Jamaikanische Heiler verwenden seit jeher zur Behandlung von Diabetes Chilischoten. Warum diese Behandlung tatsächlich Erfolge brachte, haben jetzt Wissenschaftler an der University of the West Indies in Kingston erforscht.
An Hunden erprobten die Forscher die Substanz Capsaicin, die die Chilis scharf macht. Im Vergleich konnte bei den Tieren, die den Wirkstoff erhalten hatten, ein niedrigerer Blutzuckerspiegel nach Zuckergabe festgestellt werden als bei den Hunden, die kein Capsaicin erhalten hatten. Unklar ist allerdings, wie genau der Chili-Stoff auf den Blutzuckerspiegel einwirkt. Da bei Diabetikern allerdings das Problem herrscht, daß der Zucker nicht so gut abgebaut werden kann, gibt das Capsaicin neue Hoffnung in der Behandlung zuckerkranker Menschen.
(Aus: Die ganze Woche Nr. 37/01, S. 64: "Neues aus der Medizin")
Dies wird inzwischen auch von anderer Seite bestätigt.