach jedem Rennen ein Gespräch, von Schuldzuweisungen kann keine Rede sein - und lautstark ging es schon gar nicht zu."
Einen Rauswurf kann sich Mahr "überhaupt nicht vorstellen. Das entspräche nicht der Art von Toyota, die wir bislang kennen gelernt haben." Und auch seitens des Teams heißt es nur, dass ein solcher Schritt "kein Thema" sei.
Dass Schumacher bald Leistung zeigen muss, steht aber außer Frage, denn nach Punkten liegt er gegen Jarno Trulli mit 1:4 zurück, im Qualifyingduell steht es gar 0:5.
Toyota-Fahrer Ralf Schumacher hört nicht auf Gerüchte, sondern arbeitet akribisch an der Verbesserung seines Wagens
Motorsport-Total.com) - Ralf Schumacher lässt sich durch die öffentliche Kritik an seiner Person nicht aus der Ruhe bringen. Der Toyota-Pilot arbeitet derzeit an der Verbesserung seines lahmenden Wagens und konzentriert sich auf das nächste Rennen in Kanada, wo er 2001 für das BMW WilliamsF1 Team gewinnen konnte.
Ralf flog für einen Nachmittag nach Köln, um sich in der Toyota-Fabrik mit den Technikern zusammenzusetzen. "Es ging ausschließlich um technische Fragen, wie man das Auto optimal auf die kommenden Strecken vorbereiten kann. Vor allem mit Hinblick auf den nächsten Lauf in Montréal, eine meiner Lieblingsstrecken", erklärte der Kerpener im Gespräch mit dem 'Kölner Express'.
Schumacher ist fest entschlossen, den Wagen zu verbessern und endlich Erfolge einzufahren. Auch von Toyota-Seite sieht man die Aufgabenstellung ähnlich, wie Ralfs Manager Hans Mahr bestätigte. "Toyota hat alle Spekulationen zurückgewiesen, dem haben wir nichts hinzuzufügen. Ralf kümmert sich sowieso nicht um solche Gerüchte."
Am Mittwoch schrieb die 'Bild'-Zeitung, dass die Teamführung Schumacher eine Gnadenfrist gegeben hat. Sollten die Ergebnisse nicht besser werden, stehe sein Toyota-Cockpit zur Disposition. Laut Mahr ist die Zusammenarbeit mit den Toyota-Führungspersonen Tadashi Yamashina und John Howett aber weiter "hervorragend".
Motorsport-Total.com) - Lust auf eine Partie Golf mit Ralf Schumacher oder Nick Heidfeld? Die Veranstalter des Formel-1-Rennens in Indianapolis versteigern in Zusammenarbeit mit Bridgestone für einen guten Zweck Golfpartien mit den beiden Grand-Prix-Piloten sowie mit Super-Aguri-Teamchef Aguri Suzuki und Bridgestone-Sportchef Hiroshi Yasukawa.
Außerdem bekommen diejenigen, die sich ein solches Paket ersteigern, VIP-Tickets für den US-Grand-Prix im Wert von mehr als 5.600 Euro.
Das Mindestgebot liegt bei 500 Euro für die Fahrer beziehungsweise 250 Euro für die Funktionäre. Abgewickelt werden die Auktionen über eBay.
(Motorsport-Total.com) - Das Goodwood Festival of Speed angelt Gerüchten zufolge gerade nach einer Attraktion, die die Veranstaltung möglicherweise aus allen Nähten platzen lassen würde: Lewis Hamilton. Angeblich soll der McLaren-Mercedes-Pilot mit seinem aktuellen MP4-22 den berühmten Hügel raufdonnern.
Bereits fix zugesagt haben indes einige andere Formel-1-Kollegen, zum Beispiel Jenson Button, Anthony Davidson, Christian Klien, Franck Montagny, Ralf Schumacher und Mark Webber.
Köln – Schumi-Blitzbesuch bei Toyota in Köln-Marsdorf!
Während sich die Meldungen um Ralf Schumacher und seine Zukunft in der Formel 1 nahezu stündlich steigern und überschlagen, konzentriert sich der Toyota-Star auf sein Kerngeschäft: Technik voranbringen und sich aufs nächste Rennen konzentrieren.
Für einen Nachmittag flog Ralf nach Köln, um sich mit den Technikern zusammenzusetzen. Schumacher: „Es ging dabei ausschließlich um technische Fragen. Wie kann man das Auto optimal auf die kommenden Strecken vorbereiten. Vor allem mit Hinblick auf den nächsten Lauf in Montreal, eines meiner Lieblingsstrecken.“
Ralf nach dem Spontan-Treff mit seiner Truppe entschlossen: „Wir wollen das Auto besser machen. Nur darum geht es bei unserem Treffen.“ Ralfs Manager Hans Mahr zum EXPRESS: „Toyota hat ja alle Spekulationen zurückgewiesen, dem haben wir nichts hinzuzufügen.
