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sexorsten - 19.08.2004 - 12:02

Der mitteleuropäische gemeine Grottenolm, kurz megg, ist ein Naturphänomen. Mittels eines Körperhormons passt er sich seiner Umwelt perfekt an. Finden können wir unseren kleinen Freund in Baumhöhlen oder Erdlöchern, also eher in feuchten, stickigen Gegenden. Aus diesem Grunde ist dem megg ein eher strenger Geruch anheim. Will man dieses nette Tier, das eine Kreuzung zwischen Molch und Blindschleiche zu sein scheint, erhaschen, so muss man ein flinker Zeitgenosse sein.
Mit meinem Freund Seinz Hielmann gelangen mir einige spektakuläre, noch nie dagewesene Momentaufnahmen aus dem Leben des megg. Zu sehen sind sie unter www.ichglaubhierbinichrichtig.de.
Als Haustier eignet sich der megg nur dann, wenn Sie unter einer Brücke hausen oder mit der Bildzeitung zelten gehen. Falls Sie noch weitere Infos zum megg für mich haben, dann melden Sie sich.
Ich werde dann Ihre Ergebnisse in mein demnächst erscheinendes Buch "Der Grottenolm - Fluch oder Segen" mit aufnehmen.
ruebendicht - 19.08.2004 - 13:27

Lieber Sexorsten!

Mit Freude habe ich Ihren ersten, sehr erquickenden und aufschlussreichen Beitrag gelesen. Ich habe mich spontan auf die Suche gemacht, ein Exemplar eines meggs zu fangen. Leider ist meine Suche erfolglos geblieben. Können Sie mir dabei helfen, ein Exemplar aus der freien Wildnis herauszureißen, damit meine kulinarischen Künste um ein Weiteres erweitert werden können?

Mit einem herzlichen Gruß,

Rübendicht.

Samos - 19.08.2004 - 13:50

Sehr geehrter neuer Dichter,
ich möchte mich den Grüßen des werten Rübendicht anschließen und heiße auch sie wilkommen. Interessiert habe ich Ihre biologischen Ausführungen gelesen. Ich persönlich würde als Episode zwei eine Expedition zu unserem werten Rübendicht vorschlagen. Auch bei ihm handelt es sich um ein possierliches Tier mit strengem Geruch. Vielleicht könnten sie herausfinden ob es da ein verwandschaftsverhältnis gibt. weiter wäre ich auch an einem Beitrag über die gemeine Zikade sehr interessiert.

mit dichterischem forschergruß

samos

ruebendicht - 19.08.2004 - 15:05

Lieber Samos, der Weisse.

Wieder einmal muss ich feststellen, dass sie von sich auf andere schließen. Der von Ihnen angesprochene Körpergeruch meinerseits resultiert lediglich aus meiner Pflicht, mich Ihnen anzupassen, damit sie in einer Gruppe von Menschen nicht alleine dastehen.
Ich verzeihe Ihnen trotzdem noch einmal und verbleibe mit den besten Grüßen,

Rübendicht.

ruebendicht - 19.08.2004 - 15:12

Der Grottenolm (Proteus anguineus) ist ein molchartiger Schwanzlurch; er wird fast 30 cm lang. Er wird als Larve fortpflanzungsfähig; diese Eigenschaft nennt man Neotenie. Auch bei den einheimischen Molchen kommt es gelegentlich vor, dass sich die Kiemen tragenden Larven ohne Umwandlung in Lungen atmende Landtiere fortpflanzen.

Die Mundpartie ähnelt der des Hechtes. Besonders auffällig sind die funktionslosen Augen; sie sind unter der Haut verborgen und nur bei Jungtieren zu erkennen. Die Zahl der Finger und Zehen ist für Amphibien ungewöhnlich: die Vorderbeine tragen nur drei Finger, die Hinterbeine nur zwei Zehen (bei anderen Arten: 4 Finger/5 Zehen).

ruebendicht - 19.08.2004 - 15:13

Wer die beeindruckende Hermannhöhle in RÜBELAND besichtigt, darf mit einer ganz besonderen Attraktion rechnen. Der Grottenolm, wissenschaftlich ausgedrückt (Proteus Anguinus). Er ist ein bis zu 30 cm langer graziler, sehr anmutiger, farbenprächtiger Schwanzlurch, der sich an das ewige unterirdische Dunkel perfekt angepasst hat. Vor rund 200 Jahren glaubte man noch, dass Grottenolme die an die Oberfläche kamen, Jungen von Drachen wären.

Quelle: http://www.harz-online.de/lexikon/grottenolm.html

Danilov - 21.08.2004 - 13:46

Sehr geehrte Herren Forscher, hallo ruebendicht!

Wie ich bestätigen kann, ist Herr Ruebendicht mit einem Megg wohl verwandt. Der strenge Geruch, der aus einer Drüse im Nackenbereich abgesondert wird, habe ich bei ihm schon in Augenschein nehmen können. Ruebendichts Zelte sind ja nicht weit entfernt meiner Villa aufgeschlagen. Und der Bereich um diese Zelte ist meist von der Gendarmerie abgesperrt, interessanterweise meist zur Balzzeit, um den Bürger vor diesem Geruch zu schützen.

MfG,

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