Im Hollywood-Film besitzt der "Rain Man" geradezu übermenschliche geistige Fähigkeiten. Wissenschaftler der Nasa werfen nun einen tiefen Blick in das Gehirn von Kim Peek, dem realen Vorbild der Filmfigur. Sie hoffen, das Geheimnis des Genies zu entschlüsseln.
Er kann virtuos mit Zahlen umgehen, ist ein wandelndes Geschichtslexikon und hat erstaunliche musikalische Fähigkeiten: Kim Peek, 53, ist ein so genannter "Mega-Savant", ein Inselbegabter, der auf manchen Gebieten stark eingeschränkt ist, dafür aber auf anderen über enorme Fähigkeiten verfügt. Als "Rain Man" führte Hollywoodstar Dustin Hoffman im gleichnamigen Film von 1988 vor, welche genialen Begabungen Menschen mit dem so genannten Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus, besitzen können.
Forscher der Nasa wollen nun versuchen, den Geheimnissen von Peeks Talenten auf die Spur zu kommen - mit einer Technologie, die sonst für die Untersuchung der Wirkung von Weltraumreisen auf das Gehirn benutzt wird. Vergangene Woche unterzog sich Peek einer Reihe von Tests mit Computertomografen und Magnetresonanz-Scannern, die zusammen ein dreidimensionales Bild des Gehirns ergeben sollen.
Die Forscher wollen die aktuellen Ergebnisse mit Magnetresonanzbildern vergleichen, die 1988 von Peeks Neuropsychiater Dan Christensen an der University of Utah angefertigt wurden. "Peeks Gehirn und seine Fähigkeiten sind nicht nur einzigartig, sondern er scheint auf seinen Spezialgebieten mit zunehmendem Alter auch immer besser zu werden", erklärt Richard Boyle, der am Ames Research Center der Nasa die aktuelle Untersuchung leitet.
Peek hat als "Mega-Savant" nicht nur auf einem, sondern gleich auf 15 Gebieten außergewöhnliche Fähigkeiten - von Geschichte über Literatur und Geografie bis hin zu Musik und Mathematik. Auf anderen Gebieten hat er dagegen Schwächen. So gilt er etwa als unfähig, zu Hause die Besteckschublade zu finden oder sich ohne Hilfe anzukleiden.
Ziel der erneuten Untersuchung ist nach Angaben der Wissenschaftler, Veränderungen in Peeks Gehirn während der vergangenen 16 Jahre zu finden. Peeks Vater Fran sagte, man wolle feststellen, was im Hirn seines Sohnes vorgehe, wenn er Dinge beschreibt und über sie nachdenkt.
Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,326975,00.html
Also ich find das auch sehr intressant muss ich sagen...weil das einfach zeigt..für was das menschliche Gehirn eigentlich alles fähig is..