Deutsche Bahn AG behindert das Gedenken an die Opfer des Holocaust und die Aufklärung über die Massenvernichtung.
Eine Ausstellung über die 11.000 bahndeportierten Kinder, deren letzter Weg auf dem Schienennetz der Deutschen Reichsbahn nach Auschwitz führte, darf auf deutschen Bahnhöfen nicht stattfinden. Bundesweit regt sich Protest dagegen.
In Leipzig findet am 27.Januar, 12.30 Uhr eine Gedenkveranstaltung anläßlich des 60. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz statt, die gegen dieses Verhalten der Bahn protestiert. Sie wird aufgefordert, die Ausstellung auszurichten.
Die Deutsche Bahn AG hält es nicht nur nicht für nötig, sich mit ihrer dunklen Vergangenheit als logistisches Rückgrat des Holocaust auseinanderzusetzen. Sie geht sogar einen Schritt weiter und behindert das Gedenken an die Opfer und die Aufklärung über die Massenvernichtung. Eine Ausstellung über die 11.000 bahndeportierten Kinder, deren letzter Weg auf dem Schienennetz der Deutschen Reichsbahn nach Auschwitz führte, darf auf deutschen Bahnhöfen nicht stattfinden.Angeblich fehlten dem Unternehmen die fnanziellen und personellen Ressourcen.
Zum Vergleich: Die französische Staatsbahn SNCF stellte ihre Bahnhöfe zur Verfügung.
Beate Klarsfeld, eine der OrganisatorInnen der Ausstellung, gegenüber german-foreign-policy.com: "In 18 großen Bahnhöfen wurde drei Wochen lang die Wanderausstellung über jüdische Kinder gezeigt, die aus Frankreich deportiert wurden. Die SNCF hat uns die Bahnhofshallen geöffnet, hat uns die Tafeln zur Verfügung gestellt, wir hatten Tag und Nacht einen Sicherheitsdienst, und auch der Transport der Ausstellungsmaterialien von einem Bahnhof zum nächsten wurde mit Lastwagen der SNCF durchgeführt. Die Franzosen konnten dies. Jetzt kommen von der Deutschen Bahn ganz andere Reaktionen: Wir haben kein Geld, wir haben keinen Platz. (...) Das ist ein Skandal."
Wir werden deshalb am 27.Januar, ab 12.30 Uhr, dem 60. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz, auf dem Leipziger Hauptbahnhof -Querbahnsteig- gegen diesen Umgang der Deutschen Bahn protestieren und gleichzeitig der Opfer des Holocaust gedenken.
Eva Sandberg, Sprecherin des Bündnisses Leipziger AntifaschistInnen "Gegen das Vergessen", erklärt dazu: "Wir fordern die Bahn auf, die Ausstellung über die Deportationszüge in ihren Bahnhöfen auszurichten - auch hier in Leipzig soll sie mit Unterstützung der Bahn an prominenter Stelle auf dem Hauptbahnhof gezeigt werden. Mehr als eine halbe Stunde, von 18.21 Uhr bis 19.05 Uhr, standen damals die Güterwaggons mit den eingepferchten Menschen auf ihrem Weg in die deutsche Vernichtungsmaschinerie auf einem Leipziger Bahnhof in der Kälte. Genau diese 44 Minuten lang werden wir deshalb auf dem Leipziger Hauptbahnhof der Opfer des Holocaust gedenken und ein Umdenken der Deutschen Bahn einfordern. Auch die Bahn soll sich kritisch mit ihrer Mitschuld am Zweiten Weltkrieg und der Shoah auseinandersetzen. Und vor allem soll sie sich entsprechend verhalten. Der Skandal um die Ausstellung ist ein Schlag ins Gesicht für die letzten Überlebenden des nationalsozialistischen Massenmords, aber auch ins Gesicht derer, die sich heute gegen Antisemitismus engagieren."
Bündnis Leipziger AntifaschistInnen "Gegen das Vergessen", 26.1.2005
more infos: http://www.german-foreign-policy.com/elftausendkinder
ich finde wir als gruppe gegen antisemitismus sollten uns dort auch zeigen und flacke bekennen!!!!
schließlich stellen wir auch spruchbänder mit der aufschrift "banane statt apfel" zur präsentation dar!!!!
also wer schliest sich mir an und zeigt,dass er gegen solche skandale in deutschland ist!???!!!!!!
