Beim ersten Ferrari-Heimrennen will Schumacher mit einem komplett überarbeiteten Renner zurückschlagen: Die Ferrari-Ingenieure haben ein neues Aerodynamik-Paket, modifizierte Vorder- und Hinterradaufhängungen (um die Reifen besser auf Temperatur zu bringen) sowie eine Ausbaustufe des Motors vorbereitet. Von Bridgestone gibt's außerdem neue Reifenmischungen. Das alles will Schumacher in den kommeneden zwei Wochen ausgiebig testen.
"Wir werden jetzt extrem intensiv arbeiten. Beim Heimspiel in Imola wollen wir endlich richtig in die WM starten", kündigte der 84-malige GP-Sieger an. Ferrari-Technikchef Ross Brawn drückt auf die Euphorie-Bremse: "Hoffentlich greifen die Veränderungen. Und hoffentlich halten die neuen Kolben im neuen Motor." Grund für die Sorge: In Maranello hat man inzwischen die Kolben als Ursache für die Motorschäden beim Malayisa-GP ausgemacht. Offenbar haben die Ferrari-Ingenieure die Kolben für die hohen Drücke in den Brennräumen nicht richtig dimensioniert; die Folge: sie rissen ganz plötzlich, ohne Anzeichen für einen sich anbahnenden Schaden.
Imola - ein gutes Ferrari-Pflaster
Bis Imola soll dieses Problem gelöst sein, damit Schumi den Ferraristi endlich wieder einen Sieg schenken kann. Sein letzter 'echter' GP-Erfolg - das Skandalrennen von Indianapolis 2005 nicht mitgerechnet - liegt rund 18 Monate zurück. Der große Preis von San Marino ist ein gutes Pflaster für eine rote Wende im WM-Kampf. Selbst im Pleiten-Jahr 2005 war Schumacher hier konkurrenzfähig, hätte sogar gewinnen können. Doch Weltmeister Fernando Alonso blockte die Angriffe des Ferrari-Piloten 24 Runden lang erfolgreich ab. Diesesmal will sich Schumi nicht mit dem 2. Platz begnügen.
Mike Gascoyne wurde von Toyota gefeuert.
Köln – Der Hammer in der Formel 1. Jetzt zieht der Kölner Rennstall Toyota seine Konsequenzen aus dem schwachen Saisonstart.
Der Technische Direktor Mike Gascoyne wird gefeuert.
Pilot Ralf Schumacher ist im Urlaub in Dubai und will sich zu diesem Thema nicht äußern. Sein Manager Ralf Piedade: „Ralf wusste schon länger davon. Klar, dass er zu dieser delikaten Sache nichts sagen kann.“
Der Vertrag von Gascoyne (geschätztes Jahresgehalt sechs Millionen Euro) wäre Ende der Saison ausgelaufen. Der Engländer kam 2003 von Renault zu Toyota, galt als Heilsbringer.
Doch trotz Mega-Etat (450 Millionen Euro) hat Gascoyne keinen durchschlagenden Erfolg bringen können. Ausgerechnet an seinem 43. Geburtstag am Sonntag feierte Schumacher mit Platz drei den ersten Saisonerfolg.
Für Gascoyne kam er zu spät, die Entscheidung gegen ihn war längst gefallen. Nachfolger wird Pascal Vasselon.