Und Ralf kümmert sich ja sowieso nicht um solche Gerüchte. Der konzentriert sich lieber auf Montreal, um dort ein gutes Resultat einzufahren. Nur das ist wichtig für Toyota, und nur das ist wichtig für Ralf.“
Und was macht sein Chef John Howett? Mahr ausdrücklich: „Unser Verhältnis zu Toyota ist nach wie vor ausgezeichnet. Wir vertrauen auf unsere Partner Tadashi Yamashina und John Howett, mit denen wir hervorragend zusammenarbeiten.“
Ralf Schumacher hat sich für seine Verhandlungen mit Toyota keine Deadline gesetzt, behauptet aber, auch 2008 "sicher" in der Formel 1 zu sein
Nach den jüngsten Totalkatastrophen des Toyota-Teams, das Ralf Schumacher in erster Linie jede Menge Kritik einbrachte, machen sich zahlreiche Experten Sorgen um die Zukunft des Deutschen in der Formel 1. Angeblich soll es nun auch intern zu ersten Spannungen kommen, wie es in verschiedenen Medienberichten heißt.
So berichtete zum Beispiel die 'Bild'-Zeitung, dass seitens Toyota das Gerücht gestreut wurde, Schumacher und sein Manager Hans Mahr verlangen für 2008 30 Millionen Euro Gage - natürlich eine völlig utopische Summe -, um den angeblich ungeliebten Schützling zu diffamieren. Im Fahrerlager in Monaco ging man sogar noch einen Schritt weiter, wurde gemunkelt, Testfahrer Franck Montagny könnte nach zwei etwaigen weiteren Pleiten in Nordamerika das Cockpit übernehmen.
Schumacher dementiert Rauswurfsgerüchte
Aber: "Das ist Unsinn", stellte Schumacher in einem Interview mit der 'dpa' klar. "Das hat ja auch schon Toyota-Präsident John Howett öffentlich klargestellt." Außerdem verwies der krisengeschüttelte Wahlösterreicher, dass sich Howett erst diese Woche hinter ihn gestellt und betont hat, die Misserfolge liegen am Auto, nicht an den Fahrern. Man halte Schumacher aber weiterhin für einen potenziellen Siegfahrer.
Dies ändert freilich nichts daran, dass der 31-Jährige vorerst nicht vom Treppchen herunterwinken wird: "Im Moment ist der WM-Titel leider kein Thema für uns. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir wieder um die Punkte mitfahren können. Erst dann können wir an Grand-Prix-Siege denken", gab er achselzuckend zu Protokoll. Aber: "Wir haben einiges geändert und hoffentlich verbessert. Ich war letzte Woche selbst noch einmal in Köln und bin mit den Ingenieuren alles durchgegangen."
Schumacher um Zukunft unbesorgt
Um seine Zukunft macht sich Schumacher unabhängig davon keine Sorgen - laut Mahr zählt er nach wie vor zu den absoluten Spitzenfahrern in der Formel 1. Außerdem möchte Toyota einige Maßnahmen setzen, um den TF107 für seinen Fahrstil anzupassen, was ihm in der zweiten Saisonhälfte zu besseren Resultaten verhelfen müsste. Dann wird er auch mit besseren Karten in den Vertragspoker gehen.
"Wir sind schon einige Zeit in Gesprächen mit Toyota, schließlich hat Toyota eine Option für die nächsten zwei Jahre", so "Schumi II". "Natürlich sollten diese Gespräche eher früher als später zum Ziel kommen, aber wir haben uns keine Deadline gesetzt. Über den genauen Stand kann ich natürlich keine Angaben machen. Aber ich bin mir sicher, dass ich auch im nächsten Jahr in der Formel 1 fahren."
Rolf Schumacher ist davon überzeugt, dass sich sein Sohn Ralf aus der Krise arbeiten und wieder Formel-1-Rennen gewinnen wird.
Seitens der Medien genießt Ralf Schumacher derzeit nicht allzu viel Rückhalt, doch eine alte Weisheit besagt, dass man sich zumindest auf die eigene Familie immer verlassen kann. Das scheint auch auf den krisengeschüttelten Toyota-Piloten zuzutreffen, dem sein Vater nun via 'Express' öffentlich Mut zugesprochen hat.
Rolf Schumacher macht sich jedenfalls keine Sorgen, dass das Tief seines Sohnes von Dauer sein und das Ende der Formel-1-Karriere bedeuten könnte: "In jedem Bereich gibt es doch mal Situationen, wo es mal nicht läuft. Dass Ralf im Moment nicht ganz oben ist, ist doch klar, aber sie sind doch zusammen dran, sich aus dem Tief rauszuziehen", so der Deutsche, der betonte, er habe auch von den Rauswurfgerüchten noch nichts gehört.
