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  • Gestartet: Freitag 11.11.2005
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Cora - 11.11.2005 - 13:22

Hallo an alle,
ich bin gerade im Internet auf folgenes gestoßen:
http://www.ard.de/radio/hoerspieltage/

Unter folgenen Links kann man Hörspiele gratis runterladen

http://213.200.64.229/hsp05/mp3/02-128k-foehrenwald.mp3
Das dritte HS ist ein geloopter Livestream.
http://213.200.64.229/hsp05/mp3/04-128k-nahrungsaufnahme.mp3
http://213.200.64.229/hsp05/mp3/05-128k-planet.mp3
http://213.200.64.229/hsp05/mp3/06-128k-argonietroll.mp3
http://213.200.64.229/hsp05/mp3/07-128k-grossebrunnenstrasse.mp3
http://213.200.64.229/hsp05/mp3/08-128k-scheitern.mp3
http://213.200.64.229/hsp05/mp3/09-128k-zappen.mp3
http://213.200.64.229/hsp05/mp3/10-128k-unter-eis.mp3

http://213.200.64.229/hsp05/mp3/01-128k-boxhagener-platz.mp3

Was das genau für welche sind, kann ich noch nich sagen. Aber bei Boxhagener Platz dauerte es bei mir ca 15 Minuten und Hördat hat folgenes ergeben:

Boxhagener Platz
Autor(en): Torsten Schulz

Produktion: RBB 2005 56 Min. - Bearbeitung, Literatur
Regie: Gabriele Bigott

Bearbeitung: Gabriele Bigott

Komposition: Ulrich Gumpert

Sprache: Deutsch
Preise /
Auszeichnungen: Hörspiel des Monats
Schlagwörter: DDR
Inhaltsangabe: Boxhagener Platz, Berlin-Friedrichshain, 7. Oktober 1968. Der Tag der Republik ist für die Großmutter des 12-jährigen Holger kein Grund, ihre Gewohnheiten aufzugeben. "Jetzt versperren die einem schon 'n Weg zum Friedhof, die Aasbande", schimpft Oma Otti auf die Ehrenparade der Nationalen Volksarmee. Dort hat sie nämlich die Gräber ihrer verstorbenen fünf Ehemänner zu gießen und auch die vieler Bekannter. Auch Rudi ­ Ehemann Nummer Sechs ­ liegt schon "krank in'n Bette", was sie zum Objekt der Begierde nicht nur des alten Spartakisten Karl Wegner, sondern auch des schmierigen Fisch-Winkler macht. Holger erinnert sich an ihre erstaunlichen Liebesgeschichten und an einen geheimnisvollen Mordfall ... All das ­ und noch viel mehr ­ passierte bei den "kleinen Leuten" im Kiez um den Boxhagener Platz, damals in der DDR.

Hörspiel des Monats August 2005 - Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste

Der Boxhagener Platz liegt in Berlin-Friedrichshain. Dort feiert man am 7. Oktober 1968 den Tag der Republik. Mit sehr gemischten Gefühlen und ideologisch noch nicht ganz gefestigt.

Der besondere Rückblick auf die Vergangenheit ist auch nach der Verschmelzung von ORB und SFB erhalten geblieben. Keine klebrige Nostalgie, kein kleinkariertes Aufrechnen von Vor- und Nachteilen der Wiedervereinigung hat sich hier je durchsetzen können. Der Blick zurück ist heiter und sieht Leute und Zustände von damals mit mehr lachendem als weinendem Auge. Und rettete so einen Humor, der sehr eigen und dem wenig heilig war. Menschen werden für kurze Zeit lebendig wieder, die sich gewitzt, phantasievoll und biegsam wie eine Gerte, die immer wieder in die Ausgangsposition zurückschlägt, durch die Zeiten wurschtelten. Wie die am Boxhagener Platz.

Aus der Sicht des halbwüchsigen Florian wird erzählt - von Oma Otti, die schon fünf Ehemänner begraben hat, der sechste liegt krank zu Hause. Zwei neue Bewerber stehen schon bereit, Fischhändler Winkler und der Spartakist Karl. Florians Mutter ist mit dem ABV verheiratet, was Florian und ihr erst Ansehen verschafft, als ein Mord geschieht. Ausgerechnet Fisch-Winkler wurde erschlagen und Florian, gespeist von den spärlichen Informationen seines Vaters, sucht den Mörder auf eigene Faust.
Gabriele Bigott hat das Buch von Torsten Schulz punktgenau für den Hörfunk bearbeitet. Das Leben dieser ,kleinen Leute' wird plastisch erlebbar. Vor allem auch durch Carmen-Maja Antoni als Oma Otti, einer sehr praktischen Person voller Witz, diverser Überlebensstrategien und einem für sie selbst überraschenden Faible für Lyrik, durch die sie, nun fast am Ende ihres Lebens, die Liebe entdeckt. Gabriele Bigott trifft in ihrer Inszenierung genau den Grundton von Ironie, Komik und Sarkasmus, der in den Filmen "Sonnenallee" und "Good bye Lenin" bezauberte. Weil so sinnlich nachvollziehbar wurde, wie merkwürdig, verrückt, tragisch und komisch sich Leben im Alltag der DDR gestaltete.

Mit: Er: Florian Martens
Holger (Kind): Joshua Thiemann
Oma Otti: Carmen-Maja Antoni
Karl: Jaecki Schwarz
Rudi: Klaus Herm
Fisch-Winkler: Horst Lebinsky
Mutter: Astrid Meyerfeldt
Vater: Jens-Uwe Bogadtke
Berthold: Stefan Kaminski
Bodo: Boris Aljinovic
Oberleutnant 1: Roland Hemmo
Oberleutnant 2: Joachim Schönfeld
Redner: Gerd Grasse
Jimmy Glitschie (Kind): Steven Horn
Mirko Buskow (Kind): Odi Zahavi
u.a.

Gruß Cora :)

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