Heute klingelte der Wecker früh. Ich öffnete meine verschlafenen Augen und entdeckte neben mir einen jemanden liegen. Ich strich Sim zärtlich durch die zerzausten Haare, klar, er war gestern zu Besuch gekommen! Er drehte sich um und guckte mich an. „Na, aufgewacht, Schlafmütze?“ Ich stieg aus dem Bett und schlüpfte in meinen roten Bademantel. Dann zog ich die Tür hinter mir zu, als ich raus auf den Flur ging. Ich wusste gar nicht so recht, was gestern passiert war. Naja. War auch egal. Ich stellte mich unter die Dusche und drehte den Hahn auf, als ich bemerkte, dass Sim mir gefolgt war. „Hey du“, neckte ich, „die andern wollen hier auch mal rein!“ Er verzog sein Gesicht und ging dann wieder in mein Zimmer. Ich duschte mich fertig und schlüpfte dann in Stallsachen. Nun gingen wir beiden runter in die Küche. Denise saß am Tisch und guckte Sim ungläubig an. „Du hast jemanden abgekriegt?“, witzelte sie und beugte sich dann wieder über ihre Cornflkakes. Ich jedoch schmiss drei Eier in einen Kochtopf. Während ich Sim zum Brötchen holen schickte deckte ich den Tisch und schreckte die Eier ab. Außerdem machte ich uns einen schönen Cappucino. Als Sim zurück war begrüßte ich ihn mit einem stürmischen Kuss. Es kam einfach so über mich! „Bitte... ich kotze gleich!“, röchelte Denise gespielt und kniff die Augen fest zusammen. Ich setzte mich mit Sim an den Tisch und wir aßen. Dann ging es aus dem Haus. Mit meinem Kombi rollten wir auf den Hof. Da fiel mir ein, dass wir Loni ganz vergessen hatten, Sim kannte sie noch gar nicht, ich hatte sie gestern im Garten vergessen! In Windeseile fuhr ich zurück und befreite meine arme Hundedame. „Lone, komm!“, rief ich und schon war sie auf den Rücksitz des Wagens gesprungen. „Das ist mein Hund!“, stellte ich ihm die beige Wuschelhündin vor! Wieder zurück auf dem Hof ging es los mit Pferde versorgen. Sim durfte Bjalla und Bailey einbandagieren, was ich sonst nur wenigen anvertraute. Dann brachte er sie auf die Koppeln, während ich die Boxen fertig machte. Nun holte ich Lana von der Koppel. Sim durfte sie striegeln. Zögerlich stand er vor ihr. „Du hast ja so viele Ponys!“, stellte er fest! „Nein, echt?“, fragte ich und grinste. „Sie sind mein Leben! Hier die braune Stut‘, ist von der dicken Schimmel die Tochter, süß oder?!“ er überlegte. „Sag bloß nix falsches!“, warnte ich feixend! Dann warf Sim ein: „Achso ich soll die von Steinchen sagen, dass deine Ponys heut ankommen, du weißt doch, die beiden Stuten!“ „jaja“, antwortete ich, „die eine geht heute sofort an jemand andres weiter!“ Es war mir schwer gefallen, mich von Maureen zu trennen, aber Romia war ebenfalls eine Stute mit Kaliber, mit der werde ich schon Spaß haben. Nun holte ich Bailey wieder von seiner Koppel und ließ Sim kurz über putzen, während ich Astor aus dem Offenstall holte. Auch hier putzte ich kurz über und dann sattelten wir. Ich ließ Sim auf meinem dicken Braunen reiten und ich schwang mich auf Astors bequemen Rücken. Zuerst trödelten wir in der Halle nebeneinander her. Dann legte ich die Decke auf die Bande und trabte an. Auf Schlangenlinien bog ich meinen Wallach und ließ ihn dich in die Tiefe dehne. Dann galoppierte ich an. Auf großen gebogenen Linien ließ ich den wallach locker werden. Sim hatte derweile ein paar Meinungsverschiedenheiten mit Bailey. „Ropp den Gaul net so am Zügel!