Seit Wochen besetzt das grüne Zeichentrick-Krokodil Platz 1 der deutschen Single-Charts. Schnappi ist überall: Sein Video läuft auf MTV und Viva, er war bei "Top of the Pops" zu Gast, und auf der eigenen Homepage finden Schnappi-Fans alles, was sie brauchen. Schnappi-Shirts, den Schnappi-Tanz, der extra von einem Choreografen entwickelt wurde, und natürlich die neueste Version der Schnappi-Single. Der trendige Tonträger enthält nicht weniger als sechs verschiedene Versionen des Songs und zwei Videos. Inzwischen besetzt das Kinderlied vom Krokodil am Nil auch die Spitze der österreichischen Charts. Bei so viel Erfolg lassen die Geschäftemacher nicht lange auf sich warten. Die Münchner Lizenzagentur Bavaria Sonor möchte Schnappi nun weltweit vermarkten.
Laut "Netzeitung" plant die Tochterfirma der Bavaria Film eine englischsprachige Schnappi-Version. In Polen, Skandinavien, der Schweiz und den Benelux-Staaten soll Schnappi ebenfalls veröffentlicht werden. Darüber hinaus hat sich Bavaria Sonor die Merchandising-Rechte an Schnappi gesichert und plant, demnächst Plüschtiere, Bettwäsche, Handtücher, Uhren und Schnappi-Taschen zu verkaufen. Ganz nebenbei macht auch Schnappis Stimme Karriere: Die neunjährige Joy soll Ende Januar ihr erstes Album veröffentlichen. Manche Zeitgenossen haben trotz allem genug vom grünen Hype. Im Internet existieren erste Seiten, auf denen die Besucher Schnappi per Maschinengewehr ins Jenseits befördern können.