Außerdem hielt er fest, dass man nicht seinen Sohn dafür verantwortlich machen könne, dass es bei Toyota nicht läuft: "Wie soll denn eine einzelne Person so einen Riesenladen auf Vordermann bringen? Die bei Toyota sind dafür verantwortlich, das Auto schnell zu machen, dafür haben die doch studiert", so Schumacher sen., der optimistisch anfügte: "Ich kenne den Ralf. Der wird sich schon selbst helfen, das hat er immer getan."
Dass es bei Ralf im Gegensatz zu Bruder Michael, der sieben WM-Titel auf seinem Konto hat, in der Formel 1 noch nicht so recht klappen will, ist für Vater Rolf ein Rätsel. Früher auf der Kartbahn, so hört man, war nämlich oft Ralf der schnellere der Schumacher-Brüder - und als er von seinem damaligen Manager Willi Weber für einen der höchstdotierten Verträge der Formel 1 zu Toyota kam, glaubten alle schon an die Weltmeisterschaft.
Dass es im Endeffekt ganz anders gekommen ist und Toyota noch immer dem Erfolg hinterherhinkt, ist auch für Rolf Schumacher eine Überraschung: "Es hat doch jeder angenommen, dass wir mit den Leuten schneller Erfolg haben werden. Die Möglichkeiten dazu haben sie ja auch. Aber wenn ein Rädchen nicht läuft, knartscht es halt im ganzen Getriebe", so der aus der Nähe der Toyota-Fabrik in Köln stammende Rennfahrervater.
Kerpen – Die Gerüchte um die Zukunft von Ralf Schumacher (31) hören trotz des Treueschwurs von Toyota-Präsident John Howett nicht auf.
Jetzt stehen die Schicksalsrennen in Kanada (Sonntag, 19 Uhr) und den USA (17. Juni) an. Ausgerechnet Indy!
Da krachte Ralf 2004 und 2005 in die Mauer. Über die schwierige Situation seines Sohnes spricht Vater Rolf Schumacher (61) exklusiv im EXPRESS-Interview
Herr Schumacher, haben Sie in der vergangenen Woche mal mit Ihrem Sohn Ralf telefoniert?
Schumacher: Ja, natürlich, wir sind ständig in Kontakt.
Hat er Ihnen von seinem angeblich bevorstehenden Rauswurf bei Toyota erzählt?
Ich weiß, was Sie meinen, aber da ist nichts dran.
Neben den Misserfolgen wird ihm sein hohes Gehalt vorgehalten. Machen Sie sich Sorgen, dass seine Formel-1-Karriere zu Ende geht?
In jedem Bereich gibt es doch mal Situationen, wo es mal nicht läuft. Dass Ralf im Moment nicht ganz oben ist, ist doch klar, aber sie sind doch zusammen dran, sich aus dem Tief rauszuziehen.
Sie meinen Toyota. Willi Weber glaubte 2004, Ralf beim künftigen Weltmeister-Team untergebracht zu haben. Wie enttäuscht ist Ralf, dass es so schlecht läuft?
Nicht nur der Willi hat das gedacht. Es hat doch jeder angenommen, dass wir mit den Leuten schneller Erfolg haben werden. Die Möglichkeiten dazu haben sie ja auch. Aber wenn ein Rädchen nicht läuft, knartscht es halt im ganzen Getriebe.
Laut Weber hat Toyota Ralf verpflichtet, damit er das Team auf Erfolgskurs trimmt – wie Michael bei Ferrari. Ist Ralf gescheitert?
Ach, wie soll denn eine einzelne Person so ’nen Riesenladen auf Vordermann bringen? Es gibt nur eine Richtung, die Ralf im Team zu tun hat: Nämlich in erster Linie zu fahren. Die bei Toyota sind dafür verantwortlich, das Auto schnell zu machen, dafür haben die doch studiert. Und die glauben ja, sie kriegen es hin.
Ralf sagt, ihm fehlt das Vertrauen ins Auto. Nächste Woche muss er in Indianapolis fahren, wo er zweimal so schwer verunglückte. Machen Sie sich Sorgen?
Nein, das habe ich noch nie gemacht. Und ich denke, auch Ralf wird nichts besonderes fühlen, wenn er nach Indy kommt. Jeder Beruf hat seine Gefahren, und es gibt Situationen, die sind nun mal heikler als andere. Ich habe jahrelang Kamine gebaut, wenn ich von da oben runterfalle bleibt, auch nicht viel von mir übrig.
Können Sie Ralf Sicherheit geben – oder sein Bruder Michael?
Nein. Ich war immer der Meinung, die Jungs wissen, was sie tun – sie sind alt genug. Ich kenne den Ralf. Der wird sich schon selbst helfen, das hat er immer getan. Er wird alles dafür geben, dass das Auto schneller wird und er wieder gewinnen kann.
