Aktueller Krisenherd im Sudan: Die Provinz Darfur strebt nach mehr Autonomie.
Dies berichtete der britische Sender BBC unter Berufung auf das sudanesische Innenministerium am Samstag. Die Regierung habe entsprechende Informationen von bereits inhaftierten Oppositionellen erhalten. Turabi selbst steht seit März unter Hausarrest. Die Regierung wirft ihm vor, die Rebellenbewegung in der Krisenregion Darfur zu unterstützen.
Der Nationale Volkskongress spricht sich öffentlich für gewaltfreien Widerstand gegen die Regierung aus. Er stellt sich jedoch hinter die Forderung der Darfur-Rebellen nach Dezentralisierung und einer gerechteren Verteilung der Reichtümer des Landes. Bei einem Besuch der Krisenregion hatte auch der Leiter des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Ruud Lubbers, eine größere Autonomie der Darfur-Region befürwortet.