(F1Total.com) - Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen fährt an diesem Donnerstag erstmals seit über fünf Jahren wieder ein Formel-1-Auto. Der 38-Jährige, der mit dem Großen Preis von Japan am 14. Oktober 2001 in Suzuka seine Formel-1-Karriere nach 161 Rennen, 20 Siegen und den Fahrer-WM-Titeln 1998 und 1999 beendet hat, unterstützt das McLaren-Mercedes-Team bei den Testfahrten in Barcelona.
Der Test mit dem Familenvater am Steuer gehört zur Vorbereitung auf die Saison 2007, in der McLaren-Mercedes mit dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso sowie GP2-Champion Lewis Hamilton an den Start gehen wird.
Test soll kein PR-Gag sein
"Häkkinen wollte einen aktuellen Formel-1-Wagen kennen lernen", heißt es in einer Pressemitteilung des Teams. "Das Team möchte von seiner Erfahrung profitieren und ist gespannt auf seine Eindrücke von den Änderungen an der Aerodynamik, beim Motor und bei den Reifen, die sich aus reglementbedingt seit seinem letzten Formel-1-Start ergeben haben."
Der Finne blieb auch nach seinem Rücktritt aus der Formel 1 ein Mitglied der McLaren-Mercedes-Familie. Seit 2005 fährt er als Mercedes-Benz-Werksfahrer mit einer AMG-Mercedes C-Klasse in der DTM, gleich sein drittes Rennen hat er im letzten Jahr gewonnen. Seit letzter Woche ist er Botschafter des langfristigen Team McLaren-Mercedes-Partners 'Johnnie Walker'.
Häkkinen hatte Lust auf ein "kleines Comeback"
"Ich freue mich, wieder das Formel-1-Auto von McLaren-Mercedes zu fahren und mit meinem alten Team zusammen zu sein", sagte der 38 Jahre alte Finne. "Seit meinem Rücktritt am Ende der Saison 2001 habe ich die Formel 1 weiter interessiert verfolgt. Als mich das Team zum Grand Prix von Brasilien nach São Paulo einlud, dachte ich, es wäre schön, wieder einmal selbst im Formel-1-Auto zu sitzen."
"Ich habe zunächst einige Zeit im Formel-1-Simulator des Teams verbracht und jetzt freue ich mich auf den richtigen Test im MP4-21. Für diese Möglichkeit möchte ich mich bei Ron Dennis und Norbert Haug bedanken. Ich werde sehen, wie sich die Formel 1 in den letzten fünf Jahren weiter entwickelt hat und ich hoffe, ich kann dem Team bei den Vorbereitungen für 2007 helfen."
Dennis hofft auf Häkkinens Unterstützung
"Wir freuen uns, dass wir Mika diese Gelegenheit bieten können", sagte McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis. "Er kann es kaum erwarten, in einem aktuellen Formel-1-Auto zu sitzen. Ein Fahrer seines Kalibers und mit seiner Erfahrung ist eine Bereicherung für unser Testprogramm, und dem Team werden seine Aussagen am Donnerstag bei der Vorbereitung auf 2007 weiterhelfen. Weitere Tests mit Mika sind derzeit allerdings nicht geplant."
"Mika ist seit über zehn Jahren ein sehr wichtiges Mitglied der McLaren-Mercedes-Familie", sagte Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug. "Mit seinen zwei Formel-1-Weltmeistertiteln und 20 Grand-Prix-Siegen für uns hat er mehr als jeder andere Fahrer zum Erfolg von McLaren-Mercedes beigetragen."
Haug: Kein Comeback als Formel-1-Rennfahrer
"Seit 2005 fährt er mit einer C-Klasse in der DTM und beweist dort, dass er nichts von seinem Speed und seiner Hingabe verloren hat, und der Publikumsliebling der DTM ist Mika obendrein. Wir alle freuen uns jetzt darauf, Mika nach fünf Jahren wieder in unserem Formel 1 zu haben. Es wäre allerdings falsch, aus diesem Test den Schluss zu ziehen, Mika würde in die Formel 1 zurückkehren."
Das McLaren-Mercedes-Team testet von Dienstag, 28. November bis einschließlich Donnerstag, 30. November 2006 auf dem 'Circuit de Catalunya'. Am Dienstag und Mittwoch saßen Lewis Hamilton und Pedro de la Rosa am Steuer. Häkkinen testet am Donnerstag gemeinsam mit Lewis. Vor Weihnachten finden noch Testfahrten in Jerez statt.
Der Weltmeister von 1998 und 1999 kam bereits heute Nachmittag im Fahrerlager am 'Circuit de Catalunya' an, schrieb auf dem Weg in die Box der "Silberpfeile" ein paar Autogramme und strahlte angesichts des vor ihm liegenden Comebacks wie ein kleiner Junge vor einem leuchtenden Weihnachtsbaum.