Während Mercedes-Motorsportchef Haug für Ralf Schumacher "eine Lanze bricht", hofft Nick Heidfeld, dass sein Landsmann auch 2008 Formel 1 fahren wird
In der schwierigsten Phase seiner Karriere bekommt Ralf Schumacher Rückendeckung von Formel-1-Kollegen und Unterstützung von seinem Bruder Michael. "Natürlich reden wir auch mal über solchen Dinge", sagte "Schumi II" im Vorfeld des Großen Preis von Kanada, zu dem der ältere Bruder nach Montreal gekommen ist.
Dort dürfte der Rekord-Weltmeister nicht nur seinem Job als Ferrari-Berater nachgehen, sondern vielleicht auch den "Kleinen" nach dessen zuletzt enttäuschenden Resultaten und den Spekulationen über eine vorzeitige Ablösung bei Toyota ein bisschen aufbauen.
Das tut auch der Mönchengladbacher Nick Heidfeld. "Ich hoffe, dass er weiterhin dabei bleibt", sagte der BMW Sauber F1 Team Pilot: "Es ist offensichtlich, dass er im Moment mit dem Auto Probleme hat und damit nicht optimal zurechtkommt. Auf der anderen Seite muss man sehen, dass er schon sechs Grand Prix gewonnen hat. Ich hoffe, dass es bei ihm bald wieder aufwärts geht."
Formel-1-Neuling Adrian Sutil aus Gräfelfing, der schon als möglicher Schumacher-Ersatz gehandelt worden war, sieht das ähnlich. "Ich denke, dass Ralf Schumacher ein Top-Fahrer ist. Er ist schon so lange in der Formel 1 und hat einige Rennen gewonnen. Es gibt nicht so viele, die das in der Formel 1 geschafft haben. Das muss man hoch anrechnen, auch wenn er gerade eine Phase hat, die nicht so berauschend ist", sagte Sutil.
Ralf Schumacher selbst geht mit der Situation und den Spekulationen um seine Zukunft relativ gelassen um. "Ich konzentriere mich auf meinen Job - und der ist Autorennen fahren", sagte er in Montreal. Ein Ultimatum für die nächsten beiden Rennen gäbe es auf jeden Fall nicht, erklärte der 31-Jährige, der das als "Quatsch" bezeichnete und sich selbst als "gerade das richtige Opfer" der Medien betrachtet.
Mit seinen bisherigen Resultaten - nur einem Punkt aus fünf Rennen - ist Schumacher ebenso wie sein Team nicht zufrieden. "Wir sind nicht in den vorderen Punkterängen, dabei wollten wir dieses Jahr ein Rennen gewinnen. Davon sind wir weit entfernt, das ist uns bewusst", erklärte er: "Wir tun aber alles Mögliche, das rumzudrehen. Das Team ist extrem motiviert."
Und es hält laut Ralf Schumacher zusammen. Anstatt über eine vorzeitige Ablösung spreche man über die Zukunft. Allerdings hatte ausgerechnet Schumachers Manager Hans Mahr zuletzt in der 'Bild'-Zeitung "Gedanken an ein anderes Team" laut werden lassen.
Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug brach im Gespräch mit dem 'sid' eine Lanze für den jüngeren Schumacher: "Ich kenne auch den Ralf Schumacher, der vor ein paar Jahren noch innerhalb von acht Tagen zwei Rennen gewonnen hat. Er hat das Fahren nicht verlernt, aber es muss halt alles zusammen passen. Wichtig ist, dass er bei seiner Linie bleibt."
Ralf Schumacher beklagt sich im Interview über die schlechte Presse, zeigt sich aber zuversichtlich für Montréal und spricht auch über einige andere Themen
- Frage: "Ralf, Montréal ist eine Strecke, die dir sehr gut liegt. Wäre hier der richtige Zeitpunkt, um mal wieder nach vorne zu fahren?"
Ralf Schumacher: "Der Zeitpunkt ist nie schlecht, um da vorne dabei zu sein, gerade nach dem enttäuschenden letzten Rennen bei mir. Aber jetzt muss man erstmal abwarten, wie unser Auto hier liegt. Wir haben uns ja in den letzten Rennen sehr schwer getan. Ich hoffe, dass es hier besser wird. In letzter Zeit war es ein Auf und Ab. Ich hatte ein paar Probleme, aber wir werden sehen. Die Konkurrenzsituation ist sehr hart. Teams wie Honda, Renault, Red Bull haben Fortschritte gemacht, der Kampf um die Punkte ist also sehr hart."
Frage: "Wenn es nicht so gut läuft, ist die Kritik immer groß. Wie ist denn das Verhältnis zum Team momentan?"