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naja,wenns so aussieht,da werd ich mir noch ne priese schlaf gönnen und dann ins fp kommen,wenns da was zu tun gibt!????
naja ich muss wieder in die schule! ciao ciao
is schon traurig,wenn 18°° ein beitrag verfasst wird und bis 5°° keine antwort eintrifft!!!
erst schreien immer alle scheiß nazis und scheiß antisemitismus und dann muss jemand wie ich,der sonst nich so viel damit zu tun n anfang machen!
dennoch hat sich keiner gefunden!
traurig aber wahr!
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27. Januar 1945 – Vor 60 Jahren wurde Auschwitz befreit:
Die persönliche Erinnerung eines Augenzeugen
Befreiung
Er stand alleine und blickte auf: Eine kalte, weite Landschaft lag um ihn
herum –
Leer.
Das Tor steht offen. Niemand kommt hindurch. Es gibt hier niemanden.
Leer.
Planet Auschwitz – Der Feuerball, in den er eingetaucht wurde – er liegt jetzt verloschen, kalt, und er steht darauf – allein. Nur er alleine – ein Überrest.
Der Boden erstreckt sich vor ihm, als wäre er mit erkalteter Lava bedeckt – tot. Es gibt hier keine lebende, atmende Seele mehr. Gott hat dieses Land verflucht; sogar der Teufel hat sich davongemacht.
Weit und breit reihen sich die Blöcke aneinander – tote steinerne Terrassen. Inmitten der Blöcke, unter den Haufen der Skelette, die sich über dem Boden türmen, bewegt sich hin und wieder ein vergessenes Opfer; langsam, taub und sprachlos, es bewegt seinen Oberkörper, rutscht zwischen den Leichen umher – ein lebendiger Überrest einer Welt, die hier in vergangenen Tagen existiert hat.
Eine ruhelose Welt!
Jetzt bedeckt eine leblose Leere diesen Ort, so als ob das Meer mitten in seinem Wüten gefroren wäre.
Alle Tore, alle Lager in Auschwitz stehen weit geöffnet. Niemand tritt durch sie hinein; niemand tritt durch sie hinaus. Es gibt hier niemanden mehr. Die weiße Landschaft liegt verängstigt in den offenen Durchgangstoren.
Er wünschte, er könnte es hinausschreien: Befreiung! Wir sind befreit worden...
Wo ist die Befreiung?
Wie die Reste einer Arche eines ausgegrabenen Tores, wo man nicht weiß, welche ihrer beiden Seiten als Eingang und als Ausgang diente –
genauso ist es auch hier, man weiß nicht, auf welcher Seite des offenen Tores die Befreiung liegt. Hier bist du, stehst hier, am Fuße des Berges aus Asche, als ob du zum Ursprung deiner Liebsten und Nächsten zurückgekehrt wärst. Hinter dir liegt Auschwitz – tot, verängstigt, verlassen.
Versuche erst gar nicht, hier jemanden zu finden, weil du hier niemanden finden wirst. Ganz sicher nicht. Sie alle, sie sind alle hier! Hier, auf dem Berg von Asche! Hier hast du sie gefunden. Tag und Nacht ging deine Seele hinaus zu ihnen; sie waren deine einzige Hoffnung. Sie wurden dir entrissen – und hier, wieder einmal, stehst du an ihrer Seite. Du stehst ihnen in Augenhöhe gegenüber – hier sind sie alle, jeder einzelne von ihnen. Du hast sie gefunden, weil du befreit wurdest.
Wo ist diese Befreiung? – Auf welcher Seite des offenen Tores?
Das Krematorium ist zerstört. Beängstigend. Die eisernen Tore des Ofens stehen weit offen und sie sind kalt. Die lange Schaufel lehnt verträumt an der Ecke des schwarzen Loches des Krematoriums. Vor nicht langer Zeit wütete alles hier in der kochenden Brühe von Auschwitz. Wie ein Ozean, der sich zu gigantischen sturmumtobten Höhen auftürmt, so brachen über dich Tag und Nacht turmhohe Wellen der Angst herein. Jetzt liegt alles still. Die lange eiserne Ofen-Schaufel, die wie die eines Bäckers verwendet wurde, lehnt idyllisch an der Ecke des Ofens. Die Tore des Ofens und des Krematoriums – sie sind nichts weiter als stilles, erkaltetes Eisen.
Die Böen des Windes verfangen sich in den Reihen des Stacheldrahtes. Die gleichen Reihen von Draht, die elektrisch geladen waren. Jetzt berührst du sie mit deinen Händen – auf beiden Seiten. Sie halten nicht länger jemanden gefangen oder befreien jemanden. Es gibt weder ein Innen noch ein Außen. Sie sind jetzt alle hier – inmitten des Berges aus Asche.
