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Bonnie2004 - 13.12.2004 - 19:12
Montag den 22.11. (39+1) Früh fuhren Mama und ich wie immer zum GVK, *noch wusste niemand das es wohl unser letzter ist*. Danach waren wir wie immer zum CTG und Untersuchung bei Mamas Ärztin. Ein Blick auf die Waage sagte aus, dass wir insgesamt nun mit dem vielen, vielen Wasser 9,7 Kilo zugenommen haben. So dann kam der Hammer, Mamas Blutdruck war irre hoch. er lag bei 175/110. Also kam was kommen musste rau Doktor zückte mit dem Einweisungschein für uns beide noch heute ins KHH, wegen des hohen Blutdruckes und der 4 Kilo Wasser die Mama in den letzen 2 Wochen eingelagert hatte.. Sie und die Hebi wollten die Verantwortung nicht mehr übernehmen. Man war Mama begeistert, na ja am Folgetag sollten wir ja eh dort hinkommen mit gepackter Kliniktasche. Daheim angekommen. Berichteten wir Papa von den Vorkommnissen, auch er zog nen Flunsch, aber es ließ sich ja nun mal nicht ändern. Mama nahm dann noch gemütlich ein Bad, dann fuhren wir noch Lotto spielen *ganz wichtig* und anschließend gingen wir noch zu Mc Doof *grins*. So gegen 18 Uhr trafen wir dann in der Klinik auf der Entbindung ein. Erst wurde mal ein CTG geschrieben, was ein paar Wehen ausspuckte, welche aber für die Hebi dort Spielwehen waren *lol*. Man übergab mich nach den Gesprächen dann der Wöchnerinnenstation. Dann brachten wir noch Papa zum Ausgang und wären am liebsten mitgegangen *schnief*. Ich bezog dann mein Zimmer, welches ich mir erst mal noch mit einer Russin teilen musste, die schon seit 3 Jahren in Deutschland wohnt aber kaum deutsch sprach und sich immer hinter einem dicken Buch versteckte. Also gut dachte ich dann lieste ebend auch zur Beruhigung. Diese Nacht hat Mama echt wenig geschlafen, aller Nasen lang kamen sie Blutdruck messen und auch vor Aufregung was denn nun am nächsten Tag geschieht.
Bonnie2004 - 13.12.2004 - 19:13
Dienstag, den 23.11.2004 (39+2) Endlich war es früh, es ist Chefarztvisite, also dachte Mama sie erfahre gleich was abgeht, denn Mama und Papa hatten sich ja nun auf das Einleiten der Geburt eingestellt. Aber es kam anders, Herr Professor Köhler wollte erst mal noch die fette Kohle machen...ein 24 Stundenprofil, also Urin über 24 Stunden sammeln, Blutdruck messen, CTG schreiben. 13.15 Uhr hatte Mama ja noch den Termin zum Doppler, den Mama
und Papa auch wahrnahmen. Meine aktuelle Gewichtsschätzung 3484 g, Versorgung alles okay. Na ja der Tag verlief dann noch recht ruhig. Frühstück und Abendbrot wurde in form von Buffet gereicht, also knüpfte man so ein paar Kontakte mit Schonmamas und Nochkugeln. Gegen neun ging Mama dann in ihr Zimmer zu Natascha *wie sie sie taufte* und wieder verkroch sie sich hinter ihr Buch. Also ging Mama schön heiss duschen und das ganz ausgiebig und war sauer über den nun verlorenen Tag wo sie doch eigentlich vor hatte mich schon im Arm zu halten. Im Bett als sie so schön eingeschlafen war, riss sie es 21.55 Uhr mit ganz neuem Gefühl plötzlich aus dem Schlafe, so ein eigenartiges Ziehen, was aber diesmal aus dem Rücken kam und Bauchi hart werden ließ. Wow dachte sie und freute sich schon ein wenig, das es doch vielleicht noch von selbst in die Gänge kommt und versuchte weiter zu schlafen. Knapp 5 Minuten später schon wieder von eine Wehe, oops dachte sie und als nach einer Stunde immer noch keine Veränderung eintrat, stieg sie erst einmal aus dem Bett und stiefelte zur Schwester vor. Die schickte uns dann rüber zur Entbindung CTG schreiben. Hebamme meinte dann ja sind regelmäßig und Wehchen aber nix für den Kreissaal, legen sie sich noch mal schlafen, wenn sie stärker werden melden. Mama bekam dann noch zwei Zäpfchen für die Schmerzen. Wieder rüber ins Bett, aber schlafen war nicht mehr. Die Wehen wurden nicht stärker nicht schwächer und immer schon so aller 5 bis 7 min.
