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FlyingFinn - 14.01.2005 - 16:26

Der Münchner Modezar Rudolph Moshammer ist am heutigen Freitagmorgen tot in seiner Wohnung gefunden worden. Nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Wenger wurde der 64-Jährige ermordet. Todesursache sei "Gewalteinwirkung gegen den Hals" des Modeschöpfers gewesen. Bei der Leiche wurde ein Kabel gefunden. Moshammer soll mit Sakko und Hose bekleidet auf dem Rücken vor dem geöffneten Schlafzimmer im ersten Stock seines Hauses im Münchner Nobel-Stadtteil Grünwald gelegen haben. Der Leiter der polizeilichen Ermittlungskommissionsgruppe, Harald Pickert, gab in einer Pressekonferenz in München den bisherigen Ermittlungsstand bekannt: Nach einem Restaurantbesuch mit einer Bekannten in Grünwald war der Modemacher am Donnerstagabend mit seinem Rolls-Royce Silver Seraph allein in die Münchner Innenstadt gefahren. Was dann passierte, ist noch unklar. Der Mord geschah vermutlich kurz nach Mitternacht. Die Polizei hat eine 20-köpfige "Soko Moshammer" gebildet, um den Mord aufzuklären.

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Also ich war ehrlich geschockt. habe nicht viel von ihm gehalten, aber wer macht denn so was? Dachte erst. dass ist ein Scherz, scheint aber net zu sein.

Und was ist mit Daisy?

Mfg FlyingFInn

Kimi_Raikkönen - 14.01.2005 - 17:20

Ich kannte den Typ nicht.
Formel1Fan - 14.01.2005 - 18:15

http://www.orf.at/050114-82722/index.html
Liza - 14.01.2005 - 19:51

Ich finds echt schockierend,fand den typ zwar nicht soo großartig,aber das ganze geld bekommt jetzt Daisy und seine Mutter!!
meinereiner - 14.01.2005 - 20:02

mein beileid!

ich denke mal, dass wenn er es gewusst haette, dass er sterben wuerde haette er das gesammte Geld fuer einen obdachlosenverein hinterlassen.
die leute, die so etwas machen, muessen wirklich skrupellos sein..

meinereiner

FlyingFinn - 14.01.2005 - 21:08

Also der Typ sieht ja net gerde prall aus, aber dass er schwul ist? mhh wäre ich net so einfach drauf gekommen. Vielleicht war es ja ein Boy von der Straße, den er sich aufgegabelt hat. Alles sehr suspekt.

Mfg FlyingFInn

Kimi_Raikkönen - 16.01.2005 - 17:17

Nach nur zwei Tagen ist der Mord an dem Münchner Modemacher Rudolph Moshammer aufgeklärt. Ein 25 Jahre alter Iraker habe die Tat gestanden, den 64-Jährigen Moshammer in der Nacht zum Freitag in dessen Haus in München-Grünwald erdrosselt zu haben. Das gab die Münchner Polizei auf einer Pressekonferenz am Sonntag bekannt.

Ursache sei ein Streit um die Bezahlung für sexuelle Handlungen gewesen, erklärte der Leiter der Soko Moshammer, Harald Pickert. Dabei sei es um 2.000 Euro gegangen sein, die Moshammer nicht zahlen wollte.

Mosi hatte keine Chance
Der mutmaßliche Mörder hat Moshammer das Telefonkabel "blitzschnell" um den Hals gelegt und zugezogen. "Herr Moshammer hatte keine Chance", sagte Pickert. Anschließend habe der 25-Jährige die Taschen seines Opfers und dessen Wohnung durchsucht. Ob er den Modemacher bestohlen hat, ist unklar. Die Polizei geht von Mord aus, bei dem Heimtücke und Habgier im Spiel gewesen seien.

Mit DNA-Probe überführt
Der mutmaßliche Mörder Moshammers wurde auf Grund von DNA-Spuren überführt. Der genetische Fingerabdruck des Irakers war in der Datei des Bundeskriminalamts gespeichert. Der Tatverdächtige ist nach Auskunft des Staatsanwalts Peter Boje zwar nicht vorbestraft, war aber im vorigen Jahr wegen eines Sexualdelikts ins Visier der Polizei geraten. Das Verfahren wurde eingestellt, der 25-Jährige hatte aber freiwillig eine Speichelprobe abgegeben. Diese war laut Boje die Grundlage für den schnellen Ermittlungserfolg im Mordfall Moshammers. Der Mann sei am Samstagabend in seiner eigenen Wohnung von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen worden. Dabei habe er keinen Widerstand geleistet.

Der gebrochen Deutsche sprechende Iraker ist 2001 nach Deutschland gekommen, hat einen Asylantrag gestellt und besitzt eine gültige Aufenthaltserlaubnis. Vor seiner Festnahme arbeitete er als Koch in einem gastronomischen Betrieb in München.

Heimtücke und Habgier
Nachdem das Sondereinsatzkommando den Mann in seiner Wohnung in München-Harras gefasst hatte, sei seine Stimmung von "Selbstmitleid" geprägt gewesen, berichteten die Ermittler. Er leide unter finanziellen Problemen und "klagt darüber, dass er sich in seinem Leben nichts leisten kann" - während andere Menschen im Luxus lebten. Die Tat des Mannes weise alle Merkmale von "Heimtücke" und "Habgier" auf.

Möglicherweise aus Stricher-Szene
Der Geständige ist laut Polizei ein Automaten-Spieler, der "sämtliche Spielotheken in der Bahnhofsgegend abklappert". Über eine mögliche Drogensucht hat die Polizei keine Erkenntnisse. Auch, ob er sich in der Stricherszene bewegt, ist unklar. "Er sagt, er ist kein Stricher", betonten die Ermittler. "Aber wir wissen nicht, aus welchem Milieu er kommt."

Über 180 Hinweise auf Mörder
Seit Freitag hatte eine Sonderkommission der Polizei unter Hochdruck nach dem Täter gesucht. Bis Sonntagmorgen waren rund 180 Hinweise bei den Ermittlern eingegangen. Die 20-köpfige Sonderkommission hatte auch in der Stricherszene ermittelt.

Moshammer war am Freitagmorgen erdrosselt in seinem Haus im Münchner Vorort Grünwald entdeckt worden.

Trauer um den Modezar
Dutzende Kerzen und Grablichter brennen vor den Schaufenstern des Geschäfts in der Münchner Maximilianstraße. Immer wieder bleiben Passanten stehen, legen Blumen nieder: Rote Tulpen, weiße Rosen und Nelken türmen sich vor dem Laden des ermordeten Modeschöpfers Rudolph Moshammer. Menschen stehen still vor dem Laden mit dem italienischen Namen "Carnaval de Venise".

Sehr sozial engagiert
Eine junge Frau legt eine orange Rose nieder. "Das ist die Farbe der Sonne - und er war, finde ich, die Sonne für viele", sagt sie. Sein Leben lang hatte sich Moshammer sozial engagiert. Vor allem für die Obdachlosen hatte er sich - auch zusammen mit seiner 1993 gestorbenen Mutter Else eingesetzt. Sein eigener Vater war nach Angaben der Münchner Diakonie mittellos in einem Obdachlosenheim gestorben.


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