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Achim - 01.07.2007 - 08:08

Massa schnappt sich die Pole
Beim letzten Training zum Großen Preis von Frankreich hatte McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton am Samstagvormittag noch die Nase vorne, beim Qualifying am Nachmittag umkurvte Ferrari-Pilot Felipe Massa den 4,411 Kilometer langen Kurs in Magny-Cours aber am schnellsten und schnappte sich die Pole Position.


Massa legte seine schnellste Runde in 1:15,034 Minuten hin und lag damit 70 Tausendstel vor Hamilton. Der Engländer wiederum hielt den Finnen Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari in Schach. "Das ist ermutigend und tut gut. Wir scheinen zurückschlagen zu können", freute sich Massa über die vierte Pole in dieser Saison.


Alles andere als rund lief es für Fernando Alonso. Der Weltmeister hatte schon im Training Probleme mit seinem McLaren-Mercedes, konnte bei der Qualifikation aber zunächst starten. Die ersten zwei Sessions überstand der Spanier schadlos, im dritten und entscheidenden Durchlauf war aber schon nach zwei Minuten Schluss für Alonso. Das Auto musste in die Garage geschoben werden, Getriebeprobleme sollen verantwortlich gewesen sein. "Man muss realistisch sein. Nun ist jeder Punkt okay", erklärte der zweimalige Weltmeister frustriert.

Die hatte Nick Heidfeld nicht, nach seinen Rückenproblemen musste sich der Gesamtfünfte der Fahrer-Weltmeisterschaft aber mit Rang sieben begnügen. "Damit bin ich nicht ganz zufrieden", so Heidfeld, der zwar erneut bester Deutscher war, das teaminterne Duell im BMW-Sauber verlor er aber gegen Robert Kubica. Der zeigte sich nach seinem Horrorunfall und der Rennpause gut erholt und verpasste mit Rang vier das Podium nur knapp.

Während Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams Neunter wurde, schaffte Ralf Schumacher im Toyota den Sprung unter die Top Ten nicht. Das Geburtstagskind geht von Rang elf aus ins Rennen.

Das Training wurde sieben Minuten lang unterbrochen, weil sich am Streckenrand der künstliche Rasenbelag abgelöst hatte. Nachdem Techniker den Teppich wieder angeklebt hatten, ging es weiter.

Platz Fahrer Team Zeit
1 F. Massa Ferrari 1:15,034
2 L. Hamilton McLaren-Mercedes 1:15,104
3 K. Räikkönen Ferrari 1:15,257
4 R. Kubica BMW-Sauber F1 Team 1:15,493
5 G. Fisichella Renault 1:15,674
6 H. Kovalainen Renault 1:15,826
7 N. Heidfeld BMW-Sauber F1 Team 1:15,900
8 J. Trulli Toyota 1:15,935
9 N. Rosberg Williams F1-Team 1:16,328
10 F. Alonso McLaren-Mercedes
11 R. Schumacher Toyota 1:15,534
12 J. Button Honda Racing F1 Team 1:15,584
13 R. Barrichello Honda Racing F1 Team 1:15,761
14 M. Webber Red Bull Racing 1:15,806
15 S. Speed Scuderia Toro Rosso 1:16,049
16 D. Coulthard Red Bull Racing
17 V. Liuzzi Scuderia Toro Rosso 1:16,149
18 A. Wurz Williams F1-Team 1:16,241
19 A. Davidson Super-Aguri 1:16,366
20 C. Albers Spyker F1 1:17,826
21 T. Sato Super-Aguri 1:16,244
22 A. Sutil Spyker F1 1:17,915

Achim - 07.07.2007 - 03:34

Ferrari schlägt zurück
Die Scuderia Ferrari ist zurück in der Erfolgsspur und feierte einen ungefährdeten Doppelsieg. Räikkönen setzte sich gegen Polesetter Massa im teaminternen Duell durch. Hamilton stieg als Dritter abermals aufs Treppchen. Bester Deutscher beim vorerst letzten GP von Frankreich wurde Nick Heidfeld, der im BMW Sauber auf Rang fünf hinter Teamkollege Robert Kubica über die Ziellinie fuhr.

Ferrari hat sich mit dem ersten Doppelsieg in dieser Saison - der Finne Kimi Räikkönen gewann gegen den Brasilianer Felipe Massa - beim Großen Preis von Frankreich in Magny Cours im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft zurückgemeldet.