Bonnie2004 - 13.12.2004 - 19:13
Mittwoch der 24.11. 2004 (39+3) Gegen 4 Uhr schaute die Schwester nach Mama und meinte sie solle doch noch mal rüber gehen. Darauf hin meinte Mama tapfer, ach die schicken mich eh nur wieder weg *g* Irgendwann in der Nacht schickte Mama dem Papa eine SMS, dass er sich etwas bereithalten sollte, es könne ja jeden Moment losgehen. Papa war ganz aufgeregt. Um 9 Uhr mussten wir dann wieder wegen des Profiles zum CTG, da sah es dann schon besser aus. Sie meinten Mama solle ruhig schon mal Ihre Sachen für die Entbindung packen, Papa Bescheid geben und so langsam auf die Entbindung umziehen. Papa hatte dann auch schon keine ruhe mehr und machte sich dann langsam auf den Weg. Wir zogen dann gemeinsam ins Vorwehenzimmer, was eigentlich das Papazimmer oder auch der Blaue Salon genannt wurde. Bis 11 Uhr waren wir dann dort, anschließend zogen wir in den Kreissaal. Heute war übrigens tote Hose auf der Entbindung, den Tag zuvor waren es 10 Kinder. Man schloss Mama, nachdem sich das Hebammenteam vorgestellte hatte in aller Ruhe an die Geräte an. Die beiden Hebammen welche mich nun auf die Welt holen sollten waren Jaqueline Scherk und Adela von Gottberg. Gegen halb 12 wurde der Mama die PDA als Vorbereitung gelegt, da die Wehen jetzt doch schon ganz schön heftig aber noch zu veratmen waren, gaben sie mir dann zur Entspannung die erste Dosis. Danach machte man den Äthertest *boah* davon war Mama ganz benommen. Musste aber sein um zu prüfen ob die PDA anschlug. Der Muttermund zu der Zeit lag bei 1 cm. Gegen 14 Uhr und einer weiteren Dosis wurden die Wehen dann schon kräftig und arg. Mama bekam die dritte PDA - Dosis und das Gefühl ihr zieht jemand von unten her alles raus. Hebamme meinte dann müsste der Muttermund ja vollständig geöffnet sein, aber das ist bei ihnen noch lange nicht der Fall und schaute zur Vorsicht aber mal nach. Ihrem Gesichtsausdruck entnahmen Mama und Papa aber das dies dioch der Fall war. Denn Jaqueline klappte plötzlich der Kiefer nach unten und sie meinte öhm ja da is nix mehr und die Fruchtblase ist ne Beule. Dann lachte sie und meinte dann kommt das Baby, also ich, ja noch in unserer Schicht. Als meine Eltern sie nach einer Zeitprognose fragten, wollten die beiden Hebammen die für mich zuständig waren nicht raus mit der Sprache, sie meinten dann so gegen 20 Uhr, aber sie hatten die Rechnung da wohl ohne mich gemacht *kicher*.
Bonnie2004 - 13.12.2004 - 19:13
Na gut sagte Mama 18 Uhr, dann brüll ich den Kreissaal zusammen, heute sind doch Besichtigungen, dann kriegen gleich alle Angst. Alle kicherten und meinten Mama hätte Humor. 14.35 platzte plötzlich die Fruchtblase, ein eigenartiges Gefühl plopp und es lief und lief. Nun ging es aber zur Sache, leider bekam meine Mama keine PDA – Dosis mehr. Sie besann sich auf die Hebi vom GVK und sah sie förmlich vor sich auf ihrem Pezziball sitzen und sagen immer schön tief durch die Nase in den Bauch atmen und lange durch den Mund ausatmen. Das waren dann die einzigen Gedanken die Mama noch hatte... ihr Programm für die nächsten Stunden. Papa war der Mama eine große Unterstützung, alleine seine Anwe-senheit war beruhigend, er massierte ihr den Rücken, hielt die Hand, streichelte und war doch irgendwie hilflos sagte er. Gegen halb sechs wurden die Wehen echt kräftig, mein Köpfchen drehte sich in das Becken, womit ich Mama ganz schön weh tat. Sie musste sich dann aller drei Wehen die mittlerweile im 4 Minuten - Takt kamen und so knapp 2 Minuten anhielten von links nach rechts und wieder zurückdrehen. Das war ziemlich belastend, aber was sein muss, muss sein. Plötzlich waren die Herztöne nicht mehr zu orten, daher beschlossen die Hebammen eine Sonde an meinem Kopf festzumachen. Dadurch hatte Mama wenigstens etwas Bewegungfreiheit mehr, indem der Wehenschreiber und der Herztonschreiber wech waren.
