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Achim - 18.03.2006 - 09:16

Am Samstagmorgen fuhr Giancarlo Fisichella im Renault die schnellste Zeit im Qualifying und holt sich damit die dritte Pole Position seiner Karriere. Auf Grund der vielen Motorwechsel haben allerdings die Zeiten auf der Strecke wenig mit der Startaufstellung am Sonntag zu tun. So wird Michael Schumacher um zehn Plätze zurückversetzt und startet von Position 14.



Alles andere als in Schieflage: Giancarlo Fisichella holt in Sepang seine dritte Pole Position.
Im Kampf um die Pole Position lieferten sich im letzten Teil des Qualifyings wegen Ralf Schumachers Motorplatzer nur neun anstatt zehn Fahrer wie schon in Bahrain einen spannenden Fight. Im Finish holte sich Giancarlo Fisichella knapp vor Jenson Button die beste Zeit (1:33.840 Minuten). Neben Button (1.33.986) fuhr Formel-1-Neuling Nico Rosberg sensationell auf Platz drei (1.34.626).

Weltmeister Fernando Alonso fuhr im Qualifying mit kleineren Elektronik-Problemen nur die achtbeste Zeit und geht am Sonntag wegen Schumachers Zurückversetzung als Siebter wohl mit einer Zwei-Stopp-Strategie ins Rennen. Die McLaren-Mercedes gehen mit Juan Pablo Montoya als Fünften und Kimi Räikkönen als Sechsten ins Rennen. Auf Grund der vielen Motorwechsel wird die Rennleitung erst eine Stunde vor dem Beginn des Rennens am Sonntag (8 Uhr MESZ) die offizielle Startaufstellung bekannt gegben.

In der zweiten Einheit erwischte es Michaels Bruder Ralf Schumacher, der zwar schnell unterwegs war und sich für die Top Ten qualifiziert hätte, doch auch er hatte bei seinem Toyota einen Motorplatzer, so dass er sein Auto abstellen musste. Neben Ralf Schumacher konnten sich auch die beiden BMW-Piloten Nick Heidfeld und Jaques Villeneuve nicht qualifizieren. Neben diesem Trio fielen auch Barrichello, Trulli und Coulthard aus der Entausscheidung heraus.

In der ersten Einheit des Qualifyings hatte Michael Schumacher Glück, dass er nicht schon nach rund 20 Minuten seinen Boliden abstellen musste. Der Kerpener fuhr die 16. Zeit, profitierte aber davon, dass Vitantonio Liuzzi, der recht schnell unterwegs war, wegen des Zeitlimits seine Runde nicht zu Ende fahren konnte und somit nicht in die Wertung kam. Die sechs Fahrer, die im ersten Abschnitt nicht weiter kamen, waren Ide und Sato (Super Aguri), Monteiro und Albers (Midland F1) sowie Speed und besagter Liuzzi (Scuderia Toro Rosso).

Michael Schumachers Teamkollge Felipe Massa hatte doppeltes Pech. Beim Brasilianer musste der Motor gleich zweimal gewechselt werden. Damit wird der Ferrari-Pilot 20 Startplätze zurückversetzt, insofern machte es wenig Sinn, am Qualifying teilzunehmen - Massa startet aus der Boxengasse.

1 Giancarlo Fisichella Renault F1 01.33,840

2 Jenson Button Honda Racing F1 01.33,986

3 Nico Rosberg Williams F1 01.34,626

4 Michael Schumacher Ferrari 01.34,668 Motorwechsel

5 Mark Webber Williams F1 01.34,672

6 Juan Pablo Montoya McLaren-Mercedes 01.34,916

7 Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes 01.34,983

8 Fernando Alonso Renault F1 01.35,747

9 Christian Klien Red Bull Racing 01.38,715

10 Ralf Schumacher Toyota 01.34,586 Motorwechsel

11 David Coulthard Red Bull Racing 01.34,614

12 Rubens Barrichello Honda Racing F1 01.34,683 Motorwechsel

13 Jarno Trulli Toyota 01.34,702

14 Jacques Villeneuve BMW Sauber F1 01.34,752

15 Nick Heidfeld BMW Sauber F1 01.34,783

16 Felipe Massa Ferrari 01.35,091 2 Motorwechsel

17 Scott Speed Scuderia Toro Rosso 01.36,297

18 Vitantonio Liuzzi Scuderia Toro Rosso 01.36,581

19 Christijan Albers Midland F1 Racing 01.37,426

20 Tiago Monteiro Midland F1 Racing 01.37,819

21 Takuma Sato Super Aguri F1 01.39,011

22 Yuji Ide Super Aguri F1 01.40,720

Achim - 19.03.2006 - 15:57

Das Rennen

Giancarlo Fisichella gewinnt den Großen Preis von Malaysia, Weltmeister Fernando Alonso macht den Doppelsieg für Renault perfekt. Dritter wird Button im Honda, gefolgt von McLaren-Mercedes-Pilot Montoya. Massa rettet im Ferrari Rang fünf vor Teamkollege Michael Schumacher ins Ziel.