Schumacher: "Ich muss sagen, das Verhältnis zum Team ist extrem gut. Wir halten da stark zusammen, weil wir wieder nach vorne wollen. Es sind ja beide Seiten nicht sehr zufrieden und es gibt für einen Fahrer nichts Schlimmeres als wenn es nicht läuft, genau wie auch für das Team. Ich muss sagen, es ist eigentlich eine ganz interessante Zeit. Man lernt viele Dinge kennen, auch viele Leute von verschiedenen Seiten. Das ist ganz interessant."
Ein Gedächtnis wie ein Elefant...
Frage: "Ein paar Beispiele?"
Schumacher: "Nein, da gibt es keine Beispiele, aber man hat ja ein Gedächtnis wie ein Elefant, das reicht ja."
Frage: "Also können wir alles, was in den Medien geschrieben wurde, vergessen. Das Verhältnis zum Team ist intakt und es wird über die Zukunft gesprochen, richtig?"
Schumacher: "Das auf jeden Fall! Man sollte das nicht verallgemeinern. Es waren nur zwei oder drei Ausreißer in dieser ganzen Zeit, die sehr negativ waren, ansonsten möchte ich mich eigentlich gar nicht beklagen."
Frage: "Wie gehst du denn mit dieser Situation um? Ignorierst du das komplett oder setzt du dich damit auseinander und rufst die Journalisten auch mal an?"
Schumacher: "Nein, schon lange nicht mehr, das habe ich mir abgewöhnt. Das macht auch gar keinen Sinn. Ich konzentriere mich auf meinen Job - und der ist Autorennen fahren. Ich bin ja kein Pressemensch. Das macht glücklicherweise das Team, darum brauche ich mich selbst nicht zu kümmern. Also konzentriere ich mich auf meine Arbeit."
Frage: "Lest du in diesen Tagen eigentlich, was in den Medien geschrieben steht?"
Schumacher: "Hin und wieder lese ich sicherlich Zeitung, aber eigentlich sehr wenig - wenn, dann nur Fachmagazine respektive Tageszeitungen, die auch relevant sind für politische Sachen."
Frage: "Derzeit kursieren ja viele Gerüchte. Stimmt es denn nun, dass es von Seiten des Teams ein Ultimatum gibt oder stimmt das nicht?"
Schumacher: "Nicht dass ich wüsste - aber vielleicht weißt du ja mehr als ich! Nein, das stimmt nicht, ganz klar. Wir haben eine Zusammenarbeit mit Toyota, wir sprechen auch über die Zukunft. Von daher ist das alles ein bisschen - ich will es nicht so sagen, wie ich es gerne sagen würde - Quatsch..."
Schumacher wehrt sich gegen erfundene Storys
Frage: "Aber woher kommen die Gerüchte? Es heißt ja auch, dass du in Magny-Cours abgelöst werden könntest..."
Schumacher: "Kanada, Magny-Cours, Indianapolis, was denn noch alles? Man sollte mehr auf die Fakten als auf die erfundenen Storys hören. In solchen Zeiten ist es immer so, dass manche Leute eben Schlagzeilen haben wollen und ihre Quoten rauftreiben wollen, und da bin ich halt gerade das richtige Opfer. Aber mein Gott, wen interessiert das?"
Frage: "Hast du mit deinem Bruder Michael mal über diese Situation gesprochen?"
Schumacher: "Wir reden über so was schon, ja, aber das ist bei uns kein abendfüllendes Thema, weil ich mich auf das Wesentliche konzentriere."
Frage: "Teampräsident John Howett hat gesagt, dass es nicht an dir liegt, sondern am Auto. Macht einem das Mut, wenn man merkt, dass das Team hinter einem steht?"
Schumacher: "Wir stehen sowieso immer zueinander, das war in den zweieinhalb Jahren, in denen ich jetzt bei Toyota bin, immer der Fall. Es gab Zeiten, da war es etwas schwerer für das Team, es gab Zeiten, da war es etwas schwerer für mich. Von daher ist das nur allzu normal. Ich selber war in den Qualifyings jetzt nicht ganz so gut, aber wir sind trotzdem nicht in den vorderen Punkterängen. Das ist unser bestimmtes Ziel. Wir wollten dieses Jahr ein Rennen gewinnen. Davon sind wir weit entfernt, das ist uns bewusst. Wir tun aber alles Mögliche, das rumzudrehen. Das Team ist extrem motiviert - und von dem, was man so liest und hört, findet intern eigentlich gar nichts statt."
Frage: "Es geht ja auch um deine Zukunft. Ist das jetzt vielleicht die schwierigste Situation deiner Karriere?"
Schumacher: "Das kommt drauf an, ob man das an sich ranlässt oder ob einen das interessiert, was verschiedene Journalisten über einen denken. In meinem Fall ist es wirklich so, dass ich mich auf meinen Job konzentriere. Die subjektive Meinung einiger Kollegen ist mir eigentlich egal."