Dann kam die erste Presswehe, die war heftig und kam so unverhofft das Mama sie nicht veratmen konnte und einfach lospresste wie bekloppt. Die Hebammen meinten sie solle sie veratmen und nicht pressen mein Köpfchen steht noch nicht richtig im Becken. Es hieß ab in den Vierfüßlerstand damit ich noch mal etwas zurückrutschen und mich neu einstellen kann. Beide Hebammen verließen noch mal kurz den Raum um die Ärztin zu holen. Mama hatte plötzlich das Gefühl in der Mitte zu zerbrechen und sagte bzw. flehte Papa an sie auf die Seite zu drehen, was er gerne tat. So ging es ihr besser bis zur nächsten Presswehe. Die nächsten zwei Presswehen musste Mama veratmen, weil ich noch nicht ganz bereit war durchzurutschen. Zwischendurch hat Mama mir immer auf den Kopf gefasst *lol*. Sie lächelte dann immer und freute sich das ich keine Glatze hab. Dann durfte sie endlich mitpressen, man war das ein Gefühl als ich da endlich rausflutschte. Ich wusste gar nicht wie mir geschah. Nun lag ich da und Papa sollte mir die Nabelschnur durchschneiden, doch ihn verließ wohl grad der Mut dazu, somit übernahm das meine Mama *man was bin ich stolz auf sie*. Aber ich bin auch wahnsinnig stolz auf Papa, er hat so tapfer durchgehalten trotz KKH - und Blutallergie. Dann bekamen Mama und Papa mich erst mal auf den Arm zum kennen lernen. Die Beide haben mich erst mal gestreichelt und geknuddelt. Dann wurde ich gebadet, verwogen und es wurden Fu-ßabdrücke gemacht. Mama meinte man hat der Zwerg große Füße. Meine Eltern gaben mir den Namen Julien Luca, ich wog 3530 g und war 53 cm groß, der Kopfumfang betrug 36,5 cm, die genaue Geburtszeit war 18.07 Uhr. Papa bekam mich dann fertig angezogen zum betreuen, während Mama dann erst einmal duschen ging.
Wir durften dann noch bis 20.30 Uhr im Kreissaal bleiben, wo ich auch das erste Mal an Mamas Brust angelegt wurde. Danach hieß es erst einmal trennen von Mama und Papa, denn ich musste die Nacht zur 12 stunden Überwachung auf der Neantologie verbringen um meinen Stoffwechsel zu überwachen. Sie durften aber jederzeit zu mir kommen, Mama sollte aber auf jeden fall Mitternacht kommen zum anlegen. Papa fuhr erst einmal nach hause und Mama fiel tot ins Bett in ihrem jetzigen Einzelzimmer. Die Nachtschwester weckte Mama dann ge-gen null Uhr, aber sei rief wohl nur und plautz hatte Mama die Kin-desfütterung verschlafen. Aber die Schwestern haben sich ja um mich gekümmert und ich war auch viel zu müde um überhaupt was zu trinken. Das nächste mal sollte Mama 4 Uhr kommen. Der Kinderarzt erklärte Mama das meine zuckerwerte alle okay und das Blutbild, und Überwachungswerte waren. Um 8 Uhr kam Mama wieder hinter zum anlegen und durfte mich kleine Zwergnase mit aufs Zimmer nehmen. Mamas Fazit : Ja also eine Geburt ist ein völlig überwältigendes Gefühl und die Schmerzen sind danach wirklich gar nicht mehr so schlimm wenn man zurückschaut und wenn man seinem süßen Kind in die Augen schaut wird man eh für alles entschädigt.
Dragonsage - 13.12.2004 - 23:37
Schöner Bericht ... muß man sich aufheben! Vielen Dank!
DAC602 - 14.12.2004 - 20:28
Oh man, hört sich wirklich toll an *neid* aber was ist denn der Äthertest? Was wird da gemacht?
CatalinasMami - 14.12.2004 - 21:25
Schön,aber auch schön das man es hinter sich hat.Oder????Nochmal???
Bonnie2004 - 15.12.2004 - 20:55
Erstellt von DAC602
Oh man, hört sich wirklich toll an *neid* aber was ist denn der Äthertest? Was wird da gemacht?
da wird äther auf nen wattebausch gemachtund der wird dir dann auf verschieden körperstellen getuppft und du musst dann sagen was du empfinsdest, also in den betäbten regionen muss man es als angenehm empfinden und dort wo nicht betäubt ist als kalt
Bonnie2004 - 15.12.2004 - 20:57
Erstellt von CatalinasMami
Schön,aber auch schön das man es hinter sich hat.Oder????Nochmal???
alsoich möchte das erlebnis aber niemals missen, und es würde mich nicht abhalten nochmal zu tun
schauen wir mal ob ich papa davon überzeugen kann *grins