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Achim - 13.05.2006 - 19:40

Alonso trotzt Michael Schumacher

Fernando Alonso hat beim Qualifying zum Großen Preis von Spanien dem Angriff von Ferrari erfolgreich getrotzt und seinen Renault auf der Pole Position platziert. Noch vor Michael Schumacher und Felipe Massa, die mit der zweiten Startreihe vorlieb nehmen müssen, hat sich Alonso-Teamkollege Giancarlo Fisichella gesetzt.




Der dritte und entscheidende Durchlauf beim Qualifying war an Spannung kaum zu überbieten. Erst hatte Ferrari die Nase mit Schumacher und Massa vorne, doch Renault um Alonso schlug eiskalt zurück. Der Spanier legte bei seinem Heimspiel in 1:14,875 Minuten eine Zeit vor, an der sich die Konkurrenz zunächst die Zähne ausbiss. Michael Schumacher versuchte mit neuen Reifen bei seiner letzten Runde noch einmal alles, doch schon knapp vor ihm hatten sowohl Alonso (1:14,648) als auch Fisichella (1:14,709) ihre ersten Zeiten schon unterboten. Der Kerpener schaffte es nicht mehr und fuhr in 1:14,970 auf Rang drei.

"Generell können wir ganz zufrieden sein mit dem dritten Platz. Wir haben unsere Reifenentscheidung mehr auf das Rennen ausgerichtet und mussten deshalb im Qualifying ein bisschen Federn lassen", erklärte der 37-Jährige: "Aber mit meiner Position kann ich sehr gut leben. Ich stehe als Dritter auf der sauberen Seite und kann vielleicht den Windschatten von Fernando ausnutzen. Es kommt alles auf die Strategie an. Wir setzen auf unsere Geschwindigkeit im Rennen."

Alonso freute sich nach der 11. Pole Position seiner Karriereund will vor den Augen von König Juan Carlos auf dem ausverkauften Circuit de Catalunya beim 50. Großen Preis von Spanien den ersten Heimsieg eines Spaniers einfahren. "66 Runden werden nicht genug sein, um das alles richtig zu genießen", meinte der Weltmeister.

Für Ralf Schumacher ("Es lief gut, und ich denke, dass wir auch für das Rennen gut dabei sind") im Toyota blieb Platz sechs, Nick Heidfeld geht im BMW-Sauber als Zehnter ins Rennen. Für Nico Rosberg war in der zweiten K.o.-Runde Endstation, er startet von Platz 13 den GP von Spanien.

Beim ersten Durchlauf patzte ausgerechnet David Coulthard, der am Sonntag seinen 200. Grand Prix bestreiten wird. Der Red Bull-Pilot setzte sein Auto ins Kiesbett und sorgte für eine kurze Unterbrechung. Alonso kam mit neuen Reifen auf die Strecke und legte die schnellste Runde hin. Aber auch Schumacher und Räikkönen hatten keine Probleme für die nächste Runde.

Zittern musste Nico Rosberg, der im Williams in 1:17,213 Minuten auf Platz 16 gerade noch in den zweiten Durchlauf rutschte. Verabschieden mussten sich neben Coulthard noch Tiago Monteiro (MF1 Racing), Christijan Albers (MF1 Racing), Scott Speed (Scuderia Toro Rosso), Takuma Sato (Super-Aguri) und Franck Montagny (Super-Aguri).

Beim zweiten Teil des Qualifyings ging Jacques Villeneuve im BMW-Sauber als Erster auf die Strecke, allerdings reichte es am Ende für den Kanadier nicht für die Top-Ten. Für ihn kam ebenso das Aus wie für Juan Pablo Montoya (McLaren-Mercedes), Mark Webber (Williams), Christian Klien (Red Bull), Vitantonio Liuzzi (Scuderia Toro Rosso) und auch Nico Rosberg.
1Fernando Alonso
Renault
1:14.648
2Giancarlo Fisichella
Renault
+ 0.061
3Michael Schumacher
Ferrari
+ 0.322
4Felipe Massa
Ferrari
+ 0.794
5Rubens Barrichello
Honda Racing F1
+ 1.237
6Ralf Schumacher
Toyota
+ 1.237
7Jarno Trulli
Toyota
+ 1.328
8Jenson Button
Honda Racing F1
+ 1.360
9Kimi Räikkönen
McLaren
+ 1.367
10Nick Heidfeld
BMW Sauber F1
+ 2.496
11Mark Webber
Williams
+ 0.854
12Juan Pablo Montoya
McLaren
+ 1.153
13Nico Rosberg
Williams
+ 1.156
14Jacques Villeneuve
BMW Sauber F1
+ 1.199
15Christian Klien
Red Bull Racing
+ 1.280
16Vitantonio Liuzzi
Scuderia Toro Rosso
+ 2.013
17Scott Speed
Scuderia Toro Rosso
+ 2.713
18Tiago Monteiro
MF1 Racing
+ 3.054
19Christijan Albers
MF1 Racing
+ 3.376
20Takuma Sato
Super Aguri F1
+ 4.272
21Franck Montagny
Super Aguri F1
+ 6.115
22David Coulthard
Red Bull Racing
+ 74.648

Achim - 15.05.2006 - 08:06

Alonso schlägt beim Heim-GP zurück

Fernando Alonso hat im Renault vor über 130.000 begeisterten Zuschauern beim 50. Großen Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya als erster Spanier einen Heimsieg eingefahren. Nach dem Schumacher-Doppelpack in Imola und auf dem Nürburgring schlug der Spanier mit dem dritten Saisonsieg zurück und konnte seine Führung auf den Rekord-Weltmeister auf nun 15 Punkte ausbauen.



