Schaut man sich halbprofis in einem Reitverein an sieht man folgendes:
3x3 Meter Boxen meist ohne Fenster und kein Weidegang für die Turnierpferd.
"Das Pferd könnte sich verletzen" "Die dressurleistung sinkt"
Bei solchen Sprüchen bekomme ich wirklich zuviel, doch leider ist das hier im Ruhrgebiet an der Tagesordnung.
Warum?
Man kann ihnen nichtmal mit ihren Vorbildern kommen, die auch teilweise in der Pferdehaltung scon vorbildlich sind. Es wird mit erschreckenden Sprüchen niedergemacht "Die haben ja auch pfleger die stundenlang zeit haben den Schlamm aus dem Fell zu putzen"
Es muss ja nichtmal ein Offenstall sein, da bin ich nämlich auch nur bedingt für, da die meisten Offenställe doch nur dürftig durchdacht sind.
Aber wenigsten täglicher Weidegang oder Paddockauslauf oder zumindest tägliches tageslocht, denn auch das kommt in so manchem Reitstall in dem die Boxengasse an die Halle angebaut ist zu kurz!
Kennt ihr sowas auch?
Ich frage mich nur, warum grade halbprofis so lieblos sind was die Haltung ihrer Tiere angeht!
Da denken sogar "Profis" besser... Ich denke wegen Verletzungsgefahr auf der Weide, sollte man nicht auf täglichen Weidegang verzichten.
Ich kann sagen dass meine Stute, die früher in einem Turnierstall stand, hier bei uns mit großen und hellen Boxen und tendenzieller Robusthaltung wesentlich ausgeglichener ist, Besucher die sie noch von früher kannten haben das alle bemerkt und gesagt, sie sähe auch völlig anders aus.
Pferde brauchen meiner Meinung nach viel Weidegang, ich persönlich mag es wenn sie aber nachts ihre eigene Box haben, da sieht man nachher was und wieviel sie gefressen und geäppelt und gepinkelt haben, man sieht ob die Nacht ruhig/unruhig was und weiß schon durch einen Blick in die Box, wenn was nicht in Ordnung ist.
Offenställe kenne ich einige, kein einziger ist meiner Meinung nach gut durchdacht, bei den meisten hat man den Eindruck, es wird nur versucht Geld zu sparen. Ich glaube ein richtig guter Offenstall macht viel mehr Arbeit als Boxenhaltung kombiniert mit Weidegang.