“, zeterte ich und funkelte böse. „Der ist M-Dressur gelaufen, dann wirst du ihn doch wohl ohne Gezerre auf nen Zirkel bringen!“ Sim schaute geknickt drein. „Na gut“, sagte ich. „Mach weiter!“ Es kotzte mich zwar an, dass er mein Schatz im Maul zerroppte, aber dafür konnte er ja nix, er hatte nie eine richtige Ausbildung gehabt! Und sein erstes Pferd hatte erst vor 4 Wochen gekauft, es war eine vollblut Araber Stute namens Jara. Sie war wunderschön und feuerrot. Ihr Augen hatten geglänzt, als ich sie auf der Rennbahn laufen sah! Denn Sim ritt sie nicht selbst, sie war ihm zu schade. Nein, er überließ es Profis, sie auf der Rennbahn vorzustellen. Ich jedenfalls wollte ihmjetzt feinere Hilfengebung beibringen, Wohl oder Übel mussten meine Hottes dafür herhalten, denn Sim und ich waren jetzt ein Paar! Als wir die süßen fertig geritten und versorgt hatten rollte auch schon ein Hänger auf den Hof. Drinnen hörte ich Mo’s neugieriges und Romis ängstliches Wiehern. Freudig lud ich die beiden ab! Romia und Mo, die beiden Schätzchen waren da. Schade, Mo ging sofort an nadine, mit ihr hätte ich Spaß haben können! Aber ich war auch ohne sie glücklich, ich hatte ja Romia. Die kleine Falbstute wandte sich suchend um als sie aus dem Hänger kam. Sie hatte meine Stimme erkannt! „Mäuschen!“, flüsterte ich und streichelte ihr und ihrer Halbschwester die Stirn. Dann durften beide sich von der Fahrt auf der Koppel erholen! Sim half mir die ungestümen Fohlen auf die Koppel zu bringen. Dann holten wir Bjalla und Lana. Ich putzte Lana und ließ ihn Bjalla putzen. Dann holte ich meine große Überraschung aus dem Auto! Ein großer Kiefern.Kranz gespickt mir Lanas Lieblings-Bonbons und Möhren und Äpfelchen. Denn Gestern war ihr GEBURTSTAG gewesen! Freudig legte ich ihr das Gesteckt vor die Nase und Bjalla bekam zum trost einen Eimer Mash. Dann legte ich Bjalla einen warmen Woll-Kolder über den Rücken und trenste sie. Auch B’lana bekam eine Trense auf. Ich befestigte einen langen Strick an ihrer Trense und schwang mich , als beide fertig waren mit Futtern, auf Bjallas Rücken. „Kommst du?“,fragte ich Sim. Und er schaute verwirrt aus. „Auf das braune Pony?“, er deutete auf B’lana. „Nein!“,lachte ich, „da wärst du binnen 5 Sekunden wieder unten, die ist noch nicht eingeritten! Komm zu mir!“ „Auf die kleine, meinst du die kann uns tragen?“ „ Ja, Ponys sind zäh!“ Mit Bjalla und Lana machten wir einen kleinen Spazierrit von circa zwei stunden! Ich genoß es, wie Sim seine Arme um mich schloss. Ich konnte nicht anders als grinsen! Fast schon enttäuscht glitt ich von Bjallas Rücken, als wir wieder auf dem Hof angekommen waren. Aber so war es nunmal! Dann brachten wir die beiden Ponys wieder auf die Koppel. Bjalla wurde vorher natürlich kräftig einbandagiert!
Dann wurde ich zu Pina ins Büro gerufen. Sie wollte mit mir den ganzen Kram für Romia erledigen. Ich bemerkte gar nicht wie ich mich fest quatschte. Währenddessen hatte Sim sich draußen besser mit Bailey angefreundet. Der braune Wallach fing an ihm zu gefallen.
Nach endloser Zeit kam ich wieder raus und dann dachte Sim wir wären endlich fertig, waren wir aber nicht, er musste noch ausharren bis Knut und Kavalier bewegt waren!!!
Reka