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GBF - 02.01.2005 - 15:49

Hier ein schöner Thread... Kurzgeschichten, wenn ihr welche habt (Selbstgeschriebene sind am besten) dann immer hier rein damit. :)

Eine Dedektivgeschichte

Es war ein verregneter Samstag Abend, und ich saß wie so oft alleine in meinem kleinen heruntergekommenen Büro. An der Decke drehte sich ein alter Ventilator, und der Schatten der Jalousien verlief quer über mein Gesicht. Auf meinem Tisch lagen einige Papiere, und eine alte Flasche Wiskey gähnte mich an. Hatte ich die wirklich schon ganz alleine Ausgetrunken? Ich saß in meinem Stuhl, hatte die Füße auf meinen dunklen Holzstisch gelegt und dachte daran besser einmal etwas zu Unternehmen.
Mit braunem Mantel, hochgeschlagenem Kragen, und dem Typischen Hut ging ich auf die Straße. Es war so Klischeéhaft, aber nun gut, da konnte man nunmal nichts dran ändern.
Ein Taxi fuhr die Straße entlang, genau das richtige in meiner Situation.
Als ich am Tatort ankam, guckte ich mich ersteinmal besonnen um. Die Polizei hatte bereits alles durchsucht, aber die Spur musste irrgendwo sein, und ich kam nicht wirklich weiter. "Billy, wo ist mein Geld?" hinter den langen grauen Vorhängen tauchte eine zwielichtige Gestalt auf, es war Pocks. Mit seinen rosa Kanninchen Pantoffeln und den Mickymaussocken sah er wirklich lächerlich aus. Ich sah ein das ich auch diesmal hier nichts weiter finden würde und beschloss mit Pocks ins Kino zu gehen. Wir sahen uns Casablanka an und während des Films überkamen mich viele Fragen:
Wer könnte nur der Täter sein? was suchte Fräulein Ströpel in der Tatnacht auf dem Balkon? wieso trägt Pocks rosa Kanninchen Pantoffel? Würde der Film jemals ein Ende nehmen? Wie sehen 85 Pfund geschmolzene Butter aus? Und vor allen Dingen... wie zum Teufel noch mal kam ich jetzt auf 85 Pfund geschmolzene Butter?
Als wir endlich Draußen waren hohlten wir noch den alten Mr Smith ab und fuhren gemeinsam nochmal zu Bauer Bob. Dort angekommen fiel mir sofort auf das alle seine Schweine Komisch aussahen, dies erklärte sich allerdings schnell dadurch das wir uns im Kuhstall aufhielten und es Kühe waren.
Ich wollte ihn grade zur Tat befragen, doch er verstand mich schon nichtmehr, sein Hörgerät war geplatzt. So beschlossen wir gemeinsam zur Polizei zu fahren, nicht nur wegen dem Hörgerät, nein auch wegen der sache mit Jim. Welcher Jim? fragte ich mich, denn ich kannte garkeinen Jim. Pocks bekam langsam Hunger und als wir auf dem Polizeirevier ankamen fing er auchschon gleich an zu bestellen: "Einmal die Pressbohnen mit Weißwürschtel in Sauerkraut mit Speck und Erdbeerquark." Die Polizisten fühlten sich dann doch zurecht versarscht und wollten es nicht hinnehmen so verschaukelt zu werden, also eröffneten sie kurzerhand das Feuer. Der alte Mr Smith warf sich sofort auf mich und zog meine geschockte Gestallt hinter einen Tisch. Glücklicherweise war Mario hier, der uns mit seiner Maschinenpistole Feuerunterstützung gab. Nach einer kurzen Schießerei war alles vorbei. Es hatte Bauer Bob erwischt. Pocks hatte von all dem nicht viel mitbekommen, denn er hatte seine Bestellung bereits an Tisch 4 bekommen und war schon fast ferig mit dem essen. Und trotzdem Pocks es auch diesmal wieder geschafft hatte seinen Willen durchzusetzten war es ein trauriger und schwarzer Tag, denn Bauer Bob war Tot.

