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Das Ghul - 13.07.2007 - 20:54
Man sagt, sie hat auf ihre Weise triumphiert
Sie denkt, ihr Schicksal lässt sich nicht verschlimmern
Als sie mit getrübtem Blick das Ende anvisiert
Sie weiß, kein Schrei wird sein, noch weniger ein Wimmern
Wenn die Erinnerung sich - zuletzt - verliert
Schön war sie ohnegleichen, doch war sie ebenso naiv
Zeigte Gesicht - ihr Schicksal schon besiegelt
Als sie, voll Zuversicht, in eure Arme lief
Verschlossen und hermetisch abgeriegelt
Modert sie nun in ihrem Grab, das nur zum Scheine tief
Bald ist sie vergessen, ihre Kinder bald verwaist
Zum Todeskampf fehlt ihr schon längst der Wille
Unbemerkt ihr Untergang, ungehört die Stille
Als sie mit erloschener Pupille
Euch mit sich in den Abgrund reißt
Das Ghul, 13.7.2007
Dämonenherz - 14.07.2007 - 14:44
Herrje, das sind wirklich wundervolle Zeilen. Da stellt sich die Frage, welche Muse das Ghul geküsst hat. Sensationell. Nur in der 2. Strophe klingt die letzte Zeile für mich so ein bißchen gewollt also konstruiert wegen des Reimens. Bei der 3. Strophe brichst du dann aus dem Reimschema aus, was ja vielleicht bewusst so gewählt ist (?) und mich auch nicht wesentlich stört beim Lesegenuss. Fazit: Wirklich wunderschön!
Das Ghul - 15.07.2007 - 20:07
Ich danke dir!
Ja, der Ausbruch aus dem Reimschema ist gewollt - dachte mir, so ließe sich vielleicht etwas Spannung aufbauen...
Was hingegen die letzte Zeile der 2. Strophe betrifft: Du hast vollkommen recht, was das konstruierte angeht - allerdings geschah das nicht des Reimschemas, sondern des Inhalts wegen... Ich habe selbst lange gezögert, sie so aufzunehmen... Aber sie musste einfach rein!
Persephone - 19.07.2007 - 21:35
Ich finds sehr schön... doch ich verstehe es immernoch nicht so recht...
Das Ghul - 19.07.2007 - 21:46
Ich erklär nix... :böse:
Persephone - 20.07.2007 - 20:10
*bäh*
So schlecht scheints dir ja doch nicht zu gehen...
Das Ghul - 25.07.2007 - 00:18
Hrmpf. Fein, fein... Das Gedicht "Muse" charakterisiert die Schnelligkeit und die fatale Unumkehrbarkeit, mit der all jene Dinge, durch die man zu etwas inspiriert wird, zugunsten des Inspirierten in Nichtbeachtung und letztlich Vergessen versinken und klagt die Ungerechtigkeit dieses Umstandes an. Ist gewiß nicht die einzige Interpretationsmöglichkeit, aber jedenfalls waren es Gedanken solcher Art, die mich dazu bewogen haben es zu schreiben... Geht's mir jetzt wieder schlecht??
Caitiff - 25.07.2007 - 04:21
Bestimmt :D
Persephone - 25.07.2007 - 09:37
Ich hoffe mal nicht... helfen die Hausmittelchen?
*am Kopf kratz*
hm, klingt ja doch viel einfacher als ich mir dachte, dass es ist... aber danke :)
Das Ghul - 26.07.2007 - 21:26
Was nur ein einziger Grund ist, warum ich meine Werke nicht wirklich gern erkläre...
Was war denn deine Interpretation?
Persephone - 26.07.2007 - 21:38
Eine ganz doofe... du weißt doch, ich beziehe vieles unheimlich leicht auf mich (@)