Am kommenden Samstag startet die Neuauflage des berüchtigten Dschungel-Camps "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!". RTL hat dafür wieder einmal tief in die Mottenkiste gegriffen.
"Alles ist im Fluss": Von diesen dem griechischen Philosophen Heraklit von Ephesos zugeschriebenen Worten scheinen die Programm-Macher bei RTL nicht viel zu halten. Vielmehr feiert man mit Friedrich Nietzsche die "ewige Wiederkehr des Gleichen". Nein - die Rede ist hier nicht vom "Philosophischen Quartett". Es geht um die Neuauflage der im vergangenen Winter ebenso erfolgreichen wie umstrittenen Dschungelshow "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!", die ab dem 23. Oktober ausgestrahlt wird.
Wir erinnern uns: Damals hatten zehn gut abgehangene Promis vom Schlage eines Werner Böhm oder einer Susan Stahnke ihre letzte Chance auf Medienpräsenz genutzt und waren in den australischen Dschungel gezogen. Dort mussten sie allerlei erbauliche Spiele über sich ergehen lassen: Mal galt es, sich in einem Glaskäfig von rund 30.000 Kakerlaken übergießen zu lassen. Einen anderen Tag musste man seinen Kopf in einen Aal-Bottich stecken. Dann wiederum sollte ein Kandidat Tuchfühlung mit Spinnen, Fliegen und Käfern aufnehmen. Diese Form von Ekel-TV bescherte dem Kölner Sender RTL - mit kräftiger medialer Untertützung der "Bild"-Zeitung - Traumquoten.
Aus der Mottenkiste ins Camp
Was läge da also näher, als das Format zu wiederholen. In puncto Kandidaten-Auswahl ist es den Verantwortlichen sogar gelungen, das ohnehin schon niedrige Niveau der ersten Staffel noch zu drücken. Diesmal exklusiv aus der Mottenkiste ausgegraben: Harry Wijnvoord, Ex-Moderator der langjährigen RTL-Show "Der Preis ist heiß". Fabrice Morvan, eine Hälfte des Schummel-Duos Milli-Vanilli. Dazu Ex-HSV-Profi Jimmy Hartwig, Sängerin Isabel Varell und Kabarettistin Désirée Nick.
An derzeit noch aktiven Fernsehgesichtern ziehen Willi Herren, besser bekannt als "Olli Klatt" aus der "Lindenstraße", und das ewige Moderatoren-Talent Carsten Spengemann ins Camp. Damit auch genügend Männer einschalten, sind Busenwunder Dolly Buster und das dominikanische Model Heydi Nunez-Gomez verpflichtet worden.
Dieter Bohlens Ex
Ach ja, wenn es billig wird, darf eine nicht fehlen: Nadja Abd el Farrag , genannt Naddel, die nur dadurch bekannt ist, dass sie einstmals mit Pop-Titan Dieter Bohlen zusammen war. Sie lässt sich ihren Dschungel-Aufenthalt immerhin mit 30.000 Euro honorieren.
Angesichts dieser Auswahl ist es kaum zu glauben, dass es Bewerber gab, die den Machern der Sendung nicht gut genug waren. Ist aber so: Die beiden Boxer Graciano Rocchigiani und Rene Weller erhielten ebenso einen Korb wie Schlagersänger Jürgen Drews, der doch im Dschungelcamp so gerne sein wahres Gesicht gezeigt hätte.
Genug Potanzial für Schadenfreude
Darauf werden wir wohl verzichten müssen. Doch auch die zehn ausgewählten Kandidaten enthalten genug Potenzial, damit die Zuschauer bei den anstehenden Ekel-Abenteuern genug Schadenfreude empfinden werden. Zumindest Naddel scheint für ihre anstehenden Prüfungen ideal gewappnet zu sein: "Nach zwölf Jahren mit Dieter Bohlen sind zwei Wochen Wildnis für mich gar nichts."
Neben den anstehenden Mutproben mit kleinerem Getier wird die härteste Prüfung jedoch wieder eine gesellschaftliche sein: Zu zehnt auf engem Raum, das hat schon in der ersten Staffel zu einem nicht unbeträchtlichen Lagerkoller geführt. Vielleicht kann auch hier ein Philosoph weiterhelfen. Der französische Existenzialist Jean-Paul Sartre wusste schon in den 40er Jahren: "Die Hölle, das sind die anderen".
Quelle:http://www.stern.de/unterhaltung/film/index.html?id=531206&nv=nl_hp_tt
Am Freitag enthüllte das Blatt, dass das Camp gar nicht so wild sei. Es sei zwar mehrere 1000 Quadratmeter groß, aber fast so kuschelig wie das heimische Wohnzimmer. 300 Mitarbeiter seien 24 Stunden im Schichtbetrieb vor Ort, um für das Wohl der Kandidaten zu sorgen und notfalls echte Gefahren auszuschalten.
In dem Camp regnet es demnach zudem nie, weil eine Plane über das Areal gespannt ist. Tiergeräusche gebe es keine, weil alle wilden Tiere entfernt worden seien. Vogelstimmen seien nicht zu hören, weil sie weggefiltert würden, um die Dialoge verstehen zu können.
Noch nicht einmal der Badetümpel ist den Angaben zufolge echt. Auch könnten die B-Promis mit einem Psychologen telefonieren oder nach einem Arzt verlangen. Außerdem würden sie mit Energy-Drinks und Zigaretten versorgt, hätten also durchaus Kontakt zur Außenwelt.
Allerdings gebe es tatsächlich weder Fernsehen noch Zeitungen noch Telefon (außer zum Psychologen), hieß es.
Quelle:http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=7982&camp=nlh20041029
*lol* war ja klar...
Die Plane die über dem Arreal gespannt ist machts den Vögeln wohl unmöglich da zu leben, noch dazu war dieses "Dach" schon bei der ersten Staffel da , wurde zwar bestritten, aber gut !!
Komischerweise sieht man auch nie die typische australische Sonne und nicht einen Schatten. Vovon ernährt sich denn der "Dschungel" ? Vom schlechten Wetter und nur 25 Sonnentagen im Jahr ??
Auf dem Boden liegt überall typisch deutsches Herbstlaub !! Gut, der "See" oder Teich , was auch immer das ist, da haben sie es geschafft , seit der ersten Folge die Teichfolie zu verdecken... oh mann , ist das allae peinlich...
Meine Meinung .. : Es ist nicht Australien ! :-) :)
Seh ich aber genauso...die haben da halt einfach ne nette Kulisse gebaut..und fertig..:)