Frage: "Sprechen wir über Kanada. Du kommst gerne hierher, nicht wahr?"
Schumacher: "Klar, Kanada ist immer ein sehr schöner Grand Prix für alle Beteiligten, eine Stadt mit tollen Restaurants, Bars und so weiter - von daher ja."
Nachtrennen noch nicht konkret
Frage: "Nächstes Jahr soll es ja einige neue Grands Prix geben, zum Beispiel ein Nachtrennen in Singapur. Was sagst du dazu?"
Schumacher: "Das sind interessante Experimente, wobei das derzeit noch rein medial ist. Es ist noch nicht einmal ein vernünftiger Antrag an die FIA gestellt. Aber warum nicht? Die GPDA und ich vertrauen darauf, dass die FIA eine sichere Lösung finden wird. Dann habe ich nichts dagegen einzuwenden. Was die anderen Fahrer denken, weiß ich nicht. Es ist noch so früh, dass man über dieses Thema noch nicht sprechen muss."
Frage: "Du bist heute zu spät zur FIA-Pressekonferenz gekommen. Befürchtest du da eine Strafe?"
Schumacher: "Fragt meine Uhr neben mir, ich habe keine Ahnung (Schumacher meint die Toyota-Pressedame, die neben ihm steht; Anm. d. Red.)!"
Frage: "Wie ist es für dich in diesem Jahr, nicht mehr gegen deinen Bruder anzutreten? Hat das etwas verändert?"
Schumacher: "Nicht wirklich, denn ich bin ja in den vergangenen fünf Jahren nie direkt gegen ihn gefahren eigentlich. Privat schon ein bisschen, ein paar Abendessen sind jetzt einsamer, aber das ist alles. Er wird an diesem Wochenende aber hier sein."
Frage: "2011 soll ein System eingeführt werden, das PS speichert, die man dann zum Beispiel zum Überholen per Knopfdruck abrufen kann. Was hältst du davon?"
Schumacher: "Alles, was dem Sport hilft und ihn interessanter macht, begrüße ich, klar. Warum nicht? Aber warten wir mal ab."
Frage: "Bist du für oder gegen die geplanten 20 Grands Prix?"
Schumacher: "30 wären vielleicht ein bisschen zu viel, aber 20? Ja, warum nicht?"
Wenn er kein Formel-1-Pilot wäre, dann würde er sich als Verkäufer probieren, so der Toyota-Pilot im Interview mit dem 'EUROSPORT MotorMagazin'
Daneben plauderte der Wahl-Österreicher auch noch einige andere Dinge aus seinem Privatleben aus und stellte dabei unter Beweis, dass er durchaus nicht zu den Langsamsten in der Branche zählt.
Denn passenderweise für zu schnelles Fahren kassierte der 32-Jährige seinen letzten Strafzettel, zudem gehört er auch bei der Morgenwäsche zu den ganz Fixen: "So fünf bis zehn Minuten brauche ich", verrät der Deutsche, Ehefrau Cora belegt das Bad garantiert länger. Apropos Cora, sie ist es, die Ralf am meisten beeinflusst hat, und Ralf Schumacher würde sie auch mit auf eine einsame Insel nehmen.
Auf Platz zwei in der Prioritätenliste des Formel-1-Piloten kommt das Handy: "Das ist ein Luxus, auf den ich nicht verzichten möchte", gibt Ralf zu. Über Schwächen sprechen Rennfahrer ja nur ungern, eine jedoch gesteht Schumacher ein: Süßigkeiten. Womit man ihn dagegen aus der Boxengasse jagen kann sind Austern, "die würde ich nie essen!"
Interessant ist der Verbesserungsvorschlag, den Ralf Schumacher für Bernie Ecclestone hat: Die Formel 1 wäre seiner Meinung nach noch spannender, "wenn wir Nachtrennen fahren würden". Damit ist der Familienvater mit dem Briten einer Meinung.
Durch die britischen Medien ging ein Aufschrei, als Rubens Barrichello seinerzeit beim legendären Österreich-Grand-Prix seinen Ferrari-Teamkollegen Michael Schumacher in der letzten Kurve vorbeilassen musste, und auch der von McLaren-Mercedes angeordnete Nichtangriffspakt zwischen Fernando Alonso und Lewis Hamilton in Monaco vor einer Woche erhitzte die Gemüter.
Als Stallregie jedoch eingesetzt wurde, um Damon Hill 1998 zum ersten Sieg des Jordan-Teams zu verhelfen, hatte niemand etwas an einem solchen Vorgehen auszusetzen, schließlich ging es damals um einen Briten - noch dazu im direkten Duell gegen den auf der Insel nicht sonderlich beliebten jüngeren Bruder von Michael Schumacher, Ralf. Der wurde damals nämlich von seinem Teamchef Eddie Jordan zurückgepfiffen.