Jagte mit seinem Renault unaufhaltsam über die Heim-Piste: Fernando Alonso.
Dritter wurde Giancarlo Fisichella, der damit das Renault-Wochenden perfekt machte. Nick Heidfeld, der im BMW-Sauber als Zehnter ins Rennen ging, konnte sich um zwei Ränge verbessern und sammelte einen WM-Punkt ein.


Fernando Alonso ging von der Pole Position ins Rennen (die elfte seiner Karriere), neben ihm stand sein Teamkollege Giancarlo Fisichella. Die beiden Ferrari-Piloten Michael Schumacher und Felipe Massa lauerten in der zweiten Startreihe.

Der Start verlief problemlos, vor allem auf den ersten Plätzen gab es keine Veränderungen. Alonso kam glänzend weg und auch Fischella blieb vor den beiden Ferraris. Ralf Schumacher fiel von Rang sechs auf neun zurück. Dagegen startete Räikkönnen gut und schob sich auf Platz fünf vor.

Für Renault verlief die Anfangsphase geradezu optimal, denn Alonso nutzte seine Führungsposition und zog davon. Fisichella fuhr als Puffer zwischen dem Weltmeister und Michael Schumacher, der schnell einen Rückstand von über zehn Sekunden aufwies.

Der Spanier ging bereits in Runde 17 zum Tanken an die Box und auch Fisichella folgte kurze Zeit später. Schumacher hatte nun freie Fahrt, konnte aber nur unwesentlich Zeit gut machen. Nach Montoyas Abflug im McLaren-Mercedes ins Kiesbett blieb die Safety-Car-Phase aus, obwohl das Auto des Kolumbianers an einer ungünstigen Stelle stand. Michael Schumacher kam nach der 23. Runde zum Tanken und schaffte es nach einer Standzeit von 7,7 Sekunden noch vor Fisichella zurück auf die Strecke. Alonso hatte den Deutschen nun direkt im Nacken.

Das Duell der beiden Topleute wurde auf hohem Niveau mit fast identischen Rundenzeiten ausgetragen, der Spanier wehrte so den Angriff des Kerpeners mühelos ab. Während sein Bruder verzweifelt den Anschluss an den Spitzenreiter suchte, kam für Ralf Schumacher in der 33. Runde das Aus wegen eines technischen Defekts. An der Spitze zeichnete sich nun immer mehr ab, dass Michael Schumacher auf einen Fehler von Alonso hoffen musste, der in der 39. Runde zwischenzeitlich mit der schnellsten Runde glänzte. Nachdem der zweite Boxenstopp von Alonso problemlos verlief, deutete alles auf einen Heimsieg des Spaniers hin.

Der Asturier ließ sich den großen Erfolg dann auch nicht mehr nehmen. Die Kontrahenten neutralisierten sich auf den letzten Runden, in der es keine Veränderungen mehr gab. "Wir waren heute einfach nicht schnell genug. Das Wochenende hatte gut angefangen, ist uns dann aber aus der Hand geglitten. Das ist schon erstaunlich", gab Schumacher, der nach dem letzten Boxenstopp "das Rennen nur noch nach Hause gefahren" ist, unumwunden zu. Alonso konnte so die Schlussphase das Rennen richtig genießen. "Wenn man vor diesen ganzen blauen Tribünen fährt, ist das ganz anders als bei allen anderen Rennen. Das war mein schönstes Erlebnis in der Formel 1. Das ist nur vergleichbar mit Brasilien, als ich Weltmeister wurde", so der 25-Jährige: "Das Rennen lief einfach perfekt, so wie wir es geplant hatten."

1Fernando Alonso
Renault
1:26:21.759
2Michael Schumacher
Ferrari
+ 18.502
3Giancarlo Fisichella
Renault
+ 23.951
4Felipe Massa
Ferrari
+ 29.859
5Kimi Räikkönen
McLaren
+ 56.875
6Jenson Button
Honda Racing F1
+ 58.347
7Rubens Barrichello
Honda Racing F1
+ 1 Runde
8Nick Heidfeld
BMW Sauber F1
+ 1 Runde
9Mark Webber
Williams
+ 1 Runde
10Jarno Trulli
Toyota
+ 1 Runde
11Nico Rosberg
Williams
+ 1 Runde
12Jacques Villeneuve
BMW Sauber F1
+ 1 Runde
13Christian Klien
Red Bull Racing
+ 1 Runde
14David Coulthard
Red Bull Racing
+ 1 Runde
15Vitantonio Liuzzi
Scuderia Toro Rosso
+ DNF
16Tiago Monteiro
MF1 Racing
+ 3 Runden
17Takuma Sato
Super Aguri F1
+ 4 Runden
-Christijan Albers
MF1 Racing
48. Runde Ausfall
-Scott Speed
Scuderia Toro Rosso
47. Runde Ausfall
-Ralf Schumacher
Toyota
32. Runde Ausfall
-Juan Pablo Montoya
McLaren
19. Runde Dreher
-Franck Montagny
Super Aguri F1
16. Runde Ausfall

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