„Ich hasse dich“ „Verpiss dich doch! Du gibst eh nur unser ganzes Geld aus!“ „Ach ey warum reden wir noch miteinander? Es hat eh alles keinen Sinn mehr!“ Es war wie jeden Tag. Meine Eltern stritten mal wieder. Ich hielt mir die Ohren zu, versuchte das Geschreie zu ignorieren. Als es nach 5 Minuten nicht besser wurde schnappte ich meine Schlüssel und rannte aus der Wohnung. Bevor ich rausging checkte ich noch mal mein Make Up. Niemand durfte sehen das ich geweint hatte. Ich lief ein wenig die Straße entlang und stellte mir vor wie es wäre raus aus dieser Scheißgegend zu kommen. Doch ich wusste das es nur Träumerei war. Wir würden ewig in diesem Hochhausblock leben. Vor kurzem wurde mein Dad entlassen nun waren wir vom Staat abhängig. Seitdem stritten meine Eltern ständig. Es war kaum auszuhalten. „Vanessa! Vanessaaaaaaa!“ eine Mädchenstimme riss mich aus meinen Gedanken. Ich drehte mich um. Es war Marisa mit ihrem neuen Freund. Ich wartete bis sie mich eingeholt haben. „Hey“ sagte ich „Hey“ antwortete Marisa doch ihr Freund blieb stumm, schaute stur geradeaus. „Das ist übrigens Kevin.“ Sagte sie und steckte ihre Zunge in seinen Hals. Ungeniert grapschte er ihr an den Arsch und fuhr langsam unter ihr Shirt. Dann verschwanden die 2 in ein dunkles Treppenhaus. Ich blieb an der Ecke stehen und wartete bis sie fertig waren. Plötzlich spürte ich wie mich jemand schubste. „Na du kleine Hure bereit für Schläge?“ Es war Craig…er gehörte zu einer Gang die gegen unser Viertel war. Ich spuckte ihn an. Er hob die Hand und verpasste mir eine Backpfeife. „Du kleiner Wichser wirst schon sehen was du davon hast.“ Als ob es geplant war kamen meine Freunde gerade an uns vorbei. Darunter auch mein Ex Daniel. Alle wussten das er immer noch auf mich scharf war. „Vanessa was ist los?“ fragte er als er sah wie ich mir die Wange rieb. „Dieses Schwein da hat mich angegriffen.“ Erwiderte ich und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen da ich wusste was gleich passieren würd. „Diesen Hurensohn schnapp ich mir!“ Er ging ganz langsam auf Craig zu und boxte ihn in den Bauch. Craig krümmte sich vor Schmerzen. Da zog Manuel, ein Freund von Daniel ein Messer. „Wenn du noch einmal eine Perle von uns anmachst passiert etwas sehr, sehr schlimmes verstanden?“ Craig blieb ruhig und sagte nichts. „Ich fragte ob du verstanden hast!“ Craig nickte stumm. „Gut so!“ lachte Daniel und trat noch einmal kräftig in Craigs Unterleib. Dieser schrie vor Schmerzen auf. Ich drehte mich weg, wollte das nicht sehen. Dann kam Daniel auf mich zu. „Komm schon Baby…jetzt wo ich nett zu dir war kannst du doch auch ein bisschen nett zu mir sein!“ flüsterte er und küsste sanft meinen Hals. Ich stieß ihn weg. „Daniel bitte nein ich will das nicht!“ „Komm schon!“ drängte er mich doch ich wandte mich aus seinen Armen und lief davon. „Das nächste mal werde ich nicht da sein um dir zu helfen merk dir das!“ rief er mir hinterher.