Nur am Schluss war Schumacher schneller
In dem chaotischen Regenrennen ergab sich kurz vor Schluss das Szenario, dass Hill vor Schumacher in Führung lag, womit vor dem Grand Prix natürlich niemand gerechnet hätte. Noch dazu saß Schumacher im schnelleren Jordan-Mugen-Honda 198, weil er im Gegensatz zu Hill auf ein Regensetup gesetzt hatte. Andererseits war Hill über weite Strecken des Nachmittags der Schnellere gewesen, nur durch die Safety-Car-Phase wurde es noch einmal eng.
"Ralf", erinnert sich Jordan in seiner Autobiografie 'An Independent Man', "hatte das schnellere Auto - und er wusste es. Damon andererseits hatte die ganze harte Arbeit verrichtet. Bei einem Grand Prix geht es nicht nur darum, was während der paar Stunden am Sonntagnachmittag passiert, sondern auch um die Vorbereitung ab Freitag, wenn es mit dem Training losgeht. So gesehen hatte Damon den Sieg eindeutig mehr verdient als Ralf."
"Wir hatten keine Nummer eins und keine Nummer zwei, aber um Zwischenfälle wie die Kollision zwischen Ralf und Fisichella in Argentinien im Jahr davor zu verhindern, hatten wir uns darauf geeinigt, dass derjenige vorne bleiben soll, der ein paar Runden vor Schluss vorne liegt. Wir wollten einfach keinen Fight zwischen unseren beiden Fahrern, also baten wir sie darum, die Positionen zu halten", so der Ire.
Stallregie ist erst seit 2002 verboten
Im Gegensatz zu heute - inzwischen ist Stallregie ja verboten - konnte der Jordan-Kommandostand in einen direkten Dialog mit den Fahrern treten und das Thema offen diskutieren. Zunächst meldete sich der führende Hill am Funk, der zwar nicht direkt einen Nichtangriffspakt für die Schlussphase forderte, aber effektiv wissen ließ: "Haltet Ralf zurück! Zwingt mich nicht dazu, etwas Dummes zu tun und alles zu riskieren."
Der Brite habe "ganz ruhig" gewirkt, schreibt Jordan in seinem Buch, "aber es besteht kein Zweifel daran, dass er gegenüber Michael nach der Kollision in Adelaide 1994, bei der sein möglicher WM-Titel verloren ging, gewisse Vorbehalte hatte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er diese Vorbehalte auch gegenüber Michaels kleinerem Bruder nicht ablegen konnte." Und das nicht ganz zu Unrecht, wie sich herausstellen sollte...
Schumacher meldete sich nicht am Funk
Schumachers Renningenieur Sam Michael, heute Technischer Direktor bei Williams, ordnete via Funk an: "Ralf, Positionen halten - greif Damon bitte nicht an!" Doch der junge Deutsche, der damals noch keinen Grand-Prix-Sieg auf seinem Konto hatte und dementsprechend vor Ehrgeiz strotzte, traute seinen Ohren nicht, wollte die Stallorder zunächst nicht wahrhaben und beugte sich nur widerwillig, was ihm auch bei der Siegerehrung ins Gesicht geschrieben stand.
"Ralf antwortete nicht", so Jordan. "Damon meldete sich wieder und sagte, wir sollen eingreifen, sonst könnte das in Tränen enden. Also sagte Sam Michael zu Ralf, er solle nur seinen zweiten Platz gegen Jean Alesi absichern, aber nicht attackieren. Es kam wieder keine Antwort. Sam wiederholte die Nachricht und sagte, das sei ein Befehl. Stille. Dann bat Sam Ralf, eine Antwort zu geben. Nach einer kurzen Pause sagte er dann: 'Ja, ich höre euch.' Mehr kam nicht."
Kleine Randanekdote: Michael Schumacher, der wegen der legendären Kollision beim Überrunden von David Coulthard einen seiner schwärzesten Nachmittage und beinahe eine Schlägerei mit dem Schotten erlebt hatte, platzte laut Jordans Überlieferung später in die Siegesfeier des irischen Rennstalls - und beschwerte sich darüber, dass sein Bruder nicht gewinnen durfte, anstatt seinem Ex-Team einfach zu gratulieren...
„Rom ist auch nicht in einem Tag erbaut worden...“
Ralf Schumacher (31) in Kanada auf Startplatz 18 (Rennen bei Redaktionsschluss d. Ausgabe nicht beendet). Das Protokoll einer Presse-Runde. So redete der letzte Schumi nach dem Qualifying seine Krise schön...
Ralf: „Hallo. Bitteschön.“
Presse: Wie funktionierte die Aufhängung heute?