"Wunderkind" Lewis Hamilton musste sich nach seinen Erfolgen in Montréal und Indianapolis mit dem dritten Platz begnügen, schaffte im McLaren-Mercedes aber zum achten Mal im achten Rennen den Sprung auf das Podium. Nach den technischen Problemen (Getriebe) am Vortag in der Qualifikation arbeitete sich der zweimalige Weltmeister immerhin noch von der zehnten Startposition auf den siebten Platz vor und rettete zwei Zähler. Allerdings leistete sich der Asturier drei Fahrfehler und biss sich zudem in direkten Duellen mit Nick Heidfeld (BMW Sauber) und Giancarlo Fisichella (Renault) die Zähne aus.

In einem insgesamt höhepunktarmen Grand Prix sorgte zumindest Alonso für Spannung. Der 25-Jährige lieferte sich mit Nick Heidfeld im BMW Sauber rundenlang ein aufregendes Duell. Erst in der 33. Runde musste der Mönchengladbacher den Spanier vorbeiziehen lassen. Doch dank der besseren Strategie lag Heidfeld, der noch in den Tagen zuvor von Rückenschmerzen geplagt wurde, im Ziel als Fünfter wieder vor Alonso.

Bereits beim Start setzten sich die Ferrari durch. Massa behauptete die Pole Position, Räikkönen zog an Hamilton vorbei und folgte Massa als Zweiter. Kurz darauf gab es zwei Kollisionen. Erst crashte Trulli mit seinem Toyota in Kovalainens Renault. Für den Italiener bedeutete dies das Aus, Kovalainens Bolide konnte an der Box repariert werden. Dann kollidierten Davidson (Super Aguri) und Liuzzi (Toro Rosso). Für beide Fahrer war an dieser Stelle das Rennen bereits beendet.

Für einen Aufreger sorgte der Niederländer Christijan Albers, als er beim Boxenstopp in der 30. Runde zu früh losfuhr, den Tankschlauch mitriss, welcher wiederum einen Mechaniker zu Boden schleuderte.

Die Entscheidung an der Spitze fiel beim zweiten Boxenstopp: Massa kam als erster am Ende der 43. Runde. Der Finne fuhr drei Durchgänge später zum Tanken und Reifenwechseln und scherte vor seinem Teamkollegen wieder auf die Strecke. Danach ließ er nichts mehr anbrennen. Bei Hamilton hatte das Team auf eine Drei-Stopp-Strategie gesetzt, doch der Britte hatte nie den Hauch einer Chance gegen die überlegenden "Roten", die mit zwei Stopps auskamen.

Trotz des verpassten Sieg-Hattricks baute der 22 Jahre alte Brite Hamilton eine Woche vor seinem Heimrennen in Silverstone seine Führung in der Gesamtwertung mit 64 Punkten gegenüber seinem Teamkollegen Fernando Alonso (50) aus. Dritter ist weiterhin Massa mit 47 Zählern vor Räikkönen (42) und Heidfeld (30).

In der Teamwertung führt nach wie vor McLaren-Mercedes mit 114 Punkten vor Ferrari (89) und BMW Sauber, das bis dato 48 Zähler gesammelt hat.

Die Schnellste Runde gelang Felipe Massa in 1:16,099 in der 42. Runde.

1 K. Räikkönen Ferrari 1:30:54,200
2 F. Massa Ferrari + 2,414
3 L. Hamilton McLaren-Mercedes + 32,153
4 R. Kubica BMW-Sauber F1 Team + 41,717
5 N. Heidfeld BMW-Sauber F1 Team + 48,801
6 G. Fisichella Renault + 52,210
7 F. Alonso McLaren-Mercedes + 56,516
8 J. Button Honda Racing F1 Team + 58,885
9 N. Rosberg Williams F1-Team + 1:08,505
10 R. Schumacher Toyota 1 Runde zurück
11 R. Barrichello Honda Racing F1 Team 1 Runde zurück
12 M. Webber Red Bull Racing 1 Runde zurück
13 D. Coulthard Red Bull Racing 1 Runde zurück
14 A. Wurz Williams F1-Team 1 Runde zurück
15 H. Kovalainen Renault 1 Runde zurück
16 T. Sato Super-Aguri 2 Runden zurück
17 A. Sutil Spyker F1 2 Runden zurück
18 S. Speed Scuderia Toro Rosso Defekt, 58. Runde
19 C. Albers Spyker F1 Boxenpanne, 30. Runde
20 J. Trulli Toyota Unfall, 2. Runde
21 A. Davidson Super-Aguri Unfall, 1. Runde
22 V. Liuzzi Scuderia Toro Rosso Unfall, 1. Runde

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