- Meine Geliebten! Wir sind befreit worden! - -
Er warf sich auf sie. Er umarmte sie. Er drückte sie an sein Herz. Er lag ausgestreckt auf dem Berg und seine Arme versanken tief in der Asche.
Meine Geliebten! Wir sind befreit worden! -
Hinter ihm lag Auschwitz – so still wie ein Stein. Er schrie. Er hörte eine Stimme und schreckte davor zurück, sich umzudrehen: Es war seine eigene Stimme, die ihr Echo aus weit abgelegenen Lagern zurück warf.
Er erhob sich von der Asche; seine Augen blickten umher: Er war die einzige einsame Person an diesem Ort, der seine Stimme so erheben konnte, dass sie ein Echo warf. Er wusste: Der Planet Auschwitz war innerhalb seiner Augen erfroren, bevor er sich in Stein verwandelt hatte. Und er war der einzige an diesem gesamten Ort, dem es gestattet war, jene Augen mit sich hinaus zu nehmen.
Die Tore des Lagers standen offen.
Er verließ diesen Ort.
--- und mit ihm gingen die stillen Blöcke von Auschwitz und die Haufen der Skelette, die sie enthielten, gemeinsam mit den herunter gekommenen Appellplätzen und den diese umgebenden mit Stacheldraht bewehrten Mauern -
Und der Berg aus Asche geht vor ihm und zeigt ihm seinen Weg.
Er ging - -
Und mit ihm ging das Umland von Auschwitz und das Echo seines Schwures schallte von allen Seiten zurück:
- Auf Deiner Asche, die ich mit meinen Armen umschließe, schwöre ich, Deine Stimme zu sein – Deine wie auch die des stillen untergegangenen Lagers. Ich werde nicht ruhen, Deine Geschichte zu erzählen, bis der letzte Atem meinen Körper verlassen hat, so helfe mir Gott. Amen.
Er verließ diesen Ort-
Alleine.
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Der Schriftsteller Yehiel Dinur (1917-2001), der unter dem Pseudonym K. Zetnik ("Konzentrationslager-Insasse") schrieb, und ein Überlebender von Auschwitz war, war auch einer der ersten israelischen Autoren, der über den Holocaust schrieb. Er glaubte daran, dass seine Aufgabe nach dem Krieg darin bestand, zukünftigen Generationen über die Schrecken zu berichten, die er miterlebte und eine Stimme für die Millionen von Opfern zu sein.
Er wanderte nach Israel aus und sagte als Zeuge beim Eichmann-Prozess im Jahre 1961 aus. Eine ganze Generation von Israelis erfuhr praktisch aus seinen Büchern vom Holocaust: "Salamandra" (1946); "Haus der Puppen" (1953); "Die Uhr: Geschichten aus der Zeit des Holocaust" (1960); "Piepel" (1961); "Stern der Asche" (1966); sowie "Phoenix über dem Gallil" (1966).
Aus : "Kochav ha-efer" ("Stern der Asche"), Tarmil, Verteidigungsministerium, 1966 (in Hebräisch), Seiten 102-106.
Die unglaubliche Perversion die diesem Gebilde dort zu Grunde liegt, ist eigentlich nicht in Worte zu fassen. Die Produktion selbst fand in einem Berg statt. (zum Schutz vor Bomben! Nordhausen wurde kurz vor Kriegsende ausgebombt und war eine wenn nicht gar die am meißten zerstörtesten Städte! Schade...) Dementsprechend mußten auch ne Tunnel angelegt werden, wo Leichen zum Teil -viele fielen vor Schwäche einfach Tot um- einfach eingemauert wurden!!! Es war die ausgerufene "Vernichtung durch Arbeit"! Zum Teil sah man noch Überreste der Produktion und auch des gesamten geplanten Tunnel-Projektes an dem auch "von Braun" (wie schon in Penemünde) zu schaffen hatte. Vielleicht ja dem ein oder anderen ein Begriff?!
Könnte noch mehr Einzelheiten schreiben aber naja...
Hab bei Interesse noch Fotos und ein Heft von dort. u.a. mit sehr bewegenden Zeichnungen von damaligen Insassen. Außerdem hab ich mir dort einBuch über Wiederstand in Konzentrationslagern gekauft. Man erfährt auch viel über den "Lageralltag" und auch über Hilfsleistungen aus der Bevölkerungen. Wenns einer mal ham will... sagt Bescheid.
eigentlich komisch, dass wir in unserer schule immer noch kein ehemaliges konzentrationslager besucht haben!