Start- und Ziel-Sieg: Polesetter Giancarlo Fisichella gewann in Malaysia.
Renault bleibt in der Formel 1 das Maß aller Dinge und feierte einen verdienten Doppelsieg in Malaysia. Nach 56 Runden und 310,408 Kilometern auf den Sepang International Circuit fuhr Fisichella in 1:30:40,529 Stunden zum dritten Sieg seiner Karriere. Fernando Alonso kam nach seinem Sieg beim Auftaktrennen in Bahrain diesmal als Zweiter ins Ziel. Jenson Button fuhr ein fehlerfreies Rennen, verlor im Vergleich zu seinem zweiten Startplatz aber einen Rang und gesellte sich als Dritter aufs Podium. Nach Räikkönens Ausfall in der ersten Runde rettete Juan Pablo Montoya die Ehre von McLaren-Mercedes und hielt die Konkurrenz von Ferrari auf Distanz.


Bei der Scuderia hatte diesmal Felippe Massa das bessere Ende für sich und fuhr vom vorletzten Startplatz bis auf Rang fünf vor. Die Ein-Stopp-Strategie des Brasilianers setzte sich gegen zwei Boxenstopps Michael Schumachers durch, der von Rang 14 auf sechs vorfuhr. Der siebenmalige Champion arbeitete sich nach dem Start kontinuierlich nach vorn und lag bis zu seinem ersten Boxenstopp in der 24. Runde hinter Heidfeld an sechster Stelle. Von da an ging's für Schumacher aber nicht mehr weiter voran. Im Gegenteil, nach seinem zweiten Boxenstopp musste er sich hinter Teamkollege Massa einreihen.

"Es gibt Strecken, die uns liegen, doch das war für uns sicher die schlimmste", sagte Schumacher, der allerdings auch zugab: "Wir sind noch nicht so schnell wie Renault."

Erfreulich auch aus deutscher Sicht, dass Ralf Schumacher, der nach seinem Motorschaden im Qualifying als Letzter ins Rennen ging, noch Achter wurde und einen WM-Punkt ergatterte. Es hätte sogar noch ein Rang besser sein können, hätte sich der Toyota-Pilot nicht noch einmal außerplanmäßig an die Box begeben müssen.

Für die beiden anderen Deutschen verlief das Rennen dagegen denkbar schlecht. Sowohl BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld als auch Williams-Fahrer Nico Rosberg schieden mit Motorschaden aus. Noch am Samstag hatte der 20-jährige Rosberg, der bei seinem Formel-1-Debüt eine Woche zuvor in Bahrain mit Platz sieben gleich seine ersten Punkte holte, nach seinem dritten Rang in der Qualifikation jubeln dürfen. "Es ist wirklich schade. Aber letztlich nutzt es nichts, jetzt groß rumzumotzen", meinte der Sohn des ehemaligen Weltmeisters Keke Rosberg nach seinem frühen Aus, als der Traum vom ersten Podiumsplatz in Rauch aufging. "Die Motivation ist immer da, sowas kann halt passieren. In Australien werde ich wieder angreifen und schauen, was dann dabei rumkommt. Ich lasse den Kopf bestimmt nicht hängen."

Insgesamt gab es in Sepang acht Ausfälle. Bereits in der ersten Runde erwischte es McLaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen, dem der Österreicher Christian Klien hinten rechts ins Auto fuhr, dort die Aufhängung brach, woraufhin sich der Finne ins Kiesbett drehte und in die Streckenbegrenzung krachte.

Für Rosbergs Teamkollegen Mark Webber kam in der 16. Runde das Aus nach einem Hydraulikschaden - Doppelausfall für Williams.

Nicht besser lief es für Red Bull. Klien erlitt bei seiner Kollision mit Räikkönen ebenfalls einen Aufhängungsschaden, Teamkollege David Coulthard schied mit Getriebeschaden aus. Klien hatte noch einige Versuche gestartet, weiterzufahren, gab aber irgendwann endgültig auf.

Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien baute mit 18 Punkten die Führung in der Gesamtwertung aus. Michael Schumacher ist mit 11 Punkten Zweiter vor dem punktgleichen britischen Honda-Piloten Jenson Button.

1 Giancarlo Fisichella
Renault1:30:40,529
2 Fernando Alonso
Renault+ 4,585
3 Jenson Button
Honda Racing F1 Team+ 9,631
4 Juan Pablo Montoya
McLaren-Mercedes+ 39,351
5 Felipe Massa
Ferrari+ 43,254
6 Michael Schumacher
Ferrari+ 43,854
7 Jacques Villeneuve
BMW-Sauber F1 Team+ 1:20,461
8 Ralf Schumacher
Toyota+ 1:21,288
9 Jarno Trulli
Toyota1 Runde zurück
10 Rubens Barrichello
Honda Racing F1 Team1 Runde zurück
11 Vitantonio Liuzzi
Scuderia Toro Rosso2 Runden zurück
12 Christijan Albers
MF1 Racing2 Runden zurück
13 Tiago Monteiro
MF1 Racing2 Runden zurück
14 Takuma Sato
Super-Aguri3 Runden zurück
Nick Heidfeld
BMW-Sauber F1 TeamMotorschaden, 48. Runde
Scott Speed
Scuderia Toro RossoDefekt, 42. Runde
Yuji Ide
Super-AguriDefekt, 37. Runde
Christian Klien
Red Bull RacingAufhängungsschaden, 35. Runde
Mark Webber
Williams F1-TeamHydraulikschaden, 16. Runde
David Coulthard
Red Bull RacingGetriebeschaden, 10. Runde
Nico Rosberg
Williams F1-TeamMotorschaden, 7. Runde
Kimi Räikkönen
McLaren-MercedesUnfall, 1. Runde

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