Helmut Simon, der die Steinzeit-Mumie 1991 bei einer Bergwanderung im Eis des Similaun-Gletschers in Südtirol fand, war seit Freitag vorletzter Woche im Bereich des Gamskarkogel im Salzburger Pongau vermisst gewesen. Simon, der seit Jahren mit den italienischen Behörden um einen angemessenen Finderlohn für "Ötzi" streitet, war nach Angaben seiner Frau Erika am Freitagvormittag zu einer Wanderung auf den Gamskarkogel aufgebrochen, von der er nicht zurückkehrte. Daraufhin schlug sie bei der Polizei Alarm, die wiederum die Bergwacht verständigte.
Suchaktion ohne Erfolg
Noch am Abend des Verschwindens war eine Suchaktion eingeleitet worden, an der sich Bergretter aus Bad Hofgastein und Bad Gastein beteiligten. Sie war am frühen Samstagmorgen abgebrochen und Stunden später wieder aufgenommen worden. Bis zu 120 Helfer setzten auch Hundestaffeln ein. Doch die Suchaktionen blieben erfolglos. Die Suche war erschwert gewesen, weil Simon kein Ziel seiner Wanderung genannt hatte.
Kaum mehr Hoffnung
Gerald Kainz, Leiter der Bergrettung Hofgastein, sagte am Montag, es bestehe kaum Hoffnung, Simon lebend zu finden. Die Temperaturen in dem bis zu 2500 Meter hohen Gebiet liegen seit Tagen unter Null. Dennoch wurde am Mittwoch eine neue Suchaktion gestartet. "Wir lassen uns das sicher nicht nachsagen", erklärt Gerald Krainz, der Chef der Bergrettung Bad Hofgastein, "dass wir nicht alles versucht haben."
"Ötzi" 1991 gefunden
Die Simons hatten die mumifizierte Leiche des Gletscher-Mannes am 19. September 1991 bei einer Bergtour auf der Südtiroler Seite des Similaun-Gletschers in über 3.000 Metern Höhe gesehen und sie zunächst für eine "gewöhnliche" Leiche gehalten. Die Mumie wird inzwischen nach ihrem Fundort im Ötztal nur "Ötzi" genannt. Untersuchungen ergaben, dass "Ötzi" rund 5300 Jahre alt ist und aus der Jungsteinzeit stammt.
Streit um Finderlohn
Wegen des Finderlohns stritten die Simons mit den italienischen Behörden. Vor einem Jahr hatte das Landesgericht Bozen das Ehepaar zwar als Finder der Gletscherleiche offiziell anerkannt, verweigert jedoch nach wie vor den Finderlohn. Die Anwälte der Simons nahmen nach dem Gerichtsurteil erneut Verhandlungen mit dem Land Südtirol auf.
Als realistisch bezeichneten die Anwälte eine Forderung zwischen 150.000 und 250.000 Euro. Ihr Argument: Der Mann aus dem Eis sei die größte touristische und wissenschaftliche Attraktion Südtirols und locke jährlich 300.000 Besucher in das eigens für ihn errichtete Museum in Bozen.
--------------------------------------
Jetzt wurde er selbst zum Ötzi
Aber jetzt mal im Ernst: Es ist wirklich traurig, dass so viele Leute in den Bergen umkommen. egal ob sie nun bahnbrechenden Erfindungen gemacht haben oder einfach nur einen Wandertag einlegen wollten. So etwas muss nicht unbedingt sein (... aber ein paar despotische Diktatoren mit Weltherrscher Ambitionen könnt man mal zu ner Bergwanderung mitnehmen *ggg*).
Sorry, aber ich beherrsche das zitieren noch immer nicht !
Aber den Ausspruch von Darla finde ich einfach genial !
Übrigens bin ich froh den Ötzi nicht gefunden zu haben, sonst wäre ich vielleicht auch ein paar Jahr später irgendwo in den Bergen abgestürzt und mit meinem Traum gesund und glücklich 200 Jahre alt zu werden, wäre es auch nix geworden.