GBF - 02.01.2005 - 15:49

Unsere Wege Trennten sich und ich beschloss noch einmal zum Tatort zurückzukehren, hier machte ich eine grausige Entdeckung. Mein Kaffee war kalt. Dies war zuviel für mich und ich beschloss die nächstgelegene Kneipe am Stadtrand aufzusuchen. Es war ein finsterer Laden, an der Decke hing ein schmuckvoller Kronleuchter und der große Wandspiegel hinter der Theke tat sein übriges. Ich bestellete mir einen leichten Longdrink ohne Eis und wartete ab. ein merkwürdiger Typ sprach mich zögerlich und schüchtern an: "Verzeiung, entschuldigen sie, sie sitzten da auf meinem..." der Mann schien mir zu nervös für diese Welt, so das ich ihn kurzerhand einfach niederschlug. Der Barkeeper aber dachte ich wollte streit anfangen und holte sein Gewehr aus der staubigen Vitrine, doch bevor er schießen konnte schlug ich auch diesen nieder, und weil es soviel spaß machte auch den Trunkenbold neben mir und den Mann der vor dem Klavir wartete. Langsam reichte es mir, diese Grobiane wissen doch nichtmehr was sie tuhen.
So beschloss ich zu Pocks zu gehen, er hatte hier in der Gegend ein kleines Appartemant angemietet und vielleicht könnte ich hier noch ein wenig schlafen. Pocks war grade dabei sich ein 1897 schweizer Edelschinken zu Braten und so setzte ich mich in seinen Sessel. Er legte etwas seichte Musik auf und ich schlummerte langsam ein. Nach einiger Zeit weckte mich Pocks auf, aber nur um mich Sekundenbruchteile später durch einen groben Faustschlag wieder ins Reich der Träume zu versetzten. Als ich wieder zu mir kam wachte ich grade in einem schäbigen Keller mit vergittertem Fenster auf. Ich rüttelte an der Tür, doch sie war abgeschlossen, ich rüttelte am Fenster, doch auch dieses war fest und lies sich nicht manipulieren. Ich wartete etwas. Mir wurde langweilig, langsam hatte ich keine lust mehr, ich öffnete die Tür und ging nach Hause, soll doch jemand anderes diesen beknackten Fall lösen... ENDE
LilEvil - 02.01.2005 - 17:45

haha,geiles ende ^^
GBF - 02.01.2005 - 18:59

Tja.. diese Geschichte hat den gewissen "Hää:? " Effekt... ;)
LilEvil - 04.01.2005 - 00:14

ich hab jetzt auch eine geschrieben. ich find,die is nichma so schlecht.
nur das problem ist, mir fällt kein schluss ein, der nur ansatzweise logisch ist..
LilEvil - 04.01.2005 - 00:26

So,jetzt aber:

Eine ganz gewöhnliche, besondere Nacht

Ohne einen Gedanken an das Geschehene zu verschwenden stand sie auf, von ihrem warmen Sessel, der ihr stets Geborgenheit gab.
Dort stand sie nun, die kleine Cathy, leichenblass und ängstlich.
Die Zeit, die sie für einen Schritt brauchte, verging für sie langsamer als der Wechsel der Gezeiten.
Sie setzte einen Fuß behutsam vor den anderen, immer wieder.
Vorbei an dem Treppenansatz, ihren glasklaren Blick immer auf die vor ihr erscheinenden Bretter des alten Holzhauses gerichtet.
Ihre langen Haare hingen ihr ins Gesicht, sie hatte den Kopf gesenkt, und so bemerkte sie nur auf Grund der kalten Fliessen unter ihren Füßen, dass sie nun das Badezimmer betreten haben müsse.
In ihrem dünnen, weißen Nachthemd fror es sie schon die ganze Zeit und der kalte Boden verbesserte ihre Situation nicht.
Ihre zittrige Hand wirkte so zerbrechlich, als Cathy mit großer Mühe versuchte, sich die Haare aus dem Gesicht zu streichen.
Mit einem gewissen Ekel musste diese feststellen,dass ihre Haare ganz verklebt waren, und so ließ sie sich langsam und mühevoll ein Badewasser ein.
Ihre Badewanne war ein mit Mühen verbundenes Gebilde, denn die Wasserregulierer waren schon sehr alt, und die kleinste ungewollte Bewegung führte zu zu heißem oder auch zu kaltem Wasser.
Als sie sich sicher war, genau die richtige Temperatur getroffen zu haben, stoppte sie den Wasserzufluss.
Sie wusste, in ihrem jetzigen Zustand war selbst, in die Wanne zu steigen ein sehr großer Kraftaufwand.
Ohne ihr Nachthemd auszuziehen hiefte Cathy sich mit ihrer letzten Kraft über den Wannenrand und ließ sich tief in das Wasser sinken.
Es tat ihr wahrhaftig gut, einfach nur dazuliegen und sie fühlte sich, als würde sie treiben.
Weit weg treiben, weg von diesen Menschen und weg von diesem Haus, einfach nur weit, weit weg.
Das Mädchen ließ sich in der Wanne hinabsinken, bis sie vollkommen unter Wasser war.
Plötzlich öffnete sie ihre Augen, es bildeten sich kleine Luftbläschen an ihren Lidern.
Sie wusste jetzt, dass sie nicht alleine war.
Sie wusste jetzt, dass sie nie alleine war, der Schatten beugte sich sogar während sie badet über sie.
Sie schloß ihre Augen wieder, weil sie wusste, sie muss wieder hoch, wenn sie weiterleben wollte. Aber was sie nicht wusste war, ob sie es wirklich wollte. Einerseits war sie sich sicher, sie könnte einfach wieder auftauchen, und diesen Schatten, der sie schon so lange verfolgt, jagen. Doch andererseits fragte sie sich, ob es denn überhaupt Sinn macht. Sinn macht, nach etwas zu suchen, was vielleicht nur in ihrer Phantasie existiert.
Nein. Sie wusste, sie würde weitermachen, sie hat die Kraft dazu, sie müsste sie nur finden.
Cathy tauchte wieder auf, sie rieb sich die Augen, in denen noch Wasser war.
Der Schatten war verschwunden.
Sie stieg aus der Wanne, nahm ein Handtuch und trocknete das Wasser ab, dass von ihrem Gesicht perlte.
Jetzt fror sie allerdings nochmehr, das nasse Nachthemd auf ihrer Haut brannte schon fast, auch wenn nur ein geringer Wind im Haus wehte.
Sie tappte, auch wenn es ihr noch so schwer fiel, wieder auf den Flur und blieb am Treppengeländer stehen.
Da waren sie, im Erdgeschoss.
Inzwischen kannte das arme Mädchen sie bereits, und sie wusste, was jetzt geschehen wird.
Diese stummen Schreie, die nach ihr riefen, es hatte keine Wahl, das arme Mädchen.
Wie von Geisterhand geführt, legte Cathy ihren Arm aufs Geländer.
In dem Augenblick, in dem ihre Hand das Holz berührte, kamen in ihr schreckliche Erinnerungen auf.
Erinnerungen an Früher.
Damals, damals war alles noch so einfach.
Cathy machte sich über nichts Gedanken, ausser über das Hier und Jetzt.
Doch nun, nun machte sie sich Gedanken über die Zukunft. Nein, nicht über die Vergangenheit.
Vielleicht würde sie es tun, wenn sie wüsste, was alles seit der ersten Nacht geschehen ist, doch sie weiß es nicht.
Vielleicht hat sie diese Erinnerungen einfach verdrängt, weil ihr Unterbewusstsein weiß, dass es besser so ist.
Jeder Schritt fiel ihr schwerer, sie hoffte bei jedem Atemzug, dass es ihr letzter ist.
Diese Kampfeslust, die vorhin in ihr hochkam, war nun verschwunden.
Sie fühlte sich schwach.
Unten, im Erdgeschoss angekommen, wusste sie nicht, was nun passieren würde, sie wusste nurnoch dass es einfach wie immer ist.
Wie jeden Tag, oder besser gesagt, wie jede Nacht.
Es war wie jede Nacht, in der sie aus dem Haus hinausgeführt wurde, zusehr von der aufgehenden Sonne geblendet um zu sehen, was um sie herum geschieht.
Sie wusste nur, es war wie immer.

GBF - 04.01.2005 - 19:35

Eine doch sehr gut geschriebe und melanchonische Geschichte. Und ich finde auch das Ende recht gut...
LilEvil - 13.01.2005 - 16:18

Ich hab eigentlich schonwieder Inspiration für ne neue Geschichte...am Wochenende mach ichs.
Ich komm eben im Moment nicht dazu, weil ich ja zur Zeit an der neuen TAS-Seite bastle, die Bilder ständig editiere..
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
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