Allerdings wird es für den 38-Jährigen vermutlich bei einem einmaligen Test bleiben.
Finde es irgendwie schade, das er nicht Stammtestfahrer ist bzw. sein möchte.
By Jonathan Noble Friday, December 29th 2006, 09:37 GMT
Gerhard Berger has revealed to autosport.com that he was the one who got Mika Hakkinen interested in getting back behind the wheel of a Formula One car.
And, claims the Scuderia Toro Rosso co-owner, he was especially overjoyed that McLaren boss Ron Dennis was the one who paid for the former world champion's eventual testing return.
Speaking about the circumstances surrounding Hakkinen's return to the F1 cockpit earlier this year, Berger says that he egged on the Finn to abandon DTM and consider a comeback to Grand Prix racing.
"Let's put it this way, I had some discussions with him and asked why he was mucking around in the DTM and not doing a proper job again," Berger told autosport.com.
"I rate him as an extremely competitive guy, and so we started to talk and discuss if it was the right thing for him to stay in the DTM. I told him that if he was going to the gym and training hard then he might as well get in a proper car! That was how it all started."
Hakkinen's interest was fuelled so much that after a visit to the Brazilian Grand Prix to see Michael Schumacher's final race, he talked to McLaren about a role with them. After several runs in the team's simulator, he tested at Barcelona in November.
Berger said he was so thankful that he did not have to pay out for a Hakkinen test - and instead was very grateful to Dennis for letting it happen.
"Ron picked up on Hakkinen's desire and offered him a car," said Berger, with a big grin on his face. "So we achieved what we set out to achieve. Mika got a drive at the cost of Ron, and that made me smile a bit! It worked out quite well.
"If I convinced him to drive a car, then it would have cost me. But at the same time Ron ran him, so the problem was fixed."
Berger believes that Hakkinen's slow pace in the test was not really indicative of what he is capable of.
"I looked at the lap times and gathered he was not into serious testing. I believe that if he gets serious about it, then I think he would be very close to proper lap times. But not at this stage."
Berger also confirms that they did once talk about a possible F1 racing comeback, but the discussions did not go anywhere.
"I think Mika still is a competitive guy and he knows how to race and how to win," said the Austrian. "He and I had a discussion about it once."
Berger steckte hinter Häkkinen-Test
von Marco Helgert 29. Dezember 2006 - 11:14 Uhr
Der Mitbesitzer der Scuderia Toro Rosso entfachte das Interesse bei Mika Häkkinen, wieder einmal Formel-1-Luft zu schnuppern.
(F1Total.com) - Mika Häkkinen stieg just in jenem Moment wieder in ein Formel-1-Auto, als der Posten des zweiten Stammfahrers bei McLaren-Mercedes noch offen war. Sofort kamen Gerüchte auf, der Finne stehe vor einem Formel-1-Comeback, was von den Beteiligten jedoch dementiert wurde. Hinter den Ambitionen Häkkinens, wieder ein Formel-1-Cockpit zu besteigen, steckte jedoch Toro-Rosso-Mitbesitzer Gerhard Berger.
Schon Anfang Januar kamen Gerüchte auf, Häkkinen sei ein Toro-Rosso-Cockpit angeboten worden. Berger erklärte nun gegenüber 'autosport.com', dass er den Finnen zum Comeback überredete. "Ich hatte einige Gespräche mit ihm und fragte ihn, warum er in der DTM herumgurkt und nicht wieder einen ordentlichen Job macht", so Berger.
Der Tiroler sieht in Häkkinen noch immer einen Fahrer, der auch in der Formel 1 wieder zu Höchstform auflaufen könnte. Das Interesse beim Finnen wurde geweckt, bei McLaren fragte er an, ob eine offizielle Rolle für ihn im Team möglich wäre. Nach einigen Fahrten im teameigenen Simulator stieg er Ende November in Barcelona wieder in den "Silberpfeil".
Berger zeigte sich besonders erfreut, denn obschon er Häkkinens Interesse anstachelte, musste er nicht für das Kurzcomeback bezahlen. "Wir haben das erreicht, was wir erreichen wollten", erklärte er. "Mika hatte den Test auf Kosten von Ron (Dennis, McLaren-Teamchef; Anm. d. Red.). Das hat gut funktioniert. Wenn ich ihn überzeugt hätte, wieder ins Auto zu steigen, dann hätte ich zahlen müssen."
Dass Häkkinens Rundenzeiten in Barcelona diskret blieben, sei keine richtige Standortbestimmung. "Wenn er das ernsthaft angehen würde, dann wäre er ordentlichen Zeiten sehr nah. Aber nicht in dieser Phase", so Berger, der mit Häkkinen auch über ein Formel-1-Renncomeback sprach - wenn auch ohne Ergebnis. "Wir haben einmal darüber geredet", erklärte er.