Bei den Durchsuchungen, die durch Kriminalbeamte und Spezialisten des Dezernates für forensische IuK-Technik durchgeführt wurden, sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Zwei Beschuldigte sollen Angaben gemacht haben. Sie erklärten, den Netsky-Quellcode vom Urheber des Sasser-Wurms erhalten zu haben. Die Verbreitung von Netsky habe nur einer der Beschuldigten gestanden.
Der Hauptverdächtige bleibt der Berufsfachschüler. "Er war der Drahtzieher", betonte der Leiter der Staatsanwaltschaft Verden, Helmut Trentmann. Der Jugendliche hatte die Programmierung des Internet-Wurms Sasser gestanden. Auch Netsky soll von ihm stammen. Die Staatsanwaltschaft Verden rechnet damit, dass ein Prozess gegen den 18-Jährigen in einigen Wochen vor dem Jugendschöffengericht Rotenburg beginnen könnte. "Wir haben ja ein Geständnis", meinte Trentmann. Derzeit werde noch der Computer des Jugendlichen, der am Freitag festgenommen worden war, von Spezialisten des LKA untersucht.
Sasser-Geschädigte können sich zur Sicherung zivilrechtlicher Ansprüche und zur Strafanzeigeerstattung direkt an die Staatsanwaltschaft Verden wenden. Diese nimmt allerdings keine E-Mails in der Sache entgegen. Beschwerden können gefaxt oder postalisch zugestellt werden.