Kulturzentrum TOLLHAUS Karlsruhe
Mo, 24.10.2005, 20:30 Uhr:
Max Goldt
„Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens“
„Kein anderer deutscher Kolumnist schreibt so entspannt, assoziativ, so gepflegt umständlich, so melodisch präzis und, immer wieder, so überraschend. Ein Sprachmeister.“ Das behauptet zumindest die Neue Zürcher Zeitung, die sich in Sachen sprachlicher Akkuratesse bekanntlich selbst nicht zu verstecken braucht, von Max Goldt. Er war schon immer ein Großmeister der Titelposie. Ob „Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zwittau“, „Der Krapfen auf dem Sims“ oder „Schließ die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker“ – Max Goldt hat einfach die besten Titel. Unter dem Titel „Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens“ vereint er auf Buch, CD und nun auch leibhaftig 17 neue seiner unverwechselbaren Betrachtungen. Zum Glück ist es „dank der guten baupolizeilichen Bestimmungen in Deutschland ja möglich, seitlich an so ziemlich allem, was hässlich ist, vorbei zugehen“. Definitiv nicht links liegen lassen sollte man Goldts Erörterungen zum „süßen Nichts“, erfahren man doch hier Grundsätzliches über Dinge wie Pfeffermühlen und Herrenunterhosen.
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