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Draco Malfoy - 04.10.2006 - 21:53

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Draco Malfoy - 04.10.2006 - 21:59

Als Draco kurze Zeit später wieder aufwachte, spürte er starke Ketten, die um seine Handgelenke gelegt waren. Sie verliefen zur Decke, also war ein Entkommen schier unmöglich. Das Metall schnitt sich ins Fleisch des jungen Mannes und er saß auf dem steinernen Boden des Kerkers. Wasser tröpfelte von den Wänden und der Decke, hier roch es modrig und eine alte Ölfunzel an der Decke erhellte diesen Raum nur spärlich.
Als Draco aufblickte, sah er geradewegs in die Gesichter zweier Todesser. Antonin Dolohow und Augustus Rockwood hatten ihm also aufgelauert und ihn so hinterlistig überfallen. Beide hocken gehässig grinsend vor ihm.
"Der Dunkle Lord wird sich dich noch vornehmen, Malfoy," sagte Rockwood kalt. "Du wirst noch bereuen, dass du jemals aussteigen wolltest."
"Lasst mich los, sofort!", zischte Draco zornig, doch dann erhielt er einen Faustschlag, der ihn ohnmächtig werden ließ, ins Gesicht. Es war ungewiss, wie lange er hierbleiben würde... Vielleicht war er sogar dem Tode näher, als er dachte...
Lord Voldemort - 04.10.2006 - 23:17

Die Gestalt, die die Treppen, welche direkt zum Kerker führten, mit schnellen, erhabenen Schritten hinunterstolzierte, war in einen schwarzen, seidenen Kapuzenumhang gehüllt. Man konnte nicht einmal das Gesicht des Mannes erkennen. Das Gewand wehte während des Gehens in der schwachen Brise, die die dichten Kerkermauern nur mit Bedacht hineinließen. Lord Voldemort, der gefährlichste aller Magier war erneut zum Höhepunkt seiner Macht angelangt, eigentlich hätte man ihm größten Respekt entgegenbringen sollen. Doch einiger seiner Anhänger wagten tatsächlich, sich aus dem Kreise der Todesser stehlen zu wollen. Nun, Draco Malfoy, der einzige Spross Lucius Malfoys musste eine Menge Mut gehabt haben, um dies jemals zu tun. Natürlich wollte der Dunkle Lord dem jungen Mann, den man im Hyde Park aufgeschnappt und hier her gebracht hatte, nicht durchgehen lassen. Malfoy sollte seine gerechte Strafe erhalten, doch alles nach seiner Zeit.
Nun stand Er, dessen Name nicht genannt werden durfte, vor einer hölzernen Türe,- so zog er seinen Zauberstab und ließ dieses Hindernis mit einem gelassenen Wink seiner Waffe ihm den Weg in das Innere des Kerkers freigeben. Schatten zogen sich an den Wänden empor, als der Dunkle Lord erhaben hereintrat. Hier konnte man den widerlichen Gestank von Schweiß, vermischt mit dem von Blut, wahrnehmen. Allerdings konnte Lord Voldemort niemanden bluten sehen. Stattdessen erblickte er einen jungen Mann, dessen blondes Haar ihm strähnig ins Gesicht hing. Es schien, als wäre er in Ohnmacht gefallen, dies konnte er jedoch nicht mit Gewissheit sagen. Die Handgelenkte Draco Malfoys waren mit schweren Ketten versehen, die Todesser hatten reife Arbeit geleistet!
Ruckartig warf Lord Voldemort die Kapuze seines massigen Umhangs in den Nacken. Zum Vorschein kam ein aschblonder Haarschopf und ebenmäßige, männliche Gesichtszüge. Die braunen Augen dessen blieben fanatisch an Draco hängen, als er näher trat. Direkt vor dem Malfoy hielt er inne, beugte sich zu ihm hinunter und nahm sein Kinn in die Hände. Unsanft zog er den Kopf des ohnmächtigen Mannes in die Höhe. Lord Voldemort war nicht sicher, ob Draco ihn hören konnte, dennoch sagte er mit eiskalter, erschaudernder Stimme: "Du hast mich, deinen Herrn, tückisch hintergangen. Du glaubtest, mir einfach so entkommen zu können. Aber wie du sicherlich weißt, ist dies nicht einfach, es ist unmöglich, Malfoy. Entweder dient man mir ein Leben lang oder man wählt den Tod. Doch mir scheint, du hättest genau dies nicht richtig zusammen gefasst." Abrupt ließ er das Gesicht Dracos wieder los und richtete sich zu seiner vollen Größe auf. "Doch das," fügte er eine Spur kälter hinzu. "werde ich dir früh genug erläutern."
Mit verächtlichem Blick und verengten Augen starrte er auf Draco herab... Da dieser nicht aus seiner Ohnmacht erwachte, wandte er sich ab und rauschte mit wehendem Umhang hinaus.

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Draco Malfoy - 10.10.2006 - 18:50

Draco hatte einige Tage durchgeschlafen. Die kurzzeitige Anwesenheit seines Herrn hatte er nicht bemerkt. Draco wachte auf und sah sich um. Noch immer war er an den Ketten, die ihm ins Fleisch schnitten, gefesselt. Hier im dunklen Zimmer war es heiß wie in einer Sauner. Draco schwitzte, sein Haar fiel ihm strähnig ins Gesicht und Draco wirkte ungewöhnlich ungesund.
Plötzlich fiel die Tür des Kerkerraumes auf und herein trat ein großer Mann, der einen Kapuzenumhang trug. Das Gesicht konnte Draco nicht erkennen, als er aufschaute. Der Fremde kniete sich hin und löste die Ketten von Dracos Handgelenken. Nun konnte der den Mann erkennen.
"Vater?", sagte er mit heiserer Stimme und Lucius Malfoy wies seinen Sohn an, das Haus zu verlassen. Draco sprang auf und disapparierte.
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