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Verfügbare Informationen zu "Hans Knauß war gedopt"
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Kimi_Raikkönen - 18.12.2004 - 11:09

Der Skirennläufer Hans Knauß steht unter Dopingverdacht. Wie der ÖSV am Freitagabend in Gröden mitteilte, gab der 33 Jahre alte Steirer im Rahmen des Ski-Weltcups eine positive Dopingprobe ab. Demnach wurde bei Knauß nach der Abfahrt im kanadischen Lake Louise am 27. November in der A-Probe ein zu hoher Nandrolonwert ermittelt. Der ÖSV hat bereits eine B-Probe angefordert.

Knauß, der am Freitag im Super-G von Gröden den sechsten Platz belegte, hat keine Erklärung für das Ergebnis. "Das Ganze hat mir einen großen Schock versetzt. Ich habe absolut keine Ahnung, wie das passieren konnte und wo das her kam.

Jetzt gilt es zu recherchieren, warum und wieso das passieren konnte", sagte der sichtlich verzweifelte Schladminger vor Journalisten in einer eilends einberufenen Pressekonferenz. Möglicherweise kommen die leicht erhöhten Werte von Medikamenten, die Knauß wegen einer Kieferhöhleneiterung einnehmen musste.

Pum nimmt Knauß in Schutz
ÖSV-Teamchef Hans Pum nahm den Läufer in Schutz: "Ich kenne Hans Knauß so lange, dass ich mit ruhigem Gewissen und hundertprozentiger Sicherheit behaupten kann, dass das keine Absicht war."

Droht das Ende der Karriere?
Nandrolon zählt zu den Steroiden. Diesbezügliche Vergehen werden nach dem Strafenkatalog des Internationalen Ski-Verbandes mit einer Sperre von zwei Jahren bestraft. Damit wäre die Karriere von Knauß, der insgesamt sieben Weltcuprennen gewann und bei der WM 2003 Dritter im Super-G wurde, beendet.

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Offensichtlich war die Nandrolon Dosis doch nicht so gering wie in Österreich gesagt wurde. IN Deutschland hört man die Dosis war doppelt so hoch wie normal.
Auch wenn es hart klingt wenn er gesperrt wird kann er seine Karriere beenden. Ich glaube ihm aber dass es unabsichtlich passierte aber unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Hoffen wir dass er halbwegs gut davonkommt.
Auch Fußballer wurden schon erwischt mit zuviel Nandrolon. Zb Edgar Davids oder Jaap Stam
Kimi_Raikkönen - 12.01.2005 - 17:36

Skistar Hans Knauss muss mit einer bis zu zweijährigen Sperre wegen Dopings rechnen. Auch die B-Probe ergab einen positiven Befund, sagte die Generalsekretärin des Internationalen Skiverbandes FIS, Sarah Lewis, am Mittwoch. Knauss ist nun bis zu einer Stellungnahme vor der Doping-Kommission der FIS von allen Alpin-Rennen suspendiert.

Seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Bormio (28. Jänner bis 13. Februar) ist damit so gut wie ausgeschlossen, da nach FIS-Angaben eine Anhörung erst zwischen dem 16. und 18. Februar in Oberstdorf vorgesehen ist.

Positiver Doping-Test in Lake Louise
Im Urin des 33-Jährigen war Ende November bei der Weltcup-Abfahrt im kanadischen Lake Louise ein erhöhter Nandrolonwert von 4,2 Nanogramm festgestellt worden. Erlaubt sind 2,5 Nanogramm. Seit Bekanntwerden der positiven A-Probe Mitte Dezember beim Weltcup in Gröden/Italien hat Knauss keine Rennen mehr bestritten. Der Riesenslalom-Vizeweltmeister fühlt sich unschuldig und erklärte den hohen Nandrolonwert mit möglicherweise verunreinigten Nahrungsergänzungs-Mitteln. Nach Angaben seines Rechtsanwalts will Knauss an der lückenlosen Aufklärung seines Falles mitarbeiten.

