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Pai - 26.08.2004 - 21:57

© Bettina Lorig (Skröm/Wolke)
19.01.2004
(Achtung, keine Beta!)
Wie in jeder größeren Stadt gab es auch in Funkelstadt eine Möglichkeit die Kinder während des Einkaufens oder Sightseeing abzugeben. Hier hatte ein Donnerhuf diese Marktlücke erkannt und dieses Angebot unterbreitet, indem er eine Art Kinderhort eröffnete. Zu diesem Zweck erwarb er ein, nicht grade kleines, Anwesen in der Stadt, ließ es umbauen und stellte zwei Makari als Betreuer für die Kinder ein.
Das Geschäft lief, und sicher wäre dieser Tag auch gut verlaufen, wenn das Wetter mitgespielt hätte.

Wie jeden Tag öffneten einer der beiden Makari die Tür, während der andere bereits hinter dem schmucken Empfangstresen saß und auf Kundschaft wartete.
Schon kurz nach der Öffnung trafen die ersten ‚Kunden’ mit ihren Kindern ein. Nun mussten die Makari die Daten der Eltern festhalten, um so zu gewährleisten, dass keins der Kinder mal bei ihnen ‚vergessen’ wurde. Waren diese Formalitäten aber erst einmal erledigt, wurden die Kinder in das Innere des Anwesens geführt, wo sie unter Aufsicht der Makari spielen konnten. Ab einer bestimmten Zeit, oder wenn die Gruppe voll war, schlossen die Makari den Tresen. Ein gemaltes, und beschriebenes Schild deutete dann daraufhin, das man keine Kinder mehr annehmen, die vorher abgegebenen aber jederzeit abholen konnte, indem man den kleinen Gong anschlug, der fest verschraubt, auf dem Tresen stand. (und es gab einen Grund, warum das Ding sorgfältig mit dem Tresen verschraubt war ... )
Nach ihrer Aufnahme in den Hort, durchquerten die Kinder das Innere des Empfangsraumes, das hinter dem Tresen lag. Durch einen längeren Gang erreichten sie einen Garten, der in der Mitte des Anwesens angelegt war, und auch von den Makari gepflegt wurde, die auf die Kinder aufpassten. Dort schlängelte sich zwischen den Bäumen und großen Pilzen ein kleiner Bach über den Boden, der in einem kleinen See mündete, wo rot-, blau-, oder grünlich gemusterte Säugetiere von etwa 2-4 cm Größe, schwimmend ihre Bahnen zwischen Wasserpflanzen zogen. Sie bedienten sich dabei einer Abart von Flossen, die an ihrem Anfang und Ende an dem schmalen Körper anlagen, und mit kleinen, fingerähnlichen Knöchelchen rauf und runter bewegt werden konnten, so das eine fließende Bewegung entstand. Ihr Atemloch befand sich oben, fast mittig auf dem Körper. Augen hatte diese Rasse, genannt Sliss, keine. Sie orientierten sich mit einer Abart von Sonar. Das Maul war schmal und verfügte eine sehr lange, in drei Teile gespaltene Zuge, die um die Beute, meist unvorsichtige Kleintiere und Pflanzenstücke, gewickelt werden konnte. Die Muskeln in der Zunge waren stark genug, um das Opfer zu zerdrücken. Trotz dieser Eigenart waren die Sliss für Leute ungefährlich, da sie meist Reißaus nahmen, wenn etwas in ihre Territorium eindrang, das größer war als sie selbst.
Die Ausmaße des Gartens waren beachtlich und ein Säulenrundgang begrenzte ihn zu allen Seiten. Vom diesem Gang aus, konnte man in verschiedene Hausabschnitte des Anwesens gelangen. Die meisten davon waren jedoch für die Kinder sowieso tabu, und mit schweren Holztüren verschlossen.
Je nach Wetterlage hielten die Makari sich mit den Kindern entweder im Garten, oder dem hinteren Teil des Hauses auf.
Seit einigen Tagen lag schon eine feuchte Kälte über der Stadt, der See war zugefroren, und dessen Bewohner standen nun in einem großen Bassin im Inneren des Hauses. Den Kindern bereitete es ein helles Vergnügen die Sliss abwechselnd zu füttern.
In dicken Flocken rieselte Schnee auf die Stadt herab, und deckte die Pflanzen des Gartens mit einem weißen Mantel zu. Eigentlich wollten die Makari heute einen Spieltag im Haus abhalten. Doch die Kinder waren durch das kalte Weiß vollkommen aus dem Häuschen und drängten nach draußen. Einige von ihnen sahen zum ersten mal in ihrem Leben Schnee. Da die Winter auf Gluum meistens doch sehr mild waren, wollten sie nun, verständlicherweise, jede Sekunde im Schnee auskosten.
Aufgrund dieser Witterungsverhältnisse war die Gruppe der Kinder heute nicht sonderlich groß. Trotzdem hatte sie es in sich. Ein junger Donnerhuf, ein Biestjunges, eine Duergling und zwei Grylen waren an diesem Tag Gäste des Hauses. Außer den Grylen, die meist auf den obersten Regalen herumlungerten, waren alle Kinder größer als die Makari.
„OK, wir werden raus gehen. Aber ich bitte euch, benehmt euch,“ versuchte Ekar, der jüngere Makar, die Kinder zu bändigen. Noch bevor er diesen Satz richtig beendet hatte, ging ein Jubelgeschrei herum. Obwohl ihm schon übles schwante, öffnete er die Tür, um die Kinder in den Garten zu lassen. Dem älteren Makar, Kobal schien es ähnlich zu gehen. Sie folgten den Kindern nach draußen.
Kaum, das die Kinder draußen waren, verteilten sie sich auch schon über den ganzen Gartenbereich. Die beiden Makare wurde mit einem wahren Hagel von Schneebällen empfangen, und mussten erst mal hinter einem Pilz in Deckung gehen. „Nicht so stürmisch,“ meinte...

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