Ralf: „Ja, wir müssen halt um eine Stelle ein bisschen rumfahren, was sicher nicht optimal ist, aber es geht nun mal nicht anders.“ (...)
Presse: Erschüttern solche Sachen das Vertrauen ins Team?
Ralf: „Nö. So was passiert.“
Presse: Solche Sachen kommen doch recht häufig vor. Kann man da nicht mal was ändern?
Ralf: „Ja.“
Presse: Was?
Ralf: „Das ist ne gute Frage. Aber das werden wir sicherlich. Aber das ist die einzige Konstante, die wir derzeit haben, dass ich immer im Verkehr rauskomme.“ (...)
Presse: Trinkst du demnächst mehr Red Bull?
Ralf: (...) „Ich weiß, was du meinst. Sicherlich genauso wie Toyota sich umhört, tun wir das auch. Aber (...) ich bin hier mit dem Ziel hingekommen, den Laden auf Schwung zu bringen. Und das werde ich auch noch schaffen.“
Presse: Das wirst du schaffen?
Ralf: „Ja, das werde ich auch noch schaffen.“
Presse: Wie denn?
Ralf: „Ja, da werde ich mir schon etwas einfallen lassen.“
Presse: Warum ist dir das bisher nicht eingefallen?
Ralf: „Das hat verschiedene Gründe. Aber es ist halt so, dass Rom auch nicht in einem Tag erbaut wurde.“
Presse: Du hast in einem dpa-Interview gesagt, dass du auch Fehler gemacht hast. Welche?
Ralf: „In welchem dpa-Interview? Ich habe das jetzt nicht mehr vor Augen.“
Presse: Da hast du gesagt: „Auch ich habe Fehler gemacht.“
Ralf: „Ach so. Ja. Da werde ich wohl gemeint haben irgendwelche Qualifying-Fahrfehler oder was auch immer. Sonst fällt mir da jetzt nix ein, was man als Fahrer falsch machen könnte.“
Presse: In Barcelona haben Sie gesagt, dass dieses Jahr immer noch ein Sieg drin ist. Gilt das weiterhin?
Ralf: „Möglich ist alles. Ferrari hat im ersten Rennen dominiert und ist jetzt Vierter und Siebter oder so was. Keine Ahnung. Schaun wir mal.“
Presse: Ist aber eher unwahrscheinlich.
Ralf: „Ja, unwahrscheinlich. Aber nicht unmöglich.“
Presse: Hast du deinen Bruder hier in Montreal schon mal erlebt, gesehen, getroffen?
Ralf: „Erlebt?“
Presse: Ja, dieses Wochenende.
Ralf: „Elfmal.“
Presse: Dieses Wochenende!
Ralf: „Elfmal!“
Presse: Dieses Wochenende!
Ralf: „Ich bin das 11. Mal hier.“
Presse: Dieses Wochenende?
Ralf: „Mein Gott, wenn ich ihn elfmal erlebe, dann habe ich ihn auch gesehen dieses Wochenende.“
Presse: Du sprichst leider in Rätseln...
Ralf (lacht): „Ja. Also. Was soll ich noch alles sagen?“ (...)
Eine Presse-Agentin bittet Ralf zu TV-Interviews: „Ralf, wir müssen weiter.“
Ralf: „Ja, wir müssen weiter. Gut. Was’n Glück.“
Presse: So schlimm?
Ralf (ironisch): „Nö, nö. Überhaupt nicht. Ist doch immer schön mit euch...“
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ein ziemlich merkwürdiges interview %)
Ich hab mich gut amüsiert beim Lesen :) Mag Ralfs coole Einstellung zu dem Mist
Ich hab auch gelacht ;) besonders bei den letzten teil
Erstellt von cora
Presse: Hast du deinen Bruder hier in Montreal schon mal erlebt, gesehen, getroffen?
Ralf: „Erlebt?“
Presse: Ja, dieses Wochenende.
Ralf: „Elfmal.“
Presse: Dieses Wochenende!
Ralf: „Elfmal!“
Presse: Dieses Wochenende!
Ralf: „Ich bin das 11. Mal hier.“
Presse: Dieses Wochenende?
Ralf: „Mein Gott, wenn ich ihn elfmal erlebe, dann habe ich ihn auch gesehen dieses Wochenende.“
Presse: Du sprichst leider in Rätseln...
Ralf (lacht): „Ja. Also. Was soll ich noch alles sagen?“ (...)
Eine Presse-Agentin bittet Ralf zu TV-Interviews: „Ralf, wir müssen weiter.“
Ralf: „Ja, wir müssen weiter. Gut. Was’n Glück.“
Presse: So schlimm?
Ralf (ironisch): „Nö, nö. Überhaupt nicht. Ist doch immer schön mit euch...“
#lach #lach #lach