Bei Knauss handelt es sich um den bislang spektakulärsten Dopingfall im alpinen Rennsport. 1989 verlor die Französin Christelle Guignard WM-Bronze, weil sie der Einnahme des Aufputschmittels Niketamid überführt wurde. Alain Baxter (Großbritannien) musste 2002 wegen Metamphetaminen seine olympische Bronzemedaille abgeben. Er erklärte dies mit der Einnahme von Nasenspray; die Sperre wurde daraufhin um vier Monate verkürzt.

Österreichs Slalom-Weltcupsieger Rainer Schönfelder kam bei den nationalen Meisterschaften im März 2004 mit einer Verwarnung davon. Nach seinen Angaben hatte er bei der Einnahme eines Grippemittels die verbotene Substanz Etilefrin übersehen. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) verzichtete daraufhin auf eine Sperre. Weil Knauss jedoch bei einem Weltcup-Rennen positiv getestet wurde, ist nun die FIS Herrin des Doping-Verfahrens.

Darla-chen - 15.01.2005 - 18:23

Noch ist nichts bewiesen. Warten wir erst einmal Oberstdorf ab, bevor wir sagen, dass er 'richtig' gedopt war. Nicht vergessen: Rainer Schönfelder hatte auch ein falsches NAsenspray eingenommen und durfte weiter fahren.
Kimi_Raikkönen - 15.01.2005 - 22:06

Er hat selbst gesagt als Ziel ist es Ende 2005 wieder zu starten.

Heuer fährt er kein Rennen mehr

Kimi_Raikkönen - 18.01.2005 - 17:40

"In keinem Fall. Hoffe, dass die FIS auf Sportler schaut"
Verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel privat besorgt

Der steirische Skirennläufer Hans Knauß, der nach einem positiven Dopingtest vom Internationalen Skiverband (FIS) vorläufig suspendiert worden ist und auf seine Anhörung Mitte Februar vor der FIS in Lausanne wartet, sagte am Sonntag in der ORF-Sendung "Sport am Sonntag", dass ein Karriereende für ihn kein Thema sei. "In keinem Fall. Ich hoffe, dass die FIS auf den Sportler schaut und ich bald wieder auf der Piste bin."

Der Schladminger, der den nur gering überschrittenen Nandrolon-Wert auf ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel zurückführt, freut sich über die auch auf seiner Homepage www.hans-knauss.com kund getane Unterstützung: "99 Prozent stehen voll hinter mir, das andere eine Prozent ist auch berechtigt. Ich habe mir früher bei so was auch immer gedacht, da wird schon was dran sein. Und jetzt sitze ich selber hier."

Mittlerweile kann er sich wieder einigermaßen frei bewegen, aber unmittelbar nach der "Wahnsinnswatschn" hat er sich nicht einmal mehr in seiner Heimat gerne den Leuten gezeigt, ist "herumgeirrt, in ein Loch gefallen." "Meine ersten Gedanken waren: Was denken sich die Leute? Ich habe mir ein gewisses Image aufgebaut und war ehrlich, viele haben gesagt, zu ehrlich. Ich wollte meiner Linie Linie treu bleiben. Und Doping gehört nicht dazu, denn Skifahren ist nur ein Teil meines Lebens."

Verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel privat besorgt
Seine Nahrungsergänzungsmittel hat der RTL-Vizeweltmeister von 2003 nicht über den ÖSV bezogen. "Die Produkte vom ÖSV gibt es erst seit zwei Jahren, ich habe mich schon vorher damit beschäftigt und bin nicht umgestiegen. Im Nachhinein gesehen hätte ich doch die vom ÖSV nehmen sollen." Und so hat Knauß für sein großes Vertrauen in seinen Lieferanten nun die Rechnung präsentiert bekommen.
(apa)

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Das Nenne ich liebe zum skifahren wenn er trotzdem weitermacht und das mit 33 Jahren. Ich hoffe es macht sich auch bezahlt.

Kimi_Raikkönen - 18.02.2005 - 18:15

Für Ski-Ass Hans Knauß wurde es am Donnerstag Ernst. Er musste in Oberstorf zu seiner Anhörung vor dem FIS-Anti-Doping-Gremium erscheinen. Diese wurde am Donnerstag Vormittag in nur 45 Minuten durchgezogen. Nun setzt das Warten auf das Urteil ein.

Knauß' Anwalt Flick gab nach der Anhörung lediglich bekannt, dass die Senatsentscheidung "in den nächsten Tagen oder Wochen schriftlich erfolgen wird".

Knauß selbst zeigte sich nach der Anhörung etwas entspannt: Er berichtete, dass äußerst genau und detailiert nachgefragt wurde, was darauf schließen ließ, dass sich der Senat sehr gut vorbereitet gehabt hätte. Allerdings sei es "schwierig, daraus eine Tendenz heraus zu lesen".

Vorrangiges Ziel für Knauß und seinen Anwalt war, eine zweijährige Sperre zu verhindern. Denn wird er gesperrt, ist für Knauß alles klar: "Werde ich zwei Jahre gesperrt, höre ich auf!"

Knauß wurde während der Rennen in Lake Louise, Kanada, zu Saisonbeginn die Einnahme von Nandrolon nachgewiesen. Knauß führte dies auf verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel zurück und will dies mit seinem Anwalt durch weitere Warenproben auch nachgewiesen haben - das Ergebnis werden wir, wie erwähnt, in den nächsten Tagen oder Wochen erfahren.


Kimi_Raikkönen - 05.03.2005 - 17:11

Hans Knauß hat von der FIS nach seiner positiven Doping-Probe Ende November in Lake Louise die Höchststrafe ausgefasst: 18 Monate Sperre! Der 34-jährige Steirer, der auf Freispruch gehofft hatte, fordert eine Reduzierung und meinte am Mittwochabend: "Wenn es dabei bleibt, höre ich auf!" Die leidige Affäre hat aber auch positive Folgen: Zumindest für Benni Raich, der durch Knauss’ nachträgliche Disqualifikationen im Weltcup weitere Punkte auf Bode Miller aufholte...

"Diesen Dienstag würde ich am liebsten aus meinem Gedächtnis streichen!" Während Hans Knauß mit seinem kaum zwei Wochen alten Sohn Leo wegen einer Virusinfektion im Spital war, erreichte ihn die Nachricht von der Sperre: "Im ersten Moment war ich total schockiert, habe absolut nichts Gutes an diesem Urteil gesehen. Man billigt mir Fahrlässigkeit zu, sperrt mich aber 18 Monate, womit auch die Olympia-Saison kaputt wäre. Ich kapier das einfach nicht." Und: Wenn es dabei bleibt, werde ich meine Karriere beenden!"

Anwalt legt Berufung ein
Sein Anwalt Dr. Christian Flick (der bereits an der Berufung beim Sportgericht in Lausanne arbeitet) sieht das etwas anders: "Stimmt, es schaut im ersten Moment grauslig aus. Aber nur weil man ihm außergewöhnlichste Umstände zugebilligt hat, wurde er nicht für die beim ersten Dopingvergehen üblichen zwei Jahre gesperrt - das ist unsere Chance beim Sportgericht.

Veraltete Doping-Gesetze
Bei einem ordentlichen Gericht hätte er gute Chancen auf einen Freispruch gehabt, die Doping-Gesetze sind leider extrem veraltet. Man hat die außergewöhnlichsten Umstände nicht entsprechend gewichtet, darauf werden wir in Lausanne pochen. Dass er nur für 18 Monate gesperrt wurde, ist formell wichtig. Und um eine Reduzierung um ein weiteres halbes Jahr werden wir kämpfen."

Raich nur noch 29 Punkte hinter Miller
Die Doping-Sperre für Knauß lässt die Chancen von Benjamin Raich auf den Gewinn des Gesamt-Weltcups steigen. Nachdem Knauß in allen Rennen seit der Abfahrt von Lake Louise am 27. November 2004 disqualifiziert wurde, liegt der Raich in der Gesamtwertung nur noch 29 Punkte hinter dem führenden Amerikaner Bode Miller zurück. Zuvor waren es 31 Zähler Rückstand gewesen.

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1,5 Jahre das ist doch komplett übertrieben. Das Urteil ist aber noch lange nicht fix das wird noch